Gladio Ost in der BRD, wer war Ralf Forster, und wieviele Kämpfer gab es?

1990 war die DDR-Untergrundarmee in der BRD aufgeflogen. Einer ihrer Anführer hatte sich dem Spiegel offenbart:

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Sehr interessanter Bericht. Es fehlen aber die Klarnamen. Wer war denn nun dieser Ralf Forster, der Chef von Gladio Ost in der BRD?

Das Landesamt für Verfassungsschutz Hessen hilft:

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Dort erfährt man im Jahr 2011, was 1991 nicht im Spiegel stand:

forster2Und wer war nun Ralf Forster?

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Ein KGB-Mann?

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Die Nr. 2 von Gladio Ost soll der hier gewesen sein:

Es handelt sich um Horst Bäsche (Jg.1924), während der Verbotszeit der KPD in den 1960er Jahren Mitglied des Zentralkomitees (ZK).

Und bislang ungeklärt ist nach wie vor, was die Terrorrentner der RAF damit zu tun haben.

Die Gladio-Elite der STASI, oder was ist die RAF, Generation 3 sonst?

Sind das die Überreste im Untergrund seit 25 Jahren der GLADIO OST des MfS in der BRD?

Ausgebildete Fachleute für Sabotage, Sprengstoff-Anschläge, lautlose Tötungen, tödliche Verkehrsunfälle inszenieren, Auslösen von „Blitzdiabetes“, oder auch von plötzlichem Herztod, und natürlich die altbekannte Schiessausbildung gehörten dazu, und das Erlernen der Kniffs und Tricks, wie man im Untergrund überlebt.

Und:

Die RAF und die STASI: Gladio Ost als RAF-Umfeld, Unterstützer, Logistiker

Der Spiegel war eigentlich 1990 schon „dran“:

Wenige Wochen vor dieser Aussage, am 30. November 1989 um 8.34 Uhr, haben Terroristen der Rote Armee Fraktion (RAF) den Chef der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen, im hessischen Bad Homburg in eine teuflische Sprengfalle fahren lassen. Auf solche Terrorakte ist nach eigenen Angaben auch der Frankfurter Fachmann gedrillt, ein arbeitsloser Russischlehrer, der derzeit auf Programmierer umschult.

Seine Ausbildung an „industriell und selbst hergestellten Sprengstoffen“ hat der asketische Antialkoholiker, Teetrinker und Nichtraucher allerdings weder bei der RAF noch in den palästinensischen Terrorcamps eines Abu Nidal genossen. Das blutige Handwerk wurde ihm, so schildert der Kämpfer mit dem Decknamen Lothar Oertel**, 38, von deutschen Kommunisten beigebracht: in einem versteckten Trainingslager in der östlichen DDR.

Die BRD-Parteien beschlossen jedoch 1990, nach Andreottis Gladio-Outing, dass es besser sei, die Geschichte der Stay Behind genannten BND-Truppe nicht aufzuarbeiten. Einen Untersuchungsausschuss gab es nie.

Ebenso wurde wohl beschlossen, dass eine 3. Generation der RAF um vieles besser sei, als eine Gladio Ost-Terrorgruppe in der BRD West ans Licht der Öffentlichkeit zu zerren. Dass die BRD-Sicherheitsbehörden da total versagt hatten, angeblich nichts von dieser 300 Mann starken Ost-Gladio Truppe in Westdeutschland wussten, allzu genau wissen wollte man das wohl eher nicht.

10 noch heute ungeklärte Morde…  Alles wie 20 Jahre später beim NSU?

Besser gar nicht erst fragen, was eine DDR-Stasi-Gladio mit dem Oktoberfest-Attentat zu tun haben könnte…

Ein Kommentar

  1. Die ehemaligen Mitglieder der geheimen Kampfgruppen dürften inzwischen mittelmäßig situierte Mittfünfziger sein. Nach dem Zusammenbruch der DDR wurde niemals über Verfahren gegen sie öffentlich berichtet, sodaß davon ausgegangen werden kann, daß solche Verfahren tatsächlich auch nie geführt wurden. Soweit ist das nachvollziehbar, denn der Deal damals war wahrscheinlich „Stille Amnestie gegen stille Kapitulation“. Wie sonst hätten die BRD-Organe effektive StaSi-Strukturen gefahrlos beseitigen können? Akteure und Vermittler wie Peter-Michael Diestel könnten darüber sicher mehr berichten.

    Nicht nachvollziehbar ist dagegen – zumindest für den eher unpolitischen Medienkonsumenten -, wie es tief im Herzen eines Kommunisten aussieht, der zum Partisanenkampf gegen die BRD ausgebildet und ausgerüstet wurde. Technisch und ideologisch. Und nicht nachvollziehbar ist, ob das umfangreich vorhandene Erpressungspotential durch Geheimdienste verschiedener Staaten tatsächlich benutzt wurde: „Mach diesen Drecksjob jetzt oder Du fährst für den Rest Deines verkorksten Lebens ein – mediale Existenzvernichtung inklusive!“.

    Diese Leute taugen jedoch nicht für jeden beliebigen Kampfeinsatz. Ihre ideologische und konspirative Vorprägung wäre nicht einfach überwindbar. Für den „Kampf gegen Rechts“ wären sie dagegen ein brauchbares Schwert, von altersbedingten Einschränkungen einmal abgesehen. Ein Angriff gegen Reporter der Lügenpresse aus einer AfD-Demo heraus, eine eindrucksvolle Brandstiftung im Dachgeschoß einer Sozialnomadenunterkunft, die Ausbildung und Unterweisung pubertierender Jung-Genossen? Alles kein Problem. Von Mielke lernen heißt siegen lernen!

    Ob diese Überlegungen freilich für eine Motivsuche beim Oktoberfestattentat oder beim „NSU“-Skandal taugen, weiß ich nicht. „Gegen Rechts“ ging es jedenfalls.

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