Keine OK-Verbindungen, LKA bestaetigt LfV in Erfurt

Das linke Hirngespinst von den NSU-Fischen, die munter im See der Organisierten Kriminalitaet herumschwammen, findet wenig bis gar keine Bestaetigung seitens der staatlichen Realitaet. Viel Rauch um fast nichts, und daran aenderte auch die Zeugenvernehmung am Donnerstag nichts.

Vorgeladen war: Ein Zielfahnder. Namenlos. unter anderem.

Er war bereits Zeuge vor dem Thüringer NSU-Untersuchungsausschuss, nun muss er noch einmal aussagen: Heute soll nach Angaben des Landtages vor dem Gremium unter anderem der Zielfahnder des Landeskriminalamtes aussagen, der Ende der 1990er Jahre versuchte, die späteren Mitglieder des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ zu finden.
Die Mitglieder des Ausschusses wollen von ihm vor allem wissen, ob er bei seinen damaligen Ermittlungen Hinweise auf mögliche Unterstützer des Trios aus Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt hatte.

Focus und Welt hatten dieselbe magere DPA-Meldung.

Spaeter dann kam:

NSU-Ausschuss: Keine Hinweise auf Kontakte zu Kriminellen

19.10.2017, 15:59 Uhr | dpa
Die Thüringer Polizei hatte nach den Worten eines LKA-Beamten weder vor, noch nach dem Untertauchen der späteren Terrorzelle NSU Hinweise darauf, dass Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt Kontakte zu Schwerkriminellen hatten. Es habe „null Erkenntnisse“ zu Verbindungen der drei zur organisierten Kriminalität gegeben, sagte ein Zielfahnder des Landeskriminalamtes (LKA) am Donnerstag in Erfurt vor dem NSU-Untersuchungsausschuss des Landtages. Ein anderer Polizist hatte sich zuvor ähnlich geäußert.

Mehr gab es nicht dazu… ein wenig mager fuer 5 Zeugen, die vorgeladen waren, oder nicht?

KHK a.D. Friedhelm Kleimann, KHK Klaus-Dieter Iselt, KHK a.D. Klaus König, KHK Sven Wunderlich,  EKHK Jürgen Dressler

Da war der Staatsschuetzer Koenig aus Jena, der immer so gut auf Ralf Wohlleben und dessen Kameraden aufpasste, wie „Wolle“ dem NPD-Chef in Koenigs Beisein erklaerte; war Koenig dabei, als diese komische Theaterbombenattrappe gefunden wurde?

In der Dienststelle kam es deswegen zu einer Auseinandersetzung zwischen Kommissar Mario Melzer und dem damaligen Leiter der Polizeidienststelle in Jena, Herrn Schnaubert. Melzer fragte nach einem “ordnungsgemäßen Abtransport durch eine entsprechend ausgebildete und technisch ausgerüstete USBV-Einheit.” (=Unkonventionelle Spreng- oder Brandvorrichtung)

“Herr Schnaubert sei sehr wütend geworden, habe den Zeugen als „Fatzken des LKA“ bezeichnet, die USBV „angetatscht“ und dagegengetreten.”

Dort hätten sich 10 Gramm Sprengstoff “TNT” befunden und diegleiche Knetmasse, wie in den Briefbomben-Imitaten. Der Vater von Uwe Mundlos erhielt damals “über einen Bekannten” einen Hinweis, dass “im Koffer” ursprünglich “nur ein leeres Alurohr gesteckt habe.”

Bombe ohne Zuender, die das TNT erst spaeter verpasst bekam, das dann auch nicht zu den Garagenfunden passte, weder Rohr noch TNT… was wusste der Staatsschutz?

Da war der Kleimann, der meinte, er habe mal 2/3 vom Trio verhaften lassen:

Sie hatten Ausweise dabei mit Ausstellungsdatum 1998 und 1999, was sie
nicht weniger verdächtig machte. Er nahm sie mit zur Wache, dort wurde
Fingerabdrücke genommen. Es gab jedoch keinen Treffer. Kleimann
kommentiert: Entweder sie waren es nicht oder “man hat gründlich
gearbeitet” und ihnen “eine andere Identität gegeben”. http://arbeitskreis-n.su/blog/2014/08/19/legendierte-identitatsdokumente-sachstandsbericht/

