Schauprozess

#NSU Prozessberichterstattung als redaktionell vorgeschriebenes Wegschauen aus politischer Rücksichtnahme

Dieser Kommentar bei den Antifafreunden von DIE ZEIT vom Leser PLA SACHSEN gehoert hier im Blog archiviert.

Er bezieht sich auf das Gelalle vom Terrorholgi Schmidt (SWR) beim Rotfunk Berlin/Brandenburg, und auf einen grob verdummenden Artikel im Migazin, warum der NSU-Prozess nicht allzuviel mit Aufklaerung zu tun habe, geht aber das grundsaetzliche Problem von politischen Prozessen samt derem Gemauschel an, zu dem sich die Leidmedien nicht zu äussern wagen.

Die Hofberichterstattung:

Eine entscheidende Frage provoziert sehr unterschiedliche Meinungen: Hat der NSU-Prozess geleistet, was er leisten muss? Vertreter der Nebenklage äußern sich über die bisherigen Ergebnisse immer wieder enttäuscht.

Der Rechtswissenschaftler Oliver Harry Gerson hält ihnen in der Publikation Migazin entgegen, das Verfahren habe wohl „schlicht nicht die Klärung erwirkt, die sich mancher erhofft hatte“. Tatsächlich gelte, dass jedes Strafverfahren eine Geschichte erzählt, einen Ausschnitt aus der Wirklichkeit, der nicht dem tatsächlichen Geschehen mit all seinen Facetten entsprechen muss – oder dem, was die Nebenklagevertreter dafür halten. Das Fazit: „Wer fordert, dass ein Strafverfahren umfänglich alle Hintergründe des ‚Untergrundes‘ aufdeckt, der überfordert es.“

Im Inforadio des rbb schildert Terrorismusreporter Holger Schmidt seine Beobachtungen, konzentriert auf Beate Zschäpe. Aufgefallen ist ihm demnach der „manipulative Wesenszug“ der Hauptangeklagten, deren eigene Schilderungen nicht zu ihrem Verhalten im Prozess passten.

Man kann sich das Gefasel anhoeren, man kann die Verdummung vorab lesen, es ist ein Grauen… was zu entsprechenden Reaktionen fuehrt:

Müller Karl
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Dieser Prozesse, bei dem die Prozessbeteiligten alle die Interpretation der StA stützen, sei diese auch noch so gewagt, will sicher Aktenlage schaffen, aber nichts aufklären.

So ist es, aber den Lohnschreibern der BRD-Medien darf das offenbar nicht auffallen. Die muessen sich doof stellen, staatsschuetzend naiv?

PLA-Sachsen
.
Die im obigen Artikel erwähnten Ausführungen des „Terrorismusreporters“ Holger Schmidt bei „Inforadio rbb“ erschöpfen sich in der Mitteilung von zwei subjektiven Empfindungen, nämlich erstens, daß er glaube, „sie [Zschäpe] habe ganz genau gewußt, was passiert ist“, und zweitens, daß der „manipulative Wesenszug“ Zschäpes ihm am meisten aufgefallen sei.

In beiden Fällen handelt es sich m.E. um Verlegenheitsäußerungen angesichts einer unaussprechlichen Wirklichkeit. Daß Zschäpe weiß, was während ihres Zusammenlebens mit den Uwes „passiert ist“, ist natürlich wahrscheinlich. Aber diese Binsenwahrheit erklärt nicht, warum sie die durch Tatsachen eher als widerlegt erscheinenden Tatvorwürfe der GBA gegen die Uwes anhand eines angeblichen, kaum glaubhaften Hörensagens BESTÄTIGT und damit ohne jede erkennbare prozeßtaktische Notwendigkeit das bisher einzige konkrete Belastungszeugnis gegen die Uwes und damit gegen sich selbst liefert. Das ist ein, zumindest scheinbar irrationales Verhalten, hinter dem aber nach menschlichem Ermessen doch irgend eine rationale Erklärung stehen dürfte. Nachdem ihre Aussage im Dezember 2015 nach „monatelangen Geheimabsprachen“ (Originalton Altverteidiger Heer) zwischen den unter mysteriösen Umständen eingesetzten neuen Strafverteidigern Grasel und Dr. Borchert einerseits und Gericht und Anklagevertretung andererseits zustande kam, und zwar hinter dem Rücken der seit Prozeßbeginn tätigen Pflichtverteidiger, braucht man nicht viel Fantasie, um sich das wirkliche Motiv für die Aussage vorzustellen. Inzwischen dürfte die Frau aber sehr im Zweifel sein, ob sie bei diesem, ihr vermutlich nahegelegten Motiv von realistischen Annahmen und einem gerechtfertigten Vertrauen ausgegangen ist. Wie es sich damit tatsächlich verhält, wird sie – und die interessierte Öffentlichkeit – erst nach der Urteilsverkündigung wissen.

Nach meiner Einschätzung liegt hier mit an Gewißheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein rechtsmißbräuchlicher Zusammenhang vor, der von den gesamten Mainstreammedien und einem Teil der alternativen Medien (je nach politischer Glaubensrichtung) wider besseres Wissen systematisch ignoriert wird. Angesichts des bekannten Prozeßverlaufs – z.B. der genannten Umstände rund um die Aussage Zschäpes oder der fehlenden Beweisanträge seitens der Verteidigung – und der Evidenz von Sachverhalten, die durch die Arbeit von U-Ausschüssen, investigativen Journalisten, Opferanwälten etc. zu Tage gefördert worden sind – etwa in bezug auf die Rolle des VS-Mannes Andreas Temme, die V-Leute in unmittelbarer Trio-Nähe oder die komplett fehlenden DNA-Spuren von den Uwes – kann ich mir beim besten Willen diese Ignoranz nicht anders erklären als durch redaktionell vorgeschriebenes Wegschauen aus politischer Rücksichtnahme. Sonst müßte ich eine komplette Inkompetenz bei fast allen professionellen Berichterstattern voraussetzen, was aber mit Sicherheit auszuschließen ist; das Gegenteil dürfte nach meinem Eindruck der Fall sein!

