BAW: „Für uns sind das Repräsentanzopfer aufgrund ihrer Herkunft“

Noch immer schafft man es im NSU-Ausschuss Bundestag II nicht, die -laut Kurdischer Gemeinde Deutschlands- mindestens 5 Kurden unter den 8 Türken zum Thema zu machen, wie aus einem Moser-Artikel bei heise.de hervorgeht.

Ungeklärt ist bis heute auch die Auswahl der Opfer. „Warum diese konkreten Personen?“, wollte der Ausschuss wissen. Weingarten: „Kann ich nicht beantworten. Für uns sind das Repräsentanzopfer aufgrund ihrer Herkunft.“ Für die Abgeordnete Irene Mihalic, Bündnisgrüne, reicht das nicht: „Wenn nicht klar ist, wie die Opfer ausgewählt wurden, wie kann man dann mögliche Unterstützer in den Tatstädten ausschließen?“ Weingarten: „Ich werde den Teufel tun, es auszuschließen. Aber wir haben keine Anhaltspunkte dafür.“ Binninger: „Warum tauchen die konkreten Opfer nicht in den Ausspählisten auf?“ Weingarten: „Kann ich Ihnen nicht erklären. Das ist eines der schwarzen Löcher.“

Anders gesagt: Es ist nichts aufgeklärt, gar nichts.

Lehle weist im Kommentarbereich darauf hin, dass die Tatortspuren eines „NSU“ fehlen, durchgängig von 1998 bis 2007:

Hier ist eine Aufstellung unbekannter DNA, gesichert bei NSU-Tatorten

An sämtlichen 29 Tatorten wurden keine Fingerabdrücke oder DNA des Trios Zschäpe, Mundlos, Böhnhardt festgestellt; außerdem auch nicht in der TNT-Bombenwerkstatt, die in einer Garage eines Polizisten in Jena gewesen wäre. Dort hätte das Trio bis Anfang 1998 Rohrbomben hergestellt.

An den 30 Tatorten wurden in einigen Fällen verdächtige DNA und sogar Fingerabdrücke festgestellt – sie stammen jedoch von anderen, bis heute unbekannten Personen, außerdem gibt es eine Vielzahl an DNA-Spuren von angeblich berechtigten Ermittlern.

Aufstellung:
friedensblick.de/9121/nsu-tatorte-es-gibt-keine-dna-von-zschaepe-mundlos-boehnhardt/

Das ist richtig. Der DNA-Uwes-Beweis bestand bei der Garage 1998 aus „passend deponierten (?) Zigarettenkippen“.  Rund 6000 DNA-Spuren an den Tatorten, jedoch kein „NSU“. Allein gut 4.000 Spuren bei den 9 Dönermorden. Keine Uwes, kein NSU…

Macht aber nix?

2. Seite „Moser“:

Zeuge Jens G.

Dann ist da noch der Zeuge Jens G., Rechtsextremist, Bekannter und Mitarbeiter Marschners – und früherer Nachbar des Trios. G. wohnt in der Polenzstraße 5 in Zwickau, schräg gegenüber der Polenzstraße 2, wo Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe sieben Jahre lang, von 2001 bis 2008, untergekommen waren und Zschäpe einen engen Kontakt mit den Nachbarn pflegte. Ausgerechnet in jener Zeit wurden neun der zehn Morde verübt, der Nagelbombenanschlag in Köln und neun von 15 Banküberfällen. Alles vorbereitet in der Wohnung Polenzstraße 2, ohne dass irgendjemand etwas mitbekommt?

Bei seiner Vernehmung sprach Jens G. den Satz, er habe „die drei nie bewusst gesehen“. Dann endet die Vernehmung. Der Ausschuss will von Weingarten wissen, warum nicht weitergefragt wurde. Zum Beispiel, wen Herr G. denn „bewusst gesehen“ habe. Binninger: „Wenn die Vernehmungen in dieser Qualität weitergehen, werden wir noch lange nach Leuten, die etwas wissen, suchen müssen.“ Weingartens Antwort ist unglaublich: „Ich habe Verständnis für die Art und Weise der Nicht-Befragung.“ Er sagt tatsächlich „Nicht-Befragung“. Der Zeuge G. habe mit dem Satz ja zu erkennen gegeben, dass er nicht kooperieren wolle, also brauche man gar nicht weiterfragen.

