NSU: Zschäpe will aussagen?

von Die Anmerkung

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Für eine Aussage benötigt Zschäpe keine Anwälte. Es steht ihr frei, jeder­zeit das Wort zu ergrei­fen und zur Sache auszusagen. Will sie das?

Liest man das Kleingedruckste in den Erregungsmedien, sieht die Sache anders aus. Grasel will einige Seiten ausformulierten Text namens seiner Mandantin verlesen. Das ist keine Aussage, erst recht keine umfassende, wie die üblichen Verdächtigen in den Wind pinkeln. Ob es Zschäpes Wille ist oder der der verantwortlichen Vertuscher im Kanzleramt und nachgeordneter Staatsdiener, das ist auch noch nicht geklärt.

Was, wenn der Grasel der eigentliche Staatsschützer ist, der, den sie ihr engagiert haben, damit eine Aussage langsam und bedächtig, aber unter Kontrolle ausgearbeitet werden kann?

Zschäpe steht unter dermaßen hohen Druck, daß irgendwann der Deckel vom Topf pfeift, wenn das nicht kontrolliert wird. Immerhin hat sie schon in sehr jungen, man möchte meinen minderjährigen Lebensjahren mit den Staatsschützern Thüringens kooperiert. Da ist einiges im Laufe ihrer weiteren Geheimdienstkarriere hinzugekommen.

Was sie unter hoher psyschischer Belastung aussagen täte, kann niemand vorhersagen, zumal sie für die meisten Sachschilderungen eine Aussage­genehmigung diverser Ministerien benötigen würde.


Die Geheimen trauen sich alles. Erst recht zum 11.11.

Dann eben von hinten rum. Wir kümmern uns darum, es braucht aber sein Zeit, solange hältste noch durch.

Sprich, es darf auf keinen Fall passieren, daß die Zschäpe erzählt, das auch noch stehend freihändig, was wirklich passierte, zum Beispiel, ob sie in der Zeit vom 03.11.2011 bis zum Tag ihres Einfindens auf einer Polizeiwache Corelli getroffen hat. Man wird ja mal fragen dürfen, ob Corelli mit Video-DVDs durchs Land reiste und sie wie Sauerbier feilbot?

Das, was im Mittwoch vorgelesen wird, ist das, was die Staatsdiener zuzu­geben bereit sind. Mehr wird es nicht geben.

Das ist der Deal, mit dem alle werden umgehen müssen. Es gibt kein Gerangel mehr um die Plätze, sondern nur noch Zieleinlauf.

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17 Kommentare

  1. Ruhe ist die erste Bürgerpflicht, sehr richtig, abwarten ist angesagt.
    Es wurde vorbesprochen mit Nebenklageanwälten und mit dem Richtersenat, was Zschäpe erklären lassen wird. Meint zuindest die BILD…





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      1. Ist es geil, dass morgen und Donnerstag ausfallen?
        Mein Animus… ich wusste, da kommt nichts.

        Ich bin doch Optiker, ich mag nur schöne Menschen, deswegen gucke ich nur nach unten 😉
        da sitzt jedoch auch nur eine einzige schöne Person 😉

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  2. Keine Aussage von Zschäpe

    Die Sensationspresse verkündet heute, daß die Hauptdarstellerin im OLG-Stadl zu München, Beate Zschäpe, nun endlich aussagen wolle. Von einem „Paukenschlag“ im NSU-Prozess war die Rede und davon, was die Zschäpe jetzt wohl alles gestehen wird. Die Meldung an sich ist schon sachlich falsch, denn von einer Aussage kann gar keine Rede sein. Die mutmaßliche V-Frau wird nach Angaben ihrer Verteidigung lediglich eine vorbereitete Erklärung verlesen lassen. Fragen beantworten, wie es bei einer Aussage vor Gericht üblich ist, will Zschäpe offenbar nicht. …

    Weiter: http://presseluegenclub.blogspot.de/2015/11/das-politische-pressetagebuch-09112015.html

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  3. meine Meinung: dann müssten aber die Mitangeklagten auch da eingebunden sein in die Aussage. Denn sollten die Mitangeklagten schlecht weg kommen bei der Aussage, kann ja ein anderer umfassend und ganz plötzlich Aussagen z. B. Eminger, der sicherlich über alles da bestens Bescheid weiss. Das ist dann der eigentliche Knall und Gau und nicht die Aussage Tschäpres.

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  4. für mich sieht das auch nach einem Deal aus ..und vorallem das Datum allein ist ja schon jede Schlagzeile wert
    Und das ausgerechnet die Hofberichterstattung als erstes davon in Kenntnis gesetzt wurde …ohne Worte
    Wird sicher ausverkauftets Haus seien morgen .

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  5. angeblich will sie ja persönlich Fragen vom Senat beantworten, aber nicht Fragen von der
    Nebenklage.. ! Es wurden Befangenheitsanträge anderer Verteidiger gegen das Gericht gestellt, da der Senat und auch Nebenkläger angeblich in die Ausarbeitung eingebunden waren, sie aber selbst keine Kenntnis haben. Tschäpes Anwälte haben wiederum um Entbindung gebeten, weil sie nicht informiert waren.. alles ein bisschen seltsam was da so jetzt plötzlich abläuft. Wie geht das dass Klageanwälte und Richter in die Aussage der Verteidigung eingebunden sind VOR der eigentlichen Aussage?