Der Zielfahnder, der immer zu spaet kam… Sven Wunderlich

Mit Struck habe man sich zur Annaberger Straße 15 begeben und dort den benannten Daniel Heilmann »am Zugang zum Haus« angesprochen. Das Gespräch hätten die Thüringer Beamten geführt, während sich Czanderle und sein Kollege etwa »50 bis 100 Meter entfernt« aufgehalten hätten. Heilmann habe sich, so die Beobachtungen des Zielfahnders, mit einem gültigen Dokument ausweisen können. »Der Heilmann war dann auch der Heilmann und nicht Böhnhardt«, fasst der Zeuge zusammen. Der Gesamteinsatz sei daraufhin beendet worden. Struck sei bei Heilmann geblieben.

http://sachsen.nsu-watch.info/index.php/2017/10/10/bericht-22-sitzung-25-september-2017/

daniel h. wie heilmann, der reserve-UB der Antifa und der Linkspresse bis heute.
arbeitskreis-n.su/blog/2017/09/26/nsu-sachsen-der-zu-90-sichere-uwe-boehnhardt-heisst-daniel-h/

Was auch noch ein Thema war: Staatsschutz-Spitzel aus der rechten Szene in Saalfeld, da wo Michele Kiesewetters Onkel Mike Wenzel beschaeftigt war:

Das hat die DPA irgendwie ganz vergessen: Herr Iselt hatte Interessantes mitzuteilen…

Erfurt. Zwei- bis dreimal die Woche seien Verfassungsschützer in den 90er-Jahren gekommen, um sich zu informieren. Das erzählte gestern der ehemalige Leiter des Staatsschutzes der Polizeidirektion Saalfeld-Rudolstadt dem NSU-Untersuchungsausschuss im Landtags.

Der Staatsschutz habe die rechtsextreme Szene in der Region mehrfach in der Woche observiert. Dabei seien Nummernschilder der Autos und Personen erfasst worden, die zu Treffen oder Veranstaltungen gekommen waren. Der Staatsschutz habe damals all diese Angaben in einer Exceltabelle erfasst.

Staatsschutz musste Observationsliste löschen

Die Verfassungsschützer aus Thüringen, aber auch vom Bund oder aus anderen Bundesländern, hätten regelmäßig diese Angaben einschließlich erfolgter Halterabfragen bei Kfz-Kennzeichen erhalten. Immer wieder seien die Saalfelder Staatsschützer bei ihren Beobachtungen aber auch auf Fahrzeuge getroffen, die offenbar zu anderen Sicherheitsbehörden stammten. Woher diese waren, konnte der Zeuge nicht sagen. Aus seiner Sicht hätte es wenig Sinn gemacht, das abzufragen. es wären keine Antworten erfolgt, so seine Überzeugung.

 Das waren das Bayerische LfV, das BfV und der MAD?

Diese Beobachtungsliste existiert aber nicht mehr. Sie musste Ende der 90er-Jahre auf Anweisung des damaligen LKA-Präsidenten vernichtet werden, weil die Sammlung der Angaben gegen den Datenschutz verstoßen hätte, erklärte der Zeuge auf Nachfrage. Er wollte aber nicht ausschließen, dass Teile der Aufstellung noch bei den Verfassungsschutzämtern vorliegen.

Der frühere Saalfelder Staatsschutzchef konnte sich noch ganz gut an die Namen der damaligen Neonazis der Region und ihre Vorfälle erinnern. Der Ausschuss versucht erneut, das Neonazi-Netzwerk von Unterstützern aufzudecken, das hinter der Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) vermutet wird.

Da die Neonaziszene in den 90er-Jahren auch intensive Kontakt zu kriminellen Banden hatte, widmet sich der Ausschuss auch diesem Phänomen. Seit mehr als einem Jahr versuchen die Abgeordneten daher von der Polizei zu erfahren, wer die Vertrauenspersonen, also die Spitzel, in dieser Szene waren.

Bisher erfolglos, aber es sind weitere Gespräche geplant.

Kai Mudra 20.10.17

Einer hiess Rachhausen, einer hiess Brandt, das hatte der Polizei-Staatschuetzer Iselt doch bereits 2012 erzaehlt. Warum macht die TA einen so vernebelten Bericht?

