Monat: April 2018

Fünfte Jahreszeit (@parlograph)

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“Man ist ja ein Mann, hätte die Möglichkeit gehabt, den niederzuschlagen. Warum hat man das nicht gemacht?“
Ein Arnstädter Sparkassenfilialleiter

Kommst du nach Gotha, Oswald Ackermann, sag ihnen, wir haben die Wahrheit gesucht in närrischer Zeit, als das Gesetz verhöhnten, die es beschützen sollten. Wer die NSU-Stränge Eisenach und Zwickau entwirren will, den thüringischen und den sächsischen, bis an den Rand des stillen Naziuntergrunds, der gelangt über Gotha zum Arnstädter Überfall, wo du kein Mann warst.

Am 7. September 2011 endet in deiner Sparkasse das Exil der Bombenbastler. Das Ereignis verbindet Eisenach und Zwickau, Naziterror und Registriergeld. Ein Bankraub bringt sie nach Hause und löst die Katastrophe aus. Hier beginnt die Verwandlung dreier Menschen, die der Staat um ihr Leben betrog, zum NSU-Phantom. Kriminaldirektor Menzel wird zum Gott aus der Maschine, Christian Leucht ist sein Prophet.

Wenn Binningers VT-Ausschuß zu irgendetwas nütze war, dann hat er die dürftige Faktenlage zum Überfall um Zeugenaussagen und ein paar Aktenschnipsel ergänzt. Aufklärung wider Willen also, beim zweiten Versuch, die heimliche Entsorgung des Rechtsstaates abzutarnen, mit Trugspuren, „limited hangouts“ und einer weiteren Verschwörungstheorie: Das Kerntrio und seine unerkannten Helferlein.1)

Freilich bleibt der Unterstützerkreis beweislos wie die Verbrechen der Zwickauer Zelle. Für den Ausschuß ist das kein Problem, im Gegenteil. Und so treiben die Polizisten Binninger und Schuster ihre Zeugen spielerisch in die Enge, füttern Spekulationen, die man angeblich ausräumen will, und übergeben, werden Zeugen mal nervös, das Fragerecht an das Marschner-Groupie Pau.

Serienjunkies

Die „sächsisch-bundesweite“ Bankraubserie, die 1998 in Chemnitz beginnt und in Eisenach beendet wird, haben die Polizisten Leucht, Flämig und Merten erkannt, sie begründet materiell den NSU, das Fundament, das Selbstenttarnungen und alles Folgende erst möglich macht.

Aber diese wunderbare Serie hat Makel: Objektive Spuren fehlen oder sind vernichtet,2) Allgemeines wird zum Besonderen erklärt, Muster werden behauptet, Abweichungen ignoriert. Solche klaren Muster ergeben sich nicht bei Wiederholungstaten, weder bei Zeitspannen3), noch Orten, noch bei angeblich „zu geringer“ Beute.4) In Stralsund kommen die Täter wieder, obwohl oder weil der erste Überfall erfolgreich war. Dringend nötig brauchen auch die Arnstädter Räuber den Nachschlag nicht; am 4. November fahren sie 40.000 Euro Altbeute spazieren. Aber das können die Brainstormer Wötzel und Leucht nicht wissen.

Daß die Serie konstruiert wirkt, weil der Modus operandi diesselbe Täterschaft keineswegs zwingend macht und Täterbeschreibungen, Bekleidung, Waffen, Maskierung, Wochentage und Fluchtfahrzeuge variieren, wurde gezeigt.5)Trotzdem geht man damit in Thüringen hausieren.

Selbst Linkshändigkeit ist ein unsicheres Indiz, der Anteil im Volk schwankt zwischen fünf und dreißig Prozent.6) Bei zehn Prozent hält jeder zehnte Bankräuber die Pistole mit links. Oder auch nicht. Denn Frauenschläger Böhnhardt traktiert ja in Arnstadt mit dem Telefon die Dame am Empfang. Den Revolver steckt er ein, statt sie einfach damit zu bedrohen? Oder legt doch die Handgranate ab?

Bleiben die Fahrräder. Zeugen, die sie sehen, gibt es in Arnstadt auch. Fahrräder sind inzwischen ein so stark suggestiver Beweis, daß egal scheint, wer damit fährt oder sie schiebt. Das können immer nur Böhnhardt und Mundlos sein, die einzigen Radfahrer der Welt. Folglich werden, wenn es sonst schon keine Spuren gibt,7) Räder zum Fingerabdruck des NSU bei Dönermorden bis zum Bombenterror von Köln.

Nur geträumt

Die Idee vom Fahrradtransporter haben Leucht und Genossen schon 2006, noch vor den Banküberfällen in Stralsund, bei denen hohe Beträge erbeutet werden.8)Sie ist 2011 also fünf Jahre alt. Und es gibt eine Parallele zu Arnstadt: Auch in Stralsund meldet man sich spontan von Sachsen aus, ist sich sicher, fährt hin zum Meinungsaustausch und will es da schon „bundesweit“.

Trotz des Erfolgs und erneut abweichend vom Muster, überfallen die Täter zwei Monate später, Mitte Januar 2007, dieselbe Bank.9) Leuchts „scharfe Waffe“ scheint nun eine Schreckschußpistole zu sein. Auf Konsequenzen nach dem letzten Raub hat die Sparkasse verzichtet und Polizeimaßnahmen bringen nichts trotz sächsischer Tips? Keine Ringfahndung nach einem Transporter mit mitteldeutschem Kennzeichen? Sächselnder Tourismus an der Küste dürfte im November und Mitte Januar überschaubar sein.

Denken die Kripobeamten in fünf Jahren, in denen sie mit der Idee vom Fahrradtransporter schwanger gehen, auch an Beschaffungskriminalität? Wie lange brauchen sie, um auf die Thüringer Bombenbastler zu kommen, 1998 abgetaucht in ihrem Revier? Hört man von Observationen in Chemnitz beim Kollegentratsch; Meldungen und Gerüchten, die man verknüpft? Auffallen darf den rührigen Polizisten auch das zeitliche Zusammentreffen der Chemnitzer Bankraube mit dem Trio, das dort vermutet wird.

Kannten sie vielleicht sogar die Namen der 2011 längst nicht mehr Gesuchten, die sie im „Brainstorming“ dann nach Thüringen geben? Ein Köder für Gothas antifaschistische Aktion oder war das Wunderlich, der sich erinnert hat? Erklären würde es Menzels Schnitzer der zu früh beschafften Vermißtenakte Mundlos, deren Beiziehung er später auf den 5. November verschiebt, auf einen Zeitpunkt, als sie niemand mehr braucht.

Hat die BAO Bosporus am 12. März 200710) Phantasien zu den Ceskamorden ausgelöst, über „eindeutige“ Merkmale vom spurlosen Fahrradphantom, ähnlich den Eingebungen bei Michèle Kiesewetters Polizistenonkel Mike?

Zwickaus früherer Staatschutzchef Andrä verneint vehement Wissen über die Verschollenen;11) trotz Fahndung, MDR-Sendungen und Bernd Merbitz, der einst die Soko Rex anführte beim Kampf gegen Rechts im renitenten Südsachsen und intensiver Mühe, die Jenaer nicht zu finden. Andererseits hält Fremden gegenüber die Omertà der Beamtenschaft bis heute.

Ist die „thüringisch-bundesweite“ Raubserie, die 2008 mit einem Überfall in Schmiedeberg am Rennsteig beginnt und in einem Stralsunder Gericht endet,12)bei deren Aufklärung Michael Menzels Soko hilft, halbbewußte Vorlage für Leucht? Soll Ähnlichkeit der Serien Gothas Polizeichef begeistern fürs sächsische Plagiat? Gothas KOK Wötzel jedenfalls beißt an.

Warten aufs Phantom

Aber Mario Wötzel bleibt nach dem Arnstädter Überfall einziger Bearbeiter, eine Soko fällt aus, Super-Menzel scheint an priorisierter Ermittlung nicht interessiert.13) Dennoch: Im merkwürdigen Kontrast wird man aktiv, erwartet einen neuen Überfall, glaubt den Sachsen also. Das LKA ist eingebunden. Jürgen Dressler, 2012 im Dezernat 34, Bereich „Verdeckte Ermittlungen“:14), 15)

Man habe dort im Hinblick auf mögliche weitere Banküberfälle mehrere Kräfte vorsorglich zusammengezogen bzw. in Bereitschaft versetzt. Der Zeuge bestätigte, er könne sich daran erinnern, weil auch immer entsprechende Observationskräfte dazu gehört hätten und insoweit bei ihnen immer ein Engpass bestehe. Ob Herr Menzel an dem Wochenende (4./5. November 2011) Einsatzkräfte des TLKA bekommen hatte, wisse er nicht. Er wisse aber, dass dieses Thema – und das sei auch richtig so – im Vorfeld der Ereignisse am 4. November 2011 schon über mehrere Wochen bedeutsam gewesen sei und entsprechende Einsatzpläne vorhanden gewesen seien.“

Einsatzpläne und Observationskräfte auf einen vagen Verdacht hin und einer fixen Idee aus Sachsen. Wötzel macht einen Aktenvermerk, in den er eine „hoch wahrscheinliche“ Verbindung nach Sachsen notiert. Für besonders auffällig hält er, daß in der sächsischen Serie fast immer zwei Täter gehandelt hätten.16)Allerdings ist das Internet voll mit Banküberfällen, bei denen zwei Täter, maskiert, mehr oder weniger brutal mit Schusswaffen agieren.17)

Kann man sich auf einen individuellen Modus operandi versteifen, wenn Merkmale eher üblich sind? Ein Bankraub mehrerer maskierter Männer ist kein Gesprächskreis, er dürfte typische Elemente haben bei aggressivem Auftreten, Fixieren von Personal und Kunden, Anweisungen zur Geldübergabe, Absichern und gemeinsamer Flucht, zumal in einer Altersgruppe zwischen 20 und 30 Jahren, wie sie von Zeugen beschrieben wird.

Auffälligkeiten dagegen werden heruntergespielt: In Arnstadt schlägt ein Täter mehrfach mit einem Telefonhörer brutal auf eine Angestellte ein, fast exzessiv. Diese übertriebene Gewalt ist für die Bankräuber unnötig und riskant; ein eingespieltes Team wird Komplikationen vermeiden und auf Routine und Effizienz setzen, erst recht wenn es planvoll vorgeht, wie die Radfahrer vom NSU.

Paradoxerweise schaffen Leucht, Flämig und Merten mit ihrer fast willkürlich anmutenden Individualisierung am Ende einen neuen, unglaubwürdigen Typus: den deutschen Rechtsterroristen, der sich – wie sein Pendant von der RAF – mit Banküberfällen ein Leben im Untergrund finanziert.

Die schlafwandlerische Sicherheit, mit der sie „ihre Serie“ behaupten, ohne materielle Beweise, und den Bankraub am 4. November prophezeien, ist bis zuletzt schwer nachvollziehbar: Der „Mulatte“ im Erkenntnisfernschreiben vom 13. September 201118) wird von Leucht und Flämig ignoriert wie der Langhaarige in Eisenach von Menzel; das sind dann Wahrnehmungsfehler einer doofen Friseuse und eines schlichten Kutschers.

Einen Tag später schon drängen sich die „elektrisierten“ Zwickauer den Thüringern auf. Kurz darauf meldet sich auch Merten, der Ohrengutachter aus Chemnitz, mit dem „sächsisch-bundesweiten“ Konstrukt.

Alles nur Übung?

Und doch wird die Vermutung zur Realität und Christian Leucht verfaßt am 4. November 2011 eine Meldung, die um 10.17 Uhr im Lagezentrum der Polizeidirektion Zwickau eingeht:19)

10:17 Ausgangsinformation <- KPf/ Dez 2, Kollege Leucht
>>Fahndungsinfomation<<
Hat Infos zu einer Raubstraftat Im Bereich Eisenach/ Th, bei dem ein Wohnmobil mit V-…Kennzeichen eine Rolle spielen soll.“

Das ist eine Stunde nach dem Überfall. Gegen 9.30 Uhr beobachtet Rentner Stutzke angeblich, wie Fahrräder in ein Wohnmobil verladen werden, geht einkaufen und berichtet davon, als er zurückkommt, der Polizei; geschätzt 9.50 Uhr.20) Da wird das V-Kennzeichen bekannt. Erst 10.08 Uhr ist die Hubschrauberstaffel über ein Womo aus Sachsen informiert.

Aber schon 10.29 Uhr legt Leucht nach:

10:29 Sachverhalt <- OE: Kriminaipolizeiinspektion
Herr Leucht;

Heute gegen 09.20 Uhr kam es in Eisenach zu einem Raubüberfall auf ein Geldinstitut, Täter flüchteten mit einem weißen WoMo mit V-Kennzeichen. Tat steht im Zusammenhang mit einer Serie von Überfällen auf Geldinstitute im Bereich Thüringen und Sachsen.

Vorsicht Schusswaffe!! Eigensicherung beachten!!“

Für Leucht ist zu diesem Zeitpunkt nicht nur klar, daß die Täter von Eisenach und Arnstadt, wie erwartet, dieselben sind, er ist völlig sicher; das ist „seine Serie“. Wenige Stunden später ist die zuende. Unheimlich. In Eisenach erhält KOK Lotz kurz vor Leuchts Eintrag gegen 10.20 Uhr einen Anruf von Mario Wötzel aus Gotha, dem Ermittler des Arnstädter Überfalls. Auch hier legt man sich rasch auf die Ermittlungsrichtung fest. Eine Stunde nach dem Raub, in dynamischer Lage, sind alle Hinweise ausgewertet und keine Fragen offen:21)

Der Unterzeichner erhielt während der kriminalpolizeilichen Maßnahmen gegen 10:20 Uhr einen Anruf von Herrn KOK Wötzel vom Kommissariat 2 der KPI Gotha. Dieser war Bearbeiter eines Überfalles auf eine Bank in Arnstadt. Es erfolgte ein Informationsaustausch mit dem Ziel, festzustellen, ob es sich in beiden Fällen um die gleiche Tätergruppe handelt. Das es offenkundig so ist, konnte anhand der Begehungsweise, der auffälligen Maskierung und Bekleidung der Täter sowie der Bewaffnung (silberfarbener Revolver) als gesichert angesehen werden. Auf Grundlage dessen konnte KOK Wötzel weitere Ermittlungsergebnisse und Hinweise an den Unterzeichner übermitteln, so dass diese für die weitere Bearbeitung des Sachverhaltes genutzt werden konnten.“

Der Gothaer Wötzel telefoniert mit Lotz und gibt alle Informationen ungeprüft in Echtzeit nach Sachsen weiter? Wie Wötzel überhaupt auf die Idee kommt, in Eisenach anzurufen? Na, der emsige Beamte meldet sich zufällig am Freitagmorgen des 4. November bei der KPI Eisenach, Arnstädter Funkzellendaten wegen, weil ein Eisenacher Kollege schon mal bei der Auswertung half. So erfährt er vom Bankraub und meldet sich bei Lotz, der eigentlich gar nicht für Raubdelikte zuständig ist, aber zum Tatort eilt und gerade anderes zu tun haben sollte.

Auch Polizist Binninger ist über die Kommunikationswege erstaunt. Zu Leucht meint er:22)

Um 9.50 Uhr gibt es die Erstinformation in Thüringen noch am Tatort in einer Lage, die noch vollig dynamisch ist, und um 10.15 Uhr weiß schon der zuständige Sachbearbeiter im anderen Bundesland Bescheid und informiert selber das Lagezentrum. So schnell, muss ich echt sagen, hatte ich – – Die Polizei ist schnell, aber wie kam das so schnell zustande? […]

Oder waren Sie irgendwie in Erwartung, jetzt konnte bald mal ein Anruf kommen?

Zeuge Christian Leucht: Nein. Ich kann es einfach so erklären: Ausgangspunkt war der Überfall in Arnstadt. Da war für uns sofort klar – – Wir haben die KPMD-Meldung gesehen, dort waren, wenn ich mich nicht irre, sogar schon entsprechende Fotos mit angehangen aus der Überwachungskamera, wo sofort klar war: Das sind unsere Leute. Also, da gab es eigentlich wenig Zweifel.

Wir hatten uns dann sofort mit den Kollegen in Verbindung gesetzt, wie schon gesagt, haben die Unterlagen, die wir hatten, die Erkenntnisse sofort transferiert, dass die dort in der Lage gelebt haben, und hatten eigentlich vereinbart: Wenn was passiert, umgehend Info an uns. – So, das war, ich sage mal, eigentlich alltägliche Übung.

Vorsitzender Clemens Binninger: 
Das liegt nahe, aber, sagen wir mal, das war ja dann – – Im Prinzip muss der Kollege das so verstanden haben: Bevor ich irgendwas anderes mache, in Eisenach eine Fahndung einleite, rufe ich erst den Leucht an.

Zeuge Christian Leucht: Das weiß ich nicht, das müssen Sie ihn selber fragen. Es kam dann die Info, wo man sagte: Okay, jetzt, was ist für uns zu tun?

Vorsitzender Clemens Binninger: An Sie persönlich?

Zeuge Christian Leucht: Ja.

Fernsteuerung aus Sachsen also ohne Zuständigkeit. Wer soll das glauben? Nach Menzels Aussagen wird das Zeitfenster für Leuchts Schlußfolgerungen noch kleiner.23)

[…] Gegen 10:30 Uhr habe es die ersten Informationen aus der Bank zur Bekleidung und Bewaffnung der Täter gegeben. Die Beschreibung der Waffen, insbesondere die des mitgeführten Trommelrevolvers, sei unmittelbar an einen Sachbearbeiter in der KPI durchgestellt worden und neben der Anzahl der Täter und deren Bekleidung Anhaltspunkt für die Vermutung gewesen, dass es sich um dieselben Täter wie in Arnstadt handeln könnte.“

Aber gut, man wird fast zu Recht sagen können; verwertbar sind Menzels Zeitangaben nur bedingt.

Helden

Und der Arnstädter Überfall? Begingen den die Uwes und war der wenigstens echt? Fragen wir Filialleiter Ackermann, wie er ihn erlebt. Übersehen wir seine Aufschneiderei, achten wir auf die Chronologie und ein paar interessante Details.24)

Der Täter habe gedroht, ihn zu erschießen: „Ich habe gesagt, was das solle, wenn er mich erschießt, kommt er an den Tresor nicht ran, es dauert halt die acht bis zehn Minuten.” Er habe sich umgedreht, um die Kombination einzugeben. Als er das gemacht habe und sich wieder umgedreht habe, sei der Täter verschwunden gewesen.