Daß Herr Schmidt einen manipulativen Wesenzug bei Frau Zschäpe zu erkennen glaubt, paßt zwar zu den, mit unbewiesenen Prämissen, nämlich der Täter- oder gar Alleintäterschaft der Uwes, zusammenhängenden Spekulationen über ihre etwaige dominante Rolle innerhalb des Trios. Es ist aber angesichts des Umstandes, daß die Frau während des ganzen Prozesses kaum den Mund aufgemacht hat, gänzlich unglaubwürdig. Daß sie mittels fragwürdiger Anträge an das Gericht gegen ihre eigenen Anwälte vorgegangen ist, um eine Aussage tätigen zu können, durch welche die für die Anklage gegen sie, also Zschäpe selbst, grundlegende, jedoch UNBEWIESENE Behauptung der Anklagebehörde bzgl. der Einzeltäterschaft der Uwes erstmalig in diesem Prozeß BESTÄTIGT wird, spricht wahrlich nicht für eine manipulative oder dominante Persönlichkeit, sondern eher für eine komplizierte Abhängigkeit und ein alternativloses Handeln nach fremden Vorgaben.

Der im obigen Beitrag von Tom Sundermann ebenfalls erwähnte Offene Brief der Opferanwälte und die entsprechende Antwort/ Stellungnahme des Rechtswissenschaftlers Oliver Harry Gerson, sind m.E., mit Verlaub gesagt, beide nur mit dem Wort unglaubwürdig zu charakterisieren.

Zwar stellen die Opferanwälte in ihrem Brief das ebenfalls unglaubwürdige, der Wahrheitsfindung alles andere als dienliche Verhalten der Bundesanwaltschaft recht gut dar. Dabei wird aber auch ihr eigenes unglaubwürdiges Verhalten deutlich, und zwar durch folgende Sätze: „In keinem Fall wurde in der Hauptverhandlung vor dem OLG München zu möglichen Unterstützern an Tatorten oder weiteren unbekannten Unterstützern Beweis erhoben. Die Bundesanwaltschaft ist vielmehr Anträgen und Fragen aus der Nebenklage zur Aufklärung von konkreten Hinweisen zu Unterstützern an den Tatorten stets mit der Begründung entgegengetreten, dass diese nicht verfahrensrelevant waren.“

Ja, in der Tat, das stimmt! Aber WARUM konnte die Bundesanwaltschaft den Beweisanträgen mit dieser, an sich korrekten Begründung entgegentreten? Antwort: Weil in den Begründungen für die Beweisanträge die einzige PROZESSRELEVANTE FOLGE einer im Sinne der Antragsteller erfolgreichen Beweisaufnahme stets AUSGEKLAMMERT war! Diese potentielle, ggfls. prozeßrelevante Folge wäre die ENTLASTUNG von Zschäpe und ihren Mitangeklagten. Es mag verständlich erscheinen, daß die Vertreter der Nebenklage nicht so gerne Beweiserhebungsanträge zur Entlastung der Angeklagten stellen. Das ist zwar normal, aber genau genommen fragwürdig. Denn als Organe der Rechtspflege sind ALLE Prozeßbeteiligten, außer den Angeklagten, also Richter, Ankläger und alle sonstigen Anwälte, der WAHRHEIT verpflichtet. Und in diesem Prozeß, in dem eine notwendige Bedingung für die Schuld der Angeklagten im Sinne der Anklage die ALLEINTÄTERSCHAFT DER UWES ist, würde jede Beweiserhebung, die zur Widerlegung dieser Alleintäterschaft oder gar der Täterschaft der Uwes überhaupt führt oder zumindest ernsthafte Zweifel daran begründet, die Frage nach der Einstellung des Verfahrens aufwerfen. DAS hätten die Nebenklagevertreter in Kauf nehmen müssen, wenn es ihnen wirklich EHRLICH um die Aufdeckung von wesentlich schwerwiegenderen Strukturen als dem zwar auch schlimmen, aber gemäß der Anklage doch singulären „NSU“-Trio gegangen wäre. Der Folgeprozeß – gegen wen auch immer – wäre übrigens nach einer Einstellung so gut wie sicher. Dafür würde schon der unvermeidbare weltweite Aufschrei führen.

Die Nebenklagevertreter wollten aber diese Konsequenzen offensichtlich NICHT in Kauf nehmen. Deswegen haben sie die mögliche Entlastung der Angeklagten weggelassen. Eigentlich irrational! Denn wäre die Beweiserhebung (StPO-widrig) zugelassen und der Beweis einer anderwärtigen Täterschaft erbracht, hätte dies auf jeden Fall zur Entlastung der Angeklagten beigetragen, unabhängig von der Antragsbegründung.

Was die Stellungnahme des Rechtswissenschaftlers Oliver Harry Gerson zum Offenen Brief der Nebenklagevertreter betrifft, kann ich mich kurz fassen. Herr Gerson geht offenbar von der unrealistischen, allerdings auch von den Nebenklagevertretern selbst unterstellten Voraussetzung aus, die Schuld der Uwes und, dadurch bedingt, die der Angeklagten stehe außer Frage und es gehe nun um die zusätzliche Frage, ob es weitere Täter gebe. Herr Gerson übersieht dabei, wie auch die Nebenklagevertreter, daß schon der Nachweis weiterer Täter eine fundamentale Voraussetzung der Anklage, nämlich die Einzeltäterschaft der Uwes, erschüttern und damit das ganze Verfahren in Frage stellen würde. Es geht also völlig an der Sache vorbei, wenn man, wie Herr Gerson, an die Einsicht appelliert, ein Strafverfahren könne im wesentlichen nur die Schuld der ANGEKLAGTEN klären, nicht etwaige andere, darüber hinausgehende Tatumstände. – Ich denke, das ist in Wirklichkeit auch dem promovierten Juristen selbst durchaus bewußt.

Von Letzterem ist auszugehen.

Klasse Kommentar! Die Verteidiger verteidigen nicht, die Nebenklageanwaelte wollen duschen ohne nass zu werden, und die Medien sind der Staatsraeson der Anklage verpflichtet?

Klasse Rechtsstaat…

Compact 8/2017 zum #NSU-Schwindel

Der 2. Bundestags-Ausschuss zum #NSU war eingerichtet worden, um  „Verschwoerungstheorien im Internet den Boden zu entziehen“, nachdem der Bundestags-Innenausschuss unter Wolfgang Bosbach keine Akten bekommen hatte, um die im September 2014 vorgelegten Akten-Widersprueche zu pruefen bzw. zu untersuchen.

Die Ermittlungsakten-Posse des Bundestags-Innenausschusses geht weiter

Wie kann es sein, dass der Bundestags-Innenausschuss keine NSU-Ermittlungsakten bekommt, und GBA Range das Erscheinen im Ausschuss verweigert, aber die Staatsanwaltschaft Karlsruhe die Akten hat und nutzt?