Nicht nur, dass damit das Handwerk der Kriminalpolizei bestritten wird – wozu sich der Oberstaatsanwalt in Diensten der Bundesanwaltschaft, angesiedelt beim Bundesgerichtshof, bekennt, ist nichts weniger, als bewusst nicht zu ermitteln oder nur zum Schein zu ermitteln. Strenggenommen stellt sich die Frage der Strafvereitelung im Amt.

Auch die Abgeordneten äußerten ihr Unverständnis über eine derartige Arbeitsweise.

Wie kann es sein, dass der vis-a-vis-Nachbar in der Polenzstrasse in Zwickau, der zudem noch Fahrer in Marschners Baufirma war,  seinen „Kollegen Mundlos“ und Böhnhardt/Zschäpe nie gesehen haben will?

Ganz einfach: Dort wohnten keine Uwes, das geht aus den Aussagen der Nachbarn auch ganz klar hervor. Umzugshelfer ja, Besucher auch, aber die wohnten dort nicht. 28 Nachbarn irren sich nicht sämtlich!

Ist aber für Moser unerkennbar, weil zu einfach… und nicht seine Aufgabe, BKA-Triofakewohnungen zu enttarnen?

Auch hier schreibt Moser nicht, um was es geht:

Umso nötiger wäre es, Ralf Marschner auch im Untersuchungsausschuss des Hoheitsträgers Bundestag zu vernehmen. Mit seiner entsprechenden Frage an den Vertreter der Bundesanwaltschaft hat der Ausschuss nebenbei eigentlich für sich die Antwort ja gegeben. Allerdings haben sich die Obleute bisher immer noch nicht dazu durchgerungen, den Mann als Zeugen zu laden.

Es geht um Mordalibis für die Uwes, die Marschner und Kollegen ohne Probleme ins Spiel bringen könnten. Davor hat die Bundesregierung einen Heidenschiss, und daher „will der Binninger-Ausschuss [wie schon der von Edathy] Rechtsextremisten keine Bühne geben„. Und das ist auch nachvollziehbar, denn die gewünschte Version können die Verfassungsschützer viel risikofreier erzählen. Damit auch ja nichts anbrennt.

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@anmerkung zum neuesten Moser-Stück:

Moser ist dumm wie ein Marmeladenbrot. Der kommt nicht mal im Ansatz auf die Idee, daß BMZ nichts, aber auch gar nichts mit den angeklagten Taten zu tun hatten. Nicht mal mit der Brandstiftung in Zwickau.

Er hat nicht die leiseste Ahnung, daß auch die GBA keine Ahnung von keinem der Verbrechen hat. Moser weiß nicht, daß es Aufgabe der GBA war und ist, Täter zu konstruieren und aus Gründen der Bequemlichkeit B&M als Müllhalde zu nutzen, da diese sich nicht wehren können.

Wenn diese Denkansätze tabu sind, dann kann aus Moser nichts weiter als ein Staatsschützer in Schreibdiensten werden. Und das ist er.

Wenn der entscheidende Ansatz immer ausgeklammert wird, daß die Aufgabe der GBA darin besteht, alle Ermittlungen so zu führen, daß sie von den Tätern wegführen, dann kommen die Propagandadeppen nie auf den grünen Zweig. Und unter Tätern verstehe ich nicht die Verfassungsschützer.