Das ist gar nicht ohne:

Herr KHK Klaus-Dieter Iselt ist seit 1991 Leiter des K 33 im Dezernat 3 „Staatsschutz“ in Saalfeld. Den Bereich Staatsschutz bearbeiteten insgesamt fünf Beamte.
Seit 1991 traten Skinhead-Gruppen, u.a. um Andreas Rachhausen, auf, wobei neben Propagandadelikten auch erste Gewalttaten gegen „anders Denkende“ verübt wurden. Nach dem Rudolf-Heß-Gedenkmarsch 1992 in Rudolstadt wurde ein stetiger Zulauf, auch aus dem Westen und von Führungskadern, in die Szene festgestellt. Dem folgte ein sehr starker An-stieg von Delikten im Staatschutzbereich, wobei der Bereich Saalfeld führend war. Der Zeuge sprach von einer „unüberschaubaren Anzahl“ von (gefährlichen Körperverletzungen, Landfriedensbrüchen, Propagandadelikten, die nur schwerlich zu bewältigen waren. Auch seien die betreffenden Personen bekannt gewesen.
Aufgrund der Häufung der Delikte in diesem Bereich sei dann beim LKA die SOKO REX in Leben gerufen worden, die insbesondere das „Strukturverfahren“ wegen „Bildung einer kriminellen Vereinigung gem. § 129 StGB“ gegen Tino Brandt und zwölf weitere Personen (jedoch nicht M., B., Z.) bearbeitete. Der Zeuge war nicht Mitarbeiter in der SOKO REX, jedoch stellte sein Kommissariat immer Beamte hierzu ab. Die schwersten Delikte wurden so vom TLKA übernommen.

Dazu weiss der Zeuuge vom TLKA-Staatsschutz sicherlich viel zu sagen: Juergen Dressler, damals Soko Rex, Tex etc.

Vom TLKA kamen die entsprechenden Informationen und Sachstandsberichte, zumal sich auch Beamte seine PD in der SOKO REX befanden. Die SOKO REX habe im Rahmen des Verfahrens nach § 129 StGB jedoch nicht nachgefragt, ob noch weitere Straftaten im Bereich vorlagen, die man zum Verfahren ziehen könne. Seine Dienststelle habe zudem sämtliche Informationen im Rahmen des Meldedienstes „Staatsschutz“ weitergegeben.

Dressler gilt als Flucht-Beauftragter, sozusagen. Er soll auch das Trio in Chemnitz betreut haben, so dass Wunderlich und spaeter Kleimann es nicht fanden. Schorlau-Boesewicht Nocken immer mit dabei. eine Verschwoerung, sozusagen.

Es fanden auch regelmäßige Konferenzen (¼ – ½ – jährlich) des Leiters des Dezernats 61 im TLKA, den Staatsschutzleitern in den KPIen und Vertretern des TIM statt.

Die Polizei hatte ihre Spitzel, die geschuetzt werden mussten, und der Verfassungsschutz hatte seine Spitzel, die ebenfalls geschuetzt werden mussten.

Das muss man schon fein koordinieren, sonst geht es schief.

Ebenso berichtete er davon, dass regelmäßig Beamte des TLfV vorbeikamen, um Informationen abzuschöpfen. So sei ein Beamter des TLfV regelmäßig an einem bestimmten Tag vor-beigekommen und habe die Informationen eingezogen. Entsprechende Hinweise auf V-Leute bzw. verdeckte Ermittler habe er nicht erhalten. In einem Fall wurde aber eine Kennzeichen-Abfrage mit dem Hinweis, dass diese schriftlich angefragt werden müsse, versagt.
Ebenso gingen der MAD und das BfV vor, jedoch fanden diese Treffen viel seltener (2-3x pro Jahr) statt.
Den Informationsfluss bezeichnete er als einseitig.
Den Kontakt mit Herrn Staatsanwalt Schultz bei der StA Gera bezeichnete er als sehr eng. So sei er in bestimmten Fällen persönlich nach Gera gefahren.
Es stellte sich jedoch ein großer Frust ein, da es nicht in dem Maße zu Verurteilungen gekommen sei, wie er sich das vorgestellt habe, und viele Verfahren eingestellt worden seien. Er habe sich gewünscht, dass „die StA mal mitziehe“. So habe es quasi keine Hilfe von StA Schultz gegeben, für den Landfriedensbruch oder eine gefährliche Körperverletzung nicht für eine Verurteilung gereicht hätten. Nach seinen Angaben soll er geäußert haben, „bringen Sie mir einen schönen Raub, dann sperre ich sie ein“.

