Alles gelogen, oder kannte das BKA den NSU bereits 2003?

Unermūdlich kämpft Thomas Moser für die Wahrheit. Für die Wahrheit des ehemaligen V-Mannes und verurteilten Kindesmissbraucher Torsten Ogertschnig.

Audiodateien, Gespraechsmitschnitte. Schreibt er.

og2

Vom NSU weiss er also von Gespraechen mit einem BKA-Mann…

dessen Name da steht: Jochen Reisig

Und diese (sowie weitere Gespraeche mit LfV, BfV etc.) brisanten Dinge habe er mitgeschnitten.

Das ist eine hoch brisante Info. Wenn sie stimmt.

Ogertschnig hat auch an den Erfurter Ausschuss geschrieben, im Sommer 2016, und Moser hat gerade eine SWR-Radiodoku dazu gemacht:

Gespräche im Gefängnis mit Herr O.

9.12.2016 | 10.05 Uhr | 24:50 min

Das Manuskript mit 10 Seiten.

Und da wird die bei Heise.de bereits veroeffentlichte Geschichte sehr detailliert dargestellt, nacherzaehlt.

Das Merkwürdige ist ja bekanntlich, dass O. zuerst alles widerrufen hat, was der Verfassungsschützer Stengel 2013 im Bundestagsausschuss ausgesagt hatte, 2015 vor dem Ausschuss Ländle:

Stengel hatte seine Aussage dadurch entwertet, dass er jetzt behauptete, niemand aus dem  LfV Ländle habe ihn gezwungen, seinen Vermerk mit den 5 Namen des NSU zu vernichten.

(fatalist haelt das alles insgesamt fuer Pappdrachen, für Quatsch, aber beurteilen Sie das selber…)

Und danach widerrief Ogertschnig seine Ländle-Aussage, also den Widerruf, quasi, und schrieb an mehrere Untersuchungsausschüsse, er habe die Gespräche sämtlich verdeckt aufgezeichnet, die Bänder seien versteckt, und er könne beweisen, dass der VE (verdeckte Ermittler) Jochen Reisig vom BKA ihm, Ogertschnig, vor dem Sommer 2003 vom NSU erzählt habe.

Das hatte Moser jetzt detailliert im Radiofeature:

.

Bei Moser gibt es natürlich keine Namen, beim AK NSU aber schon. Der VE des BKA heisst Jochen Reisig.

Und auch dieses Gespräch will Ogertschnig aufgezeichnet haben!

(Stengels Arbeitsname war Stenzel? So wie Schorlau den PD Menzel im Roman nannte? Witzig)

Was steht da? Wehrsportgruppe, in Wäldern herumgerannt, mit Waffen?

Woher kennen wir das?

Vom Lothar Harold Schulte, verurteilter Rädelsführer einer rechtsterroristischen Vereinigung!

Wer lief da im Wald herum und machte Wehrsportgruppe?

Na die Uwes, wer denn sonst?

Siehe:

Weiter gibt es hier im Blog eine Kurzfassung den „NSU-Teil“ betreffend: Lothar Schulte 

Schulte behauptet, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos in Sachsen im Jahr 2000 kennengelernt zu haben, die Teil einer Skinheadtruppe waren, die er ausbilden sollte. Das finden Sie hier:

https://sicherungsblog.wordpress.com/2015/01/06/gab-es-einen-bnd-csu-gladio-arm-eine-halbstaatliche-rechte-stay-behind-terrororganisation-teil-5/

Dort ist auch der Link zum Download des gesamten Berichts von Lothar Schulte.

Dazu kommentierte Schulte:

Ich werde als Urgestein des Werwolfs nach Wurzen geladen und erlebe mit zwei jungen Burschen (die Uwes) dort mein Wunder! Dieser Sachverhalte ist den deutschen Sicherheitsbehörden seit Anfang 2000 bekannt, wurden aber aus Gründen der politischen Unterwerfungskultur nicht verfolgt und grundsätzlich werden die Anzeigererstatter oder Zeugen entsorgt oder kalt gestellt – so einfach!

und:

Nur durch Josef Hufel Schulte als Schlapphut vom BND wurde die Veröffentlichung im Focus verhindert. Es ist bekannt, dass dieser Herr auf der Lohnliste des BND steht und als dienlicher Zuträger mit Zweitinformationen abgespeist wird um so seine sog. Wichtigkeit zu zementieren. Ferner sollte dem Untersuchungsausschuss des Bundestags bekannt sein, das Markus Müller in Köln durch das Bundesamt für Verfassungsschutz in Köln Ende 1998 rekrutiert wurde und in Wurzen (sein Vater war als Polizeibeamter in Wurzen mit eingebaut) aktiv seine Anweisungen aus Köln befolgte und durch die Strafbefolgungsdienststellen niemals verurteilt wurde, weil seine Hintermänner bekannt waren oder sind! Wie kann jemand in der Rechtsszene sich alles erlauben, ohne verurteilt zu werden – außer man ist wie die Uwes gespielt und dann ist alles gut !!!

Sacken lassen! Viele werden das gar nicht kennen.

Und Torsten Ogertschnig aus Heilbronn macht 2016 Aussagen zu einer Wehrsportgruppe, mit Neonazis, die Uwes dabei, und gesendet wird das im Dezember 2016.

