NSU Erfurt: Die Eisenacher Familie Nennstiel…

Der Berufsfeuerwehrmann Frank Nennstiel hat zur Auffindesituaton in Stregda merkwürdige Aussagen gemacht, schon 2011 gegenüber der TA, und im NSU-Ausschuss Thüringen II hat er diese Aussagen weiter präzisiert:

2011 sass ein Toter am Tisch mit einem Loch in der Stirn, ein zweiter Toter lag im Gang mit einer Brust- oder Bauchverletzung. http://arbeitskreis-n.su/blog/2015/06/04/was-sagen-die-feuerwehrleute-heute-aus-einer-sass-am-tisch-mit-einem-loch-in-der-stirn/

Ebenfalls 2011 gelangte diese Meldung in den Spiegel: 9.11.2011

2015 war alles anders:

  • der sass nicht am Tisch (gemeint war wohl neben dem Tisch), sondern der sass „am Möbel“, also hinten am Bad/Bett.
  • der mit dem Bauch/Brustschuss lag nicht mehr, sondern sass?
  • das Gesicht war blass, aber unverletzt
  • es lag kein Schutt auf den Leichen
  • die Verletzungen stammten von kleinkalibrigen Waffen, nicht etwa von der Pumpgun

Laut PD Menzel, Harken-Experte, lag hinten eine Leiche und blockierte die geschlossene Badtür.

Andere Tatortzeugen sagten aus, was die Bilder zeigen: Hinten sass (Mundlos) einer mit weggeschossenem Kopf, die Badtür stand offen, man holte dort eine Pistole heraus… alles im Blog nachlesbar. Vorne lag eine Leiche auf dem Bauch, unter Schutt.

  • laut Frank Nennstiel lag die Leiche aber auf dem Rücken, ohne Schutt drauf.

Diese Widersprüche sind nicht auflösbar, weil der Berufsfeuerwehrmann Nennstiel…

  • sich seine Kamera wegnehmen liess, und sie ohne Speicherkarte zurück bekam
  • angeblich kein Foto der Leichensituation gemacht habe…

Was Sie davon halten sollen?

Up to you.

Der Feuerwehrmann hat einen Bruder, und der ist Ortsbürgermeister von Stregda.

nennstielund wohnt in Sichtweite des Tatortes Stregda, 4.11.2011:

womo-4-11

Er hat aber nichts gesehen, da er gar nicht daheim war.

Seine Frau aber schon…

TA, 5.11.2011:

elvira-n

NSU-Ausschuss, 18.3.2016:

Frau Nennstiel total nervös, fing fast an zu heulen. Hat um 10:45 ca. 1 Stunde Hunderunde gemacht, sah dann auf Rückweg Polizeifahrzeug, Polizisten, die gingen in Deckung. Hat dann aus dem Küchenfenster weiter beobachtet und später Mutter vom Zeugen Scholz angerufen; die sagte, sie wisse was von einem Banküberfall.
Sie bestätigt die Angabe von Zeuge Scholz, sie habe daneben gestanden, aber nicht die Personen im Womo hat sehen können. Hat auch keine Schüsse gehört hinter dem geschlossenen Fenster.

Erst Schüsse, dann Feuer, das stimmt offenbar nicht. Wird aber immer so behauptet. Die Zeugen sagten aus: Erst Feuer, dann Knallgeräusche. Ist ja auch stimmiger, wenn (wie in Zwickau) die Munition im Feuer explodierte.

Der Zeuge Scholz hat bitte was genau ausgesagt?

R. Scholz will Böhnhardt und Mundlos im Womo gesehen haben, als die am 4.11. ins
Wohngebiet gefahren sind. Stand direkt daneben, hat Mundlos als Fahrer und Böhnhardt
(mit Tränensäcken??) als Beifahrer erkannt, als ihm die Polizei am 7.11. die Fotos aus der Öffentlichkeitsfahndung vorlegte.

Oh, ein Fahrer Mundlos! Den hatten wir bislang noch nie, nur beim Angeklagten Holger Gerlach, der Mundlos schicken neuen BMW 2011 bewunderte.

Problem: Man fand gar keinen Fahrer, weder Uwe 1 noch Uwe 2, und einen Führerschein „Alias Mundlos“ fand man auch nicht. Merkwürdig… dass das Niemandem auffiel.

Dann gab es am 18.3.2016 noch 2 Zeugen, die man wohl ebenfalls nicht so ganz für voll nehmen sollte?

