Das weggeschmolzene Fenster im Wohnmobil

In rekordverdächtigem Tempo von nur gut 2,5 Monaten hat der Herr Frees es doch noch geschafft, die Aussagen der Feuerwehrleute vom 4.6.2015 fertigzustellen.

querlaeufer.wordpress.com/2015/08/24/thomas-wolfram-berufsfeuerwehr-eisenach-maschinist-aussage-vor-dem-pua-erfurt-am-04-06-2015/

Bisher kannten wir nur das weggeschmolzene Fenster der ersten Polizisten am Tatort:

“Rausgeschossen wurde ja nicht. Es ist ja kein Schuss von drinnen nach draußen gekommen”, so der Zeuge. Im Nachhinein sei dann sowas erzählt worden, nach dem man das Fahrzeug auseinandernahm. Er habe aus der Presse erfahren, dass auf ihn und seinen Kollegen geschossen wurde. Kollegen von ihm die bei der Veranstaltung mit dem Innenminister waren hätten angegeben, dass der 1. Schuss in die A-Säule des Fahrzeuges ging, „da wo die Frontschreibe drin steckt“, dort hätte man angeblich einen Einschuss gefunden, so der Zeuge. Er selbst schließt einen Schuss auf ihn und seinen Kollegen aus, dann wäre ja auch Material aus dem Fahrzeug geflogen, so Herr Seeland. “Sonst hätten wir wahrscheinlich auch zurückgeschossen.” Dann denkt er kurz nach und schiebt noch hinterher: “Eventuell!”.

Beim Wohnmobil ist die Frontscheibe aus Glas, die Scheiben im Wohnbereich sind aus Plastik und platzen nicht. Der Zeuge Seeland zu diesem Fenster: “das hat sich aufgewölbt […] das ist dann in den Flammen weggegangen und das wars […] es hat sich ausgedehnt und dann ist es abgebrannt und weg wars”. Ein Zerbersten scheidet also aus.  https://haskala.de/2014/03/31/ticker-zum-nsu-untersuchungsausschuss-31-03-2014/

Als dann die Feuerwehr kam, da war das Fenster natürlich schon lange weggeschmolzen:

Sieht man hier… fast: Eingeschlagen, oder nicht?

feuer-fenster

Der Feuerwehrmann wusste gar nichts, oder wollte nichts wissen, Berufsfeuerwehr Eisenach:

Marx: Welcher Seite, Fahrerseite?
Wolfram: Fahrerseite.
Marx: Von der Fahrerseite. Und wo wurde darauf gezielt?
Wolfram: Wir haben versucht auf den Innenraum, wo die Flammen halt waren.
Marx: Mmh in dem Innenraum, da war ja kein Zugang.
Wolfram: Da war noch kein Zugang.
Marx: Und wie wurde der geschafft?
Wolfram: Die Kollegen haben noch versucht die Fahrertür ä die Beifahrertür oder diese die Tür hinten am Wohnmobil am Wohnraum aufzukriegen.
Marx: Ja von den anderen…
Wolfram: Was erst nicht gelungen ist. Ich weiß nicht 100% von der Fahrerseite, da glaub ich ist ein Fenster gewesen. Ob das aufgebrochen worden ist, oder schon kaputt war das weiß ich nicht mehr.

Auch sonst war dieser Zeuge nicht sehr zielführend:

Marx: Wie viel Polizei war vor Ort als Sie eingetroffen sind? Wissen sie das noch?
Wolfram: Pause…
Marx: Herr Nennstiel sagte eben….
Wolfram: 20 30
Marx: 20 30 waren zum Schluss da.
Wolfram: Ja denke schon ja. Schätzungsweise.

Er hat nicht reingeschaut:

Wolfram: Ja im Laufe des Einsatzes, waren viele Polizisten da die sind da rumgesprungen.
Marx: Klar. Wir haben auch auf dem Video Kollegen von der Freiwilligen Feuerwehr die dort an der Seite wohl auch gelöscht hatten und mal reingeschaut hatten. Haben Sie selber mal reingeschaut?
Wolfram: Nein.

