GLADIO

Die ungeklärte Rolle der Geheimdienste beim Terror 2

Im Teil 1 haben wir Wikipedia zitiert und Bommi Baumanns Erkenntnis ganz am Ende seines Interviews zur Kenntnis genommen:

Wir dachten immer, wir hätten autonom gehandelt, aus eigenem Antrieb, aber -nicht nur ich- habe im Laufe der Jahre, mit grosser zeitlicher Distanz bemerkt, dass wir höheren Zielen dienten, nämlich der Diskreditierung einer die Gesellschaft verändernden Bewegung durch Gewalttaten, und dass es da eine staatliche Struktur gab, die uns radikalisierte, bewaffnete, unterwanderte und irgendwie auch lenkte.

Chapeau!

Ein linker Forscher wie Kraushaar muss da vorsichtiger schreiben, denn er hängt letztlich am Tropf des Systems.

Ich bin allerdings – um das gleich vorweg festzuhalten – nicht der Ansicht, dass sich die RAF, die Bewegung 2. Juni, die Revolutionären Zellen und andere terroristische Gruppen auf als von Geheimdiensten ferngesteuerte Elemente reduzieren lassen.

Sie sind nicht nur ferngesteuert, sie agierten durchaus auch unabhängig von den Geheimdiensten.

Fragt sich nur, wie autonom sie agierten…

Wer kam auf die Idee, die 3. Generation der RAF (Das Phantom) zu erfinden, oder war die „doch echt“? Es gibt zahlreiche Indizien für Staatsterror in Deutschland, und im kleinen Blog findet sich dazu eine kleine Serie mit Indizien:

Gab es Staatsmorde auch in Deutschland?

Der Mord an Alfred Herrhausen

Gab es Staatsmorde auch in Deutschland? Teil 2

Barschel… und das epochale Statement des Leitenden Oberstaatsanwalts Heinrich Wille;

Sowohl der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl als auch Außenminister Genscher seien in der Lage gewesen, „Staatskriminalität zu begehen“.

Gab es Staatsmorde auch in Deutschland? Teil 3

Tito liess in Deutschland morden, und Frankreich ebenfalls.

Gab es Staatsmorde auch in Deutschland? Teil 4

Womöglich liess auch die STASI in der BRD morden. Samt gefakter Bekennerschreiben zu Lasten der RAF. Soll angeblich bei Herrhausen und Rohwedder so gewesen sein. Alte Seilschaften oder Freiberufler in Sachen Auftragsmord?

Gab es Staatsmorde auch in Deutschland? Teil 5

Was lief bei der Befreiung der Lufthansa Maschine Landshut wirklich ab, und wie kamen die RAF-Terroristen in Stammheim wirklich zu Tode?

Gab es Staatsmorde auch in Deutschland? Teil 6

Der Fall Vera Brühne ist vielleicht in Wahrheit ein CDU/Waffenhandel/Nazigold-Mord gewesen.

Ziemlich viele Fälle, und die Liste ist bei weitem nicht vollständig ohne Oktoberfestbombe und NSU. Auch Möllemann ist ein obskurer Selbstmord, und das Attentat am Breitscheidplatz 2016 sieht nach geframtem Terror mitsamt Patsy aus.

Selbst in Hanau passen die Augenzeugen-Berichte so gar nicht zur offiziellen Story, anderer Täter, mehrere Täter, alles sehr merkwürdig.

Hier ein Link zu einem eigenartigen Inhalt.
Komisch, muslimische Zeugen sprechen von mehreren Tätern, was nach Clan-Kriminalität aussehen würde.

n23.tv/hanau-zunehmende-zweifel-an-der-offiziellen-darstellung/

Es sieht schon sehr nach einer Geheimdienstoperation aus.

Die üblichen Verdächtigen (Janich, Kai Orak):

https://nsu-leaks.freeforums.net/post/82924/thread

Sicher, all das kann Unfug sein, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit wesentlich höher, dass nicht alles Unfug ist.