Das war im Oktober 2014. Bosbach legte darafhin den Vorsitz nieder, und „bewaehrte Fachkraefte der Nichtaufklaerung“ uebernahmen: Pau, Binninger, Schuster & Co.

Gekommen um erneut zu scheitern:

Die Aufklaerungskomoedie ist inzwischen zuende, und wie erwartet kam nichts dabei heraus. Mission accomplished!

Das hat auch Compact erkannt, was da fuer eine Schwindelshow betrieben wurde:

kann das mal bitte jemand einscannen und mir zuleiten?

Der Polizistenausschuss des Bundestages hat erneut versagt, er war nie anders geplant, und ermitteln kann er sowieso nicht, das weiss sogar die Antifa-Nebenklage:

Die Untersuchungsausschüsse hatten keine eigene Ermittlungskompetenz und keine effektiven Möglichkeiten, um selbst weitere Unterstützer oder Mitglieder des NSU zu ermitteln.

Halb wahr, vor allem wollten die niemals… und duerfen auch nicht!

Die Nebelgranate, die Luege auf die man sich einigte heisst 3+X statt keine Spuren, nirgendwo, Morde weiterhin unaufgeklaert.

Der Compact-Artikel wurde uns inzwischen zugeschickt, vielen Dank!

3 Seiten lang, handwerklich solide, nichts Neues fuer Blogleser, aber immerhin eine klare Botschaft: Alles Schmu!

Richtig mitgelesen 🙂

Bei Compact wird Vieles wiederholt, was schon zuvor geschrieben wurde, der nicht passende Selbstmord, die 2. Pumpgunhuelse im Womo, die nicht passenden Phantombilder von Heilbronn… lassen wir mal weg.

Das hier ist schoen:

Hier fehlt was, Else!

Hier fehlt die Bigotterie, denn es war doch wohl der Bundestag hoechstselbst, der am 22.11.2011 sein einstimmiges Urteil sprach, an dem sich GBA Range und das BKA dann entlanghangeln mussten. Nichts anderes macht der NSU-Prozess! Alles strikt nach Fahrplan!

Hier fehlt auch was, naemlich der Graue Wolf, der tuerkische Nazi unter Temmes V-Leuten. Das waere wichtig gewesen.

Wieviel Hirnschmalz braucht man um drauf  zu kommen, dass Gaertner dem Temme erst Ende 2011 angedichtet wurde, damit der wenigstens 1 Nazi hatte? In Wahrheit duerfte Gaertner der V-Mann von Temmes Kollege/Chef (Fehling) gewesen sein…

Es sind auch nicht „die Akten zu Temme“ fuer 120 Jahre gesperrt, sondern der Ermittlungsbericht zur Rolle Temmes und seiner islamischen V-Leute beim letzten Doenermord in Kassel. Ex LfV Hessen- Praesident Roland Desch hat den Abgeordneten doch nichtoeffentlich gesagt, warum Temme wirklich beim Yozgat war! Etwas genauer zu arbeiten taete Compact gut. Die Schauspieler sitzen sehr wohl im Hessen-NSU-Ausschuss, das haette da mit hinein gehoert.

Aber die wesentliche Botschaft kommt an:

Zschaepe war dumm genug, Anklage-bestaetigend alles zu gestehen. In dubio contra reo duerfte daher eher hinkommen.

Omma basht die Antifa-Nebenklage wegen #NSU-Netzwerk, schickt KDF ihr Blumen?

Wenn nicht, dann sollte er das schleunigst tun! Sie keilte kräftig aus, sicher sehr zur Freude der Bundesregierung, ob Spiegel oder WELT, Omma schreibt was den Mächtigen gefällt:

Mit einer unpopulären Meinung meldet sich Welt-Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen zu Wort (hinter Paywall): Sie kritisiert die Nebenklageanwälte für ihre These, laut der es unzweifelhaft weitere Mittäter, ja Mitglieder des NSU gegeben haben muss. Mit dieser Ansicht nämlich treten große Teile der Opfervertreter dem Plädoyer der Bundesanwaltschaft entgegen, demzufolge die Terrorgruppe eine geschlossene Gruppe mit einigen Unterstützern war.

Friedrichsen bilanziert das Ergebnis der Beweisaufnahme so: „Es gab kein Netzwerk rechtsradikaler Migranten-Mörder.“ Und Beweise für die Netzwerk-Theorie seien die Nebenklageanwälte schuldig geblieben. Lücken in den Ermittlungen zum NSU-Komplex gingen vor allem auf das Schweigen der Hauptangeklagten Beate Zschäpe zurück. Die betreffenden Nebenklagevertreter seien „Propagandisten“, die ihre Mandanten aus dem Blick verloren hätten: „Unterstützung der Opfer? Kaum Thema bei jener Gruppe von Anwälten, die vor allem eine Bühne zur Diskreditierung des Rechtsstaats sucht.“

Oups, das war hart… sie meint linksradikale Diskreditierung durch die Antifa-Nebenklage? Welchen Rechtsstaat meint sie?

Gehören da der Binninger und die Pumuckl auch dazu, mit ihrem Nazi-Netzwerk 3 + X?

Wie die Sturheit der Opfer-Anwälte dem Rechtsstaat schadet

Es gab kein Netzwerk rechtsradikaler Migranten-Mörder. Doch die Nebenkläger im Ver­fahren gegen Zschäpe behaupten das weiter. Sie bringen damit diesen Mammut-Prozess und unseren Rechtsstaat in Misskredit.

Die Überzeugung der Bundesanwaltschaft, nur das Trio Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe habe getötet, ist weit weniger abwegig, als Teile der Nebenklagevertreter glauben machen wollen. Aber sie wird von einigen Anwälten negiert, ja bekämpft, als handle es sich um eine geradezu kriminelle Ausrede der Staatsanwaltschaft zum Zweck der Verdeckung nicht minder verbrecherischen Wirkens der Behörden, die gegen „unbekannte Unterstützer“ der Täter oder gegen – ebenso unbekannte – weitere NSU-Mitglieder nicht ermittelt hätten.

 

Besonders schön an dem Streit ist doch, dass es keine zugeordneten Tatortspuren gibt, weder vom angeblichen NSU „“Kerntrio“ noch von dem angeblichen NSU „Netzwerk von Kameraden“.

Die Überzeugung der Bundesanwaltschaft ist natürlich Blödsinn, aber das tut nichts zur Sache. Da keine Beweise erhoben wurden, kann die Bundesanwaltschaft auch kollektiv Mitglied der Kirche fliegender Spaghettimonster sein. Sie dürfen alles behaupten und von allem überzeugt sein, wenn sie schon gegen §160StPO verstoßen.

