Das Tal der Ahnungslosen… keine Tatortgruppe in Stregda und ein sächsischer Minister am Womo

Ein vergeudeter Tag der Zeugenbefragung in Erfurt…

lemuth

Zuerst war eine Fotografin dort vorgeladen, die keine Tatort-Kriminalisten in weissen Schutzanzügen im Womo sah, und das stand dann auch prompt in der Welt etc. als Sensationsmeldung, komplett verfälscht.

Die Fotoreporterin erklärte, als im November 2011 in Eisenach die Leichen der mutmaßlichen Rechtsterroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt gefunden wurden, seien keine Spezialisten zur Spurensicherung beteiligt gewesen. Das sei ihr komisch vorgekommen, sagte die Journalistin, die damals als erste Fotografin vor Ort gewesen war. Die Journalistin, die nach eigenen Angaben zu dieser Zeit schon seit mehreren Jahren als Blaulicht-Reporterin gearbeitet hatte, sagte, sie habe bei ihren vorherigen Einsätzen zur Polizei-Berichterstattung nie erlebt, „dass bei zwei Leichen keine Tatort-Gruppe vor Ort war“.

Zuletzt aktualisiert: 27. August 2015, 13:17 Uhr www.mdr.de/thueringen/zwickauer-trio848.html

Die WELT hat ihren Artikel dazu „rausgeschmissen“, der Cache hat ihn jedoch noch:

welt

webcache_googleusercontent_com_search_q_cache_LU1_rlOCZpkJ_w (PDF DIE WELT)

Peinlicher Mist, den die DPA da wieder mal verzapft hatte, denn die Journalistin hatte laut MDR-Video nur gesagt, dass da Leute ohne Schutzanzüge am Tatort im Womo herumtrampelten:

journalle

Das Video ist hier zu sehen:  http://www.mdr.de/thueringen-journal/video293198.html

Und sie hatte natürlich Recht, denn PD Menzel und KOK Lotz sind –Türgriffe ohne Handschuhe betatschend etc pp– im Womo gewesen. Die Feuerwehr auch, und BEIDER Fotos sind weg…

Für Antifakids war das natürlich viel zu hoch:

kkk-foo

Es ist schon tragikomisch, man hat seinen Spaß:

wenn die KHK´in Michel von der TOG des LKA garnicht dort war, dann kann sie auch nicht die Arnold-Pistole ausm Bad genommen haben ;)http://nsu-leaks.freeforums.net/thread/314/th-ringens-pua-zum-nsu?page=7

Die Tatortgruppe (TOG) des LKA Erfurt war dort in Stregda, nur die KKK-Ländle-Experten und die DPA wussten das nicht… man hätte die Fotografin nach dem Eintreffen der beiden Gerichtsmediziner Prof Gitta Mall und Dr. Heiderstädt um ca. 13 Uhr 15 fragen sollen, und ob sie von den 2 Leichen wusste… das tat man offenbar nicht.

wilms

Ob dort überhaupt Polizei weisse Schutzanzüge trug, bei der Spurensicherung in Stregda, das ist fraglich.

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Die Thüringer Allgemeine schreibt:

Das in Eisenach ausgebrannte NSU-Wohnmobil stand offenbar längere Zeit unbeobachtet in einer Halle, ohne dass es von der Polizei besonders gesichert oder bewacht worden wäre. Das sagte der Abschleppunternehmer, der damals das Fahrzeuge von Eisenach-Stregda in die Halle zur Spurensicherung abtransportiert hatte. Den Auftrag dazu habe er von der Polizei erhalten, sagte der Mann am Donnerstag als Zeuge im NSU-Untersuchungsausschuss.Wann genau am 4. November 2011 der Anruf von der Polizei gekommen sei, konnte der 53-Jährige nicht sagen. Das Fahrzeug sei dann in eine Halle transportiert worden, in der das Abschleppunternehmen auch sichergestellte Fahrzeuge verwahrt. Aus der Erinnerung heraus erklärte der Unternehmer, dass die Polizei vielleicht, drei, vier, fünf Tage lang mit der Spurensicherung beschäftigt gewesen seien. In dieser Zeit wäre auch durchgängig Polizei am Fahrzeug gewesen.

http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Vorwuerfe-im-NSU-Ausschuss-Wohnmobil-war-unbewacht-218235501

Alles wie in Zwickau… bestens bewacht, und ein ganz toller silberner Bauzaun, gelle?

20111107140326-haus

Man muss die Analogien immer im Auge behalten, weil sie die Nachfindungen von „Beweisen“  so prima erklären… könnten. Ceskas und Paulchenvideos in Zwickau, Schutthaufen, und Vorgängervideos, Autoschlüssel etc in Eisenach.

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Das Phänomen der DNA-unbekannt-Doppeltreffer Eisenach und Zwickau ist ein sehr wichtiger Punkt, bislang wussten wir nur vom LKA Stuttgart, dass dessen Vorauskommando an BEIDEN Tatorten war.

Jetzt sind auch noch Sachsen neu im Spiel:

Im NSU-Untersuchungsausschuss des Thüringer Landtages hat es am Donnerstag eine überraschende Zeugenaussage gegeben. Der Chef eines Eisenacher Abschleppunternehmens berichtete, dass er im November 2011 prominenten Besuch aus Sachsen gehabt habe. Dessen Innenminister sei mit Polizeibeamten auf seinem Firmengelände aufgetaucht und habe sich das Wohnmobil angeschaut, in dem die Leichen der mutmaßlichen Rechtsterroristen Böhnhardt und Mundlos gefunden worden waren.