Es spricht sehr viel dafür, dass Sicherheitsapparate und Geheimdienste einen wesentlichen Anteil am Terror haben, dass die Politik den Terror eben nicht nur nutzt, im Zusammenspiel mit den sie tragenden Medien (Print und GEZ), sondern auch Vertuschung und Neuerzählungen (cover ups) zum staatlichen Standardrepertoire zählen. Ob man das nun Terrormanagement nennt oder Terror-Fakes oder False Flag, das ist erst einmal egal.

Das Problem liegt darin, dass für Otto Normalbürger solches Agieren von Staaten unvorstellbar ist.

Im kommenden Teil geht es dann in das Buch vom Kraushaar hinein…

Die ungeklärte Rolle der Geheimdienste beim Terror 1

Wie angekündigt geht es hier um ein Buch. Dringende Leseempfehlung.

Der Titel passt nicht wirklich, denn es geht um viel mehr als nur um Verena Becker.

Kraushaar…

… beschäftigte sich intensiv und kritisch mit dem Fall Verena Becker und deren möglicher Rolle bei dem Attentat auf Siegfried Buback 1977 und publizierte ein Buch darüber. Er nahm auch als Beobachter am Prozess gegen Becker teil und kommentierte, dass nach seiner und der Ansicht anderer Prozessbeobachter dabei „der Staat die Angeklagte verteidigt“. Es sei eine „Perversion des Rechtsstaats, wenn der Vertreter der Anklage insgeheim die Interessen der Angeklagten, in diesem Fall einer Exterroristin, vertritt“. Im Juni 2011 betitelte er einen Zeitungsartikel über den Prozess „Eine Farce in Stammheim“.[7]

Anhand des Becker-Prozesses äußerte er sich auch zum möglichen Einfluss von Geheimdiensten auf den linken Terrorismus. Zu einer möglichen Verstrickung von Geheimdiensten etwa in den Buback-Mord befragt, meinte er:[8]

„Geheimdienste, westliche wie östliche, sind nach wie vor die große Unbekannte in der Entstehung und Entwicklung des Terrorismus, des bundesdeutschen ebenso wie des mit ihm verflochtenen internationalen Terrorismus. Wenn es der Forschung nicht gelingt, die diversen Schnittstellen zwischen Geheimdiensten und terroristischen Organisationen zu erhellen, dann wird die historische Darstellung – etwa die der RAF – höchst unzureichend bleiben. Ich bin allerdings – um das gleich vorweg festzuhalten – nicht der Ansicht, dass sich die RAF, die Bewegung 2. Juni, die Revolutionären Zellen und andere terroristische Gruppen auf als von Geheimdiensten ferngesteuerte Elemente reduzieren lassen.“

Auch lesenswert: https://taz.de/!5119067/

Und dann noch das hier: Wiki-Eintrag zu Verena Becker:

Im Becker-Prozess sagte auch Michael „Bommi“ Baumann als Zeuge aus, der Becker ursprünglich für die Bewegung 2. Juni rekrutiert hatte. Er brachte unter anderem vor, warum Becker seiner Meinung nach schon deutlich früher als 1977 – also noch vor dem Mord an Buback – mit dem Verfassungsschutz zusammengearbeitet haben könnte.[30] Kraushaar wies darauf hin, dass Anklage und Verteidigung nichts unterlassen hätten, um den nach eigener Aussage opiatabhängigen Baumann als Zeugen völlig unglaubhaft erscheinen zu lassen. So sei die Tatsache, dass sich Baumann in einem Drogenersatzprogramm befände, nicht erwähnt worden, und der Unterschied zwischen Methadon und Heroin gar nicht erörtert worden. Kraushaar hatte den Eindruck, die Staatsanwaltschaft wolle zuvorderst, dass er als in seiner Wahrnehmungsfähigkeit eingeschränkt und insofern als unzuverlässig gelten würde. Die Tatsache, dass man es in Baumanns Person mit jemandem zu tun hätte, der sich im Unterschied zu den meisten anderen Ehemaligen glaubwürdig vom Terrorismus distanziert habe, sei dagegen keinerlei Erwähnung wert gewesen:[30]