Absolut richtig!

Inzwischen gibt es Ommas Artikel etwas abgeändert (?) und ohne Paywall:

Omma hat sogar die 9 Heiliggesprochenen auf der Rechnung, Blasphemie, Gottseibeiuns:

Wer behauptet, der NSU-Prozess sei eine Farce gewesen, hat entweder den Prozess nicht mitverfolgt oder plappert wohlfeile Sprechblasen nach, die von ein paar Wortführern der Nebenklage öffentlich losgelassen werden. Sie erwecken den Eindruck, den Rechtsstaat und seine Institutionen vor Prozessende schon in Misskredit bringen zu wollen. Ihnen scheint es längst nicht mehr darum zu gehen, wenn es ihnen je darum ging, dass die fünf Angeklagten für ihre Taten zur Verantwortung gezogen werden. Stattdessen beharren sie fast aggressiv und andere Meinungen nicht zulassend auf der Spekulation, es habe rechtsextreme Hintermänner, eine Verstrickung der Dienste in die Ideologie des Rassenkampfes und strukturell rassistische Ermittlungen gegeben. Das kommt in Teilen der Öffentlichkeit gut an und verschleiert zum Beispiel, dass anfängliche Ermittlungen etwa wegen Drogengeschäften oder Geldwäsche der Ermordeten in einigen Fällen nicht völlig absurd waren.

Was für eine Untertreibung, aber immerhin. Die waren teils hochgradig kriminell. Andere waren das jedoch eher nicht.

Auch net schlecht:

Oberstaatsanwalt Jochen Weingarten glänzte mit einer ebenso wortgewaltigen wie eindrücklichen Beweiswürdigung, auch zum Weg der Tatwaffe Ceska 83. Hier spielten Ankläger der Champions League gegen Verteidiger aus der dritten Liga.

Hallo Frau Schneiders, Grüzi Herr Klemke, ihr Totalversager…

Die Omma hat da absolut Recht:

Zu den Besonderheiten des NSU-Prozesses gehört aber auch, dass sich die vom Gesetzgeber gewollte Rolle der Nebenklage streckenweise geradezu ins Gegenteil verkehrte. Unterstützung der Opfer? Kaum Thema bei jener Gruppe von Anwälten, die vor allem eine Bühne zur Diskriminierung des Rechtsstaats sucht. Mittlerweile tritt sie wie eine dritte Prozesspartei auf, die gegen die Verteidigung ebenso opponiert wie gegen die Anklage, ja, gegen jene fast noch mehr. Sie spielt ihr eigenes Spiel.

Die Anklage spielt ihr eigenes Spiel, das Spiel der Regierung, also massgeblich des BMI, des BfV, das des Kanzleramts-Staatssekretärs für die Geheimdienste, BfV-Gewächs KDF.

Die Verteidigung Zschäpe spielt 2 Spiele, die einen spielen das Schweigespiel und die V-Anwälte (V wie Vertrauen 😉 ) spielen das Gerichts-Geständnis-Deal-Spiel mit der Anklage.

Die Nebenklage spielt mit der Antifa und mit Binninger und Schuster das 3 + X – Spiel. Also kein Trio, sondern ein unbekanntes Netzwerk, ebenso ohne Beweise wie die Trio-These.

Wahrscheinlichste Variante ist diese hier: Weder, noch!

kann das mal bitte jemand einscannen und mir zuleiten?

Omma ist -zurecht- der Meinung, dass diese Schauprozess-Farce mit 60 Nebenklageanwälten dringend abgeschafft werden sollte:

Im Breivik-Prozess in Oslo hatte man sich auf nur drei kompetente Anwälte als Vertreter der vielen Opfer verständigt. Eine nachahmenswerte Beschränkung.

forum@weltn24.de

Das Gejammer der getroffenen Hunde ist bis nach Südostasien zu hören. Schön.

Ich hatte mich immer gefragt, wer diese „Privatstenographen“ bezahlt. Zum Beispiel diesen Saalhocker, Stefan Josef Frees. Der hat das Diemer-Groupie Omma ab sofort gar nicht mehr lieb. fatalist grinst, und wünscht Schönen Sonntag!

Sommerloch… buchhalterisches zum #NSU-Prozess

Da man ja niemals weiss, wann bestimmte Inhalte verschwinden, und weil keine Zeugen mehr hinzukommen dürften…

Das hatten wir schon, kommt vom ZDF, bzw. baut darauf auf.

Die BILD hat da eine detaillierte Grafik gemacht:

Statt 815 Zeugen nur gut 400?

Mehrfachauftritte unterschiedlich gezählt?

Eine sehr manipulative Kurzzusammenfassung der ca. 370 Verhandlungstage gibt es hier:

http://arbeitskreis-n.su/blog/2017/07/28/tagesspiegel-klaert-auf-warum-zschaepe-kein-paulchenvideo-versendete-die-aussage-der-postbeamten-zum-inhalt-des-abmontierten-postbriefkastens-fruehlingsstrasse/

jansen_tagesspiegel_prozesstage.pdf

Und die 400 oder 800 Zeugen kann man hier nachzählen, so man denn will. Beim Terrorholgi:

Ältere Zeugenladungen NSU (ab 2013)

Aktuelle Ladungen stehen hier

(mehr …)

Auch das BMI glaubt an den #NSU

Kein Wunder, denn der Bundestag hat sein Urteil bereits am 22.11.2011 einstimmig gefällt.

Ganz frisch:

Wer braucht da noch ein Urteil in einem Schauprozess?

Die migrantische und sonstige Antifa-Nebenklage hat es immer noch nicht kapiert, dass es nirgendwo Tatortspuren der angeblichen Killer gibt?

Sieht so aus:

Vor 3, 4  Jahren waren die alle schon mal weiter. Wie hat man sie wieder eingefangen?

http://arbeitskreis-n.su/blog/2014/11/06/staatsministerin-ozoguz-wer-hat-tatsachlich-auf-sie-geschossen/

Solange sie sich noch so wunderbar über BILD-Titel ereifern können, scheinen sie keine wirklichen Probleme zu haben… der „NSU-Linken-Aufreger“ der letzten Tage:

Ganz viel Moralin:

In der Zwischenzeit haben sie wohl auch bei Bild.de gemerkt, wie grässlich es ist, über einen Prozess zu berichten, auf den so viele trauernde Angehörige schauen, und dabei den „BLÜMCHENSCHAL“ und das „LUFTIG ROT-ORANGENE SHIRT“ einer Person hervorzuheben, der die Mittäterschaft in zehn Mordfällen vorgeworfen wird. Dachzeile und Überschrift haben die Bild.de-Mitarbeiter inzwischen geändert (nun: „ERST ENDE AUGUST GEHT ES WEITER — Zschäpes letzter Auftritt vor der Sommerpause“), die einleitende Passage zur „Ferienstimmung“ komplett gestrichen.