Nach mehrfachen Nachfragen der Abgeordneten sagte der Firmenchef, dass er die Anweisung von der Polizei bekommen hatte, einen Minister oder hohen Beamten aus dem Innenministerium Sachsen auf sein Gelände zu geleiten. Eine Sprecherin des sächsischen Innenministeriums sagte MDR THÜRINGEN, dass ein Besuch von Minister Markus Ulbig nicht stattgefunden hatte. Sie konnte aber bisher nicht ausschließen, dass andere hochrangige Beamte aus dem Ministerium die Abschleppfirma besucht hatten.

http://www.mdr.de/thueringen/zwickauer-trio848.html

Die Fragen werden immer mehr, weil die vorhandenen Fragen nicht abgearbeitet werden, und völlig neue Sachverhalte herauskommen: Was hatten Sachsen aus dem LKA oder gar dem LfV dort in der Halle am Womo zu suchen?

(die „Schuss lebender Uwes-Hülse“ fand man am 18.11. im Womo, die Autoschlüssel und die Frühlingsstrassenschlüssel fand man am 26.11.2011 im Womo, und die Vorgängervideos NSU am 1.12.2011 im Womo… im unbewachten Wohnmobil)

Dann gab es auch noch die Planen-Einpacker des Womos von der Fa. Tautz, auch hier eine überraschende Aussage, die es nicht in die Berichterstattung schaffte:

strasse

Was haben die da über 1 Stunde lang herausgeholt und auf die Strasse gepackt?

Und warum fehlt das in den spärlichen Medienberichten?

Den Amtsleiter der Feuerwehr gab es auch noch:

Die Abgeordneten kritisierten zudem, der Amtsleiter habe keinerlei Versuche unternommen, die Feuerwehr-Fotos von der Polizei wiederzubekommen, die im Laufe des 4. Novembers 2011 von einem Polizeibeamten beschlagnahmt worden waren. Die Fotos hatten Feuerwehrleute während des Einsatzes gemacht. Der ehemalige Amtsleiter hatte vor dem Ausschuss gesagt, die Fotos seien Eigentum der Feuerwehr gewesen. Die Feuerwehr habe trotzdem nur ihre leere Speicherkarte wiederbekommen.

www.insuedthueringen.de/regional/thueringen/thuefwthuedeu/Harsche-Kritik-an-Ex-Brandschutz-Chef-im-NSU-Fall;art83467,4300044

Alles nichts Neues.

Mehr gab es nicht, kein Wort über den hochnotpeinlichen Auftrag der Gitta, die keiner Leiche ein Thermometer in den Arsch geschoben hat… offensichtlich ihr anwesender Kollege Heiderstädt auch nicht.

Das wurde komplett nicht berichtet:

Die Mall war dort. Sie hat sich ständig auf Erinnerungslücken berufen und dass sie den NSU ja nur aus den Medien kennt.
Der Lotz habe sie informell angerufen, ob sie nicht in Strega vorbeischauen wolle. Dann war sie am WoMo und konnte sich nicht so recht erinnern, was sie gesehen hat.
In Unklarheit erinnerte sie sich, dass Menzel mit einem langen Haken im Schutt gestochert und dabei eine Waffe zutage gefördert habe.
Ansonsten gab sie an, dass sie praktisch nichts mehr wisse, auch nicht mehr, welche Personen vor Ort waren.
Soll absolut mühsam und lachhaft gewesen sein

Was für ein grandioser Tag… aber ganz und gar nicht überraschend.

Für die Details könnte der Herr Frees sorgen… so in 2 Monaten wissen wir dann mehr 😉

frees

Das Wichtige wissen wir jetzt schon: Das grosse Aufklären fällt in Erfurt wohl wieder aus…

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13 Kommentare

  1. Ja, wurden denn überhaupt heute die Mediziner befragt, die die Obduktion gemacht haben? Das wären doch die wichtigsten Aussagen des heutigen Tages gewesen! Warum wird darüber nicht berichtet? Ich wartete den ganzen Tag auf irgendwelche Nachrichten.

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  2. wenn da plötzlich „die Sachsen“ (hohe Beamte) auftauchen, wundert mich bald nichts mehr. Ich wage mal vermutungshalber zu behaupten, dass die lange Zeit so bestandene „sächsische“ LKA-Führung um Peter Raisch (bis Anfang der 2000er Jahre) dann auch noch um 2011 voll mit ausgeliehenen oder hospitierenden „Ländle-Beamten“ oder zumindest persönlich gut bekannten Kollegen war und ist…

    btw erlaube ich mir ein dezentes Lob: die Artikelqualität, hinsichtlich Verständlichkeit und angenehmeren Stil, hat seit einiger Zeit erheblich zugenommen.

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  3. Marx (sic) scheint die Einzige zu sein, die an Aufklärung zumindest marginal interessiert ist.
    Vielleicht auch nur ihr Job, aber daß die msm inzwischen den Terminus „mutmaßlich“ wieder in ihr „correctspeak“ eingeführt haben (mußten), dürfte einzig NSU LEAKS zu verdanken sein.

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    1. Im folgenden einer der Gründe, warum die autonome linke Antifa einfach nur hirnlose dumme Kackbratzen (Krömer) sind.

      https://linksunten.indymedia.org/de/node/151414

      Die veröffentlichen die Adresse von Maria Böhmichen und fordern dann:

      Maria besuchen und ihr danke schön sagen!
      Da wollten wir doch schon immer mal hin, eine alte Freundin besuchen und dankeschön sagen!

      Ich hätte nichts dagegen, wenn eine Hundertschaft der härtesten Elitepolizisten dieser strunzdummen Nuß beibringt, daß man nicht ungefragt einfach mal so jemanden besucht. Das ist unhöflich. Und falls der auf die Idee käme, sie auf der Straße dumm anzuquatschen, sei gleich hinterher geschoben, daß auch das nicht galant ist.

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