Else-Gitta war mit PD Menzel im Womo, und erinnerte sich an nichts. Beugehaft nötig?

Der überaus peinliche Auftritt der Chefin der Gerichtsmedizin Jena Gestern im Erfurter NSU-Ausschuss ist in der äusserst mageren Berichterstattung nirgendwo zu finden.

Mall, Else-Gitta

Nicht dass es bei ihrem Auftritt nach Formalin roch war die Nachricht, sondern dass sich die Frau Professor Dr. Mall -ohne Thermometer- nicht dienstlich dort aufgehalten habe, am 4.11.2011, und zwar im Wohnmobil war, sich aber an nichts erinnern wollte: Wie lagen die Leichen, Rückenlage oder Bauchlage, welche Verletzungen sah man, welche Waffen sah man, da kam gar nichts.

wilms

Auch zur Obduktion in ihrem Institut wusste sie nichts zu sagen, und zur Wiederbeschlagnahme der freigegebenen Leichen wurde sie nicht befragt… warum denn eine Zweitobduktion nötig war, und welche Leiche wann identifiziert wurde.

Es stellt sich wie folgt dar: Lügen wollte sie nicht, also erinnerte sie sich nicht. Parlamentarier ohne den bedingungslosen Willen aufzuklären akzeptieren solche Zeugen-Aussageverweigerungen immer, zucken mit den Schultern, so wie Ramelow in Bezug auf die im LKA Erfurt vorhandenen, jedoch bislang unterschlagenen Fotos, „da kann man halt nichts machen…“

So geht Staatsschutz, nichts Anderes passierte gestern in Erfurt. Der PUA hätte -wie das OLG München auch- durchaus Mittel und Wege, störrischen Zeugen beizukommen, aber er zeigt die Instrumente noch nicht einmal vor, würde sie niemals anwenden, und die Zeugen wissen das. Also übt man sich in Gedöns… in NSU-Ausschüssen wie im Münchner Schauprozess. Den Rest erledigen die Kasper: Binninger, Högl, Pumuckl, und die Presseschranzen. Einfach nicht berichten.

Wie vorausgesagt haben die Leitmedien nicht berichtet, und wenn doch, dann desinformatorischen Blödsinn. Alles wie im Juni 2015 auch.

Der Fragenkatalog war nicht schlecht, brain freeze und bio, aber für die Katz. Die wollen nicht oder dürfen nicht.

Das ND berichtet neu heute den Blödsinn, den sogar die Springerpresse schon gestern löschte:

nd-idioten

so blöd muss man erstmal sein… kein Problem für die Linksknaller…

Vom Gedöns zu den Wundern: 

Wir haben also weiterhin nicht geklärt, wie es möglich war, dass…

  • Feuerwehrmann Nennstiel im Womo Fotos machte, die man ihm abnahm, aber sein Kollege Wolfram erst an der Halle Tautz mitbekam, dass da 2 Leichen im Womo lagen (überlegen Sie mal. was das für ein Lacher ist)
  • der Kollege von der FFW Stregda von den 2 Leichen erst aus der Zeitung erfuhr, obwohl er doch das Womo löschte

Das kann so nicht stimmen mit den 2 Leichen, wie es ausgesagt wurde:

Wolfram: Ein normaler Fahrzeugbrand haben wir ja schon viele gehabt wird das Auto abtransportiert und fertig ist es. Und das wurde bei der Firma Tautz sichergestellt.
Marx: Also, normal beim Fahrzeugbrand ist klar wird das Fahrzeug abgebrannt ist oder gelöscht wie auch immer nicht mehr fahrfähig ist, muss es abtransportiert werden. Nun wir haben hier was besonderes hier liegen zwei Personen drin, die sind sozusagen mit verladen wurden.
Wolfram: Ja so viel hast du davon nicht erfahren. Was dann die Polizei als wir bei der Firma Tautz waren da war auch die Polizei und die Kripo alles da. Da hab ich gehört das zwei tote drin liegen.

Glaubhaft? Spricht sich nicht rum, in Stregda bei den Erstrettern, sowas wie „Mensch, da liegen ja zwei Typen drin mit Schussverletzungen, einer fast ohne Kopf, alles weg!“ ?

