Wenn man so die Akten liest, drängt sich die Frage auf: Waren sie mal V-Mann des LfVS Sachsen?

Der Titel ist ein Zitat aus dem OLG München vom 5.3.2015, 190. Verhandlungstag. Die Passage geht so:

Ilius: Wissen sie, ob „Dönerkiller“ da drauf ist?
Lasch: Das weiß ich nicht genau. Aber die CD ist von PCR. Aber da war ich nur bis 2003 Inhaber, und da gab’s inzwischen schon den zweiten Eigentümer.
Ilius: Wer war denn 2010 Inhaber von PCR?
Lasch: Der Herr Rahmel
Ilius: Haben Sie Kontakt zu ihm?
Lasch: Ja, aber nicht zu eng, ich bin Vermieter seiner Geschäftsräume.
Inaugenscheinnahme Foto des Ladens:
Lasch: Ich bin da links im Haus und er hat da Lagerräume angemietet. Ich hab‘ vorne das Ladengeschäft, er hinten den Versandhandel.
Ilius: Haben sie mal mit ihm über das Lied geredet?
Lasch: Erst als das in den Medien erschien; ich war nicht begeistert, dass ich damit in Verbindung gebracht wurde.
Ilius: Wenn man so die Akten liest, drängt sich die Frage auf: Waren sie mal V-Mann des LfVS Sachsen?
Lasch: Ich habe mich noch nie in meinem Leben mit Behörden eingelassen.

NK-Vertreter RA Narin: War das LKA 1999 mal zu Besuch bei ihnen?
Lasch: Nein.
Narin: Vorhalt zur Fahndung nach dem Trio am 9.4.1999: „Am selben Tag wurde Hendrik Lasch aufgesucht und angesprochen, der den Beamten sagte, die Gesuchten nicht zu kennen und keine Angaben zu deren Aufenthalt machen zu können“?
Lasch: Sagt mir nichts. Wer soll das denn gewesen sein.
Narin: Ein KHK Ihling?
Lasch: Sagt mir nichts.

Wer den Ermittlerfilm der NSU-Trilogie in der ARD gesehen hat, der kennt KHK Ihling: Der Chef der Zielfahndung des TLKA Erfurt, 2006 verstorben, seine (fiktive) Tochter ist die Partnerin im Film vom „Helden“ KHK Sven Wunderlich, der am Schluss den Zeugen im Auto verbrennen sieht…

Warum fragt der linke Nebenklageanwalt Ilius (Antifa-Anwalt) den Zeugen Lasch danach, ob er Spitzel des LfV Sachsen sei, seine Akte lese sich so…

Nun, wir vermuten, dass Ilius das vom Rene Heilig (ND-Redakteur) hatte, denn der Heilig suchte einen 2. Spitzel in Chemnitz.

Der Brandenburger Verfassungsschutz hatte offenbar gleich zwei V-Leute im unmittelbaren Umfeld der NSU-Terrortruppe platziert:  (»Piato«) und die – noch nicht enttarnte, womöglich weiter aktive – Quelle 370 004. Beide hatten auch intensive Kontakte zum militanten Nazi-Netzwerk . »nd« las in geheimen V-Mann-Berichten.

https://www.neues-deutschland.de/artikel/814947.brandenburger-verfassungsschutz-hatte-zwei-quellen-im-nsu-umfeld.html

Nun ist jedoch Piatto Thema des kommenden BRB-Ausschusses, und RA Ilius fragte nach LfV Sachsen. Wenn es nicht Hendrik Lasch war, dann war es wer? Thomas Starke, dem der GBA Anfang 2001 als langjährige Vertrauensperson mehrerer BRD-Sicherheitsbehörden eine weitere Vertraulichkeitszusage für das LKA Berlin gab. (Landser-Vertriebs-Verfahren)

Da jedoch Starke keinesfalls schon als Trio-Verstecker 1998 V-Mann gewesen sein darf, oder gar 1997 TNT-Bote (ohne Zünder…) hat Rene Heilig sein Wissen fein für sich behalten. Staatsräson NSU bei den Linken…

