Sind wir nicht alle ein bisschen Bluna?

Verehrte Leser des Blogs auf Arbeitskreis-n.su,

ich wende mich heute an Sie, an Euch, in meiner Eigenschaft als Mitglied des Arbeitskreises,
wie in letzter Zeit häufiger erfolgt, sozusagen als Gastautor.

Daß der Fall „NSU“ kompliziert ist, das hat man sich bald denken können. Aber wie kompliziert und komplex sich die Geschichte um das Leben von 3 und Tod von (mind.) 2 Personen sowie die Gerichtsverhandlung gegen die Dritte gestalten würde, das hat sich wohl niemand vorher ausmalen können.

Schon bald haben viele Bundesbürger das Gefühl bekommen, man wolle sie mit einer ausgefeilten Erzählung über das, was angeblich passiert ist, „hinter die Fichte führen“. Dieses Gefühl hat auch mich befallen und zu meinem Versuch, etwas Licht in die Zusammenhänge zu bringen, veranlaßt.

Noch immer sind die meisten Fragen offen. Beate und ihre 2 Uwes haben zumindest zeitweise ein Leben im Geheimen geführt, und jegliche vermeintlich behördliche Erkenntnis wird uns aus der Feder anscheinend staatlicher/quasistaatlicher Medien als Narrativ präsentiert.

Die Gefahr, ein Leser oder Zuschauer könnte sich mal eigene Gedanken machen, soll anscheinend um jeden Preis vermieden werden.

Die neueste Pointe, zeitlich/strategisch passend lanciert zur Ablenkung von einem eigentlich bis vor einigen Jahren unvorstellbaren Skandal um einen angeblichen Flüchtling und Bombenbauer, der nach wenigen Stunden in Haft stirbt, lautet:

Uwe Böhnhardts „DNA“ wurde im Wald neben dem unvollständigen Skelett von Peggy Knobloch, einem 2001 verschwundenen Mädchen, gefunden.

Von den Umständen des Bekanntwerdens abgesehen, wirkt die Geschichte unausgegoren. Welche Behörde wann was warum gefunden, wann wem bekanntgegeben hat – das ist den Verlautbarungen der Presse nur schwer zu entnehmen, die Angaben sind widersprüchlich.

Eine DNS-Information, eine Eiweißverbindung im Zellkern, die intakt überlebt, während von einem Kinderkörper nur die Knochen übrigbleiben, das Bedarf eigentlich einer Erklärung. Nicht eine einzige große Publikation hat sich die Mühe gemacht, einen Fachmann zu diesen Umständen zu befragen, um die Plausibilität eines solchen Fundes abzuwägen.

Stattdessen wird lärmend die Untersuchung von Kindstoden der vergangenen 20 Jahre verlangt. Vor 3 Monaten wäre das noch als „rechtspopulistische Forderung“ durchgegangen, jetzt ist es auf einmal die Kernprogrammatik der sog. „Gutmenschen“.

Während die Pädophilie heute weltweit als unnatürliche/krankhafte Neigung betrachtet wird (der Kinderkörper ist dafür nicht geeignet, die Natur schreibt hier ihre Gesetze unabhängig von der Denkmode, und auch der kindliche Geist, die Seele, leiden unter mißbräuchlicher Behandlung), ist es bei uns bisher verboten, sich mit Kindern sexuell zu befassen, oder sich diesen Mißbrauch oder ähnliche Darstellung anzusehen
(Kinderpornographie). Die Versuche, solche Verbote aufzulösen, sind meist aus den Lagern der Reformpädagogik und der Grünen Ideologie bekannt. Nicht  umsonst ist die aktuelle „Frühsexualisierung“ in den Lehrplänen deutscher Schulen höchst umstritten.

Genau wie auch beim Konsum und der Beschaffung von Drogen existiert für das, was verboten ist, ein schwarzer Markt, wo die Nachfrage für höhere Preise befriedigt werden kann. Den Nachfragern wurde keine typische Eigenschaft zugeschrieben, außer: männlich.
Bis vor kurzem galt es als die Aufgabe des Staates, solche Kriminalität zu ermitteln, zu unterbinden und die Täter zu bestrafen.