Die STA schuetzte nach Weisung ebenfalls mit:

Er könne sich auch nicht vorstellen, warum zehn Tage nach dem bis dahin größten Waffenfund in der rechten Szene in Heilsberg am 11.10.1997 der Abschlussbericht abgefasst wurde.

Das lag sicher daran, dass man seine Spitzel schuetzen musste, und die des BfV und des MAD ebenfalls.

Das zog sich durch, und korreliert mit Wunderlichs Vermerk, der VS schuetze „sein Trio“ im Untergrund. Siehe 2012 der Oberstaatsschuetzer Fahner:

Er konnte sich nicht mehr daran erinnern, ob er den Abschlussbericht im Verfahren wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung verfasst habe, aber wenn seine Unterschrift drauf sei, dann wird er ihn wohl verfasst haben. Ob der Waffenfund vom 11.10.1997 in das Verfahren eingeflossen sei, wisse er nicht mehr. Ebenso könne er zu diesem Fund nichts sagen.
Die Zusammenarbeit mit den KPIen, der StA Gera und dem TLfV bezeichnete er als gut. So wurden die maßgeblichen Schritte mit Herrn StA Schultz abgesprochen. Jedoch weiß er nicht mehr, ob er nach Übergabe des Abschlussberichts noch mit der StA gesprochen habe. Im Bereich des TLfV sei Herr Schrader der Ansprechpartner gewesen. Er führte auf Nachfrage noch an, dass der MAD sich auch an die EG TEX zur Informationsbeschaffung wandte.

Das ist alles seit 5 Jahren bekannt, aber es wird immer noch gemauert: Es fehlen Namen der Spitzel des Saalfelder Staatsschutzes.

Kathi meint offenbar, einen weiteren Namen zu kennen: Sven Rosemann

Dass es um das Netzwerk des NSU ging, das hat die DPA komplett verpennt!

Der Mann auf dem Tweetbild: http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/bombenanschlag-von-merseburg-spaete-strafe-fuer-den-mann-mit-dem-steingesicht-9859852

Ein Bombenbauer von der Bundeswehr, ein boeser Anschlag mit vielen Verletzten, und ein Neonazi aus Saalfeld, der der Polizei den entscheidenden Hinweis gab? Sven Rosemann? Kennt der Michele Kiesewetters Onkel Mike Wenzel vom Saalfelder Staatsschutz?

Alle wussten, dass die 3 in Chemnitz waren, der MAD, das LfV, das LKA… auch die Sachsen wussten das ganz genau.

Schon 1998. Siehe Handyortung Boehnhardt Feb/Maerz 98.

V-Mann Thomas Starkes SMS wurden ebenso wie die von Jan Werner und Piatto nicht ausgewertet, weil V-Leute anderer Laender bzw. des BfV oder „von Freunden“ geschuetzt werden mussten. Lasst Euch das mal von KDF erzaehlen, der weiss Bescheid… (trauen die sich eh nicht, die haben ja schon Schiss vor den Aussagen eines kleinen Spitzels namens Dienel)

Es gibt da auch eine Verbindung zum Polizistenmord von Heilbronn, und diese Verbindung kennen sowohl Mike Wenzel, Kiesewetters Onkel, als auch seine damalige Frau, die Polizeibeamten Anja Wittig. Anfang 2007 muss es da einen Vorfall gegeben haben, und Wittig sagte aus, sie sei massiv bedroht worden, sich besser nicht zu erinnern. Nach zahlreichen internen Verfahren und Prozessen gegen Kollegen ist Wittig inzwschen pensioniert, mit Mitte 40 oder so, sie hatte den Ermittlern vorgeworfen, trotz ihrer gegebenen Hinweise nicht gegen Andre Kapke ermittelt zu haben. Alles sei vertuscht worden.

Wir hatten dazu einige inoffizielle Infos schon 2014 geblogt:

Laut uns zugegangener Informationen ist Rosemann ein Waffenkäufer in der Schweiz gewesen. Und das als V-Mann, damals. Das muss natürlich nicht stimmen, aber man sagte uns, er sei öfter mit Andre Kapke in der Schweiz gewesen, und habe auch 2 Waffen für Ralf Wohlleben von dort mitgebracht. Mit Böhnhardt sass er schon 1995 in der Zelle, als der 15 war.