    ***—***

    Das ist der letzte freigeschaltete Kommentar, falls du nicht lernst, wenigstens die Namen korrekt zu schreiben. Das ist die älteste Propagandaregel überhaupt.

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  6. »Die eigentlich für Mittwoch angekündigte Aussage der mutmaßlichen Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe im NSU-Prozess wird verschoben. Der Vorsitzende Richter Manfred Götzl unterbrach den Prozess bis kommenden Dienstag, den 17. November. Grund ist ein Befangenheitsantrag des mitangeklagten Ralf Wohlleben, der wie Zschäpe aus Jena stammt, gegen die gesamte sechste Strafkammer. Nach Angaben des Gerichts lasse sich derzeit nicht sagen, ob und wann in der kommenden Verhandlungswoche Beate Zschäpe aussagen werde. Am Montag hatte ihr Anwalt Mathias Grasel angekündigt, dass er am Mittwoch im Namen seiner Mandantin eine Erklärung verlesen will.«
    http://www.mdr.de/mdr-aktuell/zschaepe-aussage-nsu-prozess106_zc-36d200d6_zs-046016ee.html

    Nachdem die mutmaßlichen VS-Anwälte Sturm/Stahl/Heer sich zuvor beklagt hatten, daß der neue Wahlverteidiger Grasel sie nicht über die bevorstehende Aussage Zschäpes informiert hatte und wohl auch Götzl die Abgesandten des Kölner Amtes anscheinend nicht informiert hatte:
    http://www.mdr.de/mdr-info/audio1321564.html

    …hat man jetzt in Köln offenbar die Notbremse gezogen und über die Anwälte von Wohlleben (es gingen ja auch hier im Blog/Forum schon mal Spekulationen, ob dieser und Zschäpe nicht V-Leute des Amtes gewesen seien) die Aussage erstmal blockiert.

    Wohlmeinende könnten spekulieren, um bei Zschäpe „Überzeugungsarbeit“ zu leisten, bzw. Aussagen abzustimmen (wie sagte der Geheimdienstkoordinator Fritsche im Kanzleramt: »Staatsgeheimnisse , die staatliches Handeln unterminieren könnten, dürfen nicht ans Tageslicht kommen« oder so ähnlich), weniger Wohlmeinende könnten versucht sein zu unken, bis das Kidon-Team aus Finnland eingeflogen ist….

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    1. Sehr interessanter Aspekt, das mit dem Spiel über Bande mit dem Verteidiger von Wohlleben.

      Viel einfacher ginge das aber über die Ankläger, denn die sind die Arebitnehmer des tiefen Staates, die sogar dafür gelöhnt werden, die Interessen des Kölner Amtes zu vertreten.

      Das alles soll der Götzl, der fitteste Richter in ganz Bayern, übersehen haben?

      Glaubt er wirklich, er kann einen Prozeß an Staatsschutzinteressen vorbei führen? Im Staatsschutzsenat?

      Seit 2 Monaten weiß er Bescheid, was da für ein Brocken auf ihn zurollt, und er unternimmt nichts, um den aufzuhalten?

      Es ist eine schwierige Kiste, die aktuelle Situation zu bewerten. Das erspare ich mir, denn in einer Woche wissen wir mehr.

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      1. Ja, aber über die Wohlleben-Verteidigung ist es nicht so offensichtlich, daß der Staat / das Amt eine Aussage von Zschäpe gar nicht will.

        Offiziell heißt es ja, die Zschäpe solle doch bitte endlich vollumfänglich aussagen, schon für die armen Nebenkläger_Innen.

        Diese Fiktion könnte sich für die Öffentlichkeit nicht länger aufrechterhalten lassen, wenn die Bundesanwaltschaft die Zschäpe-Aussage sabotierte. Die hat sich als Pflichtverteidigerin von Verena Becker ohnehin schon zu offensichtlich exponiert.

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      2. Warum ruft denn keiner von Euch bei den Anwälten von Wohlleben an und fragt mal nach? Ist doch wohl kein Akt 😉

        Ich jedenfalls denke nicht an einen Deal oder Verschleppung.
        Zschäpe wollte auch nicht aussagen. Was soll sie denn aussagen?
        Die Journaille lügt. Allein das reicht für mich, dem Pack gar nichts zu glauben.
        Die wollten nur wieder ein paar Leute auf die Tribüne holen.

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      3. Dummes Zeug, sie wollte aussagen und die Kronzeugenregelung.
        Mit der VS-Scheisse will ich nichts zu tun haben. Mayr war bei Klemke. Eklig.

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  7. Wenn alles was ich hier im Blog bisher aufgenommen habe Fakt ist, dann kann es durch Zschäpe keine Warheit geben. Der —Staat wird locker auch diese Warheit nutzen.
    Was mich wundert ist, dass Zschäpe solange mitgemacht hat. Eine Haftbiograhpie könnte da Zweifel (ein)ausräumen.
    Und wenn ich vermute, dass alle Drei V-Leute (waren)sind und auch noch leben!!!!, dann
    wird das (Schein) Gericht die Sache beenden und Zschäpe kommt mit neuer Namensschreibweise frei. Aber ich denke auch noch an andere Entwicklungen.

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