Jungk hat auf Hunderunde nach 9:00 auf dem Parkplatz vor dem MAD ein Womo stehen sehen, V…  und ist 13:30 zur Arbeit gefahren, dort erfahren, dass es einen Banküberfall gab, und da ein Zusammenhang mit dem Wohnmobil bestehen soll. Ist nie richtig befragt worden.

Dass dort ein Womo stand, blauer Ellipsenbereich, das sagten auch Bräuning und Stutzke aus. Das dürfte auch so stimmen. Das MAD war diese Disco am rechten Ende der Ellipse.

Und last but not least:

Frau Friedrich fröhlich, hat aber nichts gesehen. Bringt Zeiten durcheinenander, wann sie was gesehen haben will und wann Befragung war. Laut Protokoll vom 7.11.2011 hat sie das Womo am 3.11.2011 gesehen dort in Stregda, bei der Aussage jetzt war es der 4.11.2011.

Es bringt da mehr, den Schorlau zu lesen, denn der war dort, und hat mit ihr gesprochen. Nicht nur, aber auch mit ihr.

Dieses Kapitel beruht auf den Protokollen der Vernehmungen, die die Polizei am Nachmittag des 4. November 2011 und an den Folgetagen bei Nachbarn in der unmittelbaren Nähe des Tatortes durchführte. Diese Vernehmungen sind deshalb von Bedeutung, weil mehrere Nachbarn unabhängig voneinander aussagen, dass das Wohnmobil bereits am Morgen um acht Uhr vor dem Haus stand. Diese Aussagen wurden bei den Ermittlungen bisher nicht angemessen ausgewertet.

Mario Melzer vom TLKA vernimmt die Nachbarn…

»Was haben Sie an dem 4. November beobachtet?«

»An diesem Tag, und das werde ich auch nie vergessen, fuhr ich um 8 Uhr nach Eisenach, weil ich zur Bank musste. Ich habe den Parkplatz vor meiner Nachbarin, also vor dem Parkplatz, auf dem später der Camper brannte. Ich weiß noch genau, dass ich um acht Uhr ohne Probleme rückwärts ausparken konnte. Da stand kein Camper dort.«

»Und dann?«

»Um 9.30 Uhr kam ich zurück. Und da stand das Wohnmobil schon da. Ich weiß es genau, weil ich nicht mehr auf meinen angestammten Parkplatz kam. Also stellte ich meinen Wagen direkt vor den Camper. Vielleicht hab ich ihn sogar zugeparkt. Ich war sauer.«

»Verständlich. Und dann?«

»Ich schaute mir die Kiste näher an. Das Autokennzeichen war ›V‹ für Vogtland.«

»Haben Sie Personen gesehen, die in den Camper hinein- oder hinausgingen, oder haben Sie Personen in dem Wagen gehört oder gesehen?«

»Nein. Ich habe in dem Camper nichts gehört, obwohl ich nahe ran bin. Ich hab mich sogar gebückt, um die unter dem Kennzeichen befindlichen Angaben zum Autohaus zu lesen. Das Fahrzeug stammte aus Treuen.«

»Was machten Sie dann?«

»Ich ging ins Haus und erledigte ein paar private Sachen. Etwa 12.15 Uhr kam ich wieder raus, und da standen zwei Polizisten mit gezogener Waffe vor der Tür und forderten mich auf, wieder in die Wohnung zu gehen. Das machte ich auch. Später ging ich dann wieder raus und gab meine Beobachtungen zu Protokoll.«

*

Es dämmerte, als Brauer die Befragungen beendete. Er hatte einige Bewohner nicht angetroffen. Kurz überlegte er, ob er am nächsten Tag noch einmal herkommen sollte. Aber das war wohl nicht nötig.

Kaum saß Brauer wieder in seinem Wagen, rief er Dengler an: »Georg, ich hab noch einmal die Bewohner in Stregda befragt. Es ist ziemlich eindeutig: Der Camper stand wahrscheinlich schon gegen kurz nach acht, auf jeden Fall aber zwischen neun und halb zehn da, wo man ihn später fand. Ebenso sicher ist, dass er am Tag zuvor mehrmals gesehen wurde, wahrscheinlich, weil jemand einen Parkplatz für den nächsten Tag gesucht hat.«

»Marius, das kann nicht sein. Um diese Zeit haben Mundlos und Böhnhardt die Bank überfallen.«

»Ich bin genauso überrascht wie du. Allerdings sind es mehrere Zeugen, die das unabhängig voneinander aussagen. Glaubwürdige Zeugen. Einer erinnert sich noch genau, dass er seinen Wagen vor den Camper geparkt hat, weil der seinen Parkplatz blockiert hat.«

»Was bedeutet das?«

Besser als jede NSU-Ausschussvernehmung?

