Was war denn nun mit der Ceska 83 samt Schalldämpfer im Heuhaufen, Herr Frey?

Im Juli 2015 hatten wir dazu geblogt:

Richtig sei, so schreibt Matthias, dass er in Karlsruhe bei der Bundesanwaltschaft vernommen wurde.

Auszug:

frey nsu

Seinen weiteren Beurteilungen schliessen wir uns ausdrücklich an, wollen ihn jedoch schützen, und veröffentlichen sie daher nicht. Er betreibt ein Wiederaufnahmeverfahren, für das wir ihm viel Erfolg wünschen. 

Weiter Infos zu seinem Fall gibt es auch hier:

http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Matthias_Frey

Leider wissen wir immer noch nicht, was an Heindls Erzählungen im Honigmann-Interview nun richtig war, und was falsch ist. Speziell zur Ceska mit Schalldämpfer… hat der Hattel nun solche Waffen gekauft, oder nicht? Beim Luxik in Solothurn, oder beim Graubereichs-Waffenverschiebeladen (Aussage BKA, KHK Jung!!!) Schläfli & Zbinden in Bern, wo ein frisiertes Waffenverkaufsbuch geführt wurde? Wo mit gefälschten oder gehandelten Waffenerwerbskarten gedealt wurde?

Sie sehen, aufzuklären ist gar nicht so einfach…

http://arbeitskreis-n.su/blog/2015/07/08/richter-rudolf-heindl-und-der-ceska-kauf-in-der-schweiz/

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Dazu erreichte uns nun ein Offener Brief an den Bundestags-Innenausschuss. Der Vorsitzende dort heisst übrigens Ansgar Heveling, MdB. Bis vor Kurzem hiess der Wolfgang Bosbach…

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Dr. Hans-Joachim Hölle, Rodenbach, den 12.11.2015
In den Steinäckern 10
63517 Rodenbach

Offener Brief (Per E-Mail) an

Herrn
MdB Wolfgang Bosbach
Platz der Republik 1
11011 Berlin

Sehr geehrter Herr Bosbach,

In Ihrer Funktion als Vorsitzender des Bundestags-Innenausschusses haben Sie sich intensiv mit der Arbeit der „NSU“-Untersuchungsausschüsse von Bundestag und Bundesländern bzw. mit den „Merkwürdigkeiten“ bei den „NSU“-Ermittlungen befasst. Möglicherweise wurden Sie dabei über einen Fall nicht unterrichtet, der seit einigen Monaten im Forum „NSU Leaks des AK NSU“ (verwaltet von dem Ihnen bekannten „Arbeitskreis NSU“) diskutiert wird .

Im Juni 1996 wurde der damals 28-jährige Matthias Frey wegen Mordes z.N. Lucia Vacca und Totschlags z.N. Frank Appel unter Feststellung der besonderen Schwere der Schuld zu lebenslanger Haft verurteilt. Matthias Frey ist nunmehr seit 19 Jahren in der JVA Bayreuth inhaftiert und beteuert seine Unschuld. Alle Bemühungen, eine Wiederaufnahme des Verfahrens zu erreichen, waren vergebens. Sein Vater Rudolf Frey, behauptet öffentlich, sein Sohn sei das Opfer eines von Politik, Polizei und Justiz unterstützten Komplotts geworden. Er benennt als Verantwortlichen dieses Komplotts den früheren Oberbürgermeister der Stadt Bamberg Paul Röhner (gest. 24.12.2014) im Zusammenhang mit dessen angeblichen Drogenhandels- und Waffengeschäften und spricht zudem von mysteriösen Todesfällen (u.a. Günter Schmidt, Fahrer und Vertrauter des angeblich selbst drogenabhängigen OB Röhner unmittelbar vor dessen angekündigtem Geständnis) – siehe z.B. Passage zwischen der 37. und 45. min des Videos unter http://www.meinungsverbrechen.de/podiumsdiskussion-justizopfer-in-bayern (Podiumsdiskussion “Justizopfer in Bayern am 06.03.2014 in Bayreuth, u.a. mit Gustl Mollath).