Falls Langeweile aufkommt, einfach das Gedöns der BAW lesen:

www.nsu-nebenklage.de/blog/2017/07/26/25-07-2017-protokoll/

25.07.2017 Protokoll

Plädoyer der Bundesanwaltschaft 1. Tag: wir veröffentlichen die vollständige Mitschrift

www.nsu-nebenklage.de/blog/2017/07/26/26-07-2017-protokoll/

26.07.2017 – Protokoll

Plädoyer der Bundesanwaltschaft 2. Tag: vollständige Mitschrift

www.nsu-nebenklage.de/blog/2017/08/01/27-07-2017-protokoll/

Plädoyer der Bundesanwaltschaft 3. Tag: vollständige Mitschrift

www.nsu-nebenklage.de/blog/2017/07/31/31-07-2017/

Plädoyer der Bundesanwaltschaft, Tag 4: Zu Wohlleben und Schultze und zur Mordwaffe Ceska

Stimmt zwar von vorn bis hinten nicht, aber was soll’s?

Gespielte Empörung der Nebenklage, passend zum Schauprozess

Eigentlich müsste es darum gehen, Beweise zu erbringen, denn das Wesentliche an einem Strafprozess nennt sich „Beweiserhebung“, und als Fazit im NSU-Prozess müsste eine unabhängige Anklage resumieren, dass es nicht gelungen sei, Beweise dafür zu präsentieren, dass Böhnhardt und Mundlos an irgend einem der 27 Tatorte waren: Keine DNA, und keine Fingerabdrücke, Letztere auch an keiner Waffe oder Patrone, und keine Tatortzeugen.

Der Bundestags-NSU-Ausschuss glaubt daher nicht an die Trio-NSU-These der Bundesanwaltschaft, die Nebenklage tut das auch nicht, und so herrscht beim OLG-Staatsschutzprozess die grosse Ratlosigkeit vor, welche sich auch in der Berichterstattung widerspiegelt: Zschäpes Geständnis vom Hörensagen (der Uwes) war nicht nur das Dümmste, das jemals ein Verteidiger seinem Mandanten empfohlen hat, es ist auch wertlos, da es nicht wahr ist, sondern eine Nacherzählung der Anklageschrift, und die Existenz einer der Wahrheitsfindung entgegen stehenden Absprache nahelegt.

Kungeleien zwischen Staatsschutz-Richtern, weisungsgebundenen Staatsanwälten der Regierung, und dazu noch die Antideuschen, die Schuldkultfanatiker, die Sozialklempner der Linken bis Linksextremen, und all das von embedded journalists (in das linksliberale, postdemokratische  System eingebetteten Journalisten) völlig unkritisch der Bevölkerung untergejubelt.

Die Regierungspropaganda volle Pulle gab es wie üblich in DIE ZEIT, von fehlenden Beweisen liest man dort selbstverständlich nichts. Extrem tief im Arsch der BAW steckend.

„steuernden Zentralfigur“

Na ja. Ob solche Kraftausdrücke darüber weghelfen, dass die BAW keinen einzigen Beweis für die Täterschaft von Mundlos und Böhnhardt hat?

Völlig richtig.

Loben muss man die Zeit für das Nichtzensieren kritischer Kommentare, da haben sie sich trotz Antifa-Kumpanei (Störungsmelder etc.) etwas gebessert:

Ja, die Heiligsprechungen der Kurden und Türken waren in der Tat peinlich, weshalb die Mainstreammedien dazu auch keine Meinung hatten. Dürfen sie wohl nicht, und wollen sie auch gar nicht, denn sie sind ja selbst stramm links.

Selbst haarsträubender Blödsinn der BAW fällt dem GEZ-Zwangsdemokratiesender BR nicht auf, und veranlasst ihn auch zu keiner Einordnung:

Die Uwes haten offenbar den Auftrag, ihre Kameraden zu Straftaten zu animieren, um sie erpressbar zu machen. Das hat offenbar bestens funktioniert, zumindest beim „Jenaer Mastermind“ und bei dessen Helfer.

Fällt aber in ganz Deutschland keinem einzigen Journalisten auf…

Hier dasselbe Spiel:

Weil Holger Gerlach teilgeständig ist, und brav die entscheidenden Leute verpfiffen hat nach einer Verhaftung, müsste eine unabhängige Presse darauf hinweisen, dass BAW, BKA und Holger Gerlach in einer Art Coproduktion überhaupt erst die Story verfertigt haben, die dann letztlich über Wohllebens Verhaftung zum Geständnis „Pistole mit langem Schalldämpfer“ des Mitangeklagen Carsten Schultze führte. (den Rest erledigte Gefälligkeitsaussager Andreas Schultz aus dem Medley 7 Tage danach, obwohl er 5 Tage zuvor noch etwas völlig anderes ausgesagt hatte, ohne Schalldämpfer).

Die gesamte Geschichte wirkt arg konstruiert, hinsichtlich der Geständnisse und Aussagen, aber auch darauf weist kein Journalist hin. Kein einziger.

Immerhin haben FR und Berliner Zeitung einen kritischen Artikel von Andreas Förster im Angebot:

Es gäbe im Schauprozess nur…

Kommentar Im NSU-Prozess gibt es nur eine halbe Wahrheit – Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/28089638 ©2017

Es gibt eher gar keine Wahrheit, keine ganze, keine halbe, sondern ein grandioses Schauspiel, aber was meint der Förster denn, warum das so sei?

Der Fall NSU legt daher einmal mehr die Nachteile bloß, die sich daraus ergeben, dass die oberste Anklagebehörde der Republik kein politisch unabhängiges Strafverfolgungsorgan ist. Der Generalbundesanwalt ist ein politischer Beamter, der jederzeit ohne Angabe von Gründen vom Bundesjustizminister abgesetzt werden kann. Sein Entscheidungsspielraum ist somit erheblich eingeschränkt, insbesondere bei politisch heiklen Verfahren.

Das ist gut!

Im NSU-Komplex hat das verhindert, dass sich die Behörde deutlich mehr Zeit für umfassendere Ermittlungen nehmen und restriktiver gegen den Verfassungsschutz vorgehen konnte.

