Zschäpes Brief überall Thema, aber nur noch ohne die VS-Passage

Wie funktioniert die Medienpropaganda, wie wird sie als Handwerk betrieben, und wie entlarvt man sie? Man kann sich anschauen, wie sich die Berichterstattung veraendert, zu ein und demselben Thema, ohne dass es neue Fakten dazu gibt.

Ein Beispiel ist der seit Jahren bekannte Brief Zschaepes.

Aktuell liest man beim Zeit-Gnom:

Richter Götzl verkündete am Donnerstag zudem eine Entscheidung zu dem Brief, den Zschäpe 2013 an den Dortmunder Rechtsextremisten Robin S. geschickt hatte: Das Schriftstück soll in der Verhandlung verlesen werden, weil sich daraus Rückschlüsse auf die Einstellung der Angeklagten ziehen ließen. Denn: „Zschäpe zeigt sich darin dominant und selbstbewusst“, bilanzieren Annette Ramelsberger und Wiebke Ramm in der Süddeutschen Zeitung. In ihrer ebenfalls durch die Anwälte verlesenen Aussage hatte sie sich hingegen als schwaches und vor allem unbeteiligtes Anhängsel ihrer Komplizen beschrieben.

„Aus wessen Feder diese Texte stammen, weiß man nicht, sieht man davon ab, dass verschiedentlich Formulierungen eindeutig auf die Urheberschaft von Juristen schließen lassen“, während im Schreiben aus dem Gefängnis „Originaltöne der Angeklagten“ anklingen, schreibt Friedrichsen in der Welt. Sie weist in einem anderen Text darauf hin, dass es durchaus strittig ist, ob private Post der Angeklagten zum Beweismittel im Prozess werden darf. Zschäpes Altanwälte Wolfgang Heer, Wolfgang Stahl und Anja Sturm hatten versucht, den Entschluss zur Verlesung zu verhindern.

Das ist alles furchtbar unwichtiges Gedoens. Aufgeblasen bis zur Laecherlichkeit. Vor 3,5 Jahren, als der Brief geschrieben (und an die Medien durchgestochen wurde), da war die Berichterstattung voellig anders.

Heute abgekuerzte Namen von Spitzeln konnte man noch lesen:

Einen Tag danach wurde nachgelegt:

Diese  3 Jahre alten Berichte nennen Vermutungen zu Kennverhaeltnissen, die im Jahr 2017 im Abschlussbericht des 2. Bundestags-PUA wieder auftauchen werden, zusammengetragen von der Staatsantifa Andrea Roepke in ihrer Eigenschaft als Bundestags-Sachverstaendige.

Lachen Sie nicht. Das ist kein Scherz.

Neu wird rein gar nichts sein, und Beweise wird es auch keine geben. Schon gleich gar keine Mordbeweise oder Bomberbeweise…

Was das aktuelle Gedoens jetzt Ende 2016 um diesen Brief angeht, was die Persoenlichkeit angeht, die sich darin angeblich offenbart, um das zu beurteilen braucht man kein Studium der Psychologie, gesunder Menschenverstand reicht aus: Bullshit. Alles Bullshit.

Das wird schon hieran klar:

Sie veraeppelt den Empfaenger, das zu erkennen faellt nicht schwer:

Und dann garniert sie ihren Brief mit den Comicfiguren, Sonnen, wie sie Sechsjährige malen, ein Schaf mit großer Knollennase. Auch ihre Selbstbeschreibung dürfte manches Opfer schockieren. „Bin geprägt von Fairness in jeder Lebenslage. Dich blind und hilflos ins offene Messer laufen zu lassen, widerspricht meinem Naturell“, so Beate Zschäpe. Weiter sei sie „seinem Charme erlegen“, flirtet die Gefangene.

Was aber das Entscheidende ist:

Rhetorisch fragt sie: „Wo ist der Verfassungsschutz, wenn man ihn mal braucht?“ Dieser habe schon genug in ihrem Leben „herumgepfuscht“.

Luege oder Wahrheit?

  • ist es die Wahrheit, muss es das Thema der Medien sein, und das seit 3,5 Jahren: Was genau meint sie?
  • ist es eine Luege, dann ist der Brief als Charakterisierung Zschaepes wertlos.

Beurteilen Sie das selber.

Mir kommt dieser Brief doch sehr maskenhaft vor, da begibt sich jemand in eine Rolle, der nichts von sich  preisgeben will. Ein Spielchen, huebsch garniert, mehr ist da nicht.

Schauen Sie sich die aktuelle Berichterstattung zu diesem Brief an, nur noch Schnullischeiss. Man koennte es auch Medienpropaganda nennen. Man sollte es sogar. Es ist eine Show, die insgesamt mies ist, schlechter Inhalt, schlechte Aufmache.

2 Kommentare

  1. Was für eine Theater. Es zeigt dass sie nichts in der Hand haben. Keine Beweise, nichts, nur deshalb ziehen sie die Vorstellung mit Belanglosigkeiten unnötig in die Länge.

    Und ganz nebenbei gehen die Dönermorde weiter:
    http://www.bild.de/regional/berlin/leiche/sprengstoff-war-unterm-auto-versteckt-44942114.bild.html

    „Die Polizei meldete: „Die Vermutung geht in die Organisierte Kriminalität.““ – Das kommt uns doch bekannt vor.^^

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