[…] Er sei in den Servicebereich gegangen und habe gesehen, dass die Täter verschwunden waren. Dann habe er wahrgenommen, dass die Kollegin verwundet am Boden lag. Sie habe eine klaffende Kopfwunde gehabt.“

Ackermann läuft nach oben in Praxis, um ärztliche Hilfe zu holen, kümmert sich aber nicht weiter um die am Boden Liegende, von der sagt: „Ich dachte, als ich sie fand, sie sei schwer verletzt.”

Er hat dann nichts Besseres zu tun, als vor der Filiale Passanten nach den Flüchtigen zu fragen, erfährt, „dass die auf Rädern geflohen seien“ und fordert seine möglicherweise unter Schock stehenden Mitarbeiter auf, „sich getrennt voneinander hinzusetzen, den Täterbogen auszufüllen, nicht miteinander zu sprechen.“

Ernsthaft, Ackermann, war das so? Interessant die Dauer des Ereignisses. Der Filialleiter drückt den Alarmknopf unmittelbar nach Beginn des Überfalls:

Das Ganze habe insgesamt vom Überfall bis zum Eintreffen der Polizei schätzungsweise 20 Minuten gedauert.“

Zwanzig Minuten. Solange braucht die Polizei Arnstadt bis zur Sparkasse Goethestraße bequem zu Fuß. Neun Minuten mit dem Fahrrad und ohne Blaulicht. Da hätte man die Räuber fast noch treffen können.25)

Zur Beute befragt hat Ackermann „keine konkrete Erinnerung mehr“ und bezieht sich auf Pressemeldungen. Spätestens das läßt grübeln. Für den Leiter einer Sparkasse, der als Zeuge im NSU-Prozeß vom Überfall berichtet, eine merkwürdige Anwort. Weicht er aus? Will er in diesem Punkt nicht lügen müssen? Die Täter beschreibt er als aufgeregt und ein wenig begriffsstutzig:

Was ich noch sagen möchte: Ich war über den Überfall irritiert, weil ich dachte das sind Dilettanten. Die haben uns nicht zusammen gehalten. Die eine Kollegin konnte abhauen, haben rumgeschrien.“ Vorne an der Tür stehe, dass der Tresor zeitschlossgesichert ist. Das sei ihm unprofessionell vorgekommen: „Im Nachhinein war es ihnen vielleicht egal, hat das keine Rolle gespielt.“ Er sagt, dass die aufgeregt gewesen seien, weil sie nur rumgeschrien hätten. Sie hätten denen gesagt, dass sie alles machen, da hätten die nicht drauf reagiert: „War eine ganz ganz hektische und aufgeregte Situation, auch von Seiten der Täter, finde ich.“

Zeitschlossgesicherter Tresor, Mundlos der „Intellektuelle“ mit Leseschwäche, hektische Bankräuber, die nach etlichen Überfällen immer noch patzen, aber als Mörder agieren sie kaltblütig und effizient. Meist zumindest.

Waren das die Uwes? Auch die Körpergrößen stimmen nicht, wie schon in Köln, das Alter paßt nicht, beim Phantombild fehlt die Ähnlichkeit. Tendenz: eher nein.

und Patrioten

Und jetzt? Der Punkt ist: Um den NSU anzuschieben, brauchte man gar keine Lockspitzelzelle a.D. Eigentlich störte sie sogar. Man brauchte ihre Namen, ihre Gesichter, ihre Geschichte als Platzhalter, wie in der „Küstenwache“ oder den „Bestien“, und Beates Geständnis für einen irren Schauprozeß. Mit ihren Identitäten hätten die Uwes den alimentierten Untergrund abbezahlt, warum sollten sie Gefängnis riskieren? Aus Loyalität?

Und hätten sie wirklich bei einem Überfall in Arnstadt mitgemacht, quasi geholfen, sich selbst und das eigene Ende als NSU zu inszenieren, wäre der Dank des Vaterlandes ein Mord? Kaum. Verdiente Staatsbürger werden hier nicht erschossen. Manchmal werden sie eingeschüchtert, zerstört und nicht mehr erwähnt und das ist selten persönlich gemeint.

Tausend Hände belebt ein Geist: Den Arnstädter Bankraub konnte jeder machen, der erpressbar war und naiv genug oder lenkbar oder sonst irgendwie vom Sinn des Ganzen überzeugt.

Wer Leucht und Mertens sächsisch-bundesweite Serie in Zweifel zieht aus Gründen, darf ihn für Zufall halten und für die Einzeltat zweier Dilettanten, die, ohne es zu ahnen, den NSU auslösten, mit „netten“ Nachahmungstätern in Eisenach.26) Wären da nicht die verdammten Räder.

 

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Fußnoten und Anmerkungen:

1) Pau und Binninger über den NSU
„Es gab weitere Mittäter“
Es gibt weitere NSU-Helfer, sind die Linke Petra Pau und CDU-Mann Clemens Binninger überzeugt. Können sie noch gefunden werden?

[Taz:] Bis heute aber ist offen, wie groß der Nationalsozialistische Untergrund überhaupt war. Ihr Ausschuss kam zu dem Schluss: Er war größer als Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt. Welche Belege haben Sie?

Binninger: Es gibt eine Reihe Indizien, die gegen die Trio-These sprechen. Also: Wir haben keinen einzigen Tatortzeugen, der zweifelsfrei sagt, ich habe Mundlos und Böhnhardt gesehen. Wir haben kein Phantombild, das so richtig passt. Und an keinem der NSU-Tatorte fanden sich DNA-Spuren von Mundlos, Böhnhardt oder Zschäpe. Nicht bei den zehn Morden, nicht bei den zwei Anschlägen, nicht bei den 15 Raubüberfällen. Das ist ein Phänomen. […]“

http://www.taz.de/!5400122/

2) http://www.deutschlandfunk.de/nsu-prozess-die-vergessenen-opfer-der-bankueberfaelle.724.de.html?dram:article_id=327242

3) https://de.statista.com/statistik/daten/studie/215066/umfrage/bankueberfall-beute-der-rechtsextremisten-boehnhardt-mundlos-und-zschaepe/

https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistischer_Untergrund#Raub%C3%BCberf%C3%A4lle

4) 15.000 Euro in Arnstadt sind keine „geringe Beute“, wie Leucht glauben machen will.
Fallbeispiel München: Die letzten Jahre wurde kein Münchner zum Bankräuber, weil er seinen Job verloren hat, heißt es bei der Staatsanwaltschaft. „An das große Geld kommt kaum einer der Täter heran“, erklärt Staatsanwältin Daniela Tausend. Die meisten Bankräuber erbeuteten Summen zwischen 2000 und 3000 Euro.“

München: „Bankraub ist nur für Trottel“
https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.muenchen-bankraub-ist-nur-fuer-trottel.d9968e5e-86e7-4594-8d84-4a7ba0df837c.html

Durchschnittliche Beute in den USA, 2015: 6.500 USD; Großbritannien, 2006/2007: 20.000 Pfund
aus: Banküberfälle sind in den letzten Jahren drastisch zurückgegangen“
https://www.heise.de/tp/features/Bankueberfaelle-sind-in-den-letzten-Jahren-drastisch-zurueckgegangen-3344029.html

5) https://sicherungsblog.wordpress.com/2017/02/14/auch-der-bankraeuber-von-stralsund-ist-ziemlich-sicher-kein-uwe/

http://arbeitskreis-n.su/blog/2016/02/18/dpa-zwickau-2006/

http://arbeitskreis-n.su/blog/2015/06/23/3-bankrauber-3-schusse-und-keine-akten-olg-stadl-sorgt-fur-zahnschmerzen/

http://friedensblick.de/14586/tatort-zeugen-sahen-nicht-uwe-mundlos-uwe-boehnhardt/

6) https://linksherumblog.wordpress.com/2016/10/16/haeufigkeit-von-linkshaendigkeit/
https://de.wikipedia.org/wiki/Linksh%C3%A4nder#Anteil_der_Linksh%C3%A4nder

7) http://wir-koennen-auch-anders.blogspot.de/2014/07/fotobeweise-statt-dna-die-bankrauber_20.html

8) http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/CD12950/Anlagen%200001-0094/Anlage%205%20-%2015.%20Sitzung_endg.%20stenogr.%20Protokoll_14.04.2016.pdf
S. 5 des PDF-Dokumentes

9) In beiden Meldungen werden keine Fahrräder erwähnt, die Originalakten zu den Stralsunder Überfällen sind weg (siehe Fußnote 2).:

Bundeskriminalamt. Vermerk: Verlust von Originalakten der Staatsanwaltschaft Stralsund. Die Akten wurden dem BKA im März 2012 auf dem Postweg durch den GBA übersandt. Dabei sind die Akten entweder verloren gegangen oder im BKA selber verlegt worden. Es liegen lediglich Kopien der betreffenden Akten vor, deren Vollständigkeit nicht verifiziert werden kann.“

http://www.hansestadtstralsund.de/index.php?id=18&tx_ttnews[pS]=1266569459&cHash=e5af4c2121&tx_ttnews[tt_news]=259&tx_ttnews[backPid]=15

http://www.hansestadtstralsund.de/index.php?id=18&tx_ttnews[pS]=1266569459&cHash=e5af4c2121&tx_ttnews[tt_news]=318&tx_ttnews[backPid]=15

10) Kleine Anfrage der sächsischen Grünen an die Staatsregierung:

Frage 1: Wann haben in der Zeit von 2000 bis 2011 Informationsveranstaltungen in der Mordserie „Ceska“ in Sachsen stattgefunden?
Frage 2: Welche Funktionsträger welcher sächsischen Behörden und welche sonstigen Personen haben an diesen Veranstaltungen (jeweils) teilgenommen?
Frage 3: Wo fanden die Veranstaltungen (jeweils) statt?

Zusammenfassende Antwort auf die Fragen 1 bis 3:

Am 12. März 2007 fand eine Informationsveranstaltung der BAO Bosporus in Dresden statt. An der Veranstaltung haben Polizeibeamte des Landeskriminalamtes Sachsen sowie der Polizeidirektionen Chemnitz-Erzgebirge Dresden, Leipzig, Oberes Elbtal-Osterzgebirge, Oberlausitz-Niederschlesien, Westsachsen und Südwestsachsen teilgenommen.

Frage 4: Welche Maßnahmen wurden in Folge der Veranstaltungen (jeweils) wann von welcher sächsischen Behörde veranlasst?

Die Frage betrifft Bestandteile eines Ermittlungsverfahrens der Generalbundesanwaltschaft.

Zu laufenden Ermittlungsverfahren der Generalbundesanwaltschaft kann die sächsische Polizei keine Auskünfte erteilen.

http://www.gruene-fraktion-sachsen.de/fileadmin/user_upload/Kleine_Anfragen/5_Drs_9587_-1_1_3_.pdf

11) http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/17/CD14600/Protokolle/Protokoll-Nr%2059a.pdf

12) „Schmiedefeld. 19. Februar 2008 – für die Angestellten der Sparkassenfiliale ein Horrortag. Plötzlich sehen sie sich drei bewaffneten Maskierten gegenüber. Die verlangen Geld, schlagen, um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, eine der Frauen. Die geben nach. Doch auf dem Weg nach draußen geschieht etwas Unvorhergesehenes – einer der Täter bricht im Foyer zusammen – vermutlich jener Werner K. Ein Zeuge hatte beobachtet, dass einer der Täter von seinen Komplizen beim Verlassen der Sparkasse gestützt wurde. Das Trio flüchtete Richtung Suhl. Etwa acht Kilometer vom Tatort fand die Polizei das Fluchtauto, dann verlor sich zunächst die Spur. Doch im September 2009, nach einem weiteren Überfall auf eine Bank im schleswig-holsteinischen Todenbüttel, wurden die Täter auch dank der monatelangen akribischen Arbeit der Kripo Gotha gefasst – ein Duo. Der dritte Mann blieb verschwunden. Die Polizei ging davon aus, dass der dritte Täter auf der Flucht verstorben und die Leiche irgendwo im Wald zwischen Schmiedefeld und Suhl zurückgelassen wurde. Eine erste Suchaktion war ohne Ergebnis geblieben. Aber das Gelände sei eben auch sehr unübersichtlich, hatte noch Anfang Februar 2010 der Chef der Polizeidirektion Gotha, Michael Menzel, die Hoffnung auf eine erfolgreiche Suche genährt. […]“

https://ilmenau.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/leben/blaulicht/detail/-/specific/Toter-Komplize-nach-Ueberfall-in-Thueringen-im-See-versenkt-1413953830

Stralsund. Die Gangster planten die Sparkassenüberfälle generalstabsmäßig bis ins kleinste Detail: Schon Wochen vor dem jeweiligen Raubzug spionierten sie Fluchtwege aus, präparierten Geldverstecke in nahegelegenen Wäldern und bastelten Türsperren, um während der Tat nicht von Bankkunden überrascht zu werden. Mitten im laufenden Kundenbetrieb schlugen sie dann zu – deutschlandweit und immer nach ähnlichem Muster. […]“

https://www.abendblatt.de/region/norddeutschland/article106511021/Bundesweite-Bankueberfaelle-Serienraeuber-verurteilt.html

13) „Zeuge Mario Wötzel: Also, ich war – – Das war mein Fall. Also, ich war der einzige Sachbearbeiter in der Sache.
Vorsitzender Clemens Binninger: Gab keine Sonderkommission,
Zeuge Mario Wötzel: Nein.“

http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/CD12950/Anlagen%200001-0094/Anlage%207%20-%2019.%20Sitzung_endg.%20stenogr.%20Protokoll_11.05.2016.pdf

14) https://www.gruene-thl.de/nsu-untersuchungsausschuss/bericht-aus-dem-nsu-untersuchungsausschuss-10

15) http://www.thueringer-landtag.de/mam/landtag/aktuell/2014_8/drs58080_band02.pdf

16) Zeuge Mario Wötzel:

Wie gesagt, unsere Ermittlungen hatten insgesamt zu 18 Spuren geführt, wobei wir auch schon recht früh ein Erkenntnisfernschreiben bundesweit gesteuert hatten. Das war am 13.09. Daraufhin hat sich am 14.09. der Kollege […] von der KPI Zwickau bei mir gemeldet, […]

Daraufhin habe ich dann einen Aktenvermerk geschrieben, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit hier ein Tatzusammenhang zu der Raubserie besteht, und habe das auch an entsprechenden Fakten begründet. Hier war also besonders auffällig, dass zwei Tater immer gehandelt haben – bis auf ein Delikt, wo nur ein Täter gehandelt hatte, dass die Tater äußerst brutal und arbeitsteilig vorgegangen sind und dass einer der Täter Linkshänder war. Aufgrund der Feststellung, dass die Beute in der Sparkassenfiliale Arnstadt-West nicht besonders hoch war – es waren um die 15 000 Euro erbeutet worden –, hatte ich in Anbetracht der übrigen Erkenntnisse aus dieser Tatserie die Vermutung geäußert, dass es vermutlich zu weiteren Taten der Täter kommen wird. Natürlich konnte ich nicht voraussagen, wann und wo. Das habe ich entsprechend auch meinem Dienstvorgesetzten mitgeteilt.“

http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/CD12950/Anlagen%200001-0094/Anlage%207%20-%2019.%20Sitzung_endg.%20stenogr.%20Protokoll_11.05.2016.pdf

S. 5 des PDF-Dokumentes

17) https://eisenach.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/leben/blaulicht/detail/-/specific/Maskierte-Maenner-ueberfallen-Sparkasse-im-Wartburgkreis-1317417694

https://www.swr.de/marktcheck/bankraub-in-oberkail-und-boos/-/id=100834/did=20924022/nid=100834/kyiscg/index.html

http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/Bankraub-in-Endenich-Polizei-fahndet-nach-zwei-T%C3%A4tern-article181077.html

http://www.nw.de/lokal/bielefeld/senne/20409913_Polizist-schiesst-nach-Bankueberfall-auf-Taeter.html

18) Personenbeschreibung eines der Radfahrer von Arnstadt aus dem Erkenntnisfernschreiben vom 13. September 2011:

Vorsitzender Clemens Binninger: So. Genau.
Und da schreibt sie:
Die Bilder der Überfallkameras liegen jetzt vor.
[Die haben wir uns gerade angeguckt. Und dann geht es weiter unten weiter:]
Die Täter können wie folgt beschrieben werden:
– beide sollen ca. 20 bis 25 Jahre alt sein [wir reden über das Jahr 2011]
– von schlanker Statur
– die Körpergröße … 180-185 cm
– einer der beiden Täter soll dunkelbraune Haare gehabt haben
– einer der beiden Täter soll …
[jetzt verkürze ich hier] afrikanischen Phänotypes …
[also dunkelhäutig gewesen sein]
– beide sprachen akzentfreies Deutsch“

http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/CD12950/Anlagen%200001-0094/Anlage%205%20-%2015.%20Sitzung_endg.%20stenogr.%20Protokoll_14.04.2016.pdf
S. 11 des PDF-Dokumentes

Jim Knopf oder doch Samuel Meffire, Sachsens gefallener schwarzer Polizist?
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/samuel-meffire-im-gespraech-es-gibt-dinge-da-habe-ich-keine-antwort-12769467.html

Zeuge Christian Leucht:

Am 13.09.2011, zwei Monate vor dem letzten Überfall in Eisenach, ging erneut eine KPMD-Meldung zu einem Überfall bei uns ein, diesmal von der KPI Gotha zu einem am 07.09.2011 gegen 9 Uhr stattgefundenen Überfall auf eine Filiale der Sparkasse Arnstadt. Der Modus Operandi sowie die mitgelieferten Bilder der Überwachungskamera haben uns regelrecht elektrisiert, da wir uns ziemlich sicher waren, dass es sich wieder um unsere Serienräuber handelte. Wir informierten umgehend die Kollegen in Gotha, verwiesen auf die Serie im Bereich Chemnitz/Zwickau/Stralsund und übersandten die wichtigsten Informationen aus den zurückliegenden Handlungen. Gleichzeitig haben wir die Kollegen in Gotha daraufhingewiesen, dass die hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass die Täter aufgrund der geringen Tatbeute erneut im Bereich auftreten.“

http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/CD12950/Anlagen%200001-0094/Anlage%205%20-%2015.%20Sitzung_endg.%20stenogr.%20Protokoll_14.04.2016.pdf