Das ist Müll. Manipuliert haben die Tatorte vom 4.11.2011 die Polizei, und die Nachfindungen an diesen Tatorten, Waffen, Palchenvideos etc., das waren ebenfalls Polizisten.

Zu Beginn des Schlussvortrages hatten die Bundesanwälte angekündigt, in ihrem Plädoyer die Wahrheit über Täter und Hintergründe des NSU vortragen zu wollen. Was aber ist ein Plädoyer wert, dass nur die halbe Wahrheit erzählt?

Das ist geschönt, halbe Wahrheit, aber sonst gut.

Mehr geht nicht im BRD-Journalismus, offensichtlich.

Selbstverständlich sind auch die Linksanwälte nicht daran ineressiert darauf hinzuweisen, dass die Täterschaft der 2 hauptangeklagten Toten keineswegs bewiesen ist. Wahrheitsfindung mit zwingenden Prämissen „es waren aber rechte Netzwerke, ganz sicher“ ist keine. Dasselbe Verdummungs-Geseier der beweislosen Verurteilung betrieb auch der Bundestag, von 2011 bis 2017. Nicht ein einziger Abgeordneter hat sich dagegen gewehrt.

Die Nebenklage ist eine völlig uneffektive und der Wahrheitsfindung nicht dienliche Aufblähung, die lediglich viel Geld kostet, aber ausser „Jammerverstärkerei“ nichts zu bieten hat.

Haben Sie irgendwo in den Mainstreammedienberichten Interviews der Verteidigung Wohllebens gelesen? Immerhin ging es doch in den letzten 2 Tagen massgeblich um ihn!

Warum gibt es keine Interviews der Verteidiger, statt dessen nur endloses Antifa-Linksanwaltsgelaber bei den „unabhängigen Medien“, die sich „unabhängige Berichterstattung“ nennen?

Die Gleichschaltung der Medien, die es ja gar nicht gibt, sie klappt wieder mal perfekt. Goebbels wäre begeistert!

 

URLAUB bis 31.08.2017 !

Bundesanwaltschaft bestätigt NSU LEAKS: Wohllebens Verteidigung „kolossal“ fehlgeschlagen

Das tut weh:

Dagegen sei das Bemühen von Wohllebens Verteidigung „kolossal“ fehlgeschlagen, die Glaubwürdigkeit von S. zu unterminieren.

Völlig korrekt. Die haben es vergeigt. Schon 2013, als Carsten Schultze herumstotterte im OLG.

Sehr schön dieser Kommentar:

der Link, damals hatte Franz Feyder noch Eier:  http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.nsu-prozess-carsten-s-ungereimtheiten-auf-die-niemand-eingeht.216ededa-1fa3-49ee-be88-07322f390ce8.html

Die Strolche von der Antifa lassen den falschen Kaufpreis weg, Carsten Schultze will nur 500 DM bis 1000 DM für die Ceska bezahlt haben. Das passt also nicht, auch nach Korrektur der Währung nicht:

Die Aussage des Verkäufers, „Osteuropäische Dienstwaffe“ ist eine durch Zusicherung von Straffreiheit erkaufte (ergaunerte) Aussage, samt „bestellter Schalldämpfer“, das gilt bis zum Beweis des Gegenteils. Beweise zu konstruieren ist strafbar, Herr Weingarten!

Es gibt weitere Widersprüche, die die Wohlleben-Verteidigung verpennt hat… wer mit wem im Laden war, wo die Waffe übergeben wurde, etc. pp.

Und – entgegen den Einlassungen des Angeklagten Schultze – sei die BAW davon überzeugt, dass Böhnhardt und Mundlos von vornherein und ausdrücklich eine Schalldämpferwaffe bestellt hätten und diesen Wunsch Schultze auch telefonisch so übermittelt hätten.

Jedem seine Überzeugung, aber zwingend ist das so keineswegs.

Das ist von Gestern:

Und das ist von heute:

Die BAW hämmert die „Wahrheiten“ ins Hirn der Richter 🙂

Zschäpe hat den Schalldämpfer quasi mittäterisch bestellt? Haben die zu heiss gebadet?

Die gesamte Waffengeschichte ist konstruiert. Was uns da vorgetragen wird seit 2013, das trägt nicht, es ist offensichtlich unwahr. Schon das „Geständnis“ des Carsten Schultze am 1.02.2012 beim Haftrichter des BGH kommt ohne das Wort Ceska aus. Die Waffe wurde niemals identifiziert, von niemandem! (Carsti nahm die mit dem Längeren…)

So geht Rechtsstaat, so geht kritische Medien, so geht Verteidigung beim Schauprozess!

Was für ein Elend…

Riesige Überraschung: BAW hält Anklage für bestätigt

Wann hat es so etwas jemals zuvor gegeben? Die Anklage hält ihre Anklage nach der Beweisaufnahme für bestätigt. Sowohl bei Zschäpe, der Mittäterin bei 10 Morden, die nie an Tatorten war, aber alles gestand, als auch bei Wohlleben und Schultze, den mehr oder weniger geständigen Ceska-Beschaffern samt Schalldämpfer.

Es gab unendlich viel Gedöns dazu:

Viel Kasperletheater:

Nebenkläger äußerten sich empört über den von der Bundesanwaltschaft erhobenen Vorwurf, sie hätten ihren Mandanten – Opfern und Hinterbliebenen – zu viel «über die Aufdeckung von Hintermännern im Prozess» versprochen.

Dieser Vorwurf, den Oberstaatsanwältin Anette Greger erhoben hatte, sei eine «Frechheit», sagte Rechtsanwalt Sebastian Scharmer. Die Bundesanwaltschaft ignoriere, dass während des mehr als vier Jahre laufenden Verfahrens «zahlreiche Beweismittel gefunden wurden, die Unterstützer der Gruppe an den jeweiligen Tatorten nahelegen».

Welcher Gruppe? Welche Unterstützer? Biodeutsche wären dort aufgefallen. „Nazis“ erst recht.

Tweet von letzter Woche

Noch mehr Verdummung wie zu erwarten beim Moser:

Das ist aber ganz schön dick aufgetragen… Kriegserklärung? Wie kommen die Linken darauf? Die Linie der BAW ist seit Anklageerhebung 2012 dieselbe, hat sich nie verändert, was soll dieses Geschrei darüber, was doch 100% sicher und absehbar war?

