Thüringen

NSU: GröVaZ bestiehlt Abgeordnete im Thüringer PUA

Martín Steinhagen @mstnhgn

Der Tag, an dem Mundlos und Böhnhardts im Wohnmobil tot aufgefunden wurden, habe „durch einen Krimiautor“ eine Bedeutung bekommen, die er eigentlich nicht habe, sagt @KatharinaKoenig. Das habe den Ausschuss viel Zeit gekostet.

Oha. Ein Poet bestiehlt das von den Arbeiter und Bauern zur Aufklärung von Verbrechen in einen Parlamentarischen Untersuchungsausschuß entsandte Edelblut um das Wertvollste, was ein Mensch besitzt. Zeit. Und keiner hat es bemerkt.

Doch, der AK NSU hat es bemerkt und auch reportiert, wer der Dieb­stähler des Zeitfonds war. Eine König-Preuss, die endlos lang die Todes­listen der Antifa referierte und von den geladenen Zeugen wissen wollte, ob die was zu der abgefragten Person wissen. Die machten sich mit faschistischen Adreßsammlern nicht gemein und ließen das Auskunfts­begehr verhallen. Das störte führende Fa (Broder) aus Thüringen nicht, was ihr den Unbill von Kollgen eintrug, die mit den endlosen Palaver nicht einverstanden waren.

Das ist protokollarisch amtlich und kann von allen in der vorzüglich gepflegten Dokumentation des Thüringer Landtages nachgelesen werden. Momentan ist die leider offline. Morgen und übermorgen auch.

Keiner weiß, was die König antreibt, sich der Namenspflege zu widmen. Vielleicht die Vision, als Staatssicherheistminister eines sozialistischen Thüringens den ersten Zählappell im Umerziehungslager für Nazis abschreiten zu dürfen? Oder dortselbst die Eröffnungsvorlesung zu halten?

Kommen wir nun noch zu dem Schriftsteller. Da kann es sich eigentlich nur um den Eumann aus dem Medienhaus „Freie Presse“ handeln, wobei der dermaßen untalentiert ist, daß er als Kriminalautor ausfällt und als Zeuge kaum infrage kommt. Dann wären da noch der Hochstapler Quendt, der aber als Zeuge auch nur ideologisch linksdrehende Quark im Angebot hatte. Andrea Röpke ist nur theoretisch denkbar, da es der an so ziemlich allem mangelt, was einer qualifizierten Bewertung von irgendwas betrifft.

Bleibt nur der Laabs, der in Sachen NSU Größte Verschwörungstheo­re­tiker aller Zeiten, als Diebstähler über. Von dem ist bekannt, daß er als Selbstanbieter durch die Länder tingelt und jedem, der nicht bei drei auf den Bäumen ist, seine gesammelten Schauermärchen anbietet. Ein bißchen Aktenschnorrerei fällt nebenbei auch noch ab. Für einen eitlen Geck ist das eine Win-Win-Situation. Er bleibt im Gespräch und kurbelt den Verkauf seiner vor sich hin dümpelten Bücherhalde an. Auf der anderen Seite greift man das jüngste Gerücht ab, das sich prima für die nächste Verschwörungstheorie verwursten läßt.

Da stellen wir uns am Ende eine ganz einfache Frage. Wie war es dann, wenn es nicht so war wie Laabs behauptet? Welche Bedeutung hatte die Ermordung von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos denn?