19) http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/CD12950/Anlagen%200001-0094/Anlage%2083,%2084%20-%20MAT%20SN-25,%20Anl.%201,%20Ordner%201,%20S.%201-2,%20S.%20148-155.pdf

20) http://www.sueddeutsche.de/politik/nsu-prozess-drei-schuesse-am-schafrain-1.1971537
https://www.nsu-watch.info/2014/05/protokoll-113-verhandlungstag-20-mai-2014/

21) Bd4-1Ordner1WohnmobilAllgemeines.pdf

22) http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/CD12950/Anlagen%200001-0094/Anlage%205%20-%2015.%20Sitzung_endg.%20stenogr.%20Protokoll_14.04.2016.pdf
S. 8 des PDF-Dokumentes

23) http://www.thueringer-landtag.de/mam/landtag/aktuell/2014_8/drs58080_band02.pdf
S. 414 des PDF-Dokumentes

24) https://www.nsu-watch.info/2015/03/protokoll-195-verhandlungstag-25-maerz-2015/

25) Mit Einsatzfahrzeugen brauchen sie für 1,8 km fünf Minuten, was schon viel erscheint: Google Maps

26) „Zunächst hätten beide bei ihrem Sparkassen-Überfall am 4. November 2011 in Eisenach einen älteren Kunden im Schalterraum zu Boden gestoßen, berichtete der Beamte am Donnerstag in Erfurt. Doch dann zeigten sie sich ihm gegenüber überraschend freundlich: Sie hätten ihm seine Geldkarte und die von ihm gerade abgehobenen 50 Euro hingelegt und nicht geraubt.“

aus: „Das 50-Euro-Detail passt nicht zum NSU“
https://www.welt.de/politik/deutschland/article152123872/Das-50-Euro-Detail-passt-nicht-zum-NSU.html

—————————-

Bildnachweis:

Titelfoto und Screenshot aus: https://www.meinanzeiger.de/saalfeld/c-kultur/arnstadt-aktuell-ueberfall-auf-die-erfurter-bank-eg_a57355

Dieser inszenierte Überfall fand nicht in der Sparkasse Goethestraße statt, sondern in der Erfurter Bank, einige Straßen weiter. Er gehört zu einer Serie mit fast identischem Modus operandi. Achtung, Erster von links: Linkshänder! Fotos: Andreas Abendroth

Schwarz maskierte Männer stürmten die Bank – Bankangestellte und Kunden wurden freigekauft

Von Andreas Abendroth

Zum dritten Mal wurde die Filiale der Erfurter Bank in Arnstadt überfallen. Sechs mit schwarzen Anzügen bekleidete, maskierte und bewaffnete Männer stürmten kurz vor der Mittagszeit die Filiale in der Lindenallee. Nach zähen Verhandlungen kaufte die Bank ihre Mitarbeiter und einige Kunden, die sich zurzeit in dem Bankgebäude aufgehalten haben, frei. Die Summe betrug 999,99 Euro.“

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Heilbronn am 25.04.2007. Der Tagesablauf, Teil 5

eine Serie von @riemenkarl

.

Die Tat und die Auffinde-Situation

Zu diesem Zeitpunkt befand sich der BMW5er neben dem Trafohaus

13:58 UHR, diverse Ohrenzeugen hören Schüsse

14:00 UHR, Ehepaar F. (11)

Beide beobachteten wie ein dunkelblauer Audi A 4 mit LB-Kennzeichen in schneller Fahrt auf die Theresienwiese, an der Zufahrt Schlachthof fuhr. Fahrer blond, Kurzhaarschnitt, weiterer Mitfahrer.

Anmerkung:

Auch hier wird wieder ein blauer Audi beschrieben. Was sehr auffällig ist, dass dieser in unmittelbarer Tatortnähe gesehen wurde! Zwar ist hier das Nummernschild ein anderes, aber die Fahrzeugbeschreibung passt weitgehend mit den anderer Zeugen überein! Diese Aussage findet in den Akten nur geringe Erwähnung. Personenbeschreibungen könnten vielleicht mit den Phantomen übereinstimmen. Unklar.

Gegen 14:00 UHR, Andrei F. (12)

Der Zeuge hört gegen 14:00 UHR zwei Schüsse, er sah auch das Polizeifahrzeug. Im Anschluss sah er einen blauen Ford Kombi mit Mosbacher Kennzeichen schnell in Richtung Süden davon fahren. Seine Beobachtungen machte er vermutlich auf Höhe des alten Schlachthofes in der Theresienstraße.

Anmerkung:

Diese Aussagen befinden sich nicht in Ordner1 und sind leider nur dürftig geschildert. Vermutlich ist bei dem Polizeifahrzeug das Opferfahrzeug gemeint. Auch hier taucht wieder der ominöse blaue PKW auf, der hier aber als Ford Kombi bezeichnet wird. Trotzdem wird hierbei wieder das Kennzeichen als Mosbacher Nummer angegeben. Die Polizei schätzte seine Aussagen in weiteren Vernehmungen als unglaubwürdig ein. Spur 603. Diese Aussage machte er ungefähr vor dem 28.08.2007(wann genau ist unklar). Ein Aktenvermerkt dazu:

In einer Folgevernehmung am 27.04.09 erklärte der HWG, dass damals alles gelogen war: Er sei unter Drogen gestanden und wollte schnelles Geld verdienen. Das Handy des HWG war nicht in der Funkzelle.

Wie dieser Aktenvermerk und seine Aussagen im Einklang zu sehen sind ist fraglich. Was aber auffällt ist, dass an dieser Stelle ein blaues Auto mit einem Mosbacher Kennzeichen erwähnt wird. Ähnlich wie bei den Zeugenaussagen von Mehmet C., Lieselotte W. und dem HWG aus der Sontheimer Straße.

Muss man ein Handy dabei haben um etwas gesehen zu haben? Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass man sich einen vom Tatort flüchtenden blauen Wagen mit Mosbacher Kennzeichen vorstellt und der im Tagesverlauf von mehreren Zeugen im Groben so gesehen wurde? Solch eine Information war womöglich nicht aus den Medien zu entnehmen.

14:00 UHR (ungefähr), Lieselotte W. (13 und B)

Die Zeugin befuhr von Nordheim her kommend die Neckartalstraße. 150 m bis 200 m bevor sie die Otto-Konz-Brücke befuhr, hörte sie ganz deutlich zwei harte Schüsse. Als sie an der Kreuzung anhielt, sah sie einen Mann, der sowohl am linken Arm als auch an seiner komplett linken Seite blutverschmiert war. Es sah so aus als ob zufällig ein Auto dem Mann entgegen kam. Dieses Auto hielt an, der Mann stellte sich vor die Beifahrertüre, schaute um sich herum und stieg anschließend hinten im Fahrzeug ein. Die Person wird wie folgt beschrieben: Männlich, mittelgroß, 170- 175 cm, nicht dick aber gut genährt, breite Schultern, rundes Gesicht, glatte und dunkelblonde Haare. Er wird als Russe oder Pole beschrieben. Der Mann war ca. 30 – 35 Jahre alt. Er trug ein blau-grün gemustertes Hemd. Er trug keinen Bart und keine Brille. Das Fluchtfahrzeug beschreibt sie als dunkle Limousine, möglicherweise blau. Die Erscheinung des Fahrzeuges beschreibt sie als ungepflegt und runter geritten (sinngemäß). Das Fahrzeug soll aus der Theresienstraße an der Ecke zur Karlsruher Straße gehalten haben und in Richtung Böcking gefahren sein.

Bei einer ergänzenden Vernehmung im Oktober 2009 sagte die Zeugin zu dem Fahrzeug aus, dass es sich hierbei um eine Limousine handelte die hell, vielleicht beige war. Ähnlich wie ein Taxi, aber ausdrücklich war es kein Taxi. Es soll sich hierbei um einen Mercedes („oder sowas“, Ausdruck der Zeugin) mit Mosbacher Kennzeichen gehandelt haben. Bei dem Kennzeichen sei sie sich absolut sicher. Dieses Szenario soll sich nun an der Kreuzung Frankfurter Straße zur Theresienstraße zugetragen haben. Diese Örtlichkeit liegt circa 280m nördlich von der zuerst gemachten Beobachtung (Theresienstraße Ecke Karlsruher Straße) entfernt.

Anmerkung:

Sehr auffällig ist es, dass die Zeugin die Angaben zu dem Fahrzeug und zum Standpunkt ihrer Sichtung im Oktober 2009 ändert. Wie soll sie diese Beobachtung gemacht haben (die sich in der zweiten Darstellung im nördlichen Teil abgespielt haben soll), wenn sie doch aber am südlichen Teil der Theresienwiese entlang fuhr? Das dunkle/blaue Fahrzeug mit Mosbacher Kennzeichen, meist von anderen Zeugen als Audi 80 oder Audi A4 beschrieben, wird nun von ihr als ein völlig anderes Fahrzeug angegeben! Warum macht sie nach einem so langen Zeitraum plötzlich und ohne jede erkennbare Notwendigkeit völlig andere Angaben zum Fahrzeug und zum „Ort des Geschehens“? Angeblich soll sie diese Aussage aus Eigenantrieb gemacht haben, da ihr die Sache keine Ruhe lassen würde. Ein Vermerk zu ihren Vernehmungen lautet, dass die Zeugin einen „unsicheren“ Eindruck in ihren (zweiten) Zeugenaussagen übermitteln würde. Bei der Vernehmung in der sie diese nachträglichen Angaben gemacht hatte, findet sich keine Unterschrift. Weder von den vernehmenden Beamten noch von der Zeugin! Diese „Änderungen“ von Zeugenaussagen zu der Fahrzeugbeschreibung findet sich immer wieder im Verlauf der Zeugenangaben.

14:00/05 UHR, Jürgen N. (14)

Der Zeuge befuhr am Tattag die Hafenstraße in südlicher Richtung. Er fuhr gegen kurz vor 14:00UHR von seinem Wohnort los und parkte sein Fahrzeug gegen kurz nach 14:00 UHR auf der Höhe des Eros-Centers in der Hafenstraße, kurz vor der Eisenbahnunterführung (geschätzte Fahrdauer von seinem Wohnort aus bis zum Abstellen des Autos, laut Google-maps circa 8 Minuten). Anschließend ging er dann von der Hafenstraße, unter der Unterführung hindurch und auf die andere Straßenseite in die Theresienstraße. Dort fiel ihm auf der nördlichen Einfahrt zur Theresienwiese ein Polizeifahrzeug auf. Die folgenden Beobachtungen machte er von der Unterführung aus, circa 10 bis 15m entfernt, in südlich blickender Richtung. Das Polizeifahrzeug, ein 5er BMW Streifenwagen, stand gegen der Fahrtrichtung mit zwei Rädern auf dem Bürgersteig direkt neben der ersten Einfahrt (von Norden gesehen). Neben dem Polizeiauto befanden sich ein Polizist, den er als circa 1,89m groß beschrieb, und eine südländisch aussehende Passantin von circa 1,75m Größe, welcher der Polizist kontrollierte. Einen zweiten Polizisten sah er nicht. Die Frau hatte eine schlanke Gestalt, lange glatte schwarze Haare, ungefähr zwischen 20 und 30 Jahre alt.

Anmerkung:

Der Zeuge sagt in aller Deutlichkeit, dass er den Beamten und das Polizeifahrzeug um kurz nach 14:00 UHR an der nördlichen Einfahrt der Theresienwiese gesehen hat. Wie kann diese offensichtliche Tatsache in die Geschichte passen? Offiziell kamen die ersten Beamten aber erst gegen 14:22 UHR an! (vorher mit 14:18 UHR angegeben)

Bei der Frage welche Größe der vernehmende Beamte gehabt habe, sagt der Zeuge, dieser sei ungefähr 1,89m groß. Vermerkt wird hierbei, dass der Beamte eine tatsächliche Größe von 1,92m hat. Was lässt sich aus dem Vermerk in den Akten schließen? –> Ist hier bekannt welcher Beamte die Kontrolle kurz nach 14:00 UHR durchführte? Was hatte der Polizist kurz nach dem Anschlag dort zu suchen, wo der Funkspruch und der Notruf offiziell noch gar nicht raus waren?

Nachtatphase. Zeugen entdecken den Tatort.

14:05 UHR, Auffinde-Zeuge. Peter S.

Der Zeuge fuhr mit dem Rad über die Brücke in Richtung Bahnhof entlang und bemerkte dabei das neben dem Trafohaus stehende Polizeiauto. Er fuhr in unmittelbare Nähe auf ungefähr 20m (blieb die ganze Zeit auf dem Radweg) an den Tatort heran. Dabei sah er, dass ein Polizist seitlich aus der geöffneten Fahrertür hing. Es sah so aus, als hinge der Polizist seitlich auf dem Türschweller um sich nach unten zu beugen. Der Polizist sei auf der Brust blutverschmiert gewesen. Beide Türen standen offen. Er fährt zum Bahnhof und verständigt über den Taxifahrer Mustafa K. die Polizeidienststelle Heilbronn. Sein eigenes Handy benutzt er nicht. Der Zeuge beschreibt in einer weiteren Vernehmung den heraushängenden Polizisten. Hierbei gibt er bei der Frisur an, dass diese eine dunkelblonde mit hellen Strähnen gewesen sei. Er beschreibt sie als Kurzhaarfrisur. Weiter gibt er an, dass er keine Langhaarfrisur erkannt haben will. Er sieht während er zum Bahnhof fährt beim Zurückblicken, dass beide Türen geöffnet sind.

13:55/14:15 UHR (zwischen beiden Uhrzeiten), Thorsten B. (C)

Der Zeuge befuhr vermutlich gegen kurz nach 14:00 UHR die Hafenstraße in südlicher Richtung (in Richtung Theresienwiese). Auf der Höhe der Bahnunterführung sah er rechts von sich drei Männer die Böschung hinunter laufen. Für ihn hatte es den Eindruck als würden sie vor etwas davon laufen. Er vermutete eine Kontrolle von Schwarzarbeitern. Als er auf der Höhe der Theresienwiese war bemerkte er, dass sich dort schon Polizeifahrzeuge befunden haben. Seine Verlobte Tina K. bestätigte die Uhrzeit und die Erzählung ihres Verlobten, da dieser sie unmittelbar nach der Sichtung angerufen habe. Die Uhrzeit wird hierbei auf kurz nach 14:00 UHR eingegrenzt.

Anmerkung:

Hier wird von drei flüchtenden Männern gesprochen. Waren dies eventuell dieselben Männer die auch der Zeuge Thomas K. zuvor gesehen hatte, welche die Frankfurter Straße in Richtung Theresienwiese entlang liefen? Mögliche wäre es, da Thomas K.s Darstellungen sich auf nur wenige Minuten zuvor beziehen. Somit könnte es auch möglich sein, dass diese drei Männer kurz nach den Schüssen geflohen sind. Dies ist aber deshalb unklar, da die angegebenen Zeiten recht ungenau sind. In einem Aktenvermerk steht zu den drei Personen, dass es sich hierbei womöglich um Zivilbeamte gehandelt habe (klar ist dies aber nicht. Warum sollten Zivilbeamte (gegen 14:50 UHR) vor etwas davon rennen?

Die Uhrzeit wird mit zwischen kurz vor 14:00 Uhr und 14:15 UHR angegeben. Somit könnte er diese Sichtung vermutlich gegen kurz nach 14:00 UHR gemacht haben. Als Bestätigung der zeitlichen Eingrenzung, dient das Telefonat mit seiner Verlobten, die er kurz danach angerufen haben will. In einem Aktenvermerk ist geschildert, dass die Verbindungsdaten seines Anrufes mit seiner Verlobten, auf 14:48 UHR datiert sind. Jedoch steht diese „Feststellung“ im direkten Gegensatz zu den beiden Aussagen der Zeugen Thorsten B. und seiner Verlobten!

Der Zeuge gibt klar mehrere Polizeifahrzeuge an die gegen kurz nach 14:00 UHR auf der Theresienwiese standen. Offiziell kamen die ersten Beamten aber erst gegen 14:18 UHR, was später auf 14:22 UHR umgeändert wurde (wegen des Funkspruches und der langen Anfahrzeit der ersten Kollegen).

Da offensichtlich mehrere Polizeifahrzeuge (Opferfahrzeug plus X?) vor 14:15 UHR von ihm gesehen wurden, kann es somit -nach der offiziellen Darstellung- unmöglich die Streife von PMin Kerstin K., PHK Joachim T. oder PHK Jörg H. gewesen sein. Wie schon erwähnt trafen diese nach offizieller Darstellung erst gegen 14:22 UHR ein (PMin Kerstin K. gab an als erste Streife gegen 14:22 UHR am Tatort eingetroffen zu sein)!

Wer waren dann diese Polizisten, so es denn mehrere gewesen sein sollten? Möglich wäre auch die Streife die der Zeuge Jürgen N. an der Einfahrt der Theresienwiese gegen 14:05 UHR sah, mit dem Polizist der dort eine Frau kontrollierte.

Sollten seine Schilderungen stimmen (wonach es aussieht), dass die Polizei schon kurz nach 14:00 UHR vor Ort war, so wie es die Zeugen Jürgen N. und Thorsten B. beschrieben, dann stimmt nicht nur die offizielle Version nicht, sondern dann gab es Polizisten die vor den „Offiziellen“ am Tatort waren.

14:10 UHR, Michael Karl W.

Der Zeuge sah gegen 14:10 UHR den Streifenwagen am besagten Tatort stehen. Die Fahrertür war geöffnet und aus dieser hing ein „sackähnlicher“ Gegenstand, den er nicht näher beschreiben konnte. Er befuhr die Strecke mit seinem Fahrrad. Genauere oder andere Beobachtungen konnte er nicht machen.

