OKTOBERFESTANSCHLAG: DIE SPUR DER SCHLAPPHÜTE – TEIL III

Teil I, Riethmüller

Teil II, Riethmüller

Zwischenstand , fatalist

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Oktoberfestanschlag: Die Spur der Schlapphüte Teil III

von Thomas- Ewald Riethmüller

Wer hatte Interesse an einem Anschlag und wer wollte nur Karl- Heinz Hoffmann und seine Ausland- WSG „entsorgen“?

Die Rolle der Schlapphüte beim Oktoberfestanschlag wird nur verstehen, wer zwei weitere Fakten kennt.

Den ersten Fakt kann ich mit einem Satz abhaken. Es war der Traum einiger Ewiggestrigen von einer neuen „Barbie- Werwolf- SBO“, mit dessen Hilfe die Sponsoren der rechtsradikalen Szene unschwer zur Kasse gebeten werden konnten.

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Klaus Barbie Wikipedia:

Wegen seiner Verbrechen wurde Barbie 1947 in Frankreich in Abwesenheit zum ersten Mal zum Tode verurteilt. Im selben Jahr wurde er Agent für den US-amerikanischen Geheimdienst CIC[11][12][13][14]

Dissertation 2013:

barbie1

http://operation-gladio.net/de/peter-hammerschmidt-die-nachkriegskarriere-von-klaus-barbie-und-die-westlichen-nachrichtendienste

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Gladio-Aktivität:

In diesem Zeitraum arbeitete er bewiesenermassen zweimal mit dem deutschen Geheimdienst BND zusammen: Einmal in den 1950er Jahren bei der Rekrutierung einer deutschen Geheimarmee unter dem Deckmantel des Bundes Deuterscher Jugend – Technischer Dienst (BDJ-TD) und 1966 als Informant, der Berichte über politische Ereignisse in Bolivien lieferte.

http://operation-gladio.net/de/klaus-barbie

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Der zweite Fakt hatte einen rein monetären Hintergrund und trug den Namen Südtirol.

Dort war der Widerstand gegen ein italienisches Südtirol mit dem Autonomiestatus 1972 zusammengebrochen. Insbesondere die so genannten „Bumser“, wie die Bombenleger bei den Einheimischen hießen, stellten ihre Aktivitäten ein.

Dies war nicht im Sinne einiger Cowboys im militärischen Geheimdienst SISMI und/oder bei der politischen Polizei (Staatsschutz).
Besonders der italienische Staatsschutz war aus der faschistischen OVRA hervorgegangen (Opera Volontaria di Repressione Antifascista „Offenes Volontariat zur Bekämpfung des Antifaschismus“) und galt als Sammelbecken der „aus der Zeit Gefallenen“.

Der Südtiroler Journalist und Dokumentarfilmer Christoph Franceschini wies nach, das die Geheimdienste einige der damaligen Bombenanschläge selbst inszenierten um sie gezielt Südtirol- Aktivisten anzulasten.

Der ehemalige ND- Agent Silvano Russomanno geht weiter, er schreibt:

„Die Terroristen und uns, die sie bekämpfen, eint am Ende eines: Beide haben wir uns die Hände schmutzig gemacht.“

Bei diesen ND- Operationen bedienten sich die Geheimdienste der italienischen Gladio und vermutlich auch der Hilfe des deutschen Mehrfachagenten Peter Weinmann, der sowohl für das BfV, das MfS, SISMI und für den Staatsschutz arbeitete und in München zum Sprengstoffexperten bei der Luftwaffe ausgebildet wurde.

Selbst vor Mord schreckten diese ND-Cowboys nicht zurück.

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Peter Weinmann spionierte in Nürnberg im Auftrag der SISMI Peter Kienesberger aus, ein Gründungsmitglied der NPD und strammer Südtirol- Aktivist. Hintergrund: Einige Bekennerschreiben waren in Nürnberg aufgegeben worden.

Doch es gab noch einen zweiten Hintergrund:

Plan A:
Peter Kienesberger sollte nach Österreich gelockt, dort entführt und nach Italien verschleppt werden.
Plan B:
Sollte diese Entführung scheitern, so sollte er in Nürnberg erschossen werden.
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Peter Weinmann lebte von diesen ND- Machenschaften ganz gut und dies fand Nachahmer, insbesondere einen Friedhelm Busse. Der sammelte in Deutschland eifrig Gelder für den Südtiroler Widerstand und teilte diese Spendengelder zwischen sich und dem Widerstand auf, nach dem Motto: Das Pferd für mich, das Huhn für den Südtirol- Widerstand.
Der „Salon- Nazi“ Busse hatte enge Kontakte zu Peter Weinmann, welcher 1976 die WSG Hoffmann ausspionierte. In wessen Auftrag? BfV oder SISMI? Wir wissen es nicht.

Nun spielte wohl der Zufall eine große Rolle.

Im Teil II hatte ich den mutmaßlichen Druck auf die zuständigen Sachbearbeiter bei BfV und BND dargestellt, welche die Sache mit der WSG- Ausland vergeigten.

Peter Weinmann wurde im BfV von einem „Dr. Semmler“ geführt. Nach meinen Informationen war dieser „Dr. Semmler“ auch der Führungsoffizier eines gewissen Atef Bseiso , ehemalige PLO-Sicherheitschef und Mitorganisator des Olympiaanschlags 1972, der als Agent Provocateur des BND/BfV in Sachen WSG-Ausland keine unwichtige Rolle spielte.

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http://www.focus.de/politik/deutschland/terror-der-geheime-kanal_aid_299013.html
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Sein V-Mann- Führer beim BfV war also einer der Personen, welche für die fehlgeschlagene Operation „WSG-Ausland“ verantwortlich war.
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Der Kreis ist damit fast geschlossen. Wir müssen nicht mehr ins Blaue hinein raten wie Karl- Heinz Hoffmann zu der zweifelhaften Ehre kam – ausgeguckter Sündenbock für den geplanten Anschlag in Bologna zu werden.

Wie dieser „Dr. Semmler“ (ND- Deckname) über seinen Schützling Atef Bseiso den Weg zu einem Dr. Hans Langemann fand, Chef des bayerischen Staatsschutzes und ehemaliger Sicherheitsbeauftragter für die Olympischen Spiele 1972, sowie ehemaliger BND- Mitarbeiter dürfte nun auch kein Geheimnis mehr sein.

langemannPlan B der SISMI für die Schuldzuweisung in Sachen „Anschlag Bologna“ ging „voll in die Hosen“. Zwei ND- Generäle landeten wegen einer gelegten Falschspur im Gefängnis, doch die von ihnen angelegte Desinformationsakte fand schnell eine neue Verwendung.
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Der mutmaßliche Attentäter des Oktoberfestanschlages Gundolf W. Köhler war laut einem Eintrag im Verfassungsschutzcomputer NADIS angeblich Mitglied der WSG- Hoffmann. Eine Hauch von einer (falschen) Spur, die mit Hilfe von Gerüchten und gezielt gestreuten Desinformationen schnell zu einem medialen Höhepunkt in Sachen Hexenjagd der Staatshörigen Presse wurde.

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13 Kommentare

      1. Es ist interessant, dass der Italienische Geheimdienst beschuldigt wurde, einen Entführer/Mörder nach Deutschland geschickt zu haben.
        Das muss man in Beziehung setzen zu dem V-Mann Weinsberger, den Riethmüller explizit benennt. Damit landet man beim BfV und beim BND als Mitwisser.

        Liken

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