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Herr Frey ist wegen dieser ungeheuerlichen Beschuldigungen nie belangt (z.B. nach § 164, 187 StGB etc.) worden. Anfragen hierzu meinerseits bei Politikern wurden nicht beantwortet. Im Juni 2015 hat der Arbeitskreis NSU über Prof. Dr. Andreas Wittmann Kontakt mit Familie Frey aufgenommen und dabei erfahren, dass Matthias Frey zwischenzeitlich aus der JVA zu einer Befragung in Sachen NSU nach Karlsruhe verbracht worden ist, obwohl er im Zeitraum der „NSU“-Morde in der JVA Bayreuth inhaftiert war und deshalb persönlich unmöglich etwas damit zu tun haben kann. Auch nach dieser ominösen Befragung von Matthias Frey bei der Bundesanwaltschaft bleibt die Homepage der Familie ( http://matthiasfrey.blogspot.de/p/blog-page.html ) frei geschaltet.

Dies alles spricht dafür, dass die Behauptungen von Rudolf Frey im Grundsatz zutreffen. Folglich müssten die wahren Mörder von L.Vacca und F.Appel entweder im Umfeld des OB Röhner oder (wahrscheinlicher) bei dessen „Geschäftspartnern“ aus der organisierten Kriminalität zu suchen sein. Dies bedeutet, dass es Leute bzw. Organisationen geben sollte, die über Kenntnisse, wahrscheinlich auch Beweise betreffs der Manipulationen im Zusammenhang mit der Verurteilung von Matthias Frey verfügen. Die organisierte Kriminalität hätte damit die Staatsorgane voll in ihrer Hand und hätte seither bei weiteren Straftaten/Morden keine Strafverfolgung befürchten müssen bzw. sogar das Profil vorgeben können, nach welchem von den Ermittlungsbehörden „Ersatztäter“ auszusuchen sind. Dabei ist anzunehmen, dass solche komplexen Manipulationen von Polizei und Justiz nicht ohne Wissen und Unterstützung der zuständigen politischen Stelle (hier: bayerisches Ministerium des Inneren, damals unter Günter Beckstein) möglich gewesen wären.

Bei den „NSU“-Ermittlungen lassen die rechtswidrigen, ja wahrscheinlich sogar kriminellen Manipulationen – wie z.B. in der Ihnen (durch Prof. Wittmann) bekannten Ausarbeitung https://sicherungsblog.wordpress.com/2014/12/16/der-beweis-flachendeckenden-medienversagens-das-russlungen-dossier/ bzw. unter https://sicherungsblog.files.wordpress.com/2014/12/ruc39findenaugenderredakteure.pdf überzeugend dargelegt – nur den Schluss zu, dass (Zitat) „entweder weitere Täter im Spiel waren, die von den Behörden verbissen gedeckt werden oder/und Taten ganz anderer Tätergruppen diesen Tätern untergeschoben worden sind, weil eine Aufdeckung der richtigen Täter „übergeordnete Staatsinteressen“ gefährden würde“.

Die bisher ungeklärte Frage hierbei ist nur: Welches „übergeordnete Staatsinteresse“ sollte ausgerechnet im Fall der „Döner“-Morde ein solches Verhalten der Behörden auslösen?

Wenn die Behauptungen der Familie Frey zutreffen und es sich bei Vacca/Appel und den „Döner“-Morden zumindest teilweise um denselben wahren Täterkreis handelt, ist die Frage des Motivs gelöst:
Vermeidung eines ungeheuren Skandals und Vertuschung eines politischen Super-GAUs. D.h. ein Zusammenhang zwischen den Hintergründen des Falls Matthias Frey und dem „NSU“-Komplex wäre der Schlüssel zum Verständnis der rätselhaften „Pannen“ bzw. Manipulationen bei den „NSU“-Ermittlungen.
Dann wäre es nicht Zufall, dass auch in dem Matthias Frey zu Last gelegten Fall eine verschwundene „Ceska“ eine Rolle spielt und dass die „Döner“-Morde ihren Ausgang und Schwerpunkt im fränkischen Raum hatten. Dann wäre es wahrscheinlich auch nicht rein zufällig, dass Günter Beckstein mit Wolfgang Geier (vgl. http://www.unser-wuerzburg.de/siteprint.php?site=news_ex1&news_ID=1104) den Beamten zum Leiter der “SOKO-Bosporus” bestimmt hat, der zuvor (während der Amtszeit von OB Röhner) bei der Bamberger Kripo mit den Bereichen operative Rauschgiftbekämpfung, Sonderfahndung sowie Tötungsdelikten betraut gewesen war und der in Fall „Peggy“ seine Fähigkeit bewiesen hatte, einen offensichtlich Unschuldigen (Ulvi Kulac) als Täter zu präsentieren. Auch der Umstand, dass der damalige Büroleiter bei Günther Beckstein, nämlich Klaus-Dieter Fritsche ( https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus-Dieter_Fritsche) 3 Monate nach der „erfolgreichen“ Verurteilung von Matthias Frey zum Vizepräsidenten des Bundesamts für Verfassungsschutz, später zum Geheimdienstkoordinator im Bundeskanzleramt und zuletzt (Januar 2014) – im Zusammenhang mit den „Ermittlungspannen“ im NSU-Komplex – zum Staatssekretär im Bundeskanzleramt und Beauftragten für die Nachrichtendienste des Bundes und damit zum ranghöchsten Beamten der Inneren Sicherheit befördert wurde, erschiene dann in einem besonderen Licht.