„Auffällig war wieder einmal, wie sehr sich Bundesanwalt Hemberger darauf konzentrierte, Zeugen nach allen Regeln anwaltlicher Kunst auseinanderzunehmen, geradezu zu demontieren. Angesichts dieser Einstellung drängte sich erneut der Eindruck auf, als sei er der wirkliche Verteidiger Verena Beckers. Nun konnte er [Baumann] sagen, was er wollte, jegliches Nachhaken erübrigte sich von selbst. Alles war durch das Bekenntnis zum Drogenkonsum zur Genüge diskreditiert. Der Zeuge Baumann – darin schien sein [des Staatsanwalts] insgeheimes Resümee zu bestehen – konnte von der Staatsanwaltschaft unter den erledigten Fällen abgebucht werden.“
Baumann selbst meinte dazu, er habe mehrfach das Gefühl gehabt, dass er der eigentliche Angeklagte sei, wenn er zur möglichen Rolle des Verfassungsschutzes befragt worden sei. Etwas Derartiges habe er „noch nie erlebt.“[32]

Vielen Lesern hier sicher schon bekannt, aber immer wieder interessant. Bommi Baumann (RIP):

Spannendes Thema: Der Terrorismus von Links und Rechts und die Geheimdienste?

Alles inszeniert oder nur unterstützt? Welchen Zielen dienten die Terroristen, die meisten davon ohne es zu wissen?

Ende Teil 1

Düstere Parallelwelt: Einer der Mörder von Ertugrul Yilmaz wurde gefasst

ein Gastbeitrag

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Endlich! Die Döner-Mordserie kann nun aufgeklärt werden.

Kurzer Blick zurück: der Spiegel am 21.02.2011:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-77108510.html

Ein Kurde wurde kurz vor Weihnachten 2016 als Mörder von Ertugrul Yilmaz festgenommen, nachdem seit 2003 nach ihm gefahndet wurde. Ein anderer Verdächtiger, wurde schon 2003 verhaftet und anschließend wieder freigelassen, weil angeblich die Beweise nicht ausreichten.

Fingerabdrücke der mutmaßlichen Täter wurden am Tatort gesichert und auch zwei Phantombilder angefertigt.

–> http://www.haz.de/Umland/Hemmingen/Nachrichten/Polizei-fasst-mutmasslichen-Moerder-nach-Bluttat-in-Hemmingen

Jetzt wird’s kurios:

Recep C. (45) hat einen Mann erschossen. Sein Anwalt Christian Neumann sagt: „Das Verfahren ist eingestellt. Er kann deshalb nie wieder angeklagt werden.“ Was sich zunächst nach einem Justizskandal anhört, ist rechtens.

Recep C. war dringend verdächtig, am 3. April 2003 in Hemmingen-Westerfeld einen Landsmann (37) erschossen zu haben. Während der Ermittlungen setzte sich der Beschuldigte ins Auslang ab. Zu den Hintergründen der Tat konnte Thomas Klinge, Sprecher der Staatsanwaltschaft, nichts sagen. Es war von einem Auftragsmord in Mafiakreisen die Rede oder von einer Auseinandersetzung zwischen den Grauen Wölfen und Kurden.

In jedem Fall wurde C. kurz vor Weihnachten 2016 an der deutsch-polnischen Grenze verhaftet. Der Haftbefehl aus dem Jahr 2003 war noch in Kraft.

So kam der 45-Jährige in Untersuchungshaft. „Er konnte beglaubigte Unterlagen vorlegen, dass er in der Türkei seine Strafe verbüßt hat“, sagte gestern Oberstaatsanwalt Klinge. Demnach sei Recep C. wegen des Tötungsdelikts in der Türkei zu acht Jahren und vier Monaten verurteilt worden. Vor Gericht sagte er, dass er in Notwehr geschossen habe. Die Identität des Mittäters konnte nie geklärt werden.

Dass der 45-Jährige in Deutschland wieder in Untersuchungshaft wanderte, liegt auch am Verhalten des türkischen Staates. „Unsere Rechtshilfeersuchen wurden nie vom türkischen Staat beantwortet“, erklärt Klinge. Deshalb hatten die deutschen Behörden nie einen Nachweis, ob der Beschuldigte seine Strafe auch abgesessen hat. Auch Anfang 2017 blieben die Fragen der Staatsanwaltschaft Hannover unbeantwortet.