Der hier ist noch besser:

querlaeufer.wordpress.com/2015/06/25/zweiter-teil-der-aussage-freiwillige-feuerwehr-stregda-herr-quendt/

Quendt: Ich habe mich wirklich so hingestellt das ich nicht viel sehen konnte. Ich habe kurz diesen Fuß gesehen und dann habe ich mich wie ich da stehe leicht links gestellt um nicht mehr zu sehen.
König: Um sozusagen von dem Standpunkt aus konnte man den Fuß sehen
Quendt: Ob es der Standpunkt war kann ich Ihnen nicht sagen aber…
König: Aber Blickwinkel zu minderst schräg.
Quendt: Ich habe ihn zumindest den Blickwinkel so gemacht das ich nicht seh.
König: Sie sagen ein Toter wurde Ihnen mitgeteilt, in ihrem Bericht schreiben sie „im Zuge des Einsatzverlaufes wurden im inneren des Wohnmobils zwei tote Personen gefunden“ Ab wann wussten sie von zwei.
Quendt: Das war aus der Presse, ich habe den Bericht nicht unmittelbar danach geschrieben erst abends.
König: Ist auch Möglichkeit dass Sie Information über Presse bzw. über Ihren Gruppenführer bekommen haben.
Quendt: Woher die Information stammte weiß ich nicht mehr, tut mir leid.

Das kann man glauben, oder eben nicht. Funktioniert übrigens in beide Richtungen: Da waren 2 Leichen, keiner sprach darüber, oder da waren keine 2 Leichen, darum sprach auch niemand davon. Wahrheiten gibt es hier bekanntlich nicht, nur Denkanstösse. Vielleicht war da auch nur eine Leiche, wir wissen es nicht… Tattoo linke Wade, der Widersprüche sind endlos viele… geklärt ist gar nichts.

Die Gerichtsmediziner und die Tatortgruppe des LKA Erfurt, beide anwesend in Stregda und beide anwesend bei der Obduktion am 5.11.2011, diese Beamten lügen den NSU-Ausschuss folgenlos an, und der lässt sich das gefallen. 

O-Töne eines Anwesenden gestern:

Die Mall war dort. Sie hat sich ständig auf Erinnerungslücken berufen und dass sie den NSU ja nur aus den Medien kennt.
Der Lotz habe sie informell angerufen, ob sie nicht in Strega vorbeischauen wolle. Dann war sie am WoMo und konnte sich nicht so recht erinnern, was sie gesehen hat.
In Unklarheit erinnerte sie sich, dass Menzel mit einem langen Haken im Schutt gestochert und dabei eine Waffe zutage gefördert habe.
Ansonsten gab sie an, dass sie praktisch nichts mehr wisse, auch nicht mehr, welche Personen vor Ort waren.
Soll absolut mühsam und lachhaft gewesen sein

sie [Mall] soll geradezu grotesk auffällig gelogen haben.
Die Feuerwehrleute waren offenkundig eingeschüchtert und gaben sich obrigkeitshörig.
Zuhörer berichten, dass die Mall nach Formalin stank… LOL das soll wirklich so gewesen sein.
Insgesamt eine totale Katastrophe.

Sie war drin und hat sich das mit Menzel angesehen.
Aber sie kann sich an gar nichts mehr erinnern.
Das war ihr alles zu kompliziert, und sie hatte ja auch keinen dienstlichen Auftrag.
Wie bei Didi Hallervoorden…

Sie hat sich geweigert, irgendwas zur Obduktion zu sagen.
Gar nichts, alles vergessen, dauernd ausgewichen.
Eindruck mehrerer Zuhörer: Es war sehr deutlich, dass sie in dem Punkt nicht lügen durfte sondern eben keine Erinnerung hatte.
Sonst log sie unverschämt– der Lotz hat es faustdick hinter den Ohren. Er hat es organisiert, dass sie hinkommt, oder sie hatte Vorwissen.
Ein richtiges Verbrechergesindel

Dem ist nichts hinzuzufügen. Ausser dem hier: das ist ganz neu:

könig neu

Das ist nicht:

In Unklarheit erinnerte sie sich, dass Menzel mit einem langen Haken im Schutt gestochert und dabei eine Waffe zutage gefördert habe.

Aber wir sind nicht das Wahrheitsministerium, wir bringen nur Infos, die wir bekommen, und die Spiegel & Süddeutsche unterschlagen.

Was Sie damit machen ist ganz allein Ihre Sache.

.

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6 Kommentare

      1. Könnte daran liegen, dass es Leute gibt, die tatsächlich möglichst viel in den laufenden Sitzung mitschreiben und zeitnah der Öffentlichkeit zugänglich machen und Seiten wie querläufer, die nach 2 Monaten heimlich angefertigte Tonbandaufzeichnungen dann auch endlich mal 1:1 vollständig abgeschrieben haben.

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