Und hier, 2016:

Anja Teichmann heiratete Ralf Wittig nach der Trennung von Mike Wenzel 2006, und heisst seitdem Anja Wittig. Sie ist mit nur 44 Jahren pensioniert worden, und hatte viel Ärger mit ihrem Dienstherren, wegen Abfragen des Polizeicomputers im Auftrag ihres Mannes, der eine Detektei und einen Sicherheitsdienst in Schleiz betreibt, so steht es in den Medien. Wittig selbst bestreitet das entschieden, Urteile dazu gibt es nicht. Im Netz wird vor allem von der Antifa behauptet, ihr Mann kenne Uwe Böhnhardt, und habe Neonazis beschäftigt, darunter auch Bekannte der Jenaer Uwes, einen gewissen Ronny Weigmann, genannt „Tuffy“.

Wittig behauptet, ihre Thüringer Polizeikollegen beschützen einen NSU-Helfer/Mitwisser.

Thüringer Polizistin wirft Kollegen Konspiration mit NSU-Helfern vor
19.06.2014
Haben Thüringer Kripo-Beamte einen prominenten NSU-Helfer gedeckt? Eine Polizistin – familiär mit Michèle Kiesewetter verbandelt – behauptet das und wurde dafür verklagt. Seit zwei Jahren versucht das Amtsgericht Gera, den Fall zu verhandeln – bisher vergeblich
saalfeld.otz.de/web/lokal/suche/detail/-/specific/Thueringer-Polizistin-wirft-Kollegen-Konspiration-mit-NSU-Helfern-vor-1928059482

Saalfeld/Gera. Der Vorwurf, den die Polizistin Anja W. erhebt, hat es in sich. Kripo-Kollegen aus Saalfeld an der Saale hätten eine Anzeige gegen einen Helfer des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ NSU einfach ignoriert. Die Reaktion der angeschuldigten Kollegen fällt nicht weniger hart aus: Sie zeigten Anja W. an, die daraufhin von der Staatsanwaltschaft Gera wegen „falscher Verdächtigung“ angeklagt wurde.

Es koennte die lange gesuchte Verbindung zwischen Saalfeld und Heilbronn sein, aber sie ist nicht einmal ansatzweise ausermittelt worden.

Das mit den Waffen ist angeblich im (hoch geheimen) NSU-Strukturermittlungsverfahren der BAW enthalten, dazu machte auch Laabs einige Andeutungen, da gehe es um einen alternativen Beschaffungsweg von DER Ceska 83 SD… wobei Rosemann auch beim Geldbotenueberfall 1999 in Poessneck dabei gewesen sein soll. Irgendwie haengt da angeblich auch der Jug P. mit drin, meint man jedenfalls bei der Linkspartei, ein echter Schwabe…

Nichts, was man wirklich aufklaeren wollte. Alles sehr konfus. Aber ein Netzwerk waer’s schon. Fragt sich nur, wozu… und V-Journaille wie Aust und Laabs legen viele falsche Spuren, um abzulenken vom Wichtigen. Lesen Sie mal Heimatschutz, oder die komischen RAF-Buecher… purer Staatsschutz ist das.

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17 Kommentare

  1. Das angeblich in der Garage sichergestellte „TNT“ hatte ganz komische >Kennwerte und wurde dann als „gefährlich“ eingestuft um unverzüglich rückstandsfrei, und ohne Rückstellprobe vernichtet werden zu können.

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      1. Selbst beschafft sicher, entsprechen kontaminierte Böden gibt es noch reichlich, auch wenn so mit dem Zeug nichts anzufangen ist…
        Das sind denn auch die Quellen die Nachrichtendienstler gerne nutzen wenn Sie jemandem „Sprengstoff“ unterjubeln wollen. An bezünderte Kampfmittel trauen sich nicht so viele Leute ran, der Schwund ist auch entsprechend. Kennen Sie die Unfalltrichter in der alten Muna Forst? Da sind schon mal Leichenteile bis zum BuPogelände geflogen!

        Und bei dem angeblich in der Garage vorbereiteten TNT – Guss wird auch eine ziemlich heftige Boosterladung benötigt um überhaupt eine Umsetzung zu bekommen, Einen gewöhnlichen Zünder kann man in gegossenes TNT stecken und es fliegen lediglich Brocken umher. Bei falscher Gusstechnik reicht dann nicht mal die Verstärkerladung aus. DAS wissen natürlich auch die ND´ler.

