#NSU: Phänomen auch du?

Pau und Binninger über den NSU

„Es gab weitere Mittäter“

Es gibt weitere NSU-Helfer, sind die Linke Petra Pau und CDU-Mann Clemens Binninger überzeugt. Können sie noch gefunden werden?

Sehr schön, dann sagt mal an, wer. Oder ist das wieder nur hohles Gottesgequake?

Nein, es werden keine Mittäter gefunden, weil es keine gab und gibt. Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe waren es nicht.

Binninger und Pau und all die anderen sind Gefangene ihrer Ideologie und ihres Gottesglaubens, in dem die schnöde Realität keinen Platz hat.

Die ruhmreichen Nichtaufklärer, die einen Gedanken nicht denken, nicht denken dürfen, nicht denken wollen, weil er ihr Weltbild in Trümmer hauen würde, klären nicht auf, verklären die schnöde Banalität des real Faktischen dafür zum Phänomen, um so ihrer Gottesgläubigkeit Gehör zu verschaffen. Wenn man es real nicht erklären kann, sind höhere Wesen an dem Schlamassel Schuld. Das weiß sogar der Ziercke und bläst ins gleiche Heißluftgebläse. („Tod einer Polizistin“ im Auftrag des RBB und SWR, ab 29:51 min.)

Ich hab ja selbst kein eigenes Erleben von diesen Handlungen. Ich muß mich auf das verlassen können, was mir da aufgeschrieben wird. Das wird geprüft, und auch in der Hierarchie. Und ich weiß noch genau, daß das Ermittlungsunterlagen waren vom Regionalabschnitt in Thüringen, teilweise auch Unterlagen, die auf das Jahr 2007 zurückgingen, natürlich. Und das waren damals auch Ermittlungen der thüringischen Polizei, auch Erkenntnisse des thüringischen Verfassungsschutzes.

Da habt ihr es schwarz auf und direkt aus dem Mund des besten deutschen Detektivs aller Zeiten (Spon-Diehl). Ihm kann man es nicht anlasten. Schuld waren seine Schreibtischtäter, die, die ihm das aufgeschrieben haben. Der berühmteste Aufschrieb aus Thüringen ist übrigens Lotz‘ Idee und Burckhardts Beitrag.

Das Wort zur Gegenrede hat der Polizist Binninger.

Es gibt eine Reihe Indizien, die gegen die Trio-These sprechen. Also: Wir haben keinen einzigen Tatortzeugen, der zweifelsfrei sagt, ich habe Mundlos und Böhnhardt gesehen. Wir haben kein Phantombild, das so richtig passt. Und an keinem der NSU-Tatorte fanden sich DNA-Spuren von Mundlos, Böhnhardt oder Zschäpe. Nicht bei den zehn Morden, nicht bei den zwei Anschlägen, nicht bei den 15 Raubüberfällen. Das ist ein Phänomen.

Seit etwa 80 Jahren gibt es in ländern deutscher Zunge strukturierte kriminalpolizeiliche Mordermittlungen. Es war maßgeblich der Ernst Gennat, der erkannte, daß Kapitalverbrechen nicht wie Hühnerdiebstahl behandelt werden können und somit anders aufgeklärt werden müssen. Die beiden wichtigsten Dinge, die er in die Praxis umsetzte: Effizienter Personaleinsatz mit den besten Leuten, die man kriegen kann und Nutzung aller Möglichkeiten der modernen Wissenschaft für die Erfassung, Asservierung und Bewertung der Spuren.

Nein, das ist überhaupt kein Phänomen. Man macht daraus eines, um den NSU im Wachkoma zu halten. Das ist schon alles.

Binninger ist als Politiker völlig unfähig, den korrekten kriminalistischen Schluß aus dieser Faktenlage zu ziehen. Wenn das in dieser Bündelung so ist, dann waren die es nicht.

Und der geriert sich als Polizist? Pfui deibel. Er muß allerdings so handeln, weil er mit dem Tausch des olivgrünen Polizeituchs zu dunkelblauem Armani sein Gewissen an der Garderobe abgab. Als Politiker ist er anderen Herren und Damen verpflichtet als seinen früheren Kollegen. Binninger darf nicht Jehova sagen.

Eine dürfte wissen, wie alles war: Beate Zschäpe.

Binninger: Sie weiß sicher mehr, als sie sagt. Nach ihrer Version haben die Uwes ja dreizehn Jahre nur am Computer gespielt und zwischendrin mal Tatorte ausbaldowert. Das ist so abwegig, damit braucht man sich gar nicht zu befassen. Auf ihre Aussagebereitschaft kann man sicher nicht setzen.

Schon wieder auf Australien gezielt und den Nordpol getroffen.

Sie kann nur etwas wissen, wenn sie dabei war. Wenn sie von all den Straftaten auch nur aus Funk und Presse Kenntnis hat, dann weiß sie nur das, was Grasel dichtete und Borchert dirigierte.

Abschließend soll das gemeine Kommentatorenvolk zu Wort kommen.

Mustardman 25. 04. 2017, 21:01

Tja, der Hohn ist ja, dass man nach Untersuchungsausschuß und Prozess immer noch keine Schuldigen haben wird für diese Morde: Bei Beate Zschäpe geht es nur um Mithilfe und die einzigen beiden anderen Verdächtigen sind tot, nachweisen kann man ihnen mangels eindeutiger Beweise ohnehin nichts. Und selbst diese Selbstmorde sind eher mysteriös.

Letztlich bleibt nur: Es gab oder gibt einen Nationalsozialistischen Untergrund, der systematisch gemordet hat. Wie groß er ist und wer mit ihnen unter eine Decke steckt, das weiß man nicht.

Das ist auch der große Unterschied zur RAF: Während man dort einige Taten zwar auch nicht konkreten Personen zuordnen kann, kennt man die Personenkreise sehr gut, dort laufen nicht noch potentielle Mörder nach wie vor frei herum, von denen man überhaupt nichts weiß,

Machiavelli 26. 04. 2017, 00:17

Die entscheidende Frage bleibt für mich unbeantwortet, warum haben die sich nicht mehr Mühe gegeben bekannt zu werden. Eine Terrorgruppe will wie der Name schon sagt Schrecken verbreiten aber Jahre lang haben sie es nicht für nötig befunden einer Medienstelle ein Bekennerschreiben zu schicken mit Details die nur die Täter kennen können. Was war das Ziel des NSU? Einzelne Morde als kranke politische Agenda erreichen doch nur was wenn die Hassbotschaft dahinter verbreitet wurde. Oder kann ich mir die Nazi Denkweise nicht erschließen und sie wollten einfach nur Ausländer ermorden?

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