Dass da 2 Leichen drin liegen, erfuhr er zwar nicht erst aus der Zeitung, wie sein Kollege, aber:

Wolfram: Da haben wir mit der Firma Tautz Abschleppdienst Tautz haben wir dann eine riesen große Plane rumgewickelt ums Fahrzeug und das haben Sie dann mit Begleitschutz weggefahren.
Marx: Gab es Ihnen gegenüber eine Erklärung warum das Fahrzeug jetzt wo anders hinkommt?
Wolfram: Durchs Gespräch eben das es nicht so sein sollte oder nicht so ist wie es sein sollte haben sie es dann Sichergestellt.
Marx: Also nicht so sein so wie es sein sollte, wie habe ich das zu verstehen? Was war da besonders ..?
Wolfram: Ein normaler Fahrzeugbrand haben wir ja schon viele gehabt wird das Auto abtransportiert und fertig ist es. Und das wurde bei der Firma Tautz sichergestellt.
Marx: Also, normal beim Fahrzeugbrand ist klar wird das Fahrzeug abgebrannt ist oder gelöscht wie auch immer nicht mehr fahrfähig ist, muss es abtransportiert werden. Nun wir haben hier was besonderes hier liegen zwei Personen drin, die sind sozusagen mit verladen wurden.
Wolfram: Ja so viel hast du davon nicht erfahren. Was dann die Polizei als wir bei der Firma Tautz waren da war auch die Polizei und die Kripo alles da. Da hab ich gehört das zwei tote drin liegen.

Erst bei der Fahrzeughalle erfahren, dass da 2 Tote drinlagen.

Glaubhaft? Es sprach sich am Einsatzort bei den Helfern nicht herum, dass da 2 Leichen drin lagen?

Dumme Frage: Wie geht das? Weil da keine 2 Leichen drinlagen?

.

11 Kommentare

  1. Egal ob das Wohnmobil mit den Toten herangekarrt wurde oder sie erst nach dem Abtransport platziert wurden: Die Firma Tautz in Eisenach wird für mich immer mehr zum Schlüssel zu der sehr wichtigen Frage, ob etwas ungeplant aus dem Ruder lief oder ob bei einer staatlichen finalen NSU-Aktion ein länger geplanter Showdown ablief.

    Ihr habt doch mal einige NSU-Leaks-Außendienstmitarbeiter beschäftigt, als es um die Eigentumsfrage der Frühlingsstraße ging. Wäre es nicht mal an der Zeit, Mitarbeiter der Firma Tautz zu befragen, ob nicht vielleicht zufällig ein paar Tage oder Wochen vor dem Wohnmobil-Brand eine Halle angemietet und/oder freigeräumt wurde?

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    1. Die gleiche Frage hab ich vor ein paar Monaten auch schon gestellt. Da spielte auch die Idee eine Rolle, dass die beiden Opfer völlig verdreckte Klamotten und vor allem Hände hatten. So wie in einer Fahrzeughalle eben Dreck anfällt. Als Gefangene halt…

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  2. „Sieht man hier… fast: Eingeschlagen, oder nicht?“

    Das Fenster ist geschmolzen. Weiß nicht ob jmd schon mal ein Plastikfenster eingeschmissen hat. Ich auch nicht, aber es splittert und gibt scharfe Kanten. Sollte es natürlich schon im Prozess des – durch die Hitze – weich werden´s befinden, muss man es erstens nicht einschlagen und zweitens gibt es auch weiche Kanten und Rundungen. Kennt doch jeder den Prozess des „Tiefziehens“ in der Industrie.

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    1. Zumal, ich bin kein Experte, die Luft im Inneren ja immer weniger wurde. Dadurch entsteht doch ein Unterdruck im inneren!? Das Fenster zieht sich nach der „Wärmeausdehnung“ doch wieder nach innen? Implodiert wenn die Sauerstoffzufuhr nicht ausreicht ( Dichtungen von Türen, Einschusslöcher etc.).

      Ist ganz interessant. Er sagt ab 0:50, dass beim Verbrennen von PVC mit Wasser und Co2 Hcl entsteht. Mit Wasser dann H2Cl. Habe ich auch in den Akten so noch nicht gelesen. Dann lagen die ja ne ganze Weile in Salzsaüre!?

      Oder wo ist mein Denkfehler?

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  3. „Weil da keine 2 Leichen drinlagen?“ – Das ist die einzig logische Schlussfolgerung, und es passt so noch besser zur gesamten Inszenierung. Der Wohnwagen war leer. Anwohner haben eine 3.Person gesehen, welche die Kiste anzündete. Normalerweise (z.B. bei Unfällen) werden die Leichen auch seperat weggebracht und nicht so wie es beim NSU-Märchen dargestellt wurde. Die Leichen und die Waffen wurden erst später in einer Halle ins Wohnmobil platziert. So passt alles…

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