        Ware eigentlich bekannt dass das TLKA auch die Gerätedaten zu den „TNT“-Proben gelöscht hat? Normalerweise werden die Analysedaten zu Vergleichszwecken in jedem Labor aufgehoben. Ist auch kein Geheimnis dieses Vorgehen..

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      2. Nein, zum TNT-Guss und dessen Labor-Auswertung haben wir nichts.
        Das TNT schaffte es erst im Mai 98 in den Haftbefehl, was ja immer schon komisch war.
        Wieso Haftbefehl Theaterbombe (ohne Zuender) und nicht das Garagen-TNT, angeblich 100-fache Menge oder mehr?

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  2. Die Menge ist da noch so ein Problem. Soweit ich mich erinnere wurden mindesten drei unterschiedliche Masseangaben in den Unterlagen aufgeführt. So schludrig ist ein Sprengstoffermittler eigentlich nicht, schon aus Eigeninteresse, denn selbst ein heruntergefallenes Gramm TNT kontaminiert das Labor bis zur Unbrauchbarkeit.

    Die tatsächliche Menge TNT in den etwas über 1000 g Probe ist nie repräsentativ bestimmt worden, es wurde einfach angenommen die Probe bestehe aus einheitlichem Material. Auch ungewöhnlich, schon wegen der Entsorgungskosten.
    Normalerweise gehen die Datensätze der MS an den Bund, ggf. auch Teile einer üblichen Rückstellprobe. Hier wurde aber festgestellt dass das Probenmaterial sooo wenig handhabungssicher wäre, das es unverzüglich zu vernichten sei!
    Ist ausgemachter Blödsinn da sich Dünnschichtproben ohne Umsetzungsgefahr lagern lassen, ebensoweil Lösungen in Methanol oder Acetonitril licht geschützt viele Jahre haltbar sind. Hier bleibt nur zu folgern das man den Dreck/Probenmaterial nicht im Hause haben wollte und nachhaltig bemüht war alles rückstandsfrei zu entsorgen.

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  3. Das ist offensichtlich. Eine von einem Polizisten angemietete Garage wurde zur untauglichen USBV-Werkstatt ausstaffiert. Der sichergestellte „Sprengstoff“ in nicht mehr prüfbarer Weise untersucht und so schnell als möglich entsorgt. Aktenlage geschaffen.
    Wer dort tatsächlich versucht hat mit dem „Sprengstoff“ zu laborieren, ob überhaupt, bleibt ungeklärt.

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  4. Da hier das TNT aus der Garage 1998 diskutiert wird.
    Aus meiner Sicht gibt es da kaum Unklarheiten. Es gab nie welches.
    Die Rohre aus der Garage wurden sofort gesprengt, ohne Untersuchung. Die Tüte mit Granulat dito.
    Erst danach (September?) erfolgte eine Betrachtung, was könnten die Rohre gewesen sein.
    Fazit der Techniker, nicht sprengfähig, Sprengwirkung gering bis gar nichts.
    TNT Spuren wurden von den Technikern auch entdeckt, ein paar Gramm. Im Nachgang geschenkt. Können später drapiert oder von den Sprengkapseln sein, mit denen sie zerstört wurden.

    Auf Veranlassung der Geraer Staatsanwaltschaft erfolgte im Dezember 1998 eine Mengenbestimmung. Das waren ausschließlich Berechnungen für hohle Räume in Rohren und der Tüte. Steht sogar als Einschränkung im Abschlussbericht des PUA 2013.
    So entstanden die 1392,1 Gramm als komplette Annahme, wobei 100g irgendwie zu viel sind.
    Die Annahme wird im Weiteren als Fakt verkauft und so bis heute in den Medien gehandelt.
    Wo die 1,3 kg hergekommen sein sollen, auch unklar. Der 2012 nachgereichte V-Mann Lieferant übernimmt laut Aussage höchstens 700g …
    Fazit, kein einziges Gramm wurde als gefunden nachgewiesen und untersucht.

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    1. Das Anschießen ging mit Wasser, nix Schlagladung. Wer kommt auf solchen Mist?

      Boden mit TNt setzt sich halt im Fallhammer nicht gut um, „falsch kristallisiertes“ oder gegossenes TNT übrigens auch nicht…

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