Ich bitte Sie, sehr geehrter Herr Bosbach, daher um Beantwortung der folgenden Fragen:

Hatte der Bundestagsinnenausschuss bis dato Kenntnis vom Fall „Matthias Frey“ und den von der Familie Frey erhobenen Beschuldigungen?
Werden Sie sich dafür einsetzen, dass die Behauptungen der Familie Frey von unabhängiger Stelle überprüft werden und dass es endlich zu dem bisher verweigerten Wiederaufnahmeverfahren für Matthias Frey kommt?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Joachim Hölle

P.S.:
Die 2. Frage richtet sich auch an die im Verteiler genannten Kirchenführer Herrn Landesbischof Heinrich Bedford-Strom und Herrn Kardinal Reinhard Marx:
Können die Wortführer der großen christlichen Kirchen es mit Ihrem Gewissen vereinbaren, wenn Vorwürfe im Raum stehen bleiben, die den Verdacht begründen, dass unser Rechtsstaat sich auf “Übergeordnetes Staatsinteresse” beruft, um in seinem Namen begangene Verbrechen zu vertuschen?

________

Vergleiche:

bzOder:

ochsnerQuelle:  Rote Fahne

Muss die Narration des staatlichen NSU neu geschrieben werden, und erklärt sich der polizeiliche Tatortpfusch an den Tatorten des 4.11.2011 dadurch letztlich auch? Sind die Nachfindungen der Dönermorde-Tatwaffen und der 2011 geänderten Paulchen-Videos im Zwickauer Schutthaufen dadurch ebenso erklärbar wie die Erfindung  gemeinsamer Trio-Wohnungen und die BfV-Schredderaktionen im Nov 2011, die T-Spitzel betreffend?

Was war der NSU? Eine staatliche Aushorchzelle im betreuten Untergrund, oder eine hochgradig kriminelle staatliche Mörder Inc.?

Eines ist sicher: Die unstimmigste NSU-Erzählung ist die des Staates, also die angeklagte Schauprozess-Version in München. Sie ist längst Makulatur. Peinlich obendrein… wie lange sie -dank der gelenkten Leitmedien- Bestand haben konnte. Und Dank der „Nichtverteidiger“ von Zschäpe und Wohlleben im OLG-Stadl des Staatsschutz-Götzl… Gerichtsdeals bevorzugt?

Ghost-town-IIIb

Die Prognose zu der „Wahrheit“ in Sachen Dönermorde vom 28.11.2014 lautet:

Das wird vermutlich am Ende herauskommen: Mehrere »entglittene V-Leute« mordeten mit Wissen einer kleinen kriminellen Struktur innerhalb des Geheimdienstes. Welches Landesamt für Verfassungsschutz diese Rolle wird annehmen müssen, das bleibt abzuwarten. Das Bundesamt für Verfassungsschutz wird es jedenfalls eher nicht sein.

Nach wie vor wüssten wir gern mehr über die Ceska 83 SD im Heuhaufen. Stimmt das, was der Richter Heindl dazu erzählte?

Was genau wollte die Bundesanwaltschaft von Matthias Frey wissen zum NSU?

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