Wo ist denn Corellis Mutter abgeblieben?

Gestern wieder mal ein langer Artikel von Stefan Aust in der Welt:

bruder

„Dabei kam er dem NSU immer wieder sehr nah“?

Nein, das stimmt nicht. 1995 bei der Bundeswehr traf er Mundlos im Sani-Bereich. Mehr „immer wieder sehr nah“ ist nicht bekannt. Warum schreibt Aust solch einen Stuss?

„NSU“ ist seit spätestens 1990 ein bei der Linken anzutreffender Begriff, und man konnotierte ihn schon 1990 mit dem Verfassungsschutz:

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Austs gestrige Familienstory:

Das letzte Mal sah Lothar Richter seinen jüngeren Bruder Thomas, den das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) Corelli nannte, im April 2014: „Das war im Bestattungsinstitut in Paderborn. Kurz bevor sie ihn eingeäschert haben. Eigentlich wollten sie ihn schon verbrennen“, erzählt Richter in einem Interview mit dieser Zeitung.

Der Bruder hat schon vor langer Zeit Bilder der Leiche und des (zuerst auf einen falschen Namen ausgestellten) Totenscheins veröffentlicht.

 

Ebenso gab es ein Sicherstellungsverzeichnis:

Das Datum des BKA-Protokolles ist der 25.4.2014, also erst Wochen nach dem Auffinden… kann Jemand die Adresse entziffern? Welcher Name steht da? 

.

Hier fehlt die Dachluke in der Wohnung, welche zur darüberliegenden Wohnung führte:

Später lebte er in Leipzig und schließlich, mit neuer Identität, im Landkreis Paderborn. Dort fand man seine Leiche am 7. April. Ein Verfassungsschützer, der regelmäßig bei ihm nach dem Rechten sehen sollte, soll zuvor länger nichts von Thomas R. gehört haben. R. soll eine Verabredung abgesagt haben; er sei krank und liege im Bett. Einige Tage später fuhr der Beamte zu ihm. Die Rollläden waren heruntergelassen, die Tür von innen verschlossen. Der Vermieter wurde gerufen, die Tür geöffnet – Thomas R. war bereits tot.

Aust am Sonntag:

Corelli war schon seit einem Jahr enttarnt, er war ein letztes Mal bei seinem Bruder zu Besuch gewesen und in ein vom BfV organisiertes Untergrundleben eingetreten, als die Informationen über die NSU/NSDAP-CD plötzlich in einem rechtem Internetforum erwähnt wurden. Ein V-Mann des Hamburger Landesamts für Verfassungsschutz behauptete kurz darauf, er habe die CD von Thomas Richter alias Corelli bekommen. Das Bundeskriminalamt (BKA) bekam die CD in die Hände, schickte sie zur Begutachtung zum BfV, verschwieg aber, dass der V-Mann die CD von Corelli bekommen haben will.

politikforen.net ist nicht rechts… warum verbreitet Aust linken Antifa-Schrott?

Am 4. April 2014 informierte das BKA dann das BfV, dass Corelli selbst die CD an den V-Mann in Hamburg übergeben haben soll. Am 4. April hatte Corelli schon mutmaßlich seit Tagen Symptome einer Erkrankung gezeigt. Am 3. April um 14.26 Uhr schrieb er möglicherweise seine letzte Nachricht an einen Freund – er sei krank.

Am 4.April soll Corelli verstorben sein… las man bei der Welt. Passgenau… ganz neu: vielleicht an Rattengift.

scherbaum

Das will zumindest der Diabetes-Professor Scherbaum (im Foto rechts) nicht mehr ausschliessen…

Aust endet mit einem Gag:

Den V-Mann-Führer hatte Corelli am 20. März 2014 das letzte Mal getroffen. Tags darauf schrieb Thomas Richter eine SMS an Günter B.: „Wünsch dir ein schönes WE, auch wenn ich dich nicht mehr anrufen soll oder darf.“ Keine zwei Wochen später war der frühere V-Mann tot. Der V-Mann-Führer Günter B. soll nun abermals von verschiedenen Institutionen gehört werden – zu Corelli, der CD, seinem Schrank, den Handys. Das BfV hat ihm jedoch bereits untersagt, vor dem NSU-Ausschuss in Düsseldorf auszusagen.

Außerdem, so heißt es in Sicherheits- und Bundestagskreisen, sei Günter B. gesundheitlich angeschlagen. Er habe Diabetes.

Aus dem Umfeld der Familie erfuhren wir aktuell, dass die Familie jetzt einen Anwalt gestellt bekommt. Da brennt dann garantiert nichts an, dank der staatlichen Betreuung…

.

Der Arbeitskreis NSU fragt sich, wer da eigentlich mit Corelli in Paderborn wohnte, und wo diese Person abgeblieben ist. Vor einem Jahr hatte Corelli in DIE WELT noch eine Mitbewohnerin:

mutter

Wie lautet der Name auf dem BKA-Sicherstellungsprotokoll? Und wo ist Corellis „Mutter“ abgeblieben, warum lässt Aust diesen (von seiner Zeitung verkündeten) Fakt bei seiner „Corelli-Familienstory“ weg? Auf wen lief die Wohnung, und wer wohnte dort?

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5 Kommentare

  1. Guten Morgen,

    die Adresse auf dem Sicherstellungsschreiben lautet:

    Auf dem Bieleken, 33104 Paderborn, Deutschland

    Das ist über Bing Maps einfach zu ermitteln.

    Gruß The X

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    1. @ Anmerkung: Komme zu dem selben Ergebnis:

      Markus Grimme
      Auf dem Bieleken 15, 33104 Paderborn

      Ist zumindest im Telefonbuch Paderborn hinterlegt…

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