14:10 UHR (ungefähr), Jamil CHEHADE. (15)

Kam gegen 12:45 UHR schon einmal am späteren Tatort vorbei. Zu diesem Zeitpunkt stand der Streifenwagen noch nicht dort. Vermutlich kurz vor 14:10 UHR läuft er die Bahnhofsstraße zur Frankfurter Straße entlang in Richtung Theresienwiese. Folgende Beobachtung machte er auf Höhe des Stellwerkes: Dabei bemerkt er ein heran eilendes Fahrzeug welches mit hoher Geschwindigkeit auf die Theresienwiese auffährt, auf das Trafo-Häuschen zusteuert und hinter diesem anhält. Während er den Fahrradweg weiter zur Theresienwiese läuft, fährt das helle Fahrzeug nach circa 20 Sekunden mit hoher Geschwindigkeit auf die Theresienstraße in Richtung Süden weg. Es wird in den Akten angegeben, dass es sich hierbei um ein Taxi handelt.

Anmerkung:

Angegeben wird, dass das helle Fahrzeug ein Taxi gewesen sein soll.

Dieser Sachverhalt kann aus zwei Gründen NICHT stimmen!

  1. Die Taxis kamen erst Minuten später an, fast zeitgleich als die ersten offiziellen Polizisten eintrafen. Anschließend blieben die Taxis so lange, bis sie von den Polizisten weg geschickt wurden!
  2. Der Zeuge Chehade spricht an anderer Stelle von einem hellen Fahrzeug welches mit hoher Geschwindigkeit auf die Theresienwiese auffuhr und nach wenigen Sekunden wieder davon raste. Diese Sichtung wird auch in der Doku „Tod einer Polizistin“ (2017-ARD) von ihm so dargestellt.

Ein anonymer Hinweisgeber beschreibt ein silberfarbenes Fahrzeug, möglicherweise ein Mercedes E-Klasse, welches mit hoher Geschwindigkeit von der Theresienstraße in Richtung Otto-Konz-Brücke und weiter in Richtung B-27 fuhr. Auch der Zeuge Heiko N. spricht von einem silbernen Fahrzeug, das unmittelbar vor dem Polizeifahrzeug gestanden haben soll. Dies habe er beim vorbei fahren mit der S-4 gesehen. Hier könnte eine Analogie zur Spur 292 (anonymer HWG) und den Aussagen von Zeuge Heiko N. mit denen von Jamil Chehade bestehen.

Ein logischer und möglicher Schluss wäre, dass das heranfahrende helle Fahrzeug jemanden aufgegabelt haben könnte!

14:00/:10 UHR + weiter Minuten. (ungefähre Zeitangabe) Herbert M. (17)

Der Zeuge sah wie ein silberfarbener Mercedes, vermutlich E-Klasse, mit hoher Geschwindigkeit aus der Theresienstraße auf die Otto-Konz Brücke und weiter in Richtung B-27 fuhr. Seine Angaben beziehen sich auf ungefähr 14:00 UHR oder kurz danach.

Anmerkung:

Hierbei könnte es sich um dasselbe Fahrzeug handeln, dass auch die Zeugen Jamil Chehade und Heiko N.sahen. Der Zeuge Jamil Chehade beschrieb das Fahrzeug als einen hellen Wagen. In seiner Aussage von Ordner.1 steht jedoch, dass dies ein Taxi war. Kann aber nicht sein, da die Taxis nachweislich Minuten später ankamen (siehe seine Aussage oben). Der Zeuge Heiko N. wird womöglich dasselbe Fahrzeug gesehen haben. Er sagt dazu es sei ein silbernes viertüriges Auto gewesen. Die Zeiten von Jamil Chehade und Heiko N. stimmen ungefähr überein.

14:12 UHR, „Ring 30“ LPP Stuttgart ruft Ringfahndung innerhalb 30km aus.

14:15 UHR (vermutlich gegen 14:10 UHR) Heiko N. (16)

Der Zeuge fuhr mit der Straßenbahn S-4 zur ungefähr genannten Zeit von Böckingen kommend in Richtung Heilbronn. Während dessen sah er beim Vorbeifahren auf der Brücke den Streifenwagen am Backsteingebäude stehen. Dabei sah er wie ein Polizist aus der geöffneten Fahrertür heraushing. Auf der Beifahrerseite saß ebenfalls ein Polizist. Beide Türen waren geöffnet. Unmittelbar vor dem Polizeiwagen, ungefähr drei Meter schräg davor, stand ein silberner, viertüriger PKW. Weitere Personen fielen dem Zeugen nicht auf. Die Türen des silbernen Autos waren geschlossen.

Anmerkung:

Früher als 14:13 UHR deshalb, da die Taxifahrer nach dem Notruf von Zeugen Mustafa K. / Peter S. losfuhren. Fahrdauer vom Bahnhof zur Theresienwiese circa 1 Minute. Hier wird eine Analogie zu den Zeugenaussagen von Jamil Chehade und Herbert M. deutlich, worin beide einen hellen/silberfarbenen PKW beschrieben, der auf die Theresienwiese bzw. zum Trafohaus mit hoher Geschwindigkeit auf und wieder ab fuhr.

14:12 UHR (ungefähr), Jamil Chehade

Nachdem das Fahrzeug abgefahren und eine Staubwolke hinterlassen hat, befindet sich Jamil Chehade am Trafohäuschen/Tatort. Er nähert sich dem Streifenwagen von hinten auf circa 2m. Beide Türen des BMWs sind geöffnet. Er bemerkt dabei, dass die Frau am Boden lag, mit den Füßen noch im Fahrerraum. Dabei bemerkt er, dass die Waffe fehlt und die Polizistin die Hand am Holster hat. Polizist liegt auf der Beifahrerseite auf dem Boden.

Anmerkung:

Die Zeitberechnung ergibt sich aus den ungefähren Standortangaben des Zeugen und den Zeitangaben der Weg-Strecken-Berechnung (google-maps). Hierbei geht aus den Aussagen nicht klar hervor wer auf welcher Seite lag. Polizistin liegt wie der Polizist neben dem Fahrzeug, jedoch sind die Beine noch im Fahrzeug. Möglich wäre, dass MK auf F-Seite und MA auf BF-Seite lag. Dies ist jedoch nicht ganz klar. In seiner zweiten Vernehmung korrigiert er folgendes:

Die Polizistin habe auf der Fahrerseite aus dem Auto gehangen und die „Taxis“ seien schnell von der Theresienwiese abgefahren. Mit Taxis werden womöglich die „echten Taxis“ gemeint sein, die von den Polizisten vom Tatort verscheucht wurden, ohne dass man deren Personalien und Aussagen aufgenommen hat.

Ungefähr 3-4 Minuten (geschätzte Zeit) nach seinem Eintreffen am Tatort, kommen auch die ersten Streifenwagen an. Kurze Zeit zuvor treffen die drei Taxi-Fahrer Ralf D. und Barbara H. ein. Kurz darauf folgt auch der Taxifahrer Mustafa K. mit seinem Taxi, fast zeitgleich mit der Polizei.

Jamil Chehade wird von einer Polizistin weg geschickt ohne dass diese die Personalien des Zeugen aufnehmen.

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Personen und Fahrzeuge unmittelbar nach der Tat

Um die Zeugenaussagen nacheinander im Zusammenhang zu bringen, werden diese weiter unten chronologisch in einem Text dargestellt. Als Stütze soll diese Grafik dienen.

Gegen 13:58 UHR und 14:00 UHR

Die Schüsse fielen gegen 13:58 UHR. Das Ehepaar F. machte gegen 14:00 UHR eine interessante Beobachtung. Sie beschreiben wie ein dunkelblauer Audi A 4 mit LB-Kennzeichen (11) in schneller Fahrt auf die Theresienwiese an der Zufahrt Schlachthof fuhr. Fahrer blond, Kurzhaarschnitt, weiterer Mitfahrer.

Anmerkung:

Die Aussagen des Ehepaars F. findet in den Akten nur eine knappe Erwähnung. Hier wird der Audi mit LB-Kennzeichen und nicht mit einem Mosbacher Kennzeichen angegeben.

Der Zeuge Andrei F. hörte nicht nur gegen 14:00 UHR die Schüsse, sondern er beschrieb eine Szenerie die er ungefähr vom alten Schlachthof aus beobachtete. Dabei sah er das Opferfahrzeug (0) und ein auf der Theresienstraße in südlicher Richtung davon flüchtenden blauen Wagen mit Mosbacher Kennzeichen(12).

Anmerkung:

In den Akten spielt er eine seltsame Rolle. Darin ist ein Vermerk, dass er sich diese Aussagen nur ausgedacht habe um die Belohnung ab zu kassieren. Außerdem soll er zur Tatzeit unter Drogen gestanden haben. Sowas soll´s ja geben. Aber wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, sich bei seiner Phantasiererei ein blaues flüchtendes Fahrzeug mit Mosbacher Kennzeichen aus zu denken? Die erste Aussage über seine Sichtung wurde am 27.04.2009 wiederrufen. Er gibt das Fahrzeug unter anderem als einen Ford Kombi an. Gegen ihn lag zum Tatzeitpunkt ein BTM-Delikt vor.

Ungefähr im gleichen Zeitraum stand die Zeugin Lieselotte W. mit ihrem Wagen an der südlichen Kreuzung der Theresienwiese. Auch sie vernahm die Schüsse gegen 14:00 UHR. Dort sah sie am südlichen Eingang der Theresienwiese einen dunklen/blauen Wagen (13), eine Limousine mit Mosbacher Kennzeichen auf der Ecke warten, in welche ein flüchtender Mann (B) hinein hechtete. Kurz darauf fuhr der Wagen (13) in Richtung Böckingen mit hoher Geschwindigkeit davon.

Anmerkung:

Bei dem Fahrzeug (11) und (12) könnte es sich um dasselbe Fahrzeug handeln! In ihrer Aussage ist es auffallend, dass sie in ihrer zweiten Vernehmung angeblich andere Angaben zum Aussahen des Fahrzeuges und zur Örtlichkeit der Sichtung macht. Nicht nachvollziehbar – wieso so plötzlich (siehe dazu ihre Aussage).

Kurz nach 14:00 (:05+)UHR

Ungefähr wenige Minuten nach 14:00 UHR, sah der Zeuge Thorsten B. auf der nördlichen Seite des Bahndammes drei Männer (C) die Böschung hinunter rennen die nach Norden flüchteten.

Anmerkung:

Vielleicht haben diese Männer rein gar nichts mit der Tat zu tun, sie sollen hier aber dennoch Erwähnung finden. Der Zeuge Thomas K. sah um kurz vor 14:00 UHR drei Männer (A) von der Frankfurter Straße in Richtung Theresienwiese gehen. Vielleicht könnte es sich um die gleiche Sichtung handeln. Wer waren diese Personen? Waffendiebe? Täter? Unbeteiligte?

Anschließend fuhr der Zeuge durch die Unterführung hindurch und sah dass sich auf der Theresienwiese schon Polizei ((14) und (0)???) befunden habe.

Anmerkung:

Er spricht deutlich von kurz nach 14:00 UHR. Außerdem spricht er von Polizeifahrzeugen -> MERHZAHL! Kann es hierbei sein, dass der Zeuge den Streifenwagen vor der Einfahrt gemeint hat den auch Jürgen N. um kurz nach 14:00/05 UHR gesehen hat? Dann könnte die Sichtung nicht nur aus dem Opferfahrzeug (0) bestehen, sondern auch aus Jürgen N.s Streifenwagen-Sichtung (13). Das würde bedeuten, dass zwei Zeugen unabhängig voneinander und unmittelbar nach der Tat Polizisten nahe dem Tatort gesehen haben!

Ungefähr gegen 14:10 UHR

Anmerkung:

Das Polizeifahrzeug (14), welches vermutlich gesehen wurde, befindet sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht mehr in Tatortnähe.

In dieser Zeit kommt der Zeuge Jamile Chehade aus Richtung Bahnhof und geht den Radweg der Theresienwiese entlang. Kurz vor der Theresienwiese, ungefähr auf Höhe des Stellwerkes, sieht er ein helles Fahrzeug (15) mit hoher Geschwindigkeit auf die Theresienwiese auffahren. Nach wenigen Augenblicken fährt dieses Fahrzeug wieder fluchtartig davon. Im ungefähr selben Augenblick fährt der Zeuge Heiko N. mit der S4 an der Theresienwiese vorbei. Dabei sieht er ebenfalls wie der Zeuge Jamil Chehade ein silbernes Fahrzeug (16) auf der Theresienwiese. Nach seinen Angaben stand das vier-türige Fahrzeug circa drei Meter schräg vor dem Opferfahrzeug (0). Personen konnte er keine wahrnehmen.

Auch ein anderer Zeuge, Herbert M., machte eine ähnliche Beobachtung. So sah er wie ein silberfarbener Mercedes, (17) vermutlich E-Klasse, mit hoher Geschwindigkeit aus der Theresienstraße auf die Otto-Konz Brücke und weiter in Richtung B-27 fuhr. Seine Angaben beziehen sich auf ungefähr 14:00 UHR oder kurz danach.

Fakt ist: Es gibt Tatortzeugen die wichtige Beobachtungen zum Tatgeschehen gemacht haben und denen verhältnismäßig wenig Beachtung geschenkt wurde.

Moser läßt Verteidiger Freispruch im NSU-Prozeß fordern

Moser läßt Freispruch im NSU-Prozeß fordern

Thälmann saß neun Jahre in Schutzhaft, ehe er von seinen politischen Gegnern ermordet wurde.

frei nach Melbar Kasom
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Haushaltshilfe für Terroristen ist nicht strafbar

BGH

Irgendjemand muß über Neuschwabenland eine Goebbels-Orgel abge­worfen haben, denn der mutmaßliche V-Schreiber „Knallerbse“ ließ es dieser Tage ordentlich krachen und seine Dumm-Dumm-Geschosse im Takt von Katjuscha auf das arglose Volk herniederregnen.

Das kann nur ein Schwaben-Goebbels, einer, der die Billiglüge für’s kleine Volk unter die Leute bringt. Moser eifert dem Hinkefuß nach und läßt die Zschäpe-Verteidiger Freispruch fordern, doch Google weiß, was sie wirklich gefordert haben. Der schwäbische Flacherdling lebt unter seiner Käseglocke allerdings in Feindesland. Es gibt noch ein paar letzte Aufrechte, die dem Erdkugelglauben verfallen sind und Gestank unter einer Käseglocke wahrnehmen können.

Das Volk ist wehrhaft und wahrlich nicht zu Tränen gerührt, sondern eher von Abscheu über so viel Propagandamüll geschüttelt.

pehar 25.04.2018 15:19
Re: OT: „das Verfahren gegen den Eminger“

tertium non datur schrieb am 25.04.2018 03:28:

Rein sprachlich: Da schlug wohl „der Moser“ durch…

So ist das, wenn jemand aus Mos über jemanden aus Eming schreibt.

SCNR.

fritt1992 25.04.2018 03:32

Das mit der Beihilfe gabs nichtmal bei der Frau vom KZ Kommandanten…

Und die Alte hat gemeinsam mit ihrem Gatten auf dem Lagergelände in Auschwitz gewohnt jahrelang und ihm die Feinripp gewaschen und gebügelt.

Juristisch echtes Beihilfe-Neuland hochgejubelt von der Jubelperserpresse. Ich plädiere auf „time served“ aber der hochmotivierte Bildleser wird sich nicht mit weniger als lebenslänglich mit anschliessender Sicherheitsverwahrung zufrieden geben 🙂

cybergorf 25.04.2018 07:02

Gedankenverbrechen?

> Mit dem Entschluss, ihr Schweigen zu brechen, sei die Verteidigungsstrategie über den
> Haufen geworfen worden. Er persönlich habe ihr zu diesem Verhalten geraten.

Das war eine sehr gute Idee Herrn Borcherts, so konnte sich Zschäpe selbst belasten.

Auch wenn es vielleicht die Richtige trifft: den Mandanten ans Messer tu liefern ist nicht Aufgabe des Verteidigers. Wenn man das befürwortet, kann man das Recht auf Verteidigung auch gleich einstampfen.

Nazis in’s Gefängnis.

(was soll da der Apostroph?)

Ich dachte bisher „Nazi“ ist man ob seiner Gesinnung. Also die Ansichten, Meinung, fehlende Moral machen einen Nazi aus.
Und du möchtest, dass falsche Gedanken strafbar werden? Dass mal Leute wegsperrt, die das „Falsche“ denken?

So eine Forderung kann doch eigentlich nur von einem üblen Faschisten kommen….

-fdik-, Volker Birk, bumens@dingens.org 25.04.2018 05:49

Wenn die Staatsanwaltschaft nicht will…

… kann ein Strafprozess nicht funktionieren. Ich mache mir da keine Hoffnungen, dass hier irgend etwas Sinnvolles bei raus kommt.

Melbar Kasom 25.04.2018 08:18

Re: Wie lange ist die jetzt ohne Urteil inhaftiert?

dannyray schrieb am 25.04.2018 08:09:

6,5 Jahre? Dürfte Rekord sein.

Der Thälman saß 9 Jahre in „Schutzhaft“, bevor sich seine konservativen Gegner seiner entledigten.

3-plus-1 25.04.2018 08:21

Wir Deutsche („die schon länger hier Lebenden“) sind ALLE Zschäpe!

Damit uns das immer wieder klar gemacht werden kann, muss auch dieser Zo,bie-Prozess ganz lange am Leben erhalten werden. Nur so ist es auch möglich das betroffene Schuldgefühl sehr lange aufrecht zu erhalten, damit wir wirklich jeden, der aus südöstlicher Richtung zu uns strömt aufnehmen wollen.

Jeden? Ja, jeden: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/osama-bin-laden-ex-leibwaechter-erhaelt-in-deutschland-staatliche-leistungen-a-1204446.html

Zum Glück für die politische Richtung unseres Landes ist das ein selbstbeschleunigender Prozess über Bande. Jeder Übergriff auf Juden in Deutschland kann nur rechtsradikal motiviert sein (laut politischer Definition) und so ist dagegen grundsätzlich mit mehr Aufnahmebereitschaft auf alle (!) Religionen zu reagieren. Also mit offenen Armen und mehr Islam gegen Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus (taucht so bestimmt auch bald als Transparentslogan der Antifa auf).

stumpf ist trumpf 25.04.2018 09:16

dieses ganze Staatstheater ist dazu da den ÖR Futter zu verabreichen

und die Bevölkerung Einzulullen, irgend wann kann das niemand mehr hören und dann ist das Thema endlich abgearbeitet und wird im kleinen Kreis geregelt

Bratapfelkuchen 25.04.2018 13:09

Ja -das ist so im Strafprozess. Und?