Die Bundesanwaltschaft hat sich entschieden: Sie duldet keine Einwände und bleibt bei ihrem tendenziösen Kurs in Sachen NSU. An Tag drei ihres Plädoyers vor dem Oberlandesgericht München ging es um die zehn Morde und drei Sprengstoffanschläge. Die Anklagebehörde versucht unbeirrt, ihre irrige Drei-Täter-Theorie durchzupowern – wider alle Erkenntnisse, die durch Ermittler, Untersuchungsausschüsse, Anwälte, Journalisten und den Prozess selber erzielt wurden. Nicht nur unabhängige Beobachter erkennen darin eine Art Kriegserklärung der obersten Strafverfolgungsinstanz des Staates an ihre Kritiker. Auch in den Reihen der Nebenklage, sprich Anwälten der Opferfamilien, wird vom „Krieg“ gesprochen, den die Beamten in den roten Roben führten.

Alles auf die drei Täter Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos, Beate Zschäpe zu reduzieren, heißt, mutmaßliche weitere Täter, Mittäter oder Helfer zu schützen – das kommt Rechtsbeugung und Strafvereitelung im Amt gleich.

Wieso weitere Täter? ANDERE Täter! Die wahren Täter!

Tweets vom Donnerstag

Es waren doch Nebenklage, Antifa und Mainstreammedien, die BAW und BKA von Anfang an völlig unkritisch folgten, also was jammern sie jetzt? Es war doch der Bundestag, der sein einstimmiges Urteil bereits am 22.11.2011 fällte, nach Zierckes und Ranges Russlungen-Lügenshow im Innenausschuss am Vortag!

Lächerlich, wie die jetzt jammern, blosse Schau, und zu 100% voraussehbar, dass es genau so kommen würde.

Dasselbe hier, bei den geständigen Dönermordceska-Beschaffern:

War doch ebenfalls vorher klar, dass die BAW bei ihrer Anklage bleiben würde, es gab keinerlei Widerstand der Verteidigung dagegen, jeder Elfmeter wurde vergeigt.

Mit der Ceska wurden neun Menschen aus Fremdenhass vom NSU getötet. Die Anklage beschuldigt Wohlleben und S., die Mordwaffe besorgt zu haben und sich damit der Beihilfe zum Mord an neun Migranten schuldig gemacht zu haben.

„Fremdenfeindlichen Vorstellungen des Trios verpflichtet“

Weingarten sagte, sowohl Wohlleben als auch Carsten S. hätten die naheliegende Möglichkeit erkannt, dass der aus Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe bestehende NSU mit der Pistole Menschen töten würden. Trotzdem hätten sie deren Wunsch erfüllt, die Waffen zu beschaffen. Wohlleben und Carsten S. hätten sich den fremdenfeindlichen Vorstellungen des Trios verpflichtet gefühlt, so Weingarten.

Ob nun Wunschdenken der Ankläger oder nicht, das Ding ist gelaufen. Carsten Schultze wird glimpflich davonkommen, Ralf Wohlleben nicht. Sonst sässe er längst nicht mehr in U-Haft.

Es wird noch monatelang plädiert werden, Überraschungen dürfte es kaum geben.

Tweet von heute

Der „Mastermind des NSU“ (so wäre es der Wunsch der Jenaer Antifa gewesen) hätte schon zu Beginn des Prozesses dagegenhalten müssen, aber aus uns nicht bekannten Gründen konnte er das nicht.

Wunschdenken. Glauben nur Dumme, gelle Herr Weingarten!

Tagesspiegel klärt auf – Warum Zschäpe kein Paulchenvideo versendete… die Aussage der Postbeamten zum Inhalt des abmontierten Postbriefkastens Frühlingsstrasse!

Beim Tagesspiegel gibt es eine Kurzzusammenfassung aller bisheriger Verhandlungstage. Der linke, antifanahe Journalist Frank Jansen hat dort -sehr fleissig- notiert, was ihm wichtig war.

Das waren ungefähr 50 % von dem, was wirklich wichtig war, und wie ein linker Journalist „Lückenpresse“, also Lesertäuschung betreibt, dafür gibt es bei Jansens Aufstellung zahlreiche Beispiele.

Ein wirklich schönes Beispiel ist der 97. Prozesstag, an dem 4 Zeugen aussagten:

097. Tag: 25. März 2014, 09:30 Uhr, KHK Be., BKA Wiesbaden (Vernehmung Max-Florian B.)
097. Tag: 25. März 2014, 13:00 Uhr, Matthias H. (Briefkasten Frühlingsstraße)
097. Tag: 25. März 2014, 13:00 Uhr, Wilma K. (Briefkasten Frühlingsstraße)
097. Tag: 25. März 2014, 13:15 Uhr, KOK Vi., BKA Wiesbaden (Vernehmung Max-Florian B.)

Die spannenden Aussagen sind die 2 in der Mitte, da ging es um den berühmten gelben Postbriefkasten in der Frühlingsstrasse, vor dem Haus Nr. 26, wo Zschäpe die Paulchenvideos eingeworfen haben will.

Hatten wir gerade im Plädoyer der BAW:

Das ist Blödsinn. Der gelbe Postbriefkasten vor dem Haus in Zwickau war leer, das Geständnis Zschäpes ist somit eine unwahre Nacherzählung der Schrottanklage, und Diemer und Konsorten wissen das ebenso wie sämtliche Nebenklageanwälte, sämtliche Verteidiger und jeder Presseonkel.

Aber es wird durch die Bank vertuscht, seit Dezember 2015 schon, und wir sind da sehr gespannt, ob der leere Briefkasten, immerhin eine klare Aussage im Prozess durch zwei Postmitarbeiter, in den Plädoyers noch die Rolle spielen wird, die ihm zusteht. Ausserdem, so fand das BKA heraus, wurden, von wem und von wo auch immer, keine Paulchenvideos verschickt, sondern Teaser mit Noie Werte-Musik bzw. Vorgängerversionen.

