SMS

25.4.2007, DIE “FEHLER” DER ERMITTLER, TEIL 3: Wo waren Kiesewetter und Arnold vor dem Mord?

Teil 2 endete mit Fragen:

Wir haben also 3 Aufstellungen. Eine von dem Telekommunikationsbetreiber „T-Mobile“, mit Daten von Telefonaten und SMS, eine weitere direkt vom Handy nur mit Telefonaten, und eine Dritte mit dem SMS-Verkehr. Also mit den Texten, den Inhalten.

Wie kann das sein, dass die Telekom Anrufe nicht registrierte, die im Gerätespeicher des Handys verzeichnet waren?

Da sind Leute mit Ahnung gefragt.

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Teil 3

Weiter mit @nachdenkerins Überlegungen:

die 3 Listen: Netzbetreiber, Gerät Nokia 6111, ominöse SMS-Liste (ziehe 2 stunden ab) mit Texten der SMS:

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Wie bereits angegeben, beinhaltet die Unterlage in etwa die Realzeit.

Auf der anderen Seite steht die T-Mobile-Liste, wo diese Anrufe auch verzeichnet sind. Auch da gibt es an dem Tag nur 3 solche Telefonate von dieser Nummer. Die sind zwar jeweils doppelt aufgeführt (auch die Zeile darunter), aber dieses ist unwichtig. Da es sich jeweils um die gleichen Uhrzeiten handelt, sind es ein und dieselben Anrufe und können damit unberücksichtigt gelassen werden.

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Sind das Anrufe?

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Da in dem untersuchten Zeittraum nur 3 Telefonate ankamen, auch keine verpassten Anrufe waren und keine Gesprächsausgänge stattfanden, muss es sich bei den weiteren aufgeführten Daten in der T-Mobile-Liste um SMS handeln.

BINGO 😉

Die beiden auf der T-Mobile-Unterlage aufgeführten Telefonnummern 491722270333 und 491760000443 fand ich etwas eigentümlich. Ich konnte dann mit Hilfe von Google feststellen, dass es sich um die Kurzmitteilungszentrale von 1 & 1 und o2 handelt, s. nachfolgenden Link.

http://www.telespiegel.de/html/sms-kurzmitteilungszentralen.html

Warum aber in manchen Fällen diese Nummer zwischen geschaltet wird, was nicht immer vorkommt, habe ich noch nicht ergründet.

Nun bleibt noch die SMS-Liste übrig. Hier sollten von der Uhrzeit generell 2 Stunden abgezogen werden.

Schon allein im ersten Fall kam das nicht hin.

6

7 9

Brillant!

Da ich nicht hinter das Rätsel kam, dachte ich mir, die SMS-Texte durchzulesen und hoffte, dass sich daraus vielleicht Uhrzeiten ergeben würden. Dies war aber nicht so einfach.

Wie schon erwähnt, sind zuerst alle Texte der eingegangenen SMS aufgeführt und danach die Gesendeten.

Durch die Splittung in Ein- und Ausgänge wurden bei einem Nacheinander lesen der Seiten die Zusammenhänge unterbrochen. Ich konnte zwar erfahren, was derjenige schrieb, aber die jeweilige Antwort darauf stand dann zuerst viel später aufgeführt.

Deshalb schnitt ich die Zeilen aus und stellte sie mir so zusammen, dass der Dialog mit den jeweiligen Ein- und Ausgänge der Reihe nach erfolgte.

Die Bezugswörter markierte ich.

11 12

Wie ersichtlich ist, können die Uhrzeiten nicht stimmen. Zum Bespiel würde Kiesewetter 12:42 Uhr
Balitsch einen guten Morgen wünschen, was er dann aber bereits um 10:51 Uhr erwiderte.

Selbst bei den angegebenen 2 Stunden Abzug wäre das Ganze zwar früher erfolgt, aber die gravierend falsche Reihenfolge bleibt erhalten.

