#NSU-Syndrom auch nach NRW-Polizistenmord: VS-Akte sofort geschreddert

Bloss schnell vertuschen, wie dicht man dran war, das heisst im Fall Verfassungsschutz und Trio BMZ: „Loddar, hau fix die Akten in den Schredder!

„Mini“ tat wie ihm geheissen wurde, mehrfach.

So tat auch der VS NRW nach dem 3-fach Mord von Michael Berger im Jahr 2000:

Da wusste man offenbar auch viel zuviel, bzw. war man zu dicht dran.

Es gab sicher gute Gruende, den Schredder anzuschmeissen, damals beim LfV ebenso wie 2011 beim BfV, aus Sicht der Sicherheitsbehoerden.

Ebenso gab es sicher gute Gruende fuer die Leit- und GEZ-Medien, diese geradezu lehrbuchhafte Vertuschungsanalogie nicht an die grosse Glocke zu haengen, jedenfalls aus der Sicht der Regierungen in NRW und Berlin.

Auffaellig: Es fehlt derVerweis auf den V-Mann Sebastian Seemann, der Berger gut kannte und mit ihm schiessen war.

Siehe:

Der NSU-Ausschuss NRW, so kann man das der Berichterstattung der Antifa entnehmen (eine andere Berichterstattung gibt es nicht), geht dem Verdacht nach, dass die Waffen des 3-fach Mörders Michael Berger ebenfalls mit Wissen oder gar Hilfe der Sicherheitsbehörden über V-Mann Seemann in die Szene kamen. Für „V-Mann Berger“ gäbe es keine Indizien, sondern nur Gerüchte. Polizei-Informant gehört dazu.

Fehlt jetzt:

Die Löschung dieser Akten wirft die Frage auf, ob dem Verfassungsschutz möglicherweise Informationen, z.B. über die Waffen Bergers, die dieser verschiedenen Neonazis zeigte, vorlagen, die in Anbetracht des dreifachen Polizist_innenmordes zu unangenehmen Fragen geführt hätten. Auch blieb der Widerspruch bestehen, warum der Verfassungsschutz vorhandene Akten löscht und zugleich eine neue Akte über Berger und seine Mordtaten anlegt.

Deutlich wurde aus den Aussagen Lüngens, dass eine ernsthafte Recherche zu den Verbindungen Bergers in die Neonazi-Szene und zu seiner Bewaffnung ebenso unterblieben war wie eine Analyse, ob es sich bei den Taten um eine Form von Rechtsterrorismus gehandelt haben könnte. Hinweise aus den Medien, wonach Berger Kontakt zum Kroatiensöldner und Führer der Wehrsportgruppe Schlageter, Michael K., hatte, blieben beim Verfassungsschutz-NRW ebenso unberücksichtigt. Lüngen versuchte die Verantwortlichkeit für solche Recherchen dem Beschaffungsreferat aufzubürden, wobei sich dann allerdings die Frage stellt, welchem Zweck ein Auswertungsreferat überhaupt dient.

Eine neue, harmlose Akte anlegen, so verfuhr man auch beim BfV, als man die geschredderten Akten „wiederherstellte“, und das -halten Sie sich fest- unter der Regie eines lupenreinen BfV-Gewaechses aus dem BMI, das erledigte ein gewisser Dr. Engelke.

Fuer den Bettvorlegerausschuss NSU-Bundestag I reichte das:

Es ist so peinlich, wie naiv diese Leute waren, bzw. wie naiv sie sich gaben.

Wiederhergestellt wurde jedoch nur 20-30% wiederhergestellt wurde, wie juengst herauskam.

Das Unwichtige:

Während der Verantwortliche Lingen in der Vernehmung mit BAW und BKA die Aktenvernichtung mit der Begründung gestand, er habe unangenehme Fragen verhindern wollen, sei sein, Schusters, Eindruck zu diesen Akten ein anderer, nämlich: „Furchtbar langweilig, bis auf eine Akte.“ Warum dann aber derart „belangloses Zeug“ geschreddert werden sollte, verstehe er nicht. Schuster wörtlich: „Muss ich annehmen, dass genau das rekonstruiert wurde, was nicht spannend ist?“

Was denn sonst?

So aehnlich lief das damals auch in NRW ab, nach dem Polizistenmord: Alte Akte schreddern, neue, harmlose Akte anlegen, bei der die V-Mann Infos zu Waffen etc. fehlten, bzw. dass Berger Informant (von wem auch immer) war.

Die Analogie zu den Uwes/Zschaepe ist unuebersehbar. Auch die muessen keineswegs beim BfV unter Vertrag gewesen sein. BKA, Staatsschutz Sachsen, es gibt da weitere Kandidaten…

Interessant ist noch, dass V-Mann Seemann die Gespenstergeschichten zur Beschaffung von Weltkriegswaffen aus Belgien bereits im November 2011 zum Besten gegeben hatte, also Waffen, wie sie beim Polizistenmord Heilbronn verwendet wurden.

Last but not least bekam Zschaepes Brieffreund Robin Schmiemann die Waffe vom V-Mann Seemann, mit der er einen Libanesen oder so niederschoss, weil der ihn bei einem Rauschgiftdeal beschissen haben soll.

Organisiere Kriminalitaet? Rauschgifthandel? Worum geht es hier eigentlich, und welche Kurden waren da involviert? Etwa ein Kioskbesitzer aus Dortmund, bei dem man Drogenspuren fand, und der 2006 erschossen wurde?

Wollte Zschaepe von Schmiemann wissen, ob der Verfassungsschutz auch in dessen Leben herumgepfuscht habe? Wenn der Brief verlesen wird, werden wir es nicht erfahren. Weil niemand davon berichten wird.

.

Misstrauen Sie „wiederhergestellten Akten“, ebenso wie neu angelegten Akten, lassen Sie sich nicht veraeppeln, Sie sind doch kein Abgeordneter!

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