Wir stehen jetzt anscheinend an einem Übergang:
während das Verbrechen selbst je nach Anlaß bagatellisiert oder verschwiegen wird (jeder erinnert sich an die spektakulären Vorgänge rund um das Personal der Grünen und der Piraten-Partei in Berlin, oder die inzwischend tausendfach importierten Kinderehen), erfolgt eine Kriminalisierung des politischen Gegners, der Aufbau eines legendären Feindbildes.

Unter der Zielstellung des AK NSU stellt sich für mich die Frage: ist Uwe Böhnhardt hier möglicherweise Täter oder Mittäter, oder ist er Projektionsfläche, wird er als Fratze eines Feindbildes mißbraucht?

Die regionale Nähe macht es zumindest vorstellbar, daß Uwe Böhnhardt sich vor Ort oder in der Umgebung aufgehalten hat. Ein direkter sozialer Zusammenhang ist nicht bekannt. Die vielzitierte Waldhütte wirkt bisher ominös.

Der mit den Uwes und B.Zschäpe bekannte Tino Brandt wurde für 2014 für sexuellen Mißbrauch von Minderjährigen in den Jahren 2011-14 zu 5 1/2 Jahren Haft verurteilt. Das ist ganze 10 Jahre später, beginnend im Jahr des Endes des NSU.

www.mdr.de/thueringen/ost-thueringen/prozess-tino-brandt-landgericht-gera100.html

Schon zu dem Zeitpunkt bemängeln die Leser-Kommentatoren des Artikels, daß dahinter doch viel mehr stecken muß, als man in dem mageren Artikel erfährt.
Brandt war zu dem Zeitpunkt knapp 40 Jahre alt und war mindestens 7 Jahre davon als V-Mann oder Kontaktperson von Behörden tätig, angeblich zuletzt im Jahr 2001. Die „Abschaltung“ fand angeblich nach „Enttarnung“ im Mai 2001 statt, genau wie das Verschwinden von Peggy.

Diese zeitliche Koinzidenz ist durchaus bemerkenswert. Der AK NSU sammelt hierzu gerade intensiv Informationen und prüft auf Hinweise, Verbindungen und Zusammenhänge.

Es gibt jedoch 2 weitere Koinzidenzen, die mich zu einer Schlußfolgerung bringen:
Das Skelett von Peggy Knobloch und die Leiche von Uwe Böhnhardt wurden beide im Gerichtsmedizinischen Institut der Uni Jena untersucht. Das Stoffstück mit der DNA jedoch in München.

www.uniklinikum-jena.de/Mitarbeiterliste/Institut+für+Rechtsmedizin.html

Die Leiterin dieses Instituts, obwohl höchst umstritten, praktiziert bis heute unbeeinträchtigt. Sie war 2011 in Eisenach-Stregda im Wohnmobil und hat darüber strikt Aussagen verweigert – sie könne sich an nichts erinnern. Sie hat die Leichen von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos in ihrem Institut obduziert, und die dabei im Schädel gefundenen Geschoßteile haben zuerst die Soko Capron und dann die BAO TRIO als unwichtig entsorgt. Es steht der Verdacht im Raum, daß in beiden Zuständigkeiten strikt nach Anweisung gehandelt wurde.

In ihrem Institut stehen, sofern vorschriftsmäßig gehandelt wurde, mit 5 jähriger Aufbewahrungsfrist Asservate aus den beiden Uwe-Leichnamen, die auf Schmauchspuren untersucht werden könnten, die wiederum Aufschluß über die Waffen und Munition liefern würden, mit denen die Uwes erschossen wurden.

Die Aufbewahrungsfrist läuft im kommenden Monat November aus. Dann gehen diese Beweismittel genauso den Abfluß hinunter, wie schon so einige Akten den Weg durch den Schornstein gefunden haben. Die zahllosen SOKOs und Untersuchungsausschüsse weigern sich, daran etwas zu ändern, genauso wie die Kenntnisnahme der Warnung vor der Lebensgefahr für V-Mann „Corelli“ einfach verweigert wurde.

Ein Staat, der Beweismittel findet oder verschwinden läßt, wie es gerade paßt, dem unterstelle ich, auf die Gefahr hin, vom ideologischen Besenwagen unseres glorreichen Justizministers weggefegt zu werden, daß er zumindest inkaufnimmt, Verbrechen nicht aufzuklären, sondern Schuld politisch zuzuordnen.