Lichtblicke gibt es neuerdings sogar bei den heise-Kommentaren, die generell von Linksgesülze dominiert werden. Wie der Herr, so’s Gescherr 🙂

Ein Lichtblick:

12.06.2016 01:49

Marschner wird nicht vernommen werden

zu viel Leichen im Keller, zu viele politische Freunde im Bundestag und in Regierung und Ministerien.
So lange bei den Abgeordneten der Regierungskoalition der Schutz von Parteifreunden aus taktischen Gründen wichtiger ist, als Aufklärung einer Mordserie. Und daran wird sich nichts ändern, zu viele wäre betroffen. Das 2 Jahre vor den Wahlen wäre der Supergau für alle.

Aus „gutem“ Grunde hat man alle Strafverfolgung der (jeweiligen) Regierung untergeordnet. Was zeigt, was unser Rechtssystem wirklich wert ist.

Nicht nur Korruption, sondern auch Mord, ohne jegliche sanktion, wenn es denn genehm ist.

Der BRD ihre Spitzel tot vor die Füsse gekippt, das wäre eine Alternativthese dazu.

Man findet sogar „staatliche Türkeimorde in Deutschland“ dort bei den Heise-Kommentaren, hat man dort etwa die Zensurpraxis gelockert?

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Zu Corelli:

Wichtig wäre, die Herkunft des Paulchen Panther Videos zu klären, dessen Altversionen aus 2007 stammen sollen, „Vorgängervideos“, wie das BKA analysierte. Diese Altvideos wurden verschickt im November 2011, von wem ist unbekannt.

Zu klären wäre, was da von wem überarbeitet wurde, 2011, als die Antifa das erneuerte Video an den Spiegel vertickte. Zeckenpfarrer Lothar Königs alte Merseburger Krabbelgruppe, die teilweise beim Spiegel und teils beim Apabiz tätig ist. Staatsschutzklitsche Apabiz… und Regierungspostille aus Hamburg… und die BAW, die den BGH beschissen hat, es gäbe nur „Originale“, und keine Vorgängervideos… was nicht stimmt.

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Ralf Marschner und Gigi „Dönerkiller-Song 2010“ könnten das Vorgängervideo Paulchen Panther durchaus gekannt haben, ebenso wie es im Raum Heilbronn bekannt gewesen sein soll, Jahre vor 2011 bereits. Zum Beispiel bei einem türkischstämmigen Mediziner aus Heilbronn, dessen Kollegen davon sprachen, Jahre vor 2011. Dieses Video dürfte auch Corelli gekannt haben. Deren Macher ebenfalls:

Aust dazu, Gestern:

Thomas Richter verriet nicht, wo der Verfassungsschutz ihn untergebracht hatte: „Er hat nur geschrieben, dass er alle sechs Monate die Wohnung wechseln muss. Und dann, das war 2013, kam auf einmal eine Nachricht, dass er erst mal nicht mehr chatten kann. Das war das letzte Mal, dass ich mit meinem Bruder Kontakt hatte. Ich dachte, dass er von seinen früheren Freunden gejagt wird und er deshalb untertauchen muss.“

Welche Freunde? Die aus Heilbronn?

Corelli wurde sein Einsatz im Ku-Klux-Klan fast zum Verhängnis – ein Verfassungsschützer aus dem Landesamt in Stuttgart [Thorsten Däubler, Anm. fatalist] warnte Schmid, dass ein Verräter in seinem Klan sei. Mit großem Aufwand verhinderte das Bundesamt Corellis Enttarnung.

Aber, das ist einer der vielen Widersprüche in der Karriere des V-Manns, er wurde nur kurz nach der Klan-Episode vom BfV 2003 selbst abgeschaltet: Er soll dem Amt Informationen vorenthalten haben. Danach blieb Thomas Richter Teil der Szene, feierte seinen Geburtstag 2004 mit anderen Rechtsradikalen ausgerechnet in einer Kneipe in Heilbronn.

Heilbronn… und die dortige Rechte Szene, und deren Mitglieder, die in Jena studierten und der dortigen Burschenschaft Normannia beitraten… dazu warten wir auf den Gastbeitrag eines Insiders. Was wusste Corelli vom Paulchen Panther Video, und ab wann? 2006 sei -laut BKA- damit begonnen worden… von wem?

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