Nov 21, 2015 at 2:42am
einige glaubwürdige Zeugen hätten das Wohnmobil am Morgen des 4. November bereits vor 9.30 Uhr genau dort stehen sehen, wo es dann mittags von den beiden Streifenpolizisten aufgefunden wurde. Damit stimmen all die Aussagen der Leute nicht, die den Camper an anderer Stelle gesehen und beobachtet haben wollen, wie Mundlos und Böhnhardt Fahrräder in den Camper geladen haben. Die ganze Bankstory ist also höchst zweifelhaft. Wenn man einmal davon ausgeht, dass Mundlos und Böhnhardt schon tot waren, als sie in den Camper gelegt wurden – ich erzähl euch später mehr dazu –, dann folgt aus diesen Aussagen, dass sie nicht diejenigen gewesen sein können, die die Bank ausgeraubt haben – weil sie zum Zeitpunkt des Überfalls gegen 9:15 Uhr bereits tot im Wohnmobil gelegen haben.

Und welcher Zeuge ist damit widerlegt?

Nicht der wichtige Zeuge Bräuning, der Kieslasterfahrer, bei dem passt alles, aber:

Den Rentner-Zeugen von der NVA Hösel kann man ebenso abhaken wie den DDR-Grenzerrentner. Gefälligkeitsaussagen… wenn die Anlieger Recht haben. http://arbeitskreis-n.su/blog/2016/03/22/nsu-erfurt-18-3-2016-der-3-mann-und-die-falschen-bankraeuber/

.

Und die Zeugin, die den 3. Mann hat aus dem Womo aussteigen und weggehen hat sehen, bevor die ersten beiden Polizisten Mayer und Seeland kamen, was ist mit der?

Juni 2014:

Der schlimme Finger, der die Uwes vorher um die Ecke gebracht oder den Leichenwagen hier abgestellt hat, nachdem andere ihr Werk finster vollendet hatten, hatte mehrere Fluchtwege, die ihn innerhalb von 5-10 Sekunden in Sicherheit bringen können. Dass er gesehen wird, muss er nicht fürchten, weil man den Anwohnern ja nicht glauben wird und es vielleicht einer oder zwei sind, die ihn sehen. Die anderen und die Polizisten sehen nichts.
Man kann zum Beispiel durch den Entwässerungsgraben steigen (damals war laut Anwohnern nur ein niedriger – etwa 70 cm – Lattenzaun am Graben) und an der Position des Fotografen in ein dort parkendes Auto steigen. Die Polizisten können das dann aus perspektivischen Gründen, die vor Ort sofort einleuchten, kaum sehen, schon gar nicht aus der Deckung.
Oder noch einfacher: Der Mordgeselle geht in die andere Richtung zu einem Auto, das dort in der Nebenstraße geparkt ist. Das dauert dann nur einen Augenblick länger (man bedenke die Kleinräumigkeit). Die Polizei kann so gut wie gar nichts sehen, höchstens die Anwohner, und die haben das ja auch gesehen.

Das Update dazu, auch Juni 2014:

Die Anwohnerin, die das stinkende brennende Plastik gerochen hatte, bevor die Polizei ankam, diese Frau stand keine 10 Meter entfernt vom Wohnmobil, und sie stand auf ihrem Balkon, als die ersten beiden Polizisten ankamen. Vor ihr konnte es niemand riechen, denn niemand war so dicht dran wie sie, niemand konnte die Feuerwehr gerufen haben, oder die 110 gewählt haben.

Sie wurde von den beiden Polizisten nach deren Ankunft gefragt, ob da ein Fahrzeug brenne, und wo genau das denn sei. Gleichzeitig mit der Frage (oder unmittelbar danach) der Polizisten rochen die das brennende Plastik ebenfalls.

Das ist der Beweis für das Vorwissen der Polizisten, über das Wohnmobil, den groben Ort und den Brand. Die Polizei war nicht zufällig dort.

Und da fragt man sich doch, wo diese wichtigen Zeugen eigentlich abgeblieben sind. Vorgeladen waren sie offensichtlich nicht. Oder doch?

Was soll man davon halten?

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2 Kommentare

  1. Hoffentlich werden diese Tatsachendokumentationen den Ausschussverantworlichen und Gerichten nachweisbar angeboten. Damit DIESE dann nicht erklären können, dass sie DAS ja zur Bewertung nicht gewusst hätten, da ihnen ja nur staatliche Infos vorgegeben wurden . Aber sicher lesen DIESE hier mit und werden ihre Zukunft besorgd einschätzen.

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