Die BILD machte daraus die erwartete Ekelschlagzeile:

„Zschäpe versandte die Fotos der Opfer in ihrem Blut“

www.bild.de/regional/muenchen/nsu-prozess/nsu-zschaepe-prozess-plaedoyer-52677144.bild.html

Das Problem: Blödsinn, das ist kein Geständnis, das ist die nacherzählte Anklageschrift, und es ist sachlich falsch:

„Dann werden die beiden Zeug_innen Hu. und Ko., Postbedienstete beim Briefzentrum Zwickau, zum Inhalt des Anfang November 2011 abgenommenen Briefkastens vor dem Anwesen Frühlingsstraße 26/26a befragt. Zunächst wird Hu. befragt und sagt, am Morgen des 5.11.2011 seien zwei Polizeibeamte zu ihnen ins Briefzentrum gekommen und hätten ihm und der aufsichthabenden Kollegin Ko. diesen Briefkasten übergeben. Der sei nicht beschädigt gewesen. Sie hätten ihn geöffnet, um die Sendungen weiterzuleiten. Das seien drei bis vier normale Standardbriefe gewesen, also die kleinen Formate, kein A4. Götzl fragt, wie gut Hu.s Erinnerung an die Anzahl ist. Hu. sagt: „Wenig.“ Es seien drei, vier oder fünf drin gewesen, der Briefkasten sei eh wenig frequentiert. Sonnabends würden bei ihnen keine Briefe bearbeitet werden, die würden weitergeleitet nach Leipzig. Dann folgt die Vernehmung von Ko. Ko. sagt, in der Nacht zum Sonnabend hätten zwei Polizisten gegen 5:30 Uhr den Briefkasten gebracht, sie hätten ihn aufgeschlossen und die Sendungen dem Wochenend-Briefzentrum in Leipzig zugeführt. Das seien vielleicht drei, vier Briefsendungen, kleine Briefe, Postkartengröße, drin gewesen.“

www.nsu-watch.info/2014/04/protokoll-97-verhandlungstag-25-maerz-2014/

Das heisst, im Klartext: a) Zschäpes Ghostwriter haben einen bösen Fehler eingebaut in „Zschäpes Geständnis“. b) Zschäpe war nicht in Zwickau. c) Sie hat auch keine Brandstiftung dort begangen.

Dort agierten andere Leute: die Verwender der 2 schwedischen SIM-Karten, die morgens in Eisenach waren, und danach in Zwickau, das sind jedenfalls die besten Kandidaten, auch Handwerker-Doubles kommen da infrage, und eine Frau, die mit 2 Katzenkörben aus dem Haus kam, bevor es rummste:

Wobei… die stank nicht nach Benzin, die scheidet als Brandstifterin aus. Von wegen gerade 10-15 Liter verschüttet…

Zschäpe sagte am 8.11.2011, sie sei 6 Tage unterwegs gewesen, sie kann dann am 4.11.2011 nicht in Zwickau gewesen sein, und sie kann dort auch keine ca. 15 grossen Umschläge mit Paulchenvideos eingeworfen haben. Die sahen alle gleich aus, die wären immer aufgefallen bei der Postkastenleerung.

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Frank Jansen vom Tagesspiegel, die typische bundesdeutsche Linksjournaille, hat in seiner Fleissarbeit aller Prozesstage diesen überaus wichtigen Sachverhalt mit den 2 Postmitarbeitern und den fehlenden 15 Paulchenvideos am 97. Prozesstag „angemessen berücksichtigt“:

Ist das nicht schön, wie die Medien lügen, und völlig unwichtiges Gedöns über ein Plüschkrokodil schreiben, das Wichtige (und 50% der Zeugen) aber komplett weglassen?

Dreimalgüler droht mit 5 Märchenstunden, die Nebenklage insgesamt mit 60

Die laufenden ca. 22 Stunden NSU-Märchen der Bundesanwaltschaft kann man nur als Märchenstunden bezeichnen, sie entsprechen im Wesentlichen der Anklageschrift von 2012, in die die BAW die (teilweise nach massiver Beeinflussung des BKA erfolgten) Zeugenaussagen und Gefälligkeitsgutachten der verbeamteten „Sachverständigen“ bestmöglichst einpasst. Überraschungen sind keine zu erwarten. Vielleicht wird die Anklagebehörde bis zur Sommerpause fertig, vielleicht auch nicht. Egal.

Danach sind die Nebenkläger dran.

Klar wird an diesem Tag auch: Die Schlussphase des NSU-Prozesses wird noch lange dauern. Es ist unwahrscheinlich, dass die Bundesanwaltschaft ihr Plädoyer in den letzten beiden Verhandlungstagen vor der Prozesssommerpause abschließt. Und danach wartet schon der nächste Marathon.

Denn inzwischen gaben 50 der 60 Opferanwälte bekannt, wie lange sie im Prozess plädieren wollen: knapp 60 Stunden. 29 der Anwälte wollen sich in Gruppen zusammentun, 21 alleine plädieren. Allein Mehmet Daimagüler, Vertreter der Nürnberger Opferfamilien von Abdurrahim Özüdogru und İsmail Yaşar, veranschlagt ein fünfstündiges Plädoyer. Auch einige Angehörige selbst, etwa die Witwe und die Tochter des 2006 in Dortmund erschossenen Mehmet Kubaşık, überlegen, am Ende des Prozesses noch einmal selbst das Wort zu ergreifen.

Nach den Nebenklägern folgen dann die Plädoyers der Verteidiger der fünf Angeklagten. Auch die dürften noch einmal Wochen dauern. Erst danach kommt es zum Urteil.

Das wird also noch etwa 3 bis 4 Monate dauern, bis zum Urteil, und niemand wird diesen endlosen Erklärungen im Detail folgen wollen.

Es wird also darum gehen zu skandalisieren, um überhaupt noch mediale Aufmerksamkeit zu erhaschen. Das zeigt sich bereits jetzt, dass man versucht, klitzekleine Skandälchen in die Märchenerzählungen einzubauen:

Die taz-Fassung des Skandälchen liest sich wie folgt:

Dann teilt Greger gegen die Opferanwälte aus: Überhaupt nirgends habe sich in Untersuchungsausschüssen „eine Existenz von rechten Hintermännern, die einige Rechtsanwälte ihren Mandanten offenbar versprochen haben, bewahrheitet“.

Von einer „Frechheit“ spricht daraufhin Sebastian Scharmer, Anwalt der Tochter des Dortmunder NSU-Opfers Mehmet Kubaşık. Der Prozess und die Ausschüsse hätten sehr wohl „zahlreiche Beweismittel“ für Unterstützer des NSU erbracht. Es sei vielmehr die Bundesanwaltschaft, die gescheitert sei, diese auch „angemessen“ zu ermitteln.

Mimimimimi.

Erstmal die Beweise bitte, dass die Uwes die Morde begangen haben. Danach dann eventuelle Helfer, das heissersehnte Netzwerk von Kameraden, aber zu Anfang bitte die Mordaufklärung. Die fehlt bislang komplett, nicht nur in Heilbronn, sondern bei allen 10 angeblichen NSU-Morden, und bei den sehr wahrscheinlichen 2 Morden von Eisenach ebenfalls.