Der Tod des mutmaßlich kriminellen Uwe Böhnhardt ist genauso aufzuklären wie derjenige der mutmaßlich unschuldigen kleinen Peggy, oder der mutmaßlichen Opfer der mutmaßlichen NSU-Mordserie.

Solange das nicht passiert, ist das Leben jedes Bürgers in Gefahr.

Und so lange werte ich das Auftauchen und Verschwinden von Spuren, Zeugen und Beweismitteln als Angriff auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung.
Daß die im Windschatten folgende gesinnungsgerechte pauschale Verdächtigung des politischen Gegners auf allen Kanälen folgt, zeigt nur den bereits fortschreitenden Verfall des Presse- und Nachrichtenwesens und der Zerstörung des öffentlichen Diskurses.

Das fällt nicht nur mir auf.

Deshalb schließe ich mit einer Spekulation, die ich mir als Gastautor im ansonsten streng faktenorientierten Blog erlaube:
diese DNS-Spur wurde als Hinweis auf bestehende Zusammenhänge dort plaziert, nicht von der Polizei oder ähnlichen Behörden, und um weitere Ermittlungen auszulösen. Wenn wir Glück haben, weist die Fährte in die richtige Richtung, und ist keine gezielte Ablenkung.
Sie wurde nur zunächst als solche genutzt, um die famosen Al Bakr Boys aus den Schlagzeilen zu bekommen.

Die Böhnhardt-Spur wurde gezielt an die Medien geleakt. Und es hat funktioniert, denn niemand fragte danach, wie viele unterschiedliche DNA-Spuren im ersten und zweiten Anlauf gefunden wurden und welche davon bereits identifiziert worden sind. Eine seriöse Berichterstattung hätte das gemacht. Die wurde der emotionalen Konditionierung geopfert. Die Linke und Antifa feiern derzeit ihre Festwochen anläßlich des 5. Jahrestages einer nie stattgefundenen „Selbstenttarnung“ des NSU. Die zuständigen Staatsanwälte und Polizisten haben der Politik und Schweinejournaille gegeben, was sie brauchten. Das muß für 4 Wochen reichen. Sachliche Ermittlungsergebnisse stören da nur. Deswegen haben die zuständigen Staatsanwälte und Polizisten auch um den nötigen Zeitfond für ihre Ermittlungen im Fall Peggy gebeten, damit der 4.11.2016 endlich der Geschichte angehört.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit bei diesem emotionalen Exkurs.

3 Kommentare

  1. Zum Thema Uwe B. und Peggy:

    Ich kann mir vorstellen das von dem gefundenen DNA-Stoff weder ein Foto gemacht wurde noch irgend ein Polizist weiss wer das genau wo gefunden hat…

    Kennt man ja mittlerweile. Mich wundert es das die in dem Schutthaus nicht noch mehr gefunden haben.

    Z.B. den Knüppel mit dem Kain Abel erschlagen hat.

    Oder die Knochen von dem Bären den sie uns versuchen aufzubinden.

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  2. Den Gedanken hatte ich auch bereits, ob diese Spur, sei sie nachträglich absichtlich inszeniert oder tatsächlich zufälligen „natürlichen“ Ursprungs, vielleicht Ermittlungen auslöst, die ein Licht auf den ganzen Abgrund um perverse, drogensüchtige und kriminelle Politiker werfen. Nachdem die Aufdeckung des Sachsensumpfes keine wirklichen Folgen hatte und die Sache mit Marc Dutroux auch recht glimpflich ausgegangen ist, würde ich mir wünschen, daß da mal was rauskommt, was das Wahlvieh Europas nachhaltig erschüttert und dazu führt, daß etliche von dem obengenannten Abschaum ihrer wohlverdienten Strafe zugeführt werden. (Wohlgemerkt: Ich wünsche mir nicht solche Taten, sondern die Aufdeckung der Taten, von denen ich überzeugt bin, daß sie stattfanden und -finden!) Vielleicht darf aus Deutschland ja mal wieder ein Impuls kommen, der über die Landesgrenzen hinaus Positives bewirkt. (So wie vielleicht zuletzt bei der Erfindung des Buchdrucks, der Entdeckung der Röntgenstrahlen oder des Haber-Bosch-Verfahrens.)
    Und für Emotionen muß sich da m. E. niemand entschuldigen. MEINE Emotionen bei manchen Ereignissen der letzten 5 Jahre in Deutschland mag ich garnicht schildern.

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