Jerzy M. vermisst Verinnerlichung von demokratischem Geist in der Exekutive

Eine echte Perle:

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Als wichtigste Lehre aus den Fehlern der NSU, erkannte Montag, dass eine Verinnerlichung eines demokratischen Geistes in der Exekutive stattfinden müsste.

Das ist wirklich eine Perle. Der hat Chuzpe.

Hier ist noch eine:

Warum wurden in Folge des 2011 in Stregda erfolgten Selbstmordes der Rechtsterroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos von der Polizei in Eisenach verschiedene Orte untersucht, etwa diverse Mülltonnen? Dies könne oder wolle niemand der damaligen Einsatzleitung erklären, sagte stirnrunzelnd der ehemalige Sonderermittler Jerzy Montag (Grüne) bei einer Diskussionsrunde in Eisenach.

Man suchte Munitionsteile, fand aber nichts. Stichwort: Putzschaden an Fassade.

Nicht ist aufgeklaert, weil Montag nicht das einzige BfV-Zaepfchen ist, und/oder weil die Abgeordneten so grottenschlecht sind.

Im Kunst-Pavillon diskutierten vor guter Kulisse Irene Mihalic, Sprecherin für Innenpolitik, und der grüne Jurist Jerzy Montag, 2001 bis 2013 Bundestagsmitglied, 2015 und 2016 Sonderermittler des Bundestages im Fall des V-Mannes „Corelli“ beim Verfassungsschutz. Sie ließen Vergangenes Revue passieren und skizzierten das mitunter diffuse Bild bei der Aufklärung. Beide gestehen: Der Fall überfordert selbst Mitglieder in Untersuchungsausschüssen. Im März 2017 tagt der Ausschuss das letzte Mal. Ob das Buch dann geschlossen wird, kann heute niemand sagen.

Die wollen nicht und duerfen nicht, oder sind schlicht und einfach unfaehig.

Unter anderem stand die Frage, wer die Vielzahl von internen Ermittlungsdokumenten etwa vom Schauplatz Stregda ins Internet lanciert habe. Laut Montag ist ein Deutscher ermittelt, der in Kambodscha lebe, auf den man dort aber keinen Zugriff habe. Viel interessanter sei aber die Frage, wer dem Mann die Unterlagen zugespielt hat.

Dr. Roewer meint, das waren unzufriedene Polizisten. Oder war’s wieder der Gutjahr?

4 Kommentare

  1. „……….oder sind schlicht und einfach unfaehig.“
    Also das kann nicht der Hauptgrund sein.
    Bei drei ausgebildeten Polizisten im UA kann das nicht sein.
    Die Marx hat ja immerhin ein Jurastudium absolviert.
    Selbst abgebrochene Sozialwisenschaftler oder sonstige berufsloses Diätenschmarozer müssen wenigstens das kleine 1×1 verstehen wie fingerabdruckloser Selbstmord der Uwes und Munitionsteile im Kopf.
    Ich bin nur erstaunt, wie man eine nicht unbeträchliche Menge an Personen zwingen kann, bei der offensichtlichen Vertuschung von 12 Morden mitzumachen.
    Ich hoffe, daß dem AK niemals das Material ausgeht und das Internet nicht geschlossen wird.

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    1. Optimist! Wer sich da als Schutzpolizist nicht selbst weiterbildet nimmt erstmal hin! Und nicht zu wenige denen der Widerspruch auffällt halten den Mund, ist ja auch lang geübt.

      Auch Juristen haben nach meiner traurigen Erfahrung von Ballistik, egal welcher, nur in Ausnahmefällen etwas Fachwissen, seltene Ausnahemn mal außen vor.
      Der „Suizid mit zwei Schussdefekten“ hat mich umgehauen, die Nicht-Reaktion auf dieses denkwürdige Ereignis aber noch viel mehr…

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  2. Man könnte ein hearing veranstalten, dass in der art eines gerichts einzelne teile des falls öffentlich macht.

    Dazu benötigt man einen echten richter, einen echten staatsanwalt und einen echten strafverteidiger sowie echte zeugen und sachverständige.

    Aber wer wäre dazu bereit? 😉

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