Gem. der Realzeit von T-Mobile fand die erste Kommunikation um 8:05 Uhr über die Kurzmitteilungszentrale von 1 & 1 * statt. Die Rufnummer der Zentrale beginnt mit 0172, was den Provider identifiziert. In der SMS-Liste ist ein Eingang von einem Macello um 9:04 Uhr mit der ebenfalls beginnenden Rufnummer 0172 aufgeführt. Da sonst keine 0172er Nummer auf der Liste vorhanden sind, besteht ein eindeutiger Zusammenhang.

Deshalb muss bei den eingehenden SMS eine Stunde abgezogen werden, womit die Zeit dann 8:04 Uhr beträgt. Die SMS ist somit mit dem Beginn der T-Mobile-Liste fast identisch. Damit nun aber die gesendeten Antworten in der Reihenfolge passen, ist es erforderlich vom Ausgang jeweils 3 Stunden zu subtrahieren.

In dem Bild oben sind rechts von den jeweiligen Ausschnitten die Zeiten, die ich errechnete, eingefügt
Damit passt dann alles.

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FALSCH: in der SMS Liste sind von der Uhrzeit zwei Stunden abzuziehen

RICHTIG: in der SMS Liste sind abzuziehen: ausgehende SMS drei Stunden, eingehende SMS eine
Stunde.

Da muss man erst einmal drauf kommen. Einfach nur grandios. Respekt!

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Somit muss die, von mir erstellte Gesamtübersicht nun richtig sein.

Diese Zeiten decken sich dann auch mit den nachfolgend angegebenen Einbuchungsörtlichkeiten des Handys:

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Ebenfalls sind Einbuchungsörtlichkeiten von Arnold angegeben.

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Vergleich:

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Dazu weiss Google Maps:

8bwwz9rs 19

Auszug aus Google-Map, Felder „Kiesewetter“, „Arnold“ und Pfeil von mir eingefügt.

Arnold wählte sich um 12:14 Uhr in der Moltkestraße, Hotel „Götz“ ein. Eine Minute erfolgte eine
Einwahl von Kiesewetter in der 2,7 Kilometer entfernten John-F.-Kennedy-Straße. Beide Punkte
liegen gem. Google 7 Fahrtminuten entfernt.

Kiesewetter und Arnold sollen doch aber zusammen Streife gefahren haben. Das dürfte aber nicht möglich gewesen sein, selbst wenn es nur 4 oder 5 Fahrtminuten wären, haut das nicht hin.

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stnad

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Das beantwortet ganz viele Fragen, und es stellt gleichzeitig den Polizistenmord von Heilbronn vom Kopf auf die Füsse. 

Niemand sah Martin Arnold in der Schulung am Mittag auf dem Polizeirevier Heilbronn. Kiesewetter war dort, Arnold aber nicht. Daher hat ihn auch Keiner der Kollegen erinnert als anwesend. Weil er gar nicht dort war, sondern Kilometer weit entfernt.

– wer fuhr wirklich an jenem Tag im 5er BMW?

– Kiesewetter und ein Kollege. Wer?

– sass Arnold doch im T4-Bus, wie er sich zuerst erinnerte?

– wie kamen dann Kiesewetter und Arnold zusammen ans Trafohaus, und in den BMW?

– was hat das mit den 4 Sichtungen von Streifenwagen zu tun, zwischen 13 und 14 Uhr am späteren „Tatort“?

– wer sass mit Kiesewetter im BMW-Streifenwagen morgens beim Bäcker Kamps und war der Fahrer?

– wo fielen die Schüsse wirklich?

– wurde nur das Trafohaus gegen 14 Uhr absichtlich angeschossen?

– warum nur je ein Schuss auf die Opfer? Risiko dass die Opfer überleben

– wer nahm die Dienstwaffen an sich? Arthur Christ? Ein anderer Jugendlicher? Im Wohnmobil waren sie nicht, dort waren 2 Pistolen mit einem Schlitten samt „richtiger“ Seriennummer. Es hätten aber 2 Seriennummern mehr sein müssen. Je Waffe, natürlich.

– wer waren die Durchführenden? Wer waren die ersten Polizisten am Tatort? Wer befahl die Vertuschung? Warum?

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Nur Nachdenkerin war in der Lage, das zu finden.

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Das erklärt auch die Sabotage, die Trugspuren, die Manipulationen. ab dem ersten Tag.

Danke, grossartige Arbeit.