Sachsen: Im Tal der Ahnungslosen…

Die oberste Maxime der Heimatschützer lautet bekanntlich: Bloss ja die Sachsen heraushalten. Der Grund dafür ist recht simpel: Es darf nicht sein, dass der sächsische Staatsschutz und das LfV Dresden in den Fokus rücken, weil die Umstände von Waffenfindungen, Paulchenfindungen, und alles ohne Dokumentation abtransportiert den ganzen schönen NSU-Beschiss auffliegen lassen könnten.

Auch beim Wopper V-Mann Primus geht es immer nur darum, was das BfV wusste, es fragt niemand, wie ein Trio 5 Jahre lang trotz Haftbefehl in Sachsen untertauchen konnte, in einer von Spitzeln durchsetzten Szene. Böhnhardt schaffte das „Kunststück“ sogar 10 Jahre, bis Anfang 2008.  Trotz Haftbefehl wegen Nichtantritt der Gefängnisstrafe 1998.

Ohne das Mitschützen der Sachsen ging das nie und nimmer, und das scheint sogar einem Abgeordneten im Sächsischen NSU-Ausschuss zu dämmern:

lippiNach dem Beitrag in der „Welt“ sieht Valentin Lippmann das Problem wieder beim sächsischen Verfassungsschutz. „Mir stellt sich erneut die Frage, ob auch der sächsische Verfassungsschutz vom Aufenthalt des Trios wusste. Das Ehepaar Susann und André Eminger gehörten zum Freundeskreis Marschners und galten als engste Vertraute des Trios. Sie waren auf dem Radar des sächsischen Verfassungsschutzes, der im März 2003 versuchte, André Eminger als Spitzel zu werben. Dass diese Anwerbeversuche kurz nach der Abschaltung des BfV-Spitzels Marschner stattfanden, ist möglicherweise kein Zufall“, benennt er einen der auffälligen Punkte in dieser Geschichte. „Ich hoffe, wir können im Untersuchungsausschuss des Landtags Licht ins Dunkel bringen.­“

Solange man die Staatsschutz-Leute und ihre Spitzel in der Szene in Chemnitz und in Zwickau „vergisst“, solange wird das garantiert nichts. Sächsische Fahnder durften keinesfalls „aus Versehen“ den Haftbefehl vollstrecken. Grünelinkesozen-Webfehler: Partielle Blindheit. Führt zum (planmässigen?) Scheitern.

Selberdenker sind da deutlich weiter:

Man hatte Emingers auf dem Schirm. Nach eigener Aussage 2011 wurde sogar noch Matthias Dienelt (wie AE ehemals Weisse Bruderschaft Erzgebirge, also ein „üblicher rechter Verdächtiger“)  2003 mit ins Boot geholt, als offizieller Mieter der Polenzstraße 2. Eine breitere Spur zu BMZ kann man doch gar nicht legen…
Für mich sieht das nicht nach „unauffindbar abgetaucht in den Untergrund“ aus! (eher: Betreutes Wohnen)
Und dass AE seine Kameraden zu Schulungen auf die Burg Schönfels eingeladen hat, kann auch nicht verborgen geblieben sein.
Spätestens nach dem Wasserschaden in der Polenzstraße 2 2006 und AE’s Zeugenaussage 2007 war „Einiges“ bekannt.

So sieht das aus: Die Sachsen waren bestens im Bilde. Nicht nur bei Marschner und seinen bis zu 35 Skins, es ist quasi ausgeschlossen, dass es da keine weiteren Spitzel gab.

Und was Matthias Dienelt angeht, so kam der am 6.11.2011 mit einem Potsdamer VS-Anwalt (Gordian M-P, Reiche-Petge-Seilschaft) nach Zwickau, gegen ihn wird seit über 4 Jahren ermittelt, damit der gute Mann nicht aussagen muss…

Alle meine Entchen… BILD, 16.11.2011:

dienelt

Das waren noch Zeiten… Holger Gerlach, der das Womo auslieh, und nie mit solchen Dingen wie Drogenfund im Stoffteddy im Womo oder gar mit Kinderlatschen oder Sonnenbrillen-DNA im Fahrerhaus belästigt wurde… Glück muss man haben, 27.250 Euro in bar im Bankschliessfach, und sehr schützenswerte V-erbindungen 😉

Der NSU-Ausschuss Sachsen wird sich mit Bernd Merbitz befassen müssen, und mit dem polizeilichen Staatsschutz. Oder eben scheitern…

merbitz1Gar nicht schlecht:

Beim Kampf gegen den Rechtsextremismus, er war Leiter der SOKO Rex, zeigte sich der heutige Polizeipräsident von Leipzig ausgesprochen dilettantisch. Umso unverständlicher freilich seine Karriereaufstieg.
Die Sache wird aber noch interessanter, es war nämlich Merbitz gewesen, der dafür sorgte, dass Polizeibeamte an jenem Ort in Eisenach geschickt wurden, wo die Leichen von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos gefunden wurden.