Nur weil sich der Beschuldigte um die Beglaubigung der türkischen Urkunden kümmerte, kam er letztendlich frei. So blieb der Staatsanwaltschaft nur noch, dass Verfahren einzustellen. Recep C. hat seine Strafe schließlich abgesessen.

Das Kuriosum am Rande: Wie lange Recep C. in der Türkei in Haft saß, konnte Oberstaatsanwalt Klinge gestern nicht sagen. „Es heißt nur, dass die Strafe von acht Jahren und vier Monaten vollstreckt worden sei.“ Anwalt Neumann erklärte, dass C. mehr als vier Jahre in Haft gesessen habe. Wahrscheinlich wurde der Mann vorzeitig aus der Haft entlassen – sowie das in Deutschland auch üblich ist.

http://www.neuepresse.de/Hannover/Meine-Stadt/Landsmann-erschossen-Justiz-laesst-Taeter-laufen

Wie konnte dieser Recep C. in der Türkei wegen Mordes an Yilmaz verurteilt werden, wenn das Rechtshilfeersuchen der deutschen Behörden von den Türken nicht beantwortet wurde? Der Mord fand in Deutschland statt. Dementsprechend hätte auch ein Gerichtsverfahren in Deutschland stattfinden müssen.

War dieser Kurde möglicherweise ein staatlicher Hitman der Türken? Nachdem seit 2003 nach ihm gefahndet wurde und er von gewissen Strukturen in der Türkei und ? gedeckt wurde, bekam er die Empfehlung, für einen bestimmten Zeitraum nicht mehr nach Deutschland und Westeuropa einzureisen?

So ganz abwegig ist das sicher nicht.

Zu der in der düsteren Parallelwelt des Spiegel erwähnten Todesliste. Da war doch was:

https://sicherungsblog.wordpress.com/2016/01/19/die-doenermorde-die-tuerkei-die-pkk-und-die-unfaehigkeit-der-ermittler-teil-3/

Natürlich wird die Döner-Mordserie aktuell nicht aufgeklärt werden. Weil sie nicht aufgeklärt werden darf! Aber vielleicht doch noch irgendwann?

Was es alles gab:

Hi, lieber Jimmy,

grundsätzlich teile ich Deine Meinung. Wichtig finde ich aber auch die Erwähnung folgender Fakten, die eine eventuelle Zusammenarbeit mit türkischen Auftraggebern über die Übermittlung durch sog. V-Leute, belegen. — Anfang 2012 rief ich das Spiegel-Büro in Dresden an, um den dortigen Büroleiter (Maximilian Popp) zu sprechen. Er hatte im Februar und August 2011 Artikel zur Mordserie im „Graue Wölfe“-Bereich verortet. Seine Mitarbeiterin gab mir als Erklärung, daß ihr Kollege 5 Familien von Mordopfern besuchte, die ihm mitteilten, daß die späteren Opfer vor den Morden auf türkisch bedroht wurden und deshalb nicht zu Hause übernachteten, weil sie ihre Familien nicht gefährden wollten. Bedenke bitte auch eine Zusammenarbeit von GW-Referenten mit der NPD in Thüringen (Linkspartei-Anfragen in Thüringen,April 2011, und Bundestag 19.10.11).

Bis bald, solidarische Grüße, Michael

https://diefreiheitsliebe.de/gesellschaft/nsu-und-kein-ende-in-sicht-kein-10-opfer/#comment-18160

Das ist sehr wahrscheinlich der Ex-Grüne Herr Pattberg, der heute auch schon mal mit einem Martin Renner von der AfD auf dem Podium sitzt, und über die Folgen einer Islamisierung Deutschlands diskutiert.

Über die Grauen Wölfe hat er auch Interessantes zu erzählen.

https://www.youtube.com/watch?v=te5F2kcuYpw&list=PL2KmnP8sej4DoXrTNjkhVr95twXjvbFaH