Hinweise nach weiteren Tätern beim #Oktoberfest-Attentat in #Verfassungsschutz-Akten

– dafür klagte @bild 2 Jahre

Eine erschöpfende Auskunft sieht anders aus. Aber immerhin: Ein Leak 🙂

Ja, es gibt in der o.g. Akte Hinweise und Recherchen nach weiteren Tätern ausser Gundolf Köhler

Das war seit Jahren bekannt: 5 V-Leute gaben laut einer Antwort der Bundesregierung an die Opposition Hinweise zum Oktoberfest-Attentat 1980.

Nach Recherchen des „Zeit Magazins“ und des Politik-Magazins „Kontrovers“ (Bayerischer Rundfunk) gibt es Zweifel am Verhalten des Verfassungsschutzes rund um das Oktoberfest-Attentat im Jahre 1980. Wie sich bei der Einsicht von nun freigegebenen Akten herausstellte, hat der Verfassungsschutz einigen Rechtsextremen ein Alibi für den Anschlag verschafft, indem er sie an dem Tag observierte, an dem der Anschlag stattfand. Und er hatte eigene V-Leute in der Wehrsportgruppe Hoffmann (WSG), zu der der mutmaßliche Attentäter Gundolf K. Kontakt hatte.Eine neue Akte des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR deutet außerdem darauf hin, dass der Verfassungsschutz einige ihrer Verbindungsleute vor weiteren Ermittlungen geschützt hat. Auf Nachfrage wollte sich das Bundesamt für Verfassungsschutz nicht dazu äußern. Der Anschlag auf das Oktoberfest in München 1980 gilt als schwerster Terrorakt der Nachkriegsgeschichte: 13 Menschen starben, über 200 wurden teils schwer verletzt. 1982 hatte der Generalbundesanwalt Kurt Rebmann die Ermittlungen gegen Unbekannt eingestellt und festgestellt, dass Gundolf K. den Sprengsatz gebaut und gezündet habe.

Es hätten sich keine Mittäter finden lassen. Aufgrund einer neuen Zeugin, die auf einen möglichen Mittäter von K. hinwies, öffnete Generalbundesanwalt Harald Range im Dezember 2014 den Fall erneut. Er hat bereits die Unterlagen der bundesdeutschen Nachrichtendienste zum Attentat angefordert. Laut der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Petra Pau bestehen diese nur aus einigen wenigen Akten.

Aber der Inhalt dieser Akten bleibt geheim. 35 Jahre danach war das immer noch so.

Die Bundestagsfraktion der Grünen will sich nicht damit zufriedengeben, dass die Bundesregierung auch 35 Jahre nach dem Anschlag auf das Oktoberfest dazu schweigt, ob V-Leute Kenntnisse über das Verbrechen hatten. Die Grünen bereiten den Gang nach Karlsruhe vor; die Verfassungsrichter sollen klären, wie sich das parlamentarische Auskunftsrecht und die Sicherheitsbelange, auf die sich die Bundesregierung beruft, zueinander verhalten. Konkret geht es um eine Anfrage der Grünen, in der sie unter anderem wissen wollten, ob der Rechtsextremist Heinz Lembke, der sich 1981 in der Untersuchungshaft das Leben nahm, als V-Mann gearbeitet hatte.

Was rechtfertigt amtliches Schweigen?

Die Grünen ließen nicht locker. Im März baten sie nochmals die Bundesregierung, die Frage, ob Lembke als V-Mann gearbeitet habe, zu beantworten. Sie stimmte misstrauisch, dass in den Spurenakten zu dem Anschlag vermerkt sei: „Erkenntnisse über Lembke sind nur zum Teil gerichtsverwertbar.“ Solche Vermerke seien nur bei V-Leuten oder anderen verdeckten Mitarbeitern von Geheimdiensten üblich. Das Bundesjustizministerium beschied die Grünen in dieser Woche, es bleibe dabei, dass die Frage, ob Lembke V-Mann gewesen sei, nicht beantwortet werde.

Interessant. Kann heissen:

  • Lembke war V-Mann
  • Erkenntniss über Lembke  kamen von V-Leuten, die man schützt
  • Erkenntnisse über Lembke kamen von US-Diensten bzw. von deren Spitzeln
  • Stichwort Peter Naumann, Depot-Partner Lembkes… US-Staatsgeheimnisse dürfen ohne vorherige Zustimmung der Amerikaner nicht von deutschen Dienststellen oder Gerichten enthüllt werden (Zusatzvertrag Par. 38 zum NATO-Truppenstatut)

Es folgte die Klage der Opposition in Karlsruhe.

Jetzt haben wir 2017, und es ist immer noch nichts geklärt, ausser:

Ja, es gibt in der o.g. Akte Hinweise und Recherchen nach weiteren Tätern ausser Gundolf Köhler.

Das ist aber nett, dass das nach fast 37 Jahren schon bekannt wird. @BILD kämpft für die Wahrheit… nochmal 37 Jahre mehr, dann weiss man vielleicht wirklich was, und so in 100 Jahren weiss man dann vielleicht auch, wer die NSU-Morde begangen hat?

Dieser Sicherheitsapparat, bestehend aus Bundesanwaltschaft, BKA samt integrierter Geheimpolizei und den Geheimdiensten hat offenbar mächtig Dreck zu verstecken, alles für die Bundesregierungen der letzten 50 Jahre.

Was für ein Dreck das im Falle des Oktoberfest-Attentates sein könnte, dazu gibt es mehrere Theorien:

  • WSG-Hoffmann glaubt, es war eine BND-BKA-Seilschaft mit BND-Ex Dr. Hans Langemann, Geheimagent Werner Mauss, Frank Heigl und Ex BKA-Vize Dr. Kolmar (Erfinder des BKA-Terrorzellenkonzeptes) und der Mossad.

„Echter rechter Terror“ wäre es dann nicht. Man nennt das wohl False Flag-Terror.

  • Ziemlich viele Leute glauben, es stecken  befreundete Geheimdienste dahinter, also die CIA, dann wäre es wohl ein Gladio-Anschlag, vielleicht ausgeführt durch einen Rechten, um FJS als Bundeskanzler zu verhindern.

„Echter rechter Terror“ wäre es auch dann nicht.

  • die Linken glauben -wie beim NSU-, was sie glauben wollen und sollen, und was die Medien seit 1980 verbreiten: Hintermänner waren eben doch WSG-Hoffmann oder andere rechte Kreise, es gab damals genug davon.

Es ist ziemlich sicher davon auszugehen, dass ohne Whistleblower nichts aufgeklärt werden wird.

Schönen Sonntag!

Lektüre dazu: https://sicherungsblog.wordpress.com/2015/01/07/gab-es-einen-bnd-csu-gladio-arm-eine-halbstaatliche-rechte-stay-behind-terrororganisation-teil-6/

Dort vor allem der Kommentar von Bärlaus:

Am Anfang stand ein Erbfall. Ein Schlapphut war verstorben, welcher 1980 (am Tag des Anschlages) den Auftrag hatte Personen auf dem Oktoberfest zu observieren. Er sprach seine Beobachtungen auf Band, auch die, welche nichts mit seinem Auftrag zu tun hatten. Er hielt dieses Tonband für so wichtig, das er es nie löschte. Seine Erben übergaben es den Behörden. (So kam man dazu, die Ermittlungen wieder aufzunehmen)

Und das hier: http://arbeitskreis-n.su/blog/2015/01/11/wie-kam-die-baw-dazu-die-ermittlungen-nach-32-jahren-wieder-aufzunehmen/

Hier, ca. ab Minute 16, von 2017:

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