Die Regierung verweigert die öffentliche Aufklärung von (nicht nur) Corellis Todesumständen

Erstaunt lesen wir, das die Landesregierung von NRW dem Bundestags-Innenausschuss die Ermittlungsakten zum Todesfall Thomas „Corelli“ Richter verweigert, und auch keinen Ermittler dort vortragen lässt, alles wie bei den „BKA-Ermittlungsfehlern“ beim NSU-Phantom insgesamt:

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http://www1.wdr.de/themen/archiv/sp_amrechtenrand/terrorvonrechts/v-mann-corelli-100.html

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Bosbach is not amused:

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Bosbach ergänzt: „Wenn Bedenken bestehen hinsichtlich Datenschutz: Wir hätten die Sitzung geheim eingestuft.“ Um die Akten nicht öffentlich werden zu lassen, hätte man die Akten auch in der Geheimschutzstelle des Bundestags hinterlegen können.

„Ich fürchte, solange Akteneinsicht dem Ausschuss verweigert wird, werden die bekannten Theorien, die Verschwörungstheorien, weiter Nahrung bekommen.“

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Verschworen hat sich in Sachen NSU und Corelli mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Tiefe Staat, und da der nicht endgültig bewiesen ist, bleibt er (noch) eine Theorie.

Allerdings eine sehr gut begründete Theorie mit ganz vielen Indizien aus 50 Jahren BRD-Geschichte, seit Peter Urbach und seit dem Mord an Ulrich Schmücker.

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„Es entsteht der Eindruck der Vertuschung“

Für Experten passt das ins Bild der bisherigen Aufklärungsversuche. „Hier soll vertuscht werden, hier soll Aufklärung verhindert werden – wieder einmal entsteht dieser Eindruck und das dürfte eigentlich einem Politiker, noch dazu einem Minister, nicht genehm sein“, sagt Journalist und NSU-Experte Andreas Förster.

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Ein weiterer wahrscheinlicher Staatsmord soll im geheimen Bundestags-Ausschuss entsorgt werden?

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Der Bundestag hat einen Sonderermittler zum Fall „Corelli“ eingesetzt: Jerzy Montag von den Grünen. Er hat die Ermittlungsakten aus NRW zwar bekommen. Sein Bericht soll im Frühjahr den Mitgliedeern des Parlamentarischen Kontrollgremiums zur Vefügung gestellt werden.

Er bleibt damit weitgehend geheim.

Ein Ersatz für eine Aufklärung im Innenausschusses ist das nicht.

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Die Aufklärung der Todesumstände von

Mundlos,

Böhnhardt,

Florian Heilig und

Corelli

kann sich das System nicht leisten.

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Also findet diese Aufklärung nur ansatzweise und nur im Geheimen statt.

Das ist hochnotgradig peinlich für einen „Rechtsstaat BRD“, aber es geht nicht anders: Das System muss die Staatsgeheimnisse schützen… und somit sich selbst.

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Einen Pappdrachen für´s doofe Volk

… hat man fein mit eingebaut, daran darf es sich abarbeiten: Fragen Sie Ströbele, oder die Linken, wie ganz furchtbar dolle wichtig diese NSU-CD ist! Fragen Sie die Staatsantifa, oh wie ganz enorm dolle wichtig ist doch diese NSU-CD…

Alles Bullshit: Da ist nichts Uwiges und nichts Beatiges drauf, das ist eine dumme, vorwiegend  US-amerikanische Bildersammlung mit NULL Zusammenhängen zu Gewalt oder gar Terror oder zu Personen. Ich hab die CD. Bullshit. Ist nichts Relevantes drauf. Basta.

(hat nicht geklappt mit der fatalist-Desinformation schon damals, 2013… shit happens…)

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Am Montag (02.02.2015) will sich nun der Innenausschuss des Bundestages in einer nicht öffentlichen Sondersitzung über die Ermittlungen zum Tod „Corellis“ unterrichten lassen.

Aber nicht nur darüber wollen die Parlamentarier informiert werden. Es geht geht bei der Sitzung auch um die Frage, seit wann die Verfassungsschützer vom NSU wussten. Denn bereits 2005 hatte Thomas Richter dem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) eine Daten-CD übergeben, die mit dem Kürzel „NSU/NSDAP“ gekennzeichnet war.

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Dies wurde allerdings erst öffentlich bekannt, als die Behörde im Herbst 2014 mitteilte, sie habe die CD kurz zuvor in ihrem Aktenbestand entdeckt. Damit steht aber fest: Es gab beim Bundesverfassungsschutz bereits sechs Jahre vor der Selbstenttarnung des NSU im November 2011 einen Hinweis auf dessen Kürzel.

Trotzdem beteuert der Verfassungsschutz bis heute, vom NSU nichts gewusst zu haben.

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Aus dieser NSU-CD kann man NULL ableiten, ebenso wenig wie man aus der Paulchen-Unfug-DVD ein „Bekenntnis“ ableiten kann. Schmeisst endlich eure Pappdrachen weg… ihr macht euch lächerlich… immer weiter, immer tiefer reisst ihr euch rein…

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Was sollten denn LfVs und das BKA und die „Superfahnder der LKAs“ sagen?

Sollen sie öffentlich erklären, dass sie alle gebeten wurden, die Operation „Aushorchtriozelle gegen bundesweite Rechtsstrukturen des BfV“ ja nicht zu gefährden, und Vieltelefonierer mit eigenem Handy im „Untergrund“  ja nicht zu fassen?

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Ja, genau das sollten sie tun.

Endlich mal die Wahrheit sagen, was da 1998 ff. lief.

Genau das!

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11 Kommentare

  1. Der Besenmann hat momentan viel zu tun, sie werden alle nach und nach entsorgt! Aber nochmal zum Rabbi. Es ist einfach zu schön um WAHR zu sein! Was für ein Wespennest! So kann die Geschichte einfach nicht stimmen. Hier wird ein Doppelmord verübt und der sog. Täter berichtet befehlsgemäß: „Chef, ich habe es auch für Dich getan!“ Warum diese Aussage? Was passiert dann? Der vermeintliche Täter wird direkt zur Belohnung zum WSG-Leutnant befördert und jetzt ist er auch noch die rechte Führungshand vom Chef, Warum wohl? Die belasteten Beweismitteln werden entsorgt und der sog. Mörder wird schnell außer Land gebracht. Warum?

    ___________

    Dass man dem Mörder zur Flucht verhilft, wenn der bei einem selbst wohnte, das ist imo verzeihlich… aber bitte keine solch wilden Storys…

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  2. Der Sonderermittler des Parlamentarischen Kontrollgremiums des Bundestages (PKGr), Jerzy Montag (Grüne), hat Nordrhein-Westfalens Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) gegen den Vorwurf in Schutz genommen, dem Innenausschuss des Bundestages das Gutachten der Staatsanwaltschaft zur Todesursache des V-Manns „Corelli“ nicht zu übergeben. „Ich kann nur sagen, dass ich als Sachverständiger des Parlamentarischen Kontrollgremiums von allen Bundesländern, die ich angefragt habe, auch von Nordrhein-Westfalen, alle Akten, die ich für meine Arbeit brauche, erhalten habe“

    http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Koelner-Stadt-Anzeiger-NSU-Sonderermittler-nimmt-Kutschaty-in-Schutz-4165892

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  3. Deutsche Geheimdienste töten nicht im Inland. Das ist völlig ausgeschlossen.
    Diese Drecksarbeit übernehmen immer die befreundeten Dienste.

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