Irre, oder genial?

Totaler Beschiss, oder die absolute Sensation?

Der Name lautet Jochen Reisig.

Wenn es keine Aufzeichnungen gibt, oder wenn die mit Ogertschnigs Ableben verschwinden würden… aber vielleicht gibt es ja eine Lebensversicherung: Seinen Anwalt aus Ulm, Manfred G.

Dieser Anwalt hat oefter mal merkwürdige Klienten, war der hier nicht in Guantanamo?

Der Anwalt hat offenbar die Audioaufzeichnungen vom Ogertschnig. Wo man das BKA über den NSU plaudern hören kann, und den VS bei der Ansiftung zu falschen Aussagen vor Gericht.

Wäre ja recht nett, wenn man die Bänder hätte. So die denn existieren. Sicher gibt es Originale und Kopien in diversen Schliessfaechern/Verstecken.

Was tun NSU-Ausschüsse, wenn sie solche hochbrisanten Briefe bekommen, in denen „Beweise zum NSU“ und zu behördlichem Vorwissen versprochen werden?

Na nix, das ist doch klar!

Der Staat sitzt das locker aus. Es gibt NULL Resonanz dazu in den Leitmedien, und dafür kann es ganz genau  3 Gründe geben:

  • unglaubwürdig, das Ganze
  • zu gefährlich, das Ganze
  • nicht erlaubt, das Ganze

Und?

Der totale Hammer, oder noch ein Krokus?

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7 Kommentare

  1. Na ja, vorstellbar ist es schon, daß bereits im Sommer 2003 von bestimmten Leuten aus dem sogenannten Sicherheitsapparat der Begriff NSU für das Trio genutzt wurde. Das V-Mann-Terror-Untergrundzellen-Konzept stammt ja schließlich vom BKA. Da passt auch, die im SWE-Papier genannte Truppe die in Ostdeutschland quasi als verdeckte Ermittler agierte, also als Lockspitzel, sofern dieses Papier denn tatsächlich existiert.

    Aber selbst wenn denn tatsächlich ein Tonmitschnitt eines Gespräches von Ogertschnig mit einem BKA-Beatmten existiert. Wer kann bezeugen, daß dieses Gespräch tatsächlich 2003 geführt wurde und nicht erst nach dem 4.11.2011? Sein Anwalt? Weil Anwälte allesamt Ehrenmänner sind, denen unbedingt zu trauen ist?

    Ein Thomas Dienel hatte ja auch allerlei Geschichten zum „NSU“ zu erzählen. War das nicht Rainer F., der eines dieser dümmlichen Interviews mit Dienel zum Thema NSU führte? Wer glaubt solchen kaputten und manipulierbaren Gestalten überhaupt etwas?

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    1. der luegt.
      Roewer stolperte ueber seine Enttarnung, btw.

      Dienelt soll Festlatten aus Polizei-Computern gehabt haben, die beim Umzug des LKA Erfurt verloren gingen.
      Die Mitarbeiter der Umzugsfirma sollen die PCs geklaut haben. Waren wohl Neonazis dabei. V-Leute vielleicht sogar.

      Roewer flog jedenfalls deshalb 2000 raus. Recherchier das mal…

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  2. Ich meine die Geschichte noch aus dem HPF zu kennen.

    November 1997: Beim Umzug des Innenministeriums verschwinden Computer mit geheimen Informationen. Drei vor dem Umzug erstellte Sicherheitskopien der fehlenden Festplatten werden im Innenministerium, Landeskriminalamt und beim Verfassungsschutz deponiert.
    http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/politik/detail/-/specific/Mordserie-weitet-sich-zu-Geheimdienst-Affaere-aus-1918885199

    Im November 1997 wurden zudem zwei Computer aus dem Thüringer Innenministerium gestohlen, auf deren Festplatten Protokolle der Geheimdienstkommission des Landtags und ein Datenbestand von verdeckten LfV-Ermittlern gespeichert waren. Auch diese Festplatten kursierten später in der rechten Szene
    http://www.fr-online.de/neonazi-terror/suche-nach-dem-leck-innenminister-misstraute-der-polizei,1477338,11163430.html

    In dem Artikel von A. Förster vom November 2011 war Dienel noch „inzwischen verstorben“.

    Roewer sei wegen der Geschichte mit dem Spitzel Dienel gestolpert, schrieb der Spiegel im November 2011:

    Im Sommer 2000 räumte der Neonazi Thomas Dienel öffentlich ein, für den Geheimdienst Spitzeldienste geleistet zu haben. Dutzende Treffen hatte es damals zwischen Dienel und dem Geheimdienst gegeben, Dienel erhielt für seine Arbeit 25.000 Mark. Der damalige Verfassungsschutzchef Helmut Roewer stolperte über die Affäre und wurde suspendiert.

    Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels hieß es, 1997 seien aus dem Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz Computer-Festplatten verschwunden. Tatsächlich spielte sich der Vorgang im Innenministerium ab. Wir haben den Hinweis entfernt und bitten, den Fehler zu entschuldigen.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/thueringer-verfassungsschutz-die-pannen-truppe-aus-der-haarbergstrasse-a-797719.html

    Das müssen wir dem Spiegel wohl glauben.

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