Dieser NSU-Ausschuss in Brandenburg könnte wirklich interessant werden… Wer ist Quelle 370 004? 370 114 soll Piatto sein, vielleicht ist es aber auch anders herum.

siehe auch: http://arbeitskreis-n.su/blog/2015/09/22/warum-wieder-aufgetauchten-geheimdienstakten-zu-misstrauen-ist-2/

Es ist geradezu grotesk, wie man um den Namen Thomas Starke herumeiert:

Wer die V-Mann-Führer-Berichte, die der heutige Präsident des Sächsischen Verfassungsschutzes (damals noch Referatsleiter Rechtsextremismus in Potsdam) auf dem Tisch hatte, aufmerksam liest, erkennt, dass »Piato« und die Quelle 370 004 zwei verschiedene Personen sein müssen. Beide nahmen teilweise an denselben Veranstaltungen teil. Mehrmals trafen sie auf Thomas Starke, den späteren Berliner Polizeispitzel, der dem NSU-Trio Sprengstoff und die erste Wohnung in Chemnitz besorgte.

https://www.nsu-watch.info/2013/03/piato-war-nicht-allein/

Es tut fast körperlich weh zu sehen, wie sich die Antifa bemüht NICHT zu erkennen, dass „die beiden Quellen BRBs“ nicht etwa Thomas Starke oft getroffen haben müssen, sondern dass die zweite Quelle Thomas Starke IST.

Und diese V-Personalie ist zehnmal wichtiger als das Jobben beim V-Mann Marschner. Da werden sie im Ausschuss Potsdam drum herumschleichen, um den Elefanten im Raum, und sie werden ihn doch nicht sehen können… weil sie ihn nie sehen werden dürfen.

Das wird witzig. Versprochen…

Wichtig ist:

tw500

Da waren sie Aushorchzelle des VS, und eine Verhaftung hatten sie nicht zu befürchten. Wissen wir längst. http://arbeitskreis-n.su/blog/2015/03/06/ich-weiss-wo-dein-haus-wohnt-oaz-sachsen-ermittelt-zwickauer-pumpguns/

Siehe auch:

Der Elefant im Saal: 181. VT

Im fensterlosen, viel zu kleinen OLG-Saal in München steht ein grosser grauer Elefant, aber weder die 60 Anwälte noch die 5 Richter, geschweige denn die 10-20 Vertreter der Lügenpresse wollen ihn sehen. Man schielt ständig um ihn herum, ignoriert ihn jedoch konsequent.

Obwohl er auch noch ziemlich schlecht riecht.

Der Elefant heisst „Aushorchzelle“:

Nach dem Ende des NSU im Jahr 2011 habe man sich in der Szene darüber lustig gemacht, „wie lange die in Chemnitz waren, ohne dass es jemand mitbekommen hat“, sagte Enrico R.

Denkste Enrico, die Behörden, explizit die aus Sachsen, wussten immer Bescheid. Die aus Potsdam und Berlin natürlich auch…

Selbst ein lediglich knapp durchschnittlich intelligenter Mitteleuropäer hätte recht schnell bemerkt, dass da was nicht stimmen kann:

Die 3 sucht ja gar keiner… ??? Bombenwerkstatt, TNT, und niemand sucht die ???

Die Zielfahnder aus Erfurt, Ihling und Wunderlich, dürften so ziemlich die einzigen gewesen sein, die es nicht wussten… und der „böse Laschi“ hat es ihnen auch nicht verraten…

Untergrund, nein, die waren nicht versteckt, die liefen da ganz locker rum, sagte Lasch aus: Stammtischbesuche, Kneipen, überall dort, wo die Rechte Szene in Chemnitz so beobachtet wurde, vom sächsischen Staatsschutz oder auch vom Sachsen-LfV, da war das Trio dabei. Es gab keinen Unterschied im Verhalten der Uwes in Chemnitz VOR dem Untertauchen und DANACH. Alles war wie immer, wenn die zu Besuch waren, die pennten halt irgendwo… genau das sagte Lasch aus.

Lesen Sie das Protokoll. Scheint ein Wortprotokoll zu sein.

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