Mit der kleinen Einschränkung, daß hier die Angeklagten nicht wirklich verteidigt werden.

Bspw. angebliche Ceska-Übergabe in der Galeria Kaufhof – die erst später eröffnet worden ist; keine Fingerabdrücke, keine DNA, keine Zeugen, Brandstiftung nicht durch behauptete Handlung zu begehen, Widersprüche hinsichtich Abwesenheit Zschäpe bei Flucht, Waffenfunde, Waffenanzahl, Fingerabdruckloser Selbstmord oder Abwischen der Selbstmordwaffe nach dem Suizid durch Uwe M., Repetieren der Waffe nach dem Tod, Munitionsteile im entsorgten Nazihirn…

Hat komischerweise niemand angesprochen.

Und nun raten wir noch mal, wer den Borchert bezahlt.

Visitor_from_Home 25.04.2018 11:18

das Urteil kann eigentlich nur Freispruch lauten

Rechnet man die U -Haft an hat sie ihre Strafe als Mitläufer der NSU längst abgebüßt.

Aber die Staatsanwaltschaft wird sicher beweisen, dass sie das Superhirn dieser Terrorzelle war.
-fdik-, Volker Birk, bumens@dingens.org 25.04.2018 15:33

Das Traurige: Zschäpe ist freizusprechen nach Sachstand

Ist Zschäpe eine gefährliche Neonazi-Anhängerin? Ja, ist sie.

War sie involviert in Untaten bis hin zum Mord? Ja, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit war sie es.

Kann man ihr irgend etwas davon zweifelsfrei nachweisen?

Genau hier liegt die Crux: die Staatsanwaltschaft verweigert schlicht die Arbeit. Ihre Geschichte kann nicht stimmen. Beweise für eine Schuld Zschäpes können so nicht erbracht werden.

Es ist die Staatsanwaltschaft, die hier den Prozess sabotiert.

Es wäre politisch undenkbar, Tschäpe nicht zu verurteilen. Gleichzeitig ist es unhaltbar, sie aufgrund von Anschuldigungen, die nicht einmal den Augenschein überstehen, strafrechtlich so zur Verantwortung zu ziehen.

Wahrscheinliches Ergebnis: Schuldspruch in der ersten Instanz, sofortige Berufung. Dann ein Deal.

Dass die Nebenklage so das Recht gewahrt sieht: undenkbar.

heterocephalus g-laber 26.04.2018 07:33

Beweise?

Ich habe noch keinen Strafrechtsprozess erlebt, bei dem den Richter irgendwelche Beweise gekümmert hätten. Die oberste Aufgabe eines Richters ist ein Urteil im Rahmen des zu vollziehenden Gesetzes zu fällen und nicht die Wahrheit herauszufinden.

Bratapfelkuchen 26.04.2018 07:02

Das Ping-Pong gut dargestellt. Ansonsten eher naja.

Wie der Turgut nun hieß ist doch wirklich nicht von Belang.
Aber gleichzeitig nicht zu erwähnen, daß der Körper noch eine Messerklinge im Hals hatte, das hat Chuzpe.
Warum, Herr Moser?

Selbstherrschaft 26.04.2018 08:08

Selbst wenn sich alle Angeklagten und die Uwes als VS-Leute erweisen würden,…

…es würde weitgehend folgenlos bleiben. Die NSU-Angelegenheit wurde erfolgreich zer-redet, das juckt draußen so gut wie keinen mehr.
Das Urteil wird noch kurz für Aufmerksamkeit sorgen – Ach ja, NSU, da war ja was. – und dann verschwindet das Thema im Archiv.

gondorianer 26.04.2018 12:14

Es ist halt ein Deal

Eine Hand wäscht die andere sozusagen (im alten Rom übrigens eine synonyme Bezeichnung für Korruption):

Die ganze NSU-Story der Medien, der die Bundesanwaltschaft freiwillig/unfreiwillig folgt, ist ja an sich schon mal höchst suspekt (Heise berichtet ja heldenhaft davon!) und jeder Mensch der sich seines kritischen Verstandes bedient (was heutzutage nicht mehr viele sind, weil das sehr karriereschädigend ist), kann da nur den Kopf schütteln und glaubt erstmal gar nichts mehr, was offiziell verlautbart wird.

Keine Ahnung, wie es wirklich war. Manchmal frage ich mich, ob diese ganze NSU-Story nicht zu annähernd 100% eine Erfindung ist und da nur ein paar ziemlich blöde Rechtsradikale zu Sündenböcken und Propaganda-Trägern der „Hilfe-die-Nazis-kommen-und-holen-uns-alle“-Fraktion gemacht werden. Angst ist ja nach wie vor ein wichtiges Mittel der Manipulation, heute vielleicht sogar noch wichtiger als früher.

Aber hier sieht es für mich so aus als hätte eben die Bundesanwaltschaft große Probleme, ihre Story zu belegen und da hilft dann die Zschäpe aus, indem sie die Lücken füllt. Und als Belohnung darf sie dann hoffen, anders als die RAF-Insassen in Stammheim, nicht er-selbstmordet zu werden.

Eine Win-Win-Situation für beide Seite. Wohin schickt man die Glückwunschtelegramme?

cybergorf 26.04.2018 14:32

Genau so sieht es aus

Die ursprünglichen drei Verteidiger wurden wohl nicht richtig durchleuchtet oder falsch eingeschätzt und wollten das spiel nicht so mitspielen … vermutlich gab es am Anfang auch eine andere Absprache mit diesen drei Anwälten, wonach Zschäpe tatsächlich im Prozess schweigen sollte…

Irgendwann merkten dann Staatsanwaltschaft und Gericht, dass ihnen ihr Fall zusammenkracht wenn Zschäpe nicht doch teilweise gesteht …

Jetzt hatten man sich aber mit Heer, Sturm und Stahl verrechnet: die wollten ihren guten Namen nicht unter eine offensichtlich schädliche Strategie setzen und pochten auf die ursprüngliche Abmachung…

Die Drei nun mitten im Prozess zu entlassen ging aber leider auch nicht mehr, da das nach mehr offensichtliche Revisionsgründe zur Folge gehabt hätte – außerdem musste man den dreien ja weiterhin das ausgehandelte Schweigegeld in Form von Anwaltshonoraren zukommen lassen … das geht nur unauffällig, wenn sie weiterhin am Prozess beteiligt bleiben…

Also brauchte man einen neuen willigen Anwalt von außen, der das „Teilgeständnis“ durchboxt.

DerUnsichtbare 26.04.2018 20:16

Re: Bei Wikipedia steht, Zschäpe sie „Haupttäterin“ gewesen

Nummer Eins schrieb am 26.04.2018 16:30:

Ist sie denn schon verurteilt, oder woher wissen die tollen Wikipedianer das schon?

Versuch es doch mal zu berichtigen! B-)

yamxs 27.04.2018 12:35

Re: die Uwes sind ja tot

Für die meisten Taten? Da hätte ja das gericht wenigstens irgendwes.
Es hat, in den ganzen jahren, nicht mal den Versuch gegeben, den Uwes irgendwelche Taten nachzuweisen, außer den verjährten Blödsinn mit der Puppe.

Die Täterschaft der Uwes ist einefach bislang eine Hypothese, um den man den Prozess baut.

Friedensblick 27.04.2018 08:56

Zschäpes Einlassungen sind genauso unglaubwürdig, wie ganze NSU-Geschichte

Rechtsextreme sollen Rechtsterrorismus über Jahre begangen haben, ohne dass einer der unzähligen Informanten/Spitzel sie verraten hat, ohne dass jemand an den 29 Tatorten Indizien hinterließ (Wolfgang Wilfling: „NSU war nicht erkennbar“)! http://friedensblick.de/9503/mord-ermittler-wolfgang-wilfling-nsu-nicht-erkennbar/

Dann tauchen die Beweismittel alle auf einmal auf, z. T. neben den toten Haupttätern, die sich nicht (mehr) verteidigen können.Die Comicfigur Paulchen Panther bekennt sich als NSU-Vertreter zu den Verbrechen und der Bundestag beschließt am 22.11.2011 einstimmig, dass eine „Neonazi-Bande“ die Täterin gewesen wäre.

2015 bestätigte Beate Zschäpe, dass die Morde von Mundlos/Böhnhardt begangen wurden, ohne dafür „Täterwissen“ preiszugeben. Im Gegenteil ihre Ausführungen enthalten Fehler, wie zum Beispiel die Brandstiftung mit Benzin oder, dass sie die sogenannten „Bekennerfilme“ in den Briefkasten vor der Türe geschmissen hätte. Sie erfuhr von den Verbrechen aber nur hinterher und drückte danach immer ihre Missbilligung aus.

Um an sowas zu glauben, muss Du dafür Geld bekommen, etwa als Politiker oder Journalist!

Subzero 27.04.2018 09:34

Hui, jetzt muß die Verteidigung fix ihr Plädoyer umstricken

Haushaltshilfe in der Terror-WG ist nicht strafbar. Zumindest bei Islamisten nicht.

Der BGH hat ihnen da gerade was auf dem Silbertablett geliefert:

Die Mitgliedschaft oder Unterstützung der Terrorgruppe sehe bei Männern und Frauen nun einmal unterschiedlich aus – so die Sicht des Bundesgerichtshofs. Oder bildlich gesprochen: Dschihadistische Männer kämpfen, foltern oder morden. Frauen hingegen kümmern sich vornehmlich um den Haushalt, bekommen Kinder und versorgen die Ehemänner und den Nachwuchs.

Laut Bundesgerichtshof sind derartige Handlungen nicht strafbar, weil sie keine explizite Terrorunterstützung darstellen.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article175870846/Terrorismus-Zwei-IS-Frauen-kehren-mit-Kindern-nach-Deutschland-zurueck.html

Arabikus 27.04.2018 19:54

Ohne DVD auch keine “ Selbstenttarnung des NSU im November 2011″

ansonsten könnts ja z.B. auch SPD heissen

Heilbronn am 25.04.2007. Der Tagesablauf, Teil 4

eine Serie von @riemenkarl

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Vortatphase. Weitere Zeugen.

Laut offizieller Darstellung und nach den an die SOKO gefaxten Einsatzlisten der BFE 523, dauert die Schulung zu dieser Zeit noch an. Weiter mit den Zeugenaussagen.

Zwischen 12:35 UHR und 12:40 UHR, Taxifahrer Mustafa K.

Der Zeuge bemerkte ein Polizeifahrzeug mit GP- Kennzeichen in der Kaiserstraße nahe Inselbrücke. welcher in Richtung Bahnhof fuhr.

Anmerkung:

Sollten Michele Kiesewetter und Martin Arnold mittags gegen 12:30 UHR und 13:30 UHR die angebliche Schulung besucht haben, so könnten diese unmöglich in dem gesehenen Fahrzeug gewesen sein.

GP-Kennzeichen: Fahrzeug zugehörig der 5.BePo in Göppingen?

12:45 UHR, Jamil CHEHADE

Der Zeuge kommt zu diesem Zeitpunkt das erste Mal am späteren Tatort vorbei. Er geht den Fahrradweg entlang in Richtung Innenstadt. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich kein Streifenwagen auf der Theresienwiese.

13:22/23 UHR, Markus W. (1)

Der Zeuge befuhr die Otto Konz Brücke von Böckingen kommend in Richtung Heilbronn. Während er die Karlsruher Straße entlang fuhr, sah er auf der linken Seite auf dem Fahrbahnrad bzw. auf dem Gehsteig in Höhe der Bushaltestelle einen BMW 5er Kombi Streifenwagen abgestellt. Der Standort war am südlichen Ende der Theresienwiese gegenüber der Werkstatt Pit-Stop. Das Fahrzeug war unbesetzt.

Anmerkung:

Bei diesem Streifenwagen kann es sich nicht um den Streifenwagen handeln, der mit Michele Kiesewetter besetzt war. Sie soll zwischen 12:30 und 13:30 UHR im Polizeipräsidium Heilbronn bei einer M-Tex Schulung gewesen sein.

13:37 UHR (um diese Zeit herum), Alexander R. (2)

Der Zeuge sah auf Höhe der CC Bank in der Bahnhofsstraße, einen (vermutlich)BMW-Kombi-Streifenwagen in Richtung Bahnhof fahren. Zur Besetzung des Fahrzeugs konnte er keine Angaben machen. Er telefonierte um 13:37 UHR mit seiner Frau. Er geht davon aus, die Sichtung im Zeitraum des Telefonates gemacht zu haben.

Anmerkung:

Vermutlich handelt es sich bei der Sichtung von Zeuge Alexander R. und dem Ehepaar R.-S. um ein und dasselbe Fahrzeug. Grund hier führ, die zeitliche nahe beieinander liegenden Sichtungen und die Fahrtrichtung von Osten nach Westen (Bahnhofsstraße nach Kreuzung Bahnhofsweg/Frankfurter Straße).

13:35/40 UHR (ungefähr), Ehepaar R.-S. (3)

Die Zeugin Martina R.-S. fuhr mit ihrem Mann per Fahrrad von Heilbronn-Mitte in Richtung Westen, zu dem Fahrradweg der parallel der Gleise entlang führt. Dabei überquerten beide den Zebrastreifen an der Kreuzung Bahnhofsweg und Frankfurter Straße. Währenddessen fiel der Zeugin ein alter brauner Mercedes auf, der am dortigen Zebrastreifen anhielt. Dahinter befand sich ein Streifenwagen mit ortsfremdem Nummernschild (keine Heilbronner Nummer). Zu den Polizisten können keine Angaben gemacht werden, außer, dass es zwei waren (Geschlecht und Aussehen unbekannt). Die Marke des Streifenwagens ist unbekannt. Ihr Mann war bei einem späteren Gespräch über die Fahrzeugsichtung der Meinung, es habe sich im Mann und Frau als Besatzung gehandelt. Nach dem Überqueren der Straße, fuhr der Mercedes in Richtung Theresienwiese (von der Frankfurter Straße kommend links runter/südlich). Das Polizeiauto verlor sie aus den Augen, Fahrtrichtung unbekannt.

Anmerkung:

An anderer Stelle wird in den Akten vermerkt, dass dieses Polizeifahrzeug in Richtung Hafenstraße gefahren sein soll. In der Hafenstraße, bzw. am Salzhafen (ungefähr grobe Richtung) wurde auch die Sichtung der drei Russen und des blauen Audi 80 mit MOS-Kennzeichen, von Zeuge Mehmet C. gemacht.

13:45 UHR, Manfred K. (4)

Er kam von der Otto-Konz-Brücke in Richtung Heilbronn und sah im Zeitraum der genannten Zeit ein Streifenwagen neben sich stehen. Beide befanden sich auf der Karlsruher Straße. Der Streifenwagen fuhr bei der Grünphase nach links in Richtung Theresienstraße. Die Streife fuhr ein Polizeibeamter, einen Beifahrer sah er nicht.

Anmerkung:

An anderer Stelle wurde der Zeitpunkt der Sichtung mit 13:50 UHR angegeben. Dieser Streifenwagen muss ein anderer sein als die oben beschriebenen Zeugensichtungen. Er kam aus südlicher Richtung und fuhr nach Norden. Wenn der Streifenwagen mit Kiesewetter besetzt zu diesem Zeitraum von der Bahnhofsstraße (oder wo anders war) aus gekommen ist, dann muss dies folglich eine andere Streife gewesen sein. Vielleicht auch die gleiche, die später gegen 14:05UHR (laut Zeuge N.) am nördlichen Eingang der Theresienwiese gesehen wurde.

13:40 / 45 UHR, Michael L. (5)

Der Zeuge läuft auf dem Fahrradweg oberhalb der Theresienwiese von Böckingen in Richtung Heilbronn. Zu diesem Zeitpunkt sieht er neben dem Stromhäuschen ein Polizeifahrzeug.

13:45 UHR, Algis K. (6)

Der Zeuge befuhr die Fußgängerbrücke von Böckingen kommend in Richtung Heilbronn Bahnhof. Auf Höhe der Theresienwiese sah er einen Streifenwagen parken, der jedoch nicht am späteren Tatort stand. Das Streifenfahrzeug soll im nördlichen Teil der Theresienwiese unter den dortigen Bäumen, mit der Fahrzeugfront in Richtung des Radweges bzw. der Bahngleise geparkt gewesen sein. Personen und Polizisten sah er nicht.

Anmerkung:

Wo stand dieser Streifenwagen? Standortwechsel (gab es ein Standortwechsel von Michael L.s Sichtung?)? Gab es einen zweiten Streifenwagen? War es der gleiche Streifenwagen den zuvor der Zeuge Manfred K. sah? Zeitlich könnte dies passen. Michael L. sah vermutlich den gleichen Streifenwagen. Hier könnte es sich um eine ähnliche Beobachtung handeln, wie sie Wolfgang A. gegen 11:45 UHR machte.

13:50 UHR, Margret S.

Die Zeugin befuhr mit ihrem Fahrrad die Fußgängerbrücke von Böckingen kommend in Richtung Heilbronn Bahnhof. Kein Streifenwagen vor Ort. Lediglich vier weitere Autos.

Anmerkung:

Fuhr der besagte Streifenwagen weiter zu einem anderen (Treff-) Punkt? Derselbe Streifenwagen den Algis K. und Manfred K. zuvor gesehen hatten? Besetzt mit einem Mann als Fahrer laut Manfred K.?

13:50 UHR (ungefähr), Perihan Ö. und Havva N. (7)

Als die Zeuginnen in Richtung Bahnhof fuhr und vor dem Bahnhof an einem Fußgängerüberweg an einer roten Ampel warten musste, fiel ihr ein Polizeiauto auf, das ihnen entgegen kam (vom Bahnhof kommend). Der ungefähre Standort ist am Bahnhof Nähe Busparkplatz. Dies beschrieben sie als einen längeren Wagen, womöglich ein Kombi. Besetzt sei das Fahrzeug mit einer Polizistin als Fahrer und einen jungen Polizisten als Beifahrer. Die Polizistin hatte dunkelblonde bis braune hochgesteckte Haare und trug eine Sonnenbrille. Das Polizeiauto bog ab und fuhr in Richtung Schlachthof(grobe Richtung Theresienwiese).