Identische DNA auf Kiesewetters Handschellen in Zwickau und auf den Geldbanderolen im Womo… kann nicht sein, ist aber so. LKA Dresden-Mitarbeiter, so erklärte das das BKA. Nordgauer vom LKA Stuttgart war ebenfalls an beiden Tatorten.

Merbitz ist einer der Top-Kandidaten für den Superfindetag in Zwickau am 9.11.2011, Tatwaffe Ceska 83 Sd etc pp, die auf seinen Befehl nicht vor Ort dokumentiert, sondern ins Präsidium abtransportiert wurde, und auch für das Nachschieben der Paulchen-DVDs am 10.11.2011.

Deswegen deckt Frank Lenk jemanden… nämlich den Befehlsgeber des undokumentierten Abtransportes der Waffen und DVDs, der Klamotten, die man unassierviert an das BKA gegeben haben will, etc pp.

Der NSU Untersuchungsausschuss kritisierte beispielsweise Merbitz wegen der fehlenden Kommunikationsbereitschaft, bezüglich der Anfragen anderer Diensstellen, die im Bereich der Jenaer Bombenleger ermittelten. Merbitz aber gelang es stets die Schuld auf andere abzuwälzen. Als von Thüringen Überwachungsmaßnahmen (Mai-Oktober 2000) für drei Neonazis (NSU) angefordert wurde, die in Chemnitz sich versteckten, wollte er nie etwas von den Gesuchten gehört haben. Bis dann die Leichen im November 2011 gefunden wurden. Das allerdings ist höchst sonderbar, denn die Gesuchten waren dem sächsischen Innenministerium bekannt. Auch Merbitz, der für die Observation der Chemnitzer Neo-Nazi Szene zuständig war, er war ja Leiter der Soko Rex, muss aus irgendeiner Quelle und Behörde auf die Untergetauchte NSU aufmerksam gemacht worden sein. Außer er ist nicht komplett inkompetent, was allerdings seine steile Karriere noch merkwürdiger machen würde. Inkompetenz kann allerdings nicht der Grund sein, denn als Leiter der Soko Rex nahm er an regelmäßigen Besprechungen mit dem Verfassungsschutz teil. Die Soko Rex gehörte zum polizeilichen Staatsschutz, ist also nicht irgendeine x-beliebige Verkehrskontrolle. Und der Verfassungsschutz war es, der Observation der Untergetauchten aus Jena angefordert hatte. Wenn also Merbitz behauptet, er habe bis Ende 2011 niemals von den gesuchten Personen gehört, dann ist das schlicht und ergreifend unvorstellbar.

Sehr richtig!

Das hier ist gewagt:

Im Bezug zur NSU gibt es noch eine ganze Reihe anderer Rätsel. Zum Beispiel hatte der NPD-Funktionär (Kreisvorstandsmitglied von Jena) Uwe Luthardt, bereits Jahre vor 2011, also als die Öffentlichkeit noch gar nichts von der NSU wusste, immer wieder vom Trio Mundlos, Bönhardt und Zschäpe gesprochen. Wieso wusste er davon? Das ist höchst interessant, denn die drei Terroristen, die für die Öffentlichkeit vollkommen unbekannt waren, schienen neben dem Verfassungsschutz ausgerechnet der NPD und der Jenaer Antifa bekannt, wo der rote Pfaffe Lothar König ein Projekt ins Leben rief, zur Unterwanderung der Anti-Antifa von Jena. Diese Namen tauchen beispielsweise immer wieder beim linksextremistischen Netzwerk Altermedia auf. Dem Verfassungsschutz von Thüringen sind seltsamerweise Treffen zwischen König, Mundlos, Bönhardt und Zschäpe bekannt. Beate Zschäpe galt als Freundin von der Die Linke Politikerin Katharina König, Tochter des roten Pfaffen. Katharina König will seltsamerweise von der NSU-Mitgliedschaft der Zschäpe nichts gewusst haben.

Kathilein, das erklärte so Einiges 😉

Zusammengefasst:

Was wusste Sachsen? Alles, und das seit 1998. Dann klärt mal schön auf im Tal der fast Ahnungslosen… ran an die dicken Fische!

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