Anmerkung:
Möglicherweise dieselbe Sichtung wie von den Zeugen R.-S., Algis K. und Alexander R. Sichtung müsste daher vor 13:50 UHR gemacht worden sein. Andernfalls ein weiterer/anderer Streifenwagen!

13:55 UHR (ungefähr), Alla S. (8)

Als die Zeugin sich gerade etwa auf halber Strecke zwischen der Hafenstraße und Beginn

der Eisenbahnbrücke auf dem Fußweg parallel zur Eisenbahnlinie befand, bemerkte sie einen Streifenwagen, der von der Hafenstraße kommend auf die Theresienwiese gefahren kam. Dadurch, dass sie schon auf halber Strecke der Theresienwiese war hatte sie nicht gesehen, aus welcher Richtung das Polizeiauto in die Theresienwiese eingebogen war. Zur genauen Uhrzeit befragt gab sie an, dass dies etwa gegen 13.50 Uhr oder 13.55 Uhr gewesen sein müsste. Auf die Frage, ob ihr zu diesem Zeitpunkt irgendetwas Besonderes oder Merkwürdiges aufgefallen war gab die Zeugin an, dass ihr aufgefallen war, dass das Polizeiauto langsam und „ruppig“ auf dem Platz in Richtung dem Stromhäuschen fuhr. Vordem Stromhäuschen bog das Polizeiauto nach links ein. Sie befand sich zu

diesem Zeitpunkt etwa in gleicher Höhe und lief geradeaus weiter über die Eisenbahnbrücke.

Anmerkung:

Das „ruppige“ Auffahren des Streifenwagens, beschreibt auch die VP aus der „Heroin-Auto-Spur“ in seiner Aussage.

13:55 UHR (plus wenige Minuten), Ewald R. (9)

Der Zeuge befuhr mit seinem Auto die Theresienstraße in südlicher Richtung um anschließend auf die Otto-Konz-Brücke ab zu biegen. Dabei stellte er fest, dass in Bereich der unteren (südlichen) Einfahrt der Theresienwiese ein Polizeiauto war. Er vermutet, dass dieses gestanden habe.

13:5? UHR (geschätzte Zeit), Thomas K. (A) und (10)

Der Zeuge befand sich gegen kurz vor 14:00 UHR (Zeit nicht ganz klar, zwischen 13:50 und 13:55UHR) mit seinem Fahrzeug in der Nähe Frankfurter Straße Kreuzung Theresienstraße. Dabei fielen ihm drei Männer auf, die aus der Frankfurter Straße von Richtung Bahnhof herunter kamen und in Richtung Theresienstraße liefen. Der Zeuge beschrieb die Personen als südost-europäisch aussehend. Möglicherweise war auch noch ein vierter dabei, der aus südlicher Richtung vom alten Schlachthof kommend, zu den drei Männern dazu stieß. Kurz nach dieser Beobachtung fuhr er mit seinem Fahrzeug von der Frankfurter Straße nach links in die Theresienstraße in Richtung Süden. Der Zeuge bemerkte dabei auf der Höhe des alten Turms (Luftschutzbunker auf der Theresienwiese), ein Streifenwagen, vermutlich einen kleinen Van, welcher ihm entgegen kam.

Anmerkung:

Martin Arnold gab bei seiner ersten Vernehmung an sich daran erinnern zu können, am Tattag in einem VW T-4 Bus gesessen zu haben. Es könnte sich dabei aber auch um dieselbe Sichtung handeln, die auch die Zeugen Markus W., Manfred K. und Ewald R. sahen. Hierbei könnte es sich um ein anderen Streifenwagen handeln der von Süden in Richtung Theresienwiese fuhr.

Übersicht zu den Polizeiwagen-Sichtungen unmittelbar vor der Tat

DIE Streifenwagen. Eine Grafik sagt mehr als tausend Worte.

Aus den Darstellungen der Zeugen fällt eines ganz besonders auf:

Es muss mehrere Streifenwagen gegeben haben die im ungefähr gleichen Zeitraum in der Nähe der Theresienwiese waren. Zwar wird von einzelnen Zeugen ein BMW als Streifenwagen angegeben, jedoch stellt sich die Frage, war dies jener BMW 5er der mit Kiesewetter besetzt war?

Gab es noch mehr BMW 5er Streifenwagen (von der BePo)?

Am 25.04.2007 befanden sich nachfolgende Fahrzeuge der Bereitschaftspolizei im Einsatz:

1. GP-3464, BMW 5’er, Opferfahrzeug (BFE 523)

2. GP-3***, Opel Omega, Zivilfahrzeug (EZ514)

3. GP-3***, Ford Fiesta, Zivilfahrzeug (BFE 523)

4. GP-3***, VW-T4, Streifenfahrzeug (EZ 514)

5. GP-3***, Audi, Zivilfahrzeug (BFE 522, eingesetzt in Neckarsulm)

6. GP-3***, Daimler Benz, Zivilfahrzeug (BFE 522, eingesetzt in Neckarsulm)

Ergo: Wenn diese Liste stimmt, können die gemachten Zeugensichtungen nicht alle ein BMW 5er gewesen sein. Es muss mehrere Fahrzeuge gegeben haben.

Anmerkung:

Streifenwagen von anderen Einheiten sind hierbei jedoch unberücksichtigt geblieben und nicht in der Liste mit aufgeführt.

Zu berücksichtigen sind hierbei auch die Zeiten der gemachten Beobachtungen. Man muss bei manchen Fahrzeugen und der zeitlichen Nähe einzelner Beobachtungen zueinander davon ausgehen, dass es sich dabei um ein Fahrzeug handelt welches von mehreren Zeugen gesehen wurde. Trotz zeitlicher Unterschiede, könnte als eventuelles Beispiel dafür die Fahrzeuge 2,6 und 3 in Frage kommen.

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Interpretation zu den Sichtungen in der Phase vor der Tat.

Fest zu stehen scheint, dass es mindestens zwei unterschiedliche Streifenwagen gab.

Zumindest eines dieser Fahrzeuge näherte sich von Nord-westlicher Richtung, vom Bahnhof kommend. Bei den Sichtungen (2), (6) und (3) (eventuell auch (7) könnte es sich um ein und dasselbe Fahrzeug handeln. Trotz leichter zeitlicher unterschiede und den Beschreibungen aus den Zeugenaussagen könnte dies dennoch Nahe liegen. Dass in dieser „Sichtungskette“ noch ein weiteres Fahrzeug beinhaltet sein könnte, kann letztendlich nicht völlig ausgeschlossen werden. Auffällig hierbei Fahrzeug (6), welches deutlich später als eben genannte gesehen wurde. Hierbei werden aber von den Zeugen eine Frau(Fahrerin) und ein Mann beschrieben. Welche Rolle das Fahrzeug (5) anhand der Zeugenaussagen und im Einklang mit der Darstellung über die Tat spielt, erscheint sich nicht zu erschließen.

Jedoch nicht nur der spätere Tatort ist hierbei auffällig, sondern auch das nähere Umfeld. Auch an der südlichen Einfahrt der Theresienwiese befand sich ein Streifenwagen. Seltsamerweise auch ungefähr an gleicher Stelle wo die Zeugin W. gegen14:00 UHR ihre Sichtung machte. Ein Streifenwagen wurde nicht nur gegen 13:22 UHR sondern auch gegen 13:55 UHR dort stehen gesehen. Das Fahrzeug (4) des Zeugen Manfred K. (gesehen um 13:45 UHR) und das Fahrzeug (8) von Ewald R. (gesehen um 13:55 UHR), könnten aufgrund der zeitlichen und örtlichen Nähe ein und dasselbe Fahrzeug sein. Auffällig bei (4), das Fahrzeug fuhr ein Mann. Einen Beifahrer gab es hierbei nicht. Beispielsweise könnte (4) an das südliche Ende der Theresienwiese fahren um als (8) dort zu parken, so wie es (1) gegen 13:23 schon tat. Dieses Fahrzeug könnte auch gegen 14:00 UHR wieder gesehen worden sein. Dabei stand ein Streifenwagen am nördlichen Eingang der Theresienwiese. Die zeitliche und örtliche Nähe könnten diesen Verdacht erhärten.

Die Sichtung (9) könnte hierbei völlig aus dem Rahmen fallen und zum dritten Fahrzeug werden. Mögliche wäre aber auch, dass es das zuvor gesehene Fahrzeug (4) bzw. (8) wurde, welches sich als (9) in Bewegung setzt. Der Zeuge beschrieb jedoch die (9) als einen „kleinen Van“ oder ähnliches. Somit möglicherweise abwegig zu (4) und (8) die als BMW 5er beschrieben wurden.

Einzelne Sichtungen sagen auch deutlich aus, dass ein BMW 5er Streifenwagen schon vor dem Tatzeitpunkt (z.B. gegen 11:30 bis 11:45 UHR) auf der Theresienwiese und auch am späteren Tatort gesehen wurde. Hierbei könnte es sich zumindest um Michele Kiesewetter gehandelt haben.

Ob Martin Arnold als Mitglied dieser Streifenbesatzung vor Ort war ist fraglich. Sicherlich kann er aber trotzdem schon vormittags dort gewesen sein, was nicht zweifelsfrei klar ist. Ein Grund für seine vormittägliche Anwesenheit könnten gefundene Zigarettenkippen der beiden Opfer sein, die am späteren Tatort außerhalb und weiter hinter dem Fahrzeug liegend gefunden wurden. Hier könnte man eventuell annehmen, dass ein vorheriger Aufenthalt am Tatort stattgefunden habe und das Fahrzeug im Gegensatz zum späteren Auffinden weiter zurück gestanden haben könnte. Weiter in dieser Annahme gedacht, könnten die beiden Opfer sich ihrer Zigarettenkippen vom Auto aus sitzend entledigt haben, was dadurch den Auffinde-Punkt beider Kippen erklären könnte.

Es muss aber allemal eine Absicht vermutet werden, warum dieses (oder ein anderes Fahrzeug) mehrmals den späteren Tatort anfuhr! Nach wie vor ist der gesamte Tagesablauf beider Opfer in Frage zu stellen und völlig ungeklärt. Auch weiß man offenbar nicht wo der BMW den ganzen Tag über war.

Anmerkung:

Über das im Dienst-Kfz installierte Navigationsgerät wurde versucht die Aufenthaltsorte und die letzte Fahrtstrecke des Dienst-Kfz zu rekonstruieren. Trotz zahlreicher differenzierter Untersuchungsansätze zum Auffinden möglicher mitgeloggter GPS-Koordinaten, konnten keine Koordinaten im Arbeitsspeicher des Geräts festgestellt werden.

Ende Teil 4

#NSU Schauprozess: Alleintäter Uwes, virtuelle Realität

Die “Sensationsmeldung“ ist völlig irrelevant, wen juckt denn, was Nebenklage oder Verteidigung so fordern?

Den erkennenden Senat unter Vorsitz von Manfred G.?

Nicht die Bohne!

Die Frau vom ZDF war also gespannt:

421. Verhandlungstag im #NSU-Prozess: Rechtsanwalt Grasel soll heute das Plädoyer der „Neuverteidigung“ Zschäpe fortsetzen.
Heute wollen Zschäpes Vertrauensanwälte ihr Plädoyer beenden. Spannend dürfte vor allem sein, welches Strafmaß sie fordern.#NSU

Wirklich? Spannend?

anmerkung: Das ist höchst unspannend als auch völlig unbedeutend, denn die Strafe verkündet der Götzl. Da hat der Verteidiger keinen Einfluß drauf.

Spielverderber 😦

Den Borchert mag sie nicht, aber den Grasel umso mehr.

Warum denn nicht? Sie ist doch der Leibhaftige!

Vorverurteilungsfreie rechtsstaatliche Medien…

Admindeal. alles auf die Toten, schont die lebenden…

Tote Täter sind sehr bequem. Immer. Da hat Aust recht.

Was bitte haben denn die 15 Ausschuesse bislang erreicht, abgesehen von mehr Steuergeldern fuer Linksradikale und Ablenkung vom Wesentlichen?

Albern. Kindergarten-Niveau.

Zeigt jedoch schoen auf, wie wenig solch ein Schauprozess mit Fakten und Wahrheitsfindung zu tun hat.

Wenig bis gar nix.

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Alle Tweets hier: http://nsu-leaks.freeforums.net/post/71033/thread

Dreimalgüler liess einen Furz.

Und Zschäpe hofft auf Einhaltung ihres Deals.

Gestaendnis wie Anklage gegen ein Leben ausserhalb des Knastes.

Oder was sonst?

Heilbronn am 25.04.2007. Der Tagesablauf, Teil 3

eine Serie von @riemenkarl

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Zusammenfassung zum Vormittag und Mittag.

Zwei uniformierte Bäckerei-Kamps-Kunden. Vermutlich gegen 11:00 UHR.

Vorweg ist der Wiederspruch zu den Zeiten zu erwähnen.

Während der ersten Befragung wurde von den Zeugen fast übereinstimmend gesagt, dass die beiden Polizisten gegen 11:00 UHR in der Bäckerei eingekauft haben. Am ehrlichsten kommt der unbeteiligte Zeuge L. in dieser Darstellung vor, der schräg gegenüber der Bäckerei in einem Café gesessen hat und die Szene des Einkaufs zufällig beobachtete. Er gab die Zeit mit 11:00 UHR an.

Die Auszubildende der Bäckerei, Bianca V. legte sich ebenfalls auf 11:00 UHR fest.

Gertrud V. sagte zunächst zwischen 10:30 UHR und 11:00 UHR aus, gab dann in einer späteren Vernehmung die Zeit mit nach 11:00 UHR an – was ihre Nichte Bianca V. dann ebenfalls nachträglich bestätigte. Zur genauen Prüfung der Uhrzeiten wurden die Einkaufszeiten der Kasse mit den gekauften Waren der Polizisten überprüft. Hierbei ergab sich ein in Frage kommender Zeitraum von 11:26 UHR bis 11:30 UHR. Ein Uhrzeitvergleich mit der Kasse der Bäckerei ergab einen Vorlauf von 56 Minuten. Ergo ergäbe sich daraus eine Zeit des Einkaufes von 12:22 Uhr bis 12:25 Uhr. Diese Zeiten können nicht stimmen und passen allesamt nicht in den offiziellen Tagesablauf der beiden Opfer hinein. Völlig widersprüchlich und nicht ausermittelt.

Anmerkung:

Martin Arnold gab an vor dem Anschlag beim Bäcker gewesen zu sein und unmittelbar danach auf die Theresienwiese gefahren zu sein um dort Pause zu machen. Der Zeitpunkt wird durch seine Aussage so suggeriert, dass es sich um kurz vor 14:00 UHR handelt(Wortlaut: vor der Tat). Was wurde ihm aber nachträglich „eingeredet“ um seine Erinnerungslücken auf zu füllen? Seine Darstellung scheint widersprüchlich zu den erst gemachten Zeugenaussagen vom Bäcker zu sein. Hierbei nochmal: Die Zeugen gaben in der ersten Aussage allesamt den ungefähren Zeitraum von 11:00 UHR an!

Eine andere Auffälligkeit zu den Backwaren-kaufenden Beamten sind ihre Beschreibungen. Was klar von den Zeugen gesagt wird ist, dass es sich um einen Polizisten und eine Polizistin gehandelt haben soll. Der Zeuge L. konnte vom gegenüberliegenden Café die Szene beobachten. Er konnte die Beamten und das Fahrzeug beschreiben. Das Polizeifahrzeug identifiziert er als einen BMW 5er Touring. Er habe die Frau wiedererkannt, als er in der Zeitung von dem Anschlag hörte und darin das Bild der getöteten Polizistin sah. Somit liegt nahe das es sich hierbei um Michele Kiesewetter handelt. Aber wer war der Beamte? Dieser wird von den Verkäuferinnen als ein junger blonder Polizist beschrieben. Auch haben sie ihn erkannt, da er schon öfter dort eingekauft hat. Der Zeuge L. gibt ferner an, dass der Polizeibeamte den BMW 5er Touring gefahren haben soll. Hierbei gibt es zwei große Probleme: Martin Arnold ist nicht blond. Er hat dunkle Haare. Außerdem war Martin Arnold zum ersten Mal in Heilbronn im Einsatz. Ergo konnte man ihn nicht „wieder erkennen“. Auch sagt Martin Arnold selbst aus, dass Michele Kiesewetter die ganze Zeit über Fahrerin des BMWs war.

Die Frage liegt also nahe: Wer war also vormittags der blonde und BMW-fahrende Beamte in Begleitung von Michele Kiesewetter?

links MA, mittig das den 3 Kamps-Damen vorgelegte Foto?, rechts Dominik W.

Diese Angabe könnte sich mit der Aussage des Zeugen Otto S. decken, der gegen 11:27 UHR wenige Kilometer entfernt, einen BMW 5er in der Frankfurter Straße sah der auf die Theresienwiese fuhr. Hierbei gibt er an, dass ein junger Polizeibeamter den Streifenwagen gefahren haben soll. Nähere Angaben konnte er aufgrund der kurzen Beobachtungszeit nicht machen. Geht man außerdem von der zeitlichen Nähe der (ersten) Zeugenbeschreibungen vom Bäcker aus, dann könnte es sich hierbei durchaus um dieselben Beamten und um dasselbe Fahrzeug handeln.

https://sicherungsblog.wordpress.com/2015/05/13/trugspuren-in-heilbronn-2007/

(Die?) Streifenwagen am späteren Tatort

Die Mehrzahl der Zeugen beschreiben ganz deutlich, dass eine Polizeistreife besetzt mit einer Frau und einem Mann vormittags auf der Theresienwiese war. Diese Sichtungen beziehen sich auf den Zeitraum von circa 11:30 UHR bis circa kurz vor 12:00 UHR und könnte somit ein und dieselbe Streife sein. Bei der gesehenen Polizistin wird es sich wahrscheinlich um Michele Kiesewetter handeln. Begründet wird dies durch die Aussagen der Verkäuferinnen der Bäckerei Kamps und durch einen weiteren Zeugen. Die Identität des Beifahrers ist hierbei unklar. Ob es sich um Martin Arnold handelt ist nicht ersichtlich aber aus vorangegangener Darstellung eher unwahrscheinlich. Aber aufgrund von eventuell mehreren Polizeifahrzeugen ist hierbei auch ebenfalls nicht klar, ob Michele Kiesewetter die ganze Zeit über auf der Theresienwiese war. Aus den Zeugenaussagen geht stellenweise nicht hervor um welchen Fahrzeugtyp es sich bei dem gesehenen Streifenwagen gehandelt hat. Die Möglichkeit ist schlichtweg nicht aus zu schließen, ob es mehrere Streifenwagen am späteren Tatort gab, wenn auch nur für einen kurzen Zeitraum.

Eine Mutmaßung. Ein möglicher Ablauf zum Vormittag könnte folgender sein:

Man denke hierbei an den blonden Polizisten, der mit Michele Kiesewetter ungefähr gegen 11:00 UHR bei der Bäckerei Kamps einkaufen war und auch den BMW 5er Touring fuhr. Anschließend wird gegen 11:27 UHR vom Zeugen Otto S. ein junger Polizeibeamter als Fahrer eines Streifenwagens in der Frankfurter Straße beobachtet, der anschließend auf die Theresienwiese auffährt.

Anmerkung:

Der Streifenwagen wird von ihm als ein Kombi beschrieben. Vermutlich handelt es sich hierbei anhand der Beschreibungen um dasselbe Fahrzeug mit denselben Insassen wie bei der Bäckerei Kamps.

Weitere Zeugen beschreiben übereinstimmend einen neben dem Trafohaus stehenden Streifenwagen für den Zeitraum von 11:30 UHR bis circa 11:45 UHR. Anschließend gibt es für die Uhrzeit von circa 11:45 UHR zwei andere aber übereinstimmende Darstellungen zum Standort des (oder von einem) Streifenwagen. Darin heißt es, dass der Streifenwagen nicht neben dem Trafohaus stand, sondern, dass das Polizeiauto circa 30m nördlich von der Einfahrt entfernt in der Sonne, mit der Fahrzeugfront nach Norden zeigend geparkt gewesen sei. Nicht wie später in den Akten vermerkt gibt der Zeuge Wolfgang A. an, dass das Fahrzeug unbesetzt gewesen sei, sondern die von ihm gesehene Polizeibesatzung aus einer Frau und einem Mann bestanden habe. Bei der Polizistin habe es sich um die ermordete Michele Kiesewetter gehandelt. Er sei sich deshalb sicher, da er das Foto der Getöteten später in den Medien wieder erkannte. Zum Polizisten konnte er keine Angaben machen.

Anmerkung:

Diese Aussagen machte der Zeuge Wolfgang A. gegenüber Georg Lehle, welcher den Zeugen anrief um Unklarheiten und Widersprüche aus seiner Aussage ausräumen zu können.

Gegen 11:45 UHR (oder wenige Minuten später) wird der Streifenwagen an einem anderen Standpunkt gesehen (nördlich der Einfahrt). Martin Arnold beschreibt diesen Standort ebenfalls in einer seiner Aussagen.

Könnte der Streifenwagen seinen Standort gewechselt haben? Aber wo liegt hierfür der Grund wenn dem so wäre?

Gab es vielleicht noch einen zweiten Streifenwagen? (zeitliche Lücken in den Zeugensichtungen?) Gibt es Verwechslungen innerhalb der Zeugenaussagen? -> Gegen kurz vor 12:00 UHR steht der (ein) Streifenwagen wieder am späteren Tatort. Martin Arnold sagt, sie wären nur einmal vormittags dort gewesen. Völlig wirr und nichts geklärt.

http://friedensblick.de/26325/heilbronner-polizistenmord-die-vertuschte-3-maenner-spur/

Während oder kurz nach 11:45 UHR wird der Standort des Streifenwagens wieder damit angegeben, dass dieser bis circa kurz vor 12:00 UHR neben dem Trafohaus gestanden haben soll. Laut der Zeugin Elke J. soll sich der neben dem Trafohaus geparkte Streifenwagen, in der Zeit zwischen 11:30 UHR und 12:00 UHR, langsam von der Theresienwiese entfernt haben.

Anmerkung:

Die Zeiten der Zeugin sind leider nicht ganz klar und scheinen sich mit anderen Aussagen (zeitlich) zu widersprechen.

Auch sie gibt als Streifenwagenbesatzung einen Mann und eine Frau an. Angaben wer von beiden fuhr finden sich nicht in den Akten.

Hierbei liegt der Verdacht nahe, dass Michele Kiesewetter zu dem genannten Zeitpunkt auf der Theresienwiese war, jedoch Martin Arnold als Teil der gesehenen Streifenwagenbesatzung womöglich (noch) nicht. Nichts ist zweifelsfrei ausermittelt. Keine Klarheit.

War Martin Arnold gegen 11:30 UHR schon einmal MIT Michele Kiesewetter auf der Theresienwiese, oder vielleicht etwas später?

Zweifelsfrei kann das niemand genau sagen. Seine eigenen Angaben zum vormittäglichen Ablauf sind widersprüchlich. Er selbst gibt auf jeden Fall in seinen weiteren Vernehmungen an, dass er vormittags schon einmal (1x) mit Michele Kiesewetter auf der Theresienwiese war. Diese Darstellung bleibt in seinen Vernehmungen bestehen, jedoch ändern sich in seinen Erzählungen die Standorte auf der Theresienwiese.

  1. Version

Hierbei sollen beide außerhalb des Wagens und neben dem Trafohaus stehend geraucht haben. Später fand man am Tatort weiter hinter dem Fahrzeug noch zwei weitere Zigarettenkippen, außer den beiden die man von den Opfern im Auto fand.

  1. Version

Eine andere Darstellung zum Standpunkt könnte wieder zu den Schilderungen der Zeugen Wolfgang A. und Thomas A. von 11:45UHR passen. O-Ton:

Bei der ersten Rauchpause waren wir nicht an der gleichen Stelle,

sondern irgendwo weiter in der Parkreihe da vorne. Aber auch links von dem Weg hier.“

Anmerkung: bei dieser Aussage saß er mit der Psychologin im Fahrzeug neben dem Trafohaus, um den Tatablauf am Tatort unter Hypnose nacherzählen zu können. Bei seiner Beschreibung wird wohl der Bereich der nördlichen Einfahrt der Theresienwiese gemeint sein.

Das Problem bei beiden Versionen -obwohl sie zunächst plausibel erscheinen- ist, dass er bei seinen Aussagen keine zeitlichen Angaben macht. Außerdem ändert er seine Version zum Standort ab.

Kurz um, es widerspricht sich und ein klarer Ablauf wird dadurch nicht ersichtlich.

Anmerkung:

Andernfalls könnte eine Mischung aus beiden Versionen insofern einen Sinn ergeben, wenn man den zeitlichen Ablauf der Zeugensichtungen Von 11:30 UHR bis circa 12:00 UHR berücksichtigt, welche einen „Standortwechsel“ beinhalten könnte. Zunächst stand ein Streifenwagen am Trafohaus, dann (laut den Zeugen Thomas A. und Wolfgang A.) bei circa 11:45 UHR in der Nähe der nördlichen Einfahrt, und anschließend wieder um kurz vor 12:00 UHR beim Trafohaus.

Auch könnte man durch seine „beiden Versionen“ auf die Idee kommen, dass er mehr als einmal vormittags am späteren Tatort gewesen zu sein scheint. Widersprüchlich hierbei die Vermutung über den Anruf von 10:12 UHR. Jedoch suggerieren seinen Aussagen, dass sich dies nur auf einmal vormittags bezieht. Zu berücksichtigen ist auch sein Erinnerungsvermögen.

Bei seiner Aussage zum Tatablauf gibt er noch einen weiteren markanten Punkt an. So sagt er, dass nachdem beide von der Bäckerei kamen, sie anschließend unmittelbar vor dem Anschlag auf direktem Wege zur Theresienwiese gefahren seien. Der Zeitraum vom „unmittelbar vor dem Anschlag“ ist jedoch nachmittags gegen 13:58 UHR und nicht vormittags gegen 11:00 UHR, so wie es anfänglich die drei Zeugen vom Bäcker aussagten! Hierbei unberücksichtigt die Uhrzeiten des Einkaufes, so passt alleine die Aussage schon nicht direkt vom Bäcker zur Theresienwiese gefahren zu sein, woraufhin unmittelbar darauffolgen der Anschlag stattfand.

Anmerkung:

Was durch diese Aussage deutlich werden könnte ist, dass Martin Arnold womöglich nur einmal auf der Theresienwiese (also unmittelbar vor dem Anschlag) gewesen ist!

Auffallend hierbei, die Änderung der Einkaufszeiten bei der Bäckerei Kamps. Von circa 11:00 UHR, später auf circa 11:30 UHR und dann wiederum – aufgrund einer angeblich falsch gehenden Kassenuhr- auf circa 12:30 UHR abgeändert. Die Uhrzeit rück so zu sagen immer näher an den Zeitraum der Tat!

Seine Schilderungen sind in ihrem Ablauf völlig wild und unklar. Manches steht nach wie vor gegensätzlich und ungeklärt im Raum. Ein deutlicher Widerspruch zu seinen Schilderungen könnten die drei Zeugenaussagen der Bäckerei Kamps sein. Ebenfalls spielt der ominöse Anruf um 10:12 UHR dort mit hinein. Durch den vermutlich kurzfristig telefonisch mitgeteilten Dienstantritt Martin Arnolds, die Beschreibungen der Bäckerei-Verkäuferinnen, der vermutlich damit zusammenhängenden Sichtung des Zeugen Otto S. und Martin Arnolds Widersprüchen in seinen Aussagen, bleibt allemal ein „Geschmäckle“ und will nicht so recht zur offiziellen Darstellung passen.

Eine nicht ganz uninteressante Denkrichtung zum Streifenpartner Michele Kiesewetters hat Georg Lehle vom Friedensblick:

http://friedensblick.de/25087/teil-8-nutzte-michele-kiesewetter-die-theresienwiese-als-pausenort/

Der blaue Audi von 11:30 UHR

Der Zeuge Mehmet C. beschrieb jenen blauen Audi A4 mit Mosbacher Kennzeichen, der auch im späteren Tagesverlauf noch eine interessante Rolle einnehmen wird. An dem Ort wo der Zeuge seine Sichtung machte wurden später auch Gegenstände zur Spurensicherung asserviert. Hierbei fand man ein silbernes Feuerzeug und ein paar Zigarettenkippen um DNA-Spuren und Fingerabdrücke zu sichern. Als Ergebnis der kriminaltechnischen Untersuchung: Bei beiden Gegenständen wurden keine auswertbaren/brauchbaren Spuren festgestellt. Kurios und widersprüchlich hierbei, das silberne Feuerzeug wird später in den Akten als ein buntes Feuerzeug abgebildet, nicht als ein silbernes, so wie es durchweg in den Akten beschrieben wurde. Die nicht auswertbaren Spuren im Zusammenhang mit dem blauen Audi und seiner Besatzung bilden eine große Auffälligkeit. Dazu später mehr.

https://sicherungsblog.wordpress.com/2015/04/21/das-merkwurdige-feuerzeug-der-russen-vom-tatort-heilbronn-ist-ein-schlussel/

Michele Kiesewetters Handy-Log-In am Europaplatz

Ihr Privathandy war laut den aufgelisteten Daten gegen 11:36 UHR und 11:47 UHR in der Nähe des Europaplatzes eingeloggt.

Anmerkung:

Geht man davon aus, dass Michele Kiesewetter von 11:30UHR bis circa kurz vor 12:00 UHR auf der Theresienwiese gewesen sein soll, dann stehen die Log-In-Daten ihres Privathandys dazu teilweise im Widerspruch. Gab es einen Wechsel der Fahrzeuge? Gab es mehrere Fahrzeuge zur genannten Zeit auf der Theresienwiese? War Michele Kiesewetter im Zeitraum von 11:30 UHR bis circa 12:00 UHR kurzzeitig nicht (mehr) auf der Theresienwiese? Änderte sie ihren Standort? Nichts ist klar. Auch hier wieder die Frage, war Michele Kiesewetter Teil der Streifenwagenbesatzung am Vormittag?

Ein anderer Hinweis wegen der Log-In-Örtlichkeit:

In einer Vernehmung von Steffen B. (Angehöriger des PD Neckarsulm) sagte dieser aus, dass ab dem 28.03.2007 auch Angehörige der BFE-523 an Aufträgen zur Drogenbekämpfung in Neckarsulm beteiligt gewesen seien. Auch am Tattag gab es Einheiten der BFE-522 die in Neckarsulm tätig waren. Unter anderem wurde im Zuge dieser Einsätze auch der nahe gelegene Plattenwald in Bad Friedrichshall angefahren. Während dessen wurde den tätigen Beamten auch der Europaplatz in Heilbronn als Brennpunkt vorgestellt um diesen auch innerhalb eines Einsatzes mit zu bestreifen. Steffen B. war für die Einsatzkonzeption „Methadon“ in Neckarsulm zuständig. Auch waren am 25.04.2007 Einheiten der BFE-522 in Neckarsulm, also circa 2km von Heilbronn entfernt im Einsatz.

Gab es an diesem Tag einen größeren Einsatz worin sich beide Einheiten aushalfen und sich Streifengebiete teilten?


War Michele Kiesewetter vielleicht wegen eines ähnlichen Einsatzkonzeptes in dieser Gegend eingeloggt? Mit Sicherheit hätten die nicht auswertbaren Dienst-Navi-Daten des BMWs Klarheit verschaffen können. Gleiches betrifft die Aufzeichnungen des Diensthandys. Diese Daten „gingen auf dem Postweg verloren“ und wurden nicht neu angefordert. Das Handy lag eingeschaltet im BMW-Streifenwagen. Es wäre für die Rekonstruktion des tatsächlichen Geschehens unverzichtbar gewesen, da es den Aufenthalt des 5er-BMW Touring an jenem Tag verraten hätte.

M-Tex-Schulung

Die offizielle Darstellung über die Schulung ist absolut fraglich. Das Thema der Schulung konnte später kein einziger der daran teilnehmenden Kollegen mehr genau erinnern. Auch gibt es Unklarheiten über die Dokumentation, die fehlenden Teilnehmerlisten und über den genauen Inhalt der Schulung. Später lautete die offizielle Darstellung es sei eine Schulung gewesen um Anzeigen in elektronischer Form auf zu nehmen. Manche Kollegen von Michele Kiesewetter hielten eine vormittägliche Schulung an diesem Tag für unlogisch, da ihre Einsatzzeiten (angeblich gleich wie bei MK, auch laut offiziellem Dienstplan) um 12:30 UHR angefangen und um ungefähr 19:00 UHR geendet haben. Der Schulungsleiter Uwe Z. bestätigt indirekt auch den Dienstantritt von 12:30 UHR, indem er sagt, dass zum genannten Zeitpunkt die Schulung begonnen hätte. Laut MKs Kollegin Jeannette H. soll die Schulung vormittags gewesen und um 12:00 UHR geendet sein. Michele Kiesewetter soll während der Schulung neben ihr gesessen haben. Die Uhrzeit steht im Wiederspruch zur offiziellen Darstellung. Worin es heißt, die Schulung ging von 12:30 UHR bis 13:30 UHR.

Zu viele Widersprüche, zu viel unklar.

Anmerkung:

Sollte die Schulung mit Martin Arnold und Michele Kiesewetter vormittags abgehalten und um 12:00 UHR beendet worden sein, dann konnten beide schlecht am Vormittag (gemeinsam?) auf Streife (und auf der Theresienwiese von 11:30 bis circa 12:00 UHR) gewesen sein. Auch würden die Handydaten von Michele Kiesewetter in diesem Zeitraum dagegen sprechen, da sie sich währenddessen in der Sülmer Straße aufhielt. Laut MKs Log-in Daten war sie gegen 12:15 UHR in der Nähe des PD Heilbronn. Es ist anhand der vielen Unklarheiten fraglich ob es diese Schulung überhaupt gegeben hat. Und wenn nicht: wo waren die Kollegen, einschließlich die beiden Opfer während dieser Zeit? Wenn es die Schulung doch gab: Kiesewetter wurde bei der angeblichen Schulung gesehen, Arnold hingegen nicht! An Martin Arnold erinnerte sich keiner der angeblichen Schulungsteilnehmer. Wo war also Martin Arnold mittags von 12:30 UHR bis 13:30 UHR, wenn er nicht auf der Schulung war und eventuell auch zuvor nicht mit Michele Kiesewetter (durchgängig?) Streifendienst gemacht hat? Nichts ist zweifelsfrei klar was diesen Zeitraum angeht.

 

Ende Teil 3.

#NSU-Schauprozess: Zweifel an staatlicher Wahrheit sind unzulässig!

Immer noch plädiert RA Borchert, der Ghostwriter von Beate Zschäpes fehlerhaften Gestaendnis.

Beweise gibt es keine, auch keine Tatortbeweise gegen die abwesenden toten eigentlichen Angeklagten, das macht sicher Laune, die Dünnbrettbohrer der BAW anzugreifen:

Tag zwei der Verteidiger-Plädoyers im NSU-Prozess. Scharf ist vor allem der Ton, in dem einer von Beate Zschäpes Vertrauensanwälten die massiven Anklagevorwürfe der Bundesanwaltschaft zu kontern versucht.

www.rp-online.de/panorama/nsu-prozess/nsu-prozess-verteidiger-weisen-weitere-vorwuerfe-gegen-zschaepe-zurueck-aid-1.7537312

War klar:

Er versucht nicht zu kontern. Er kontert.

Ich amüsier mich ja wie Bolle wie die Antifa daran verzweifelt, daß ein Verteidiger der Angeklagten nicht das erzählt, was die Antifa dachte, das er erzählen sollen müßte.

Die sind sooooo dooooooof.

Read more: http://nsu-leaks.freeforums.net/thread/9/pressemeldungen-zum-thema?page=638#ixzz5DkELjEse

Ja, sind sie. Tacken doof.

Brauchbares von der DPA:

„Einseitige Beweiswürdigung“

Borchert kritisierte, die Bundesanwaltschaft lege „Indizien und Fakten“ so aus und interpretiere sie so, dass diese in das Anklageschema passten. Damit setze sich die Anklage „der berechtigten Kritik der Voreingenommenheit und einseitigen Beweiswürdigung aus“.

Konkret wies Borchert beispielsweise den Vorwurf zurück, Zschäpe sei an der Beschaffung von Waffen für den „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) beteiligt gewesen. Die Bundesanwaltschaft habe nicht nachgewiesen, dass Zschäpe auch nur eine einzige Waffe erworben habe.

Zudem argumentierte Borchert, aus der Tatsache, dass Zschäpe das gemeinsame Leben im Untergrund absicherte, lasse sich nicht auf den Willen schließen, dass sie sich an den von ihren beiden Freunden Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt begangenen Morden beteiligen wollte. „Zumal die Mandantin dies umfassend bestreitet“, fügte Borchert hinzu.

Die Vorverurteilung war seit Nov. 2011 total, und Beweise werden durch Annahmen ersetzt. Das Urteil sprach der Bundestag. Einstimmig.

Alle Tweets von Gestern:  http://nsu-leaks.freeforums.net/post/71004/thread

Die Antifa als beste Kameraden des Tiefen Staates:

»Minusleistung« für Zschäpe
NSU-Prozess: Spät hinzugezogener Vertrauensanwalt der Hauptangeklagten trägt Plädoyer vor. Sie sei keine Mittäterin
Von Claudia Wangerinwww.jungewelt.de/artikel/331446.minusleistung-f%C3%BCr-zsch%C3%A4pe.html
Gotteslästerung wird sofort entschieden entgegen getreten:
Die Linksradikalen als Staatstreue, was das wohl mit über 100 Millionen € zu tun haben koennte, pro Jahr im Kampf gegen Rechts (Meinungsabweichler=-verbrecher, also AfD-ler und Massenmigrationsgegner etc.)
Sicherlich gar nichts…
Blasphemie, kreuzigt den Ketzer!
Wie diese Staatströten sich aufplustern… widerlich.
Wer ist denn fuer die Morde verantwortlich, und warum spielt die Wahrheit keine Rolle?

Zschäpe hätte einfach die Klappe halten sollen, und das hat RA Borchert ihr ausgeredet. Was wurde ihr versprochen, im Gegenzug, DAS ist die Frage!

HEILBRONN AM 25.04.2007. DER TAGESABLAUF, TEIL 2

eine Serie von @riemenkarl

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Zeugenaussagen. Vormittags.

11:00 UHR, drei Zeugen. Bäckerei Kamps, Sülmer Straße 68.

Zur genannten Zeit bestätigten zwei Verkäuferinnen der Bäckerei Kamps, Bianca und Gertrud V. mit einem weiteren Zeugen, die Anwesenheit eines Polizisten und einer Polizistin die beide dort einkauften. Der Beamte wurde als blonder junger Polizist beschrieben der auch den BMW 5er Streifenwagen fuhr. Den jungen Polizist sowie die Polizistin erkannten beide Verkäuferinnen wieder, da beide schon öfter zum Einkauf in der Bäckerei waren. Die Verkäuferinnen und der Zeuge sind sich sicher, dass es sich bei der Polizistin um Michele Kiesewetter gehandelt haben soll, da sie diese später in der Zeitung wieder erkannten. Auch den jungen Polizisten kannten die Verkäuferinnen, da dieser ebenfalls öfter dort einkaufte. Fahrer des Streifenwagens der Polizist.

Anmerkung:

Die Zeiten der Sichtungen wurden später auf 11:30 UHR und nochmals später auf 12:30 UHR umbenannt. Der blonde Polizist kann unmöglich Martin Arnold gewesen sein. Martin Arnold ist dunkelhaarig. Martin Arnold war zum ERSTEN Mal in Heilbronn eingesetzt worden. Wie kann man da jemanden wieder erkennen? Welches Foto wurde den Verkäuferinnen bei ihrer Vernehmung zum unbekannten Polizisten vorgehalten?

Wer war der Polizist als Fahrer, der mit Michele Kiesewetter auf Streife war und in der Bäckerei einkaufte? Hierbei ist auch wichtig, dass Michele Kiesewetter am Tatort auf der Fahrerseite und Martin Arnold auf der Beifahrerseite aufgefunden wurden. Martin Arnold sagte ebenfalls aus er sei Beifahrer gewesen. Wie kam also die spätere Streifenwagenbesatzung des 5er BMWs zu Stande?

11:27 UHR, Otto S. (1)

Fuhr die Hafenstraße in Richtung Karlsruhe Straße. Nach passieren der Bahnunterführung, kam von links ein Streifenwagen aus der Frankfurter Straße über die Theresienstraße und fuhr auf den dortigen Parkplatz. Seiner Ansicht nach könnte es sich um einen VW Kombi gehandelt haben. Der Fahrer soll ein junger Polizeibeamte gewesen sein.

Anmerkung:

Gleiches Fahrzeug wie es die Zeugen bei der Bäckerei sahen? Widerspruch: VW Kombi und BMW 5er Kombi. Die Einkaufszeiten sind nicht völlig klar, wurden aber von den Zeugen bei der ersten Vernehmung mit „gegen 11:00 UHR“ angegeben. Könnte somit eventuell derselbe Streifenwagen sein.

11:30 UHR, Mehmet C.

Der Zeuge fuhr mit seinem Fahrrad aus nördlicher Richtung am Salzhafen über die Fahrradbrücke, parallel den Gleisen verlaufend, nach Richtung Süden. Nach der Brücke fielen ihm drei Männer auf die sich neben einem Auto sitzend lautstark unterhielten. Der Zeuge hielt die Männer für Osteuropäer, Russen. Das Fahrzeug beschrieb er als einen älteren blauen Audi A4 mit Mosbacher Kennzeichen. An der Stelle wo sich die Männer aufhielten wurden später ein silbernes Feuerzeug und ein paar Zigarettenkippen sichergestellt.

Anmerkung:

Es könnte möglich sein, dass anhand der Beschreibung genau jener Wagen auch später nach der Tat in der Sontheimer Straße gesehen wurde(und auch anderswo). Ebenfalls wurden hierbei russisch wirkende Männer beschrieben. Auch besteht die Möglichkeit, dass es dasselbe Fahrzeug war wie es die Zeugin Liselotte W. (und vielleicht der Zeuge Andrei F.) sah. Das gefundene silberne Feuerzeug ist in den Akten jedoch als buntes Feuerzeug abgebildet. Bei der Untersuchung ergaben sich keine DNA Treffer.

11:30 UHR, Laura B. (2)

Sah am späteren Tatort einen Streifenwagen stehen. Vermutlich seien zwei Personen bei geöffneten Türen im Wagen gesessen.

11:35 UHR, Dorothea H. und Madien M. (3)

Beide gaben übereinstimmend an, dass als sie mit der S-Bahn die Brücke überquerten, einen Streifenwagen am Trafohaus stehen sahen.

11:43 UHR, Gerlinde G. (4)

Sah aus dem vorbeifahrenden Regionalzug ein Streifenwagen neben dem Trafohaus stehen.

11:45 UHR, Wolfgang A. und Thomas A. (5) und (6)

Die Zeugen gaben übereinstimmend an einen BMW-Streifenwagen mit GP-Kennzeichen auf der Theresienwiese gesehen zu haben. Der Standort wurde damit angegeben, dass dieser in der Sonne geparkt in Richtung Hafenstraße gestanden sei, 30m in nördlicher Richtung entfernt von der Einfahrt. Besetzt mit einer Frau und einem Mann. Bei der Frau geht Wolfgang A. von Kiesewetter aus. Es machte den Eindruck als frühstückten beide.

Anmerkung:

Die Zeiten von Zeugin Laura B., Zeuge Wolfgang A. und Zeuge Thomas A. liegen dicht beieinander. Jedoch ist der Standpunkt des Polizeiautos jeweils ein anderer. Gab es zwei Polizeiautos oder hat man um geparkt? War Martin Arnold zu diesem Zeitpunkt schon mit Michele Kiesewetter auf Streife? An Martin Arnold erinnert sich niemand von den Teilnehmern der M-Tex-Schulung. Möglich scheint aber, dass beide schon vormittags (irgendwann) am späteren Tatort gewesen sein könnten. Die Frage ist wann genau dies war? Am Tatort wurden hinter dem Fahrzeug jeweils eine Zigarettenkippe von Martin Arnold und Michele Kiesewetter gefunden(außer den beiden Kippen die man im Fahrzeug fand). Ob dies in einem zeitlichen Zusammenhang zum Vormittag stehen könnte ist unklar, aber möglich.

11:30 / 12:00 UHR (vermutlich nach 11:45 UHR), Elke J. (7)

Die Zeugin hatte im angegebenen Zeitraum Mittagspause. Während dieser Zeit überquerte sie die Theresienwiese. Dabei fiel ihr ein Streifenwagen auf, der neben dem Trafohäuschen stand und sich kurz darauf in Bewegung setzte und davon fuhr. Als Besatzung gab die Zeugin eine Polizistin und einen Polizist an. Keine Angaben wer Fahrer und Beifahrer war.

Anmerkung:

An anderer Stelle wird in den Akten die Zeit der Sichtung mit 12:30 UHR angegeben. Kann wegen der angeblichen Schulung nicht Michele Kiesewetter gewesen sein. Auch gibt die Zeugin an dieser Stelle (andere Vernehmung) an, dass eine Frau den Wagen gefahren haben soll.

12:00 UHR, anonymer Hinweisgeber (8)

Sieht Streifenfahrzeug mit GP-Kennzeichen am späteren Tatort.

Interpretation zu den Beobachtungen.

Von 11:27 bis circa 12:00 UHR.

Ob es sich bei den Sichtungen um einen oder mehrere Streifenwagen handelt ist nicht klar.

(1)Fährt auf, bleibt vermutlich als (2), (3), (4) bis circa 11:43 dort stehen. Standortwechsel zu (5) und (6) oder anderer Streifenwagen? Unklar. Die Sichtungen von (7) und (8) scheinen sich zeitlich mit einander zu vermischen. In der Reihenfolge wäre logisch, dass (8) um kurz vor 12:00UHR noch dort stand und (7) daraufhin vom Trafohaus weg fuhr.

 

12:15 UHR, PM Felix D.

Er sieht Michele Kiesewetter gegen 12:15 UHR im PD Heilbronn im FEG-Zimmer auf einem Stuhl sitzen. Später gegen 12:30 UHR begegnet er ihr noch einmal im Treppenhaus.

Anmerkung:

Deckt sich mit den Kollegenaussagen zur Schulung und den Log-In Daten von Michele Kiesewetter aus Ordner.1

12:30 UHR, Loretta E.

Beim Überqueren der Theresienwiese bemerkte sie einen Mann der sich auffällig am Trafohäuschen herum druckste. Als die Zeugin näher kam schien es ihr, als ob der Mann sich bewusst von ihr wegdrehte. Phantombild wurde erstellt. Ein Polizeiwagen sah sie nicht.

Anmerkung:

Bei der Ähnlichkeit vom Phantombild zu dem unter mysteriösen Umständen gestorbenen jungen Mann, vermuteten die Ermittler, dass es sich hierbei um Arthur Christ gehandelt haben könnte. Auch sagte die V-Person aus der Heroin-Spur aus, dass Arthur Christ am Tattag auf der Theresienwiese war. Da er den Anschlag auf die Polizisten beobachtete wurde er angeblich vorsorglich umgebracht, so die VP weiter. Die Ermittler wollten sein Alibi überprüfen, welches jedoch aufgrund der Zeitlichen Nähe zum 04.11.2011 nicht mehr überprüft wurde. Nähere Infos unter:

http://arbeitskreis-n.su/blog/2017/12/18/polizistenmord-heilbronn-ordner-53-die-heroin-spur-1-4-russen-mmp/

https://sicherungsblog.wordpress.com/2014/12/16/mutmasslicher-augenzeuge-des-polizistenmordes-verbrannte-in-seinem-auto/

Zwischen 12:30 UHR und 13:30 UHR .

Angeblich M-Tex Schulung in der PD Heilbronn.

Ebenfalls fällt auf, dass laut den Aussagen der Kollegen anscheinend nur Michele Kiesewetter bei der M-Tex Schulung im PD Heilbronn gesehen wurde. Die befragten Beamten die an jener Schulung teilgenommen haben wollen, konnten sich allesamt nicht an die Anwesenheit von Martin Arnold erinnern. Auch die fehlenden Teilnehmerlisten würden hier Klarheit verschaffen. Ebenso die ewigen Widersprüche zu den Einsatzplänen und dem Diensttausch spielen darin eine wichtige Rolle.

Anmerkung:

Würde man nur nach den Handy-Daten der beiden Opfer gehen wird hierdurch schon eines deutlich: Michele Kiesewetter und Martin Arnold waren wahrscheinlich nicht nur vormittags (zumindest in bestimmten Zeiträumen, alles nicht ganz klar) verhältnismäßig weit voneinander entfernt, sondern sehr wahrscheinlich auch im Zeitraum der angeblichen Schulung nicht zusammen. Ein starker Hinweis dafür, dass Martin Arnold wirklich nicht an der Schulung zu gegen war beschreiben mitunter auch die Handydaten. Martin Arnold befand sich um 12:14 UHR in der Moltkestraße von Heilbronn. Also mehrere hundert Meter von der PD Heilbronn entfernt wo sich Michele Kiesewetter zum fast gleichen Zeitpunkt aufhielt.

https://sicherungsblog.wordpress.com/2015/05/25/teil-5-kiesewetter-und-arnold-waren-definitiv-nicht-gemeinsam-bei-der-angeblichen-schulung/

Ende Teil 2

#NSU-Schauprozess: Aust und Borchert meinen, Zschäpe sei keine Mittäterin

Beide sind jedoch von der Schuld der Uwes ueberzeugt, trotz fehlender Tatortspuren, und Aust meint, tote Täter seien bequem.

Drei plus X…

Aber es ist ja noch nicht einmal hundertprozentig geklärt, ob Böhnhardt und Mundlos das nun tatsächlich alles alleine gewesen sind. Das ist unklar. Es gibt ja wirklich ziemlich dürftige Beweise zum Beispiel darüber, an welchem Tatort sie tatsächlich gewesen sind. Es gibt keine DNA-Spuren, es gibt relativ wenig, muss man sagen.

Mir hat sogar einmal ein Ermittler, der am Anfang an den Ermittlungen beteiligt war und der zu den beiden gehörte, die als erste die richtige Theorie hatten, nämlich dass es zwei Täter sind, die aus dem ausländerfeindlichen Sektor stammen und die diese Morde begangen haben, selbst der hat zu mir gesagt, die tatsächlichen Beweise dafür, dass Böhnhardt und Mundlos an den Tatorten alleine waren, sind nicht besonders hieb- und stichfest. Ich will jetzt nicht sagen, dass sie das nicht waren. Im Gegenteil! Ich bin ganz sicher, dass die ganz direkt daran beteiligt gewesen sind. Aber die Beweise für ihre Anwesenheit an den Tatorten sind ziemlich dürftig und ob die es wirklich alleine gewesen sind, ist unklar.

„Tote Täter sind bequem!“

Wie kann Zschäpe Mittäterin sein, wenn die Täter gar nicht feststehen?

Glauben Aust und Borchert das wirklich?

Sawicki: Angenommen, bei Beate Zschäpe wird vom Gericht festgestellt, dass sie keine Mittäterin ist, wäre das nicht eine große Blamage?

Aust: Natürlich. Deswegen bin ich auch ziemlich davon überzeugt, dass weder die Bundesanwaltschaft noch vor allen Dingen das Gericht sich nachher dieser Linie der Verteidigung anschließen wird. Ich bin ziemlich fest davon überzeugt, dass sie wegen Mittäterschaft zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt wird.

So wird es wohl kommen.

Zschäpe hat die Anklage nacherzaehlt, bzw. der Borchert wars… mitsamt der Fehler.

Das beschreibt auch Elsässer in Compact:

Nach vielen quälenden Verzögerungen haben im Münchner NSU-Prozess heute endlich die Abschlussplädoyers der Verteidigung begonnen. Beate Zschäpes Rechtsanwalt Hermann Borchert erklärte, dass die Mittäterschaft seiner Mandantin an den Verbrechen des sogenannten Nationalsozialistischer Untergrund in der seit Mai 2013 dauernden Hauptverhandlung nicht bewiesen worden sei. Das war eine leichte Übung, auch wenn die etablierte Presse schon an diesem Punkt aufjault: Zschäpe ist ja an keinem einzigen der Tatorte – 27 an der Zahl: Morde, Sprengstoffanschläge, Banküberfälle – von irgendeinem Zeugen gesehen worden! Und: Es gibt weder von ihr noch von den angeblichen Todesschützen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt eine klitzekleine DNA-Spur, geschweige denn Fingerabdrücke.

Also, was folgt daraus?

*** In dubio pro reo – Im Zweifel für den Angeklagten: Das muss auch für Beate Zschäpe gelten. Ich plädiere auf Freispruch – nicht, weil ich Sympathien für ihre – anngeblichen oder tatsächlichen – Ansichten habe, sondern weil die Anklage keine Beweise gegen sie vorlegen konnte. Eine Gesinnung allein, und sei sie noch so verbrecherisch, ist nicht strafbar – jedenfalls nicht in einem Rechtsstaat. Wird Beate Zschäpe als Sündenbock verurteilt, so bedeutet das auch: Die wahren Mörder sind noch auf freiem Fuß!

Im Schauprozess ist das anders, da waren es die Uwes.

So sieht’s wohl aus. Netter Tweet.

In der Scheinrealitaet OLG-Staatsschutz-Prozess sind Beweise nicht noetig.

Von Gestern:

Sieht er nicht falsch.

Schmarrn ist das, was BKA und BAW da als Anklageschrift verfasst haben.

Alle Tweets hier: http://nsu-leaks.freeforums.net/post/70966/thread

Beweisloses Hörensagen, gelle Herr Aust?

Heute ging es im selben Stil weiter:

Schmarrn? Staatsraeson!

 

“bewegliches Objekt“? Meint er etwa Beweisfaelschung? Untergeschobene Blutjogginghosen und sowas?

Sie waren und sind befangen. Staatsraeson NSU… von wegen 4. Gewalt…

Und die Uwes? DNA-freie Räuber? Profis ohne Klamotten, die weder Wasser noch Strom brauchten?

Wer soll das glauben?

Trio ohne Triowohnung?

2 Maenner teilen sich eine 4,5 Jahre alte ungewaschene Jogginghose?

Man kann RA Stahl